Beschreibung Wasserführendes Haushaltsgerät mit einer Anschlussvorrichtung für einen Frischwasserschlauch
[001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine, mit einer Anschlussvorrichtung zur Aufnahme eines Zulaufschla chs für die Zufuhr von Frischwasser in das wasserführende Haushaltsgerät und einen Zulaufschlauch für ein wasserführendes Haushaltsgerät mit wenigstens einem Einlassventil.
[002] Es ist bekannt, bei wasserführenden Haushaltsgeräten elektrisch ansteuerbare Magnetventile zur Regelung von Flüssigkeitsleitungen einzusetzen, wie z.B. ein Ein- lassventil im Zulaufschlauch zur Regelung der Zufuhr von Frischwasser aus der Hauswasserleitung in das wasserführende Haushaltsgerät. Dabei wird das Einlassventil üblicherweise von einer Betriebs- bzw. Programmsteuerung des wasserführenden Haushaltsgeräts über mechanische oder elektronische Steuerelemente einer Programmsteuerung gesteuert. Diese Einlassventile dienen außerdem dazu, bei einer Leckage im Haushaltsgerät die Wasserzufuhr durch Schließen der Ventile zu stoppen, um einen größeren Schaden zu vermeiden. Die Leckage wird z. B. in einer Geschirrspülmaschine durch einen Schwimmerschalter in der Bodenwanne und Füllstandssensoren im Spülbehälter registriert.
[003] Bei den Sicherheitsanforderungen an wasserführende Haushaltsgeräte gibt es in verschiedenen Ländern unterschiedliche Vorschriften. In einigen Ländern soll auch der Zulaufschlauch zur Zufuhr von Frischwasser in das wasserführende Haushaltsgerät von der Leckageüberwachung mit erfasst sein, in anderen Ländern braucht der Zulaufschlauch nicht mit erfasst zu werden.
[004] In Ländern, in denen der Zulaufschlauch mit überwacht werden muss, ist dieser vorzugsweise als Doppelschlauch mit einem zusätzlichen Hüllschlauch ausgebildet. Bei einer Undichtigkeit im Zulaufschlauch wird das austretende Wasser in die Bodenwanne der Geschirrspülmaschine mit dem HüllscHauch geleitet, so dass der dort angeordnete Schwimmerschalter die Leckage registriert und an die Programmsteuerung meldet. Es kann auch ein Flüssigkeitssensor zwischen Zulaufschlauch und Hüllschlauch zur Erkennung einer Leckage eingebaut sein. Außerdem muss am instal- lationsseitigen Ende des Zulaufschlauches, d. h. an der Verbindung zur Hauswasserinstallation, wenigstens ein Einlassventil angeordnet sein, das im Leckagefall schließt. Vorzugsweise werden aus Sicherheitsgründen häufig zwei Einlassventile verwendet,
um beim Versagen eines Einlassventils trotzdem die Wasserzufuhr schließen zu können.
[005] In Ländern, in denen der Zulauf schlauch nicht überwacht wird, benötigt man kein Einlassventil am installationsseitigen Ende des Zulaufschlauches.
[006] Damit werden bei wasserführenden Haushaltsgeräten zwei unterschiedliche Äxten von Zulaufschläuchen benötigt, d. h. nach der Endmontage liegen zwei Arten von wasserführenden Haushaltsgeräten vor, jeweils mit zwei unterschiedlichen Zulaufschläuchen. Das bedeutet eine hohe Fertigungstiefe und damit hohe K)sten.
[007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein wasserführendes Haushaltgerät mit einer Anschlusstechnik für den Zulaufschlauch zur Zufuhr von Frischwasser aus der Hauswasserleitung und einen Zulaufschlauch bereitzustellen, die es ermöglicht die Kosten und die Fertigungstiefe bei der Herstellung zu reduzieren.
[008] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße wasserführenden Haushaltsgerät mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 und den erfindungsgemäßen Zulaufschlauch gemäß Anspruch 14 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[009] In einem erfindungsgemäßen wasserführenden Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine, mit einer Anschlussvorrichtung zur Aufnahme eines Zulaufschlauchs für die Zufuhr von Frischwasser in das wasserführende Haushaltsgerät, sind am wasserführenden Haushaltsgerät Mittel zur lösbaren elektrischen K>ntaktierung wenigstens eines Einlassventils am Zulaufschlauch oder von Einrichtungen am Zulaufschlauch vorhanden. Damit kann sowohl ein Zulaufschlauch mit wenigstens einem Einlassventil und Mitteln zur lösbaren elektrischen K ntaktierung an das Haushaltsgerät als auch ein Zulaufschlauch ohne Einlassventil und ohne diese Mittel nach der Endmontage des Haushaltsgeräts, z. B. vom Benutzer bei der Montage des Haushaltsgeräts im Haushalt, angeschlossen werden, ohne dass werksseitig bei der Herstellung des Haushaltsgerätes unterschieden werden muss. Die entsprechenden Zulaufschläuche für die jeweiligen Länder brauchen den Haushaltgeräten nur noch beigegeben werden.
[010] Vorzugsweise sind die Mittel elektrische Kontakte an der Anschlussvorrichtung oder separate elektrische Steckverbinder mit elektrischen Kontakten. Damit kann der elektrische Kontakt besonders einfach und zuverlässig hergestellt werden. Außerdem sind die Kosten gering, weil hierzu als Kbntaktflächen kleine metallische Plättchen ausreichen.
[011] In einer weiteren Ausführungsform ist an der Anschlussvorrichtung wenigstens eine
elektrische Kbntaktfläche und am Zulaufschlauch oder einer Gegenan- schlussvorrichtung wenigstens eine elektrische Kbntaktfläche derart angeordnet, dass in der Verbindungsposition des ZulaufscWauchs oder der Gegenanschlussvorrichtung an der Anschlussvorrichtung ein elektrischer Kontakt zwischen den elektrischen Kon- taktflächen hergestellt ist, und die elektrischen Kbntaktflächen jeweils mit elektrischen Leitungen zur Steuerung wenigstens eines Einlassventils verbunden sind. Damit braucht nur der Zulaufschlauch mit vorzugsweise Gegenanschlussvorrichtung an der Anschlussvorrichtung am Haushaltsgerät angeschbssen werden, ohne dass zusätzliche Einrichtungen, z. B. ein Steckverbinder und ein Gegensteckverbinder, zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes gesteckt werden müssen.
[012] In einer weiteren Ausführungsform ist aufgrund der Anordnung der elektrischen Kbntaktflächen an der Anschlussvorrichtung der korrekte, insbesondere wasserdichte, Anschluss des Zulaufschlauches bzw. der Gegenanschlussvorrichtung an der Anschlussvorrichtung feststellbar und wird vorzugsweise an die Programmsteuerung gemeldet. Damit kann von der Programmsteuerung vorteilhafterweise festgestellt werden, ob ein korrekter Anschluss des Zulaufschlauches bzw. der Gegenanschlussvorrichtung an der Anschlussvorrichtung vorhanden ist und bei einem Fehler z. B. eine Störungsmeldung, optisch und/oder akustisch erfo^t und außerdem aufgrund der Störung der Betrieb des wasserführenden Haushaltsgeräts nicht gestartet wird.
[013] Zweckmäßigerweise sind die elektrischen Kbntaktflächen als federnd gelagerte Schleifkontakte ausgebildet.
[014] Vorteilhafterweise ist außerhalb des Zulauf Schlauches konzentrisch ein Hüllschlauch angeordnet. Damit kann auch eine Undichtigkeit im Zulauf schlauch detektiert werden sowie elektrische Leitungen im Zwischenraum zwischen Zulauf- und Hüllschlauch verlegt werden, so dass diese nicht sichtbar und vor Beschädigungen geschützt sind.
[015] Ergänzend sind die elektrischen Leitungen zur Steuerung des wenigstens einen Ein- lassventils im Zulaufschlauch integriert sind, vorzugsweise zwischen Zulaufschlauch und Hüllschlauch.
[016] In einer weiteren Ausführungsform ist die Anschlussvorrichtung als vorzugsweise symmetrischer Bajonettverschluss, Gewindeverbindung, einfacher Anschlussstutzen oder Kupplungsverbindung ausgebildet ist. Ein Bajonettverschluss bietet den Vorteil, dass dieser sehr einfach zu bedienen ist, weil z. B. keine bestimmten Anschraubdrehmomente notwendig sind und außerdem durch die elektrischen Kontakte sehr einfach der korrekte Anschluss des Zulaufschlauches bzw. der Gegenan-
Schlussvorrichtung an der Anschlussvorrichtung feststellbar ist, da ein Bajonettverschluss nur in einer bestimmten Stellung seinen korrekten Sitz hat.
[017] Vorzugsweise sind am Zulauf schlauch eine Gegenanschlussvorrichtung zum Anschluss des ZulaufscHauches an der Anschlussvorrichtung und/oder eine Schraubverbindung zum Anschluss des Zulauf schlauches an die Hauswasserinstallation ausgebildet.
[018] In einer zusätzlichen Ausführungsform umfasst die Anschlussvorrichtung eine R_eg- lerscheibe, die den maximalen Durchfluss beim Zulauf von Frischwasser aus der Hauswasserleitung begrenzt bzw. steuert.
[019] Ergänzend umfasst die Anschlussvorrichtung und/oder der Anschluss des Zulauf- schlauchs eine Dichtung zum Abdichten der Verbindung zwischen der Anschlussvorrichtung und dem Zulaufschlauch bzw. der Gegenanschlussvorrichtung. Damit kann auf einfache und zuverlässige Weise eine wasserdichte Verbindung hergestellt werden.
[020] Vorzugsweise umfasst die Anschlussvorrichtung eine Filtereinheit zum Rückhalt von im Frischwasser vorhandener Verschmutzungen.
[021] Ergänzend weist der Zulaufschlauch und/oder die Gegenanschlussvorrichtung und/ oder die Schraubverbindung an der Installationsseite wenigstens ein vorzugsweise elektromagnetisches Einlassventil auf, das den Zulauf von 'Frischwasser aus einer Hauswasserleitung steuert und vorzugsweise als Leckageschließventil bei einer Leckage schließt. Bei einer Anordnung des wenigstens einen Einlassventils an der Schraubverbindung, d. h. an der Installationsseite, kann das wenigstens eine Einlassventil auch dazu dienen, eine Schaden durch eine Leckage im Zulauf schlauch zu verhindern, weil bei einem Schließen des dort angeordneten Einlassventils die Wasserzufuhr zum Zulaufschlauch unterbrochen ist.
[022] In einem erfindungsgemäßen Zulaufschlauch für ein wasserführendes Haushaltsgerät mit wenigstens einem Einlassventil sind Mittel zur lösbaren elektrischen Kbntaktierung wenigstens eines Einlassventils am Zulaufschlauch oder an Einrichtungen am Zulaufschlauch mit dem Haushaltsgerät vorhanden. Damit kann ein elektrischer Kontakt zwischen dem Zulaufschlauch und dem dort angeordneten wenigsten einem Einlassventil und dem wasserführenden Haushaltsgerät hergestellt werden. Der erfindungsgemäße Zulaufschlauch ist damit zu geeignet, trotz einer lösbaren Verbindung mit dem Haushaltsgerät, durch ein Schließen des wenigstens einen Einlassventils die Wasserzufuhr in den Zulaufschlauch zu unterbrechen und damit bei einer Leckage des Zulaufschlauches einen Schaden zu verhindern.
[023] Vorzugsweise ist außerhalb des Zulaufschlauches konzentrisch ein Hüllscblauch angeordnet. Dadurch kann auf einfache Weise eine Undichtigkeit im Zulaufschlauch erkannt bzw. detektiert werden.
[024] In einer vorteilhaften Ausführungsform sind am Zulaufschlauch eine Gegenanschlussvorrichtung zum Anschluss des Zulaufschlauches an eine Anschlussvorrichtung am Haushaltsgerät und/oder eine Schraubverbindung zum Anschluss des Zulaufschlauches an einer Hauswasserinstallation ausgebildet. Damit kann der Zulaufschlauch auf besonders einfache Weise, z. B. auch von einem Benutzer des Haushaltsgerätes, an das wasserführende Haushaltsgerät und an die Hauswasserinstallation angeschbssen werden.
[025] Zweckmäßigerweise sind die Mittel elektrische Kontakte an der Gegenanschlussvorrichtung oder elektrische Kontakte in separaten Gegensteckverbindern zum Anschluss an Steckverbindern im Haushaltsgerät.
[026] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
[027] Figur 1 eine Schnittdarstellung durch eine Anschlussvorrichtung zur Aufnahme eines Zulaufschlauchs für die Zufuhr von Frischwasser aus einer Hauswasserleitung in ein erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
[028] Figur 2 eine Schnittdarstellung durch eine am Zulaufschlauch angeordnete, ein Einlassventil umfassende Gegenanschlussvorrichtung, die an die in Figur 1 dargestellte Anschlussvorrichtung anschließbar ist;
[029] Figur 3 eine Schnittdarstellung durch die in Figur 1 dargestellte Anschlussvorrichtung in der Verbindungsposition mit einer Gegenanschlussvorrichtung (ohne Einlassventil) an einem Zulaufschlauch, der alternativ eine Schraubverbindung mit einem oder zwei Einlassventilen aufweist.
[030] Die in Figur 1 dargestellte Anschlussvorrichtung dient der Aufnahme einer in Figur 2 und 3 gezeigten Gegenanschlussvorrichtung 48 bzw. Stutzen 14 mit einem Zulaufschlauch 32 für die Zufuhr von Frischwasser aus einer Hauswasserleitung in das wasserführende Haushaltsgerät, insbesondere eine Geschirrspülmaschine oder eine Waschmaschine (nicht gezeigt) gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Anschlussvorrichtung 2 ist vorzugsweise an einer Rückwand in der Bodenwanne des Haushaltsgeräts angeordnet, so dass die Gegenanschlussvorrichtung 48 mit dem Zulauf schlauch 32 über die Rückwand des Haus-
haltsgeräts mit der Anschlussvorrichtung 2 verbunden werden kann. Die An- schlussvorrichtung 2 weist eine verdrehsichere Schnellkupplung auf, die als Bajonettverschluss ausgebildet ist. Dazu ist an einer Halteplatte 2a der Anschlussvorrichtung 2 ein Kragen 6 ausgebildet, der in Verbindungsposition von einem in Figur 2 gezeigten komplementär ausgebildeten Kragen 30 an der Gegenanschlussvorrichtung 48 hintergriffen wird. Damit wird der Zulaufschlauch 32 an die Anschlussvorrichtung 2 gekoppelt. Aufgrund der verdrehsicheren Eigenschaft der Schnellkupplung 6, 30 bleibt die Verbindung zwischen dem Zulaufschlauch 32 und dem Haushaltsgerät in jeder Lage des Zulaufschlauchs 32 wasserdicht.
[031] Der Zulauf schlauch 32 ist an seinem anderen Ende beispielsweise über eine Schraubverbindung mit einer Hauswasserleitung (nicht gezeigt) verbunden. Über einen Stutzen 4 der Anschlussvorrichtung 2 und eine daran angeschbssene Wasserleitung wird das vom Zulaufschlauch zugeführte Frischwasser aus der Hauswasserleitung in Richtung des Pfeils A an die hydraulischen Komponenten des wasserführenden Haushaltsgeräts weitergeleitet. Die Anschlussvorrichtung 2 umfasst eine Reglerscheibe 11, die den maximalen Durchfluss beim Zulauf von Frischwasser aus der Hauswasserleitung begrenzt. Ferner weist die Anschlussvorrichtung 2 eine Dichtung 12 zum Abdichten der SchneUkupplungsverbindung zwischen der Anschlussvorrichtung 2 und der Gegenanschlussvorrichtung 48 am Zulaufschlauch 32 auf.
[032] Die Anschlussvorrichtung 2 ist mit elektrischen Kontakten 8 ausgestattet, die in der dargestellten Ausführungsform am Kragen 6 der Schnellkupplung ausgebildet sind. Die elektrischen Kontakte dienen der Köntaktierung von elektrischen Leitungen 10 für eine elektronische Programmsteuerung des erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts, die zur Steuerung wenigstens eines am Zulaufschlauch 32 angeordneten Einlassventils 22, 24 dienen. Dadurch erfofet der elektrische Kontakt zwischen der Programmsteuerung des Haushaltsgeräts und dem wenigstens einen Einlassventil 22, 24 automatisch bei Herstellung der Verbindung des Zulaufschlauchs 32 bzw. der Gegenanschlussvorrichtung 48 mit der Anschlussvorrichtung 2 am Haushaltsgerät über die Schnellkupplung 6, 30. Durch die elektrische Köntaktierung in der Schnellkupplung 6, 30 kann auch der korrekte Anschluss des Zulaufschlauchs 32 an das Haushaltsgerät überprüft werden, indem ein elektrischer Kontakt nur dann hergestellt wird, wenn der Zulauf schlauch 32 über die Schnellkupplung 6, 30 der Anschlussvorrichtung 2 bzw. Gegenanschlussvorrichtung 48 korrekt angeschbssen ist.
[033] Figur 2 zeigt eine Schnittdarstellung durch eine am Zulaufschlauch 32 angeordnete Gegenanschlussvorrichtung 48 mit einem elektromagnetischen Einlassventil 22, wobei
die Gegenanschlussvorrichtung 48 an die in Figur 1 dargestellte Anschlussvorrichtung 2 in Richtung des Pfeils B anschließbar ist. Die Gegenanschlussvorrichtung 48 weist eine Stutzen 46 auf, an dem ein Kragen 30 ausgebildet ist, der den Kragen 6 an der Anschlussvorrichtung 2 in der Verbindungsposition hintergreift, um die Gegenanschlussvorrichtung 48 im Bajonettverschluss mit der Anschlussvorrichtung 2 zu verbinden. Zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes zwischen der Programmsteuerung (nicht gezeigt) und dem am der Gegenanschlussvorrichtung 48 angeordneten Einlassventil 22 über Leitungen 10 sind am Kragen 30 der Gegenanschlussvorrichtung 48 elektrische Kbntaktflächen 9 angeordnet, die mit den am Kragen 6 der Anschlussvorrichtung 2 ausgebildeten Kontaktflächen 8 derart zusammenwirken, dass in der Verbindungsposition der Gegenanschlussvorrichtung 48 mit der Anschlussvorrichtung 2 zwischen den Kbntaktflächen 8 und 9 ein elektrischer Kmtakt hergestellt ist. Die elektrischen Kmtaktflächen 8, 9 sind als federnd gelagerte Schleifkontakte ausgebildet sind, um einen zuverlässigen und flexiblen elektrischen Kontakt zu gewährleisten. Bei der in Figur 2 gezeigten Gegenanschlussvorrichtung 48 führen die Leitungen 10 von der Programmsteuerung des wasserführenden Haushaltsgeräts zu einer Steuerung 28 des Einlassventils 22, die vorzugsweise als Spulenkontakt mit Schneid/Klemmtechnik ausgeführt ist.
[034] An die Gegenanschlussvorrichtung 48 ist der Zulaufschlauch 32 angeschbssen, der zur Hauswasserleitung (nicht gezeigt) führt. Das Einlassventil 22 ist somit zwischen dem Kragen 30 der Anschlussvorrichtung 2 und dem Zulaufschlauch 32 angeordnet und kann die Zufuhr von Frischwasser aus der Hauswasserleitung in das wasserführende Haushaltsgerät öffnen und schließen sowie vorzugsweise mit einem gedrosselten Durchfluss steuern. Das elektromagnetische Einlassventil 22 ist vorzugsweise wenigstens teilweise in einem Gehäuse 42 untergebracht und weist einen Stößel 34, eine Dichtung 36 sowie einen Einführkegel 38 auf, der zur Regelung der Durchflussmenge in den Fließweg des Einlassventils 22 einführbar ist. Ferner umfasst das Einlassventil 22 eine Dichtung zur Belüftung, um gegebenenfalls eine Beeinträchtigung der Funktion des Einlassventils 22 durch einen im Zulaufschlauch 32 entstehenden Unterdruck zu verhindern.
[035] Figur 3 zeigt eine Schnittdarstellung durch die in Figur 1 dargestellte Anschlussvorrichtung 2 in der Verbindungsposition mit einer alternativen Ausführungsform einer Gegenanschlussvorrichtung 48 mit einem Zulaufschlauchs 32, jedoch ohne Einlassventil 22. Bei den in Figur 3 dargestellten Ausführungsformen verfügt der Zulaufschlauchs 32 über einen zusätzlichen, konzentrisch angeordneten Hüllschlauch
16. Dabei ist der Hüllschlauch 16 an seinem zur Anschlussvorrichtung 2 gerichteten Ende, d. h. geräteseitig, mit einem Stutzen 14 versehen, der wiederum einen Kragen 31 aufweist, der mit dem komplementär ausgebildeten Kragen 6 an der Anschlussvorrichtung 2 in der Verbindungsposition derart zusammenwirkt, so dass der Zulaufschlauch 32 und der Hüllschlauch 16 im Bajonettverschluss an die Anschlussvorrichtung 2 gekoppelt wird. Neben dem hier beschriebenen Bajonettverschluss sind beliebig andere Anschlussmechanismen möglich, z. B. eine Gewindeverbindung, ein einfacher Anschlussstutzen mit einer Schlauchklemme oder eine Kipplungsverbindung. Die elektrische Köntaktierung erfo^t gegebenenfalls über leicht lösbare Steck- und Gegensteckverbinder.
[036] An dem gegenüberliegenden Ende, d. h. an der Installationsseite, ist an den Zulaufschlauche 32 mit dem Hüllschlauch 16 über eine Stutzenverbindung in Richtung der Pfeile B entweder die Ventileinheit 18 mit einem elektromagnetischen Einlassventil 22 oder die Ventileinheit 20 mit zwei elektromagnetischen Einlassventilen 22, 24 gekoppelt. Die Ventileinheiten 18, 20 sind jeweils auf ihrer der Anschlussvorrichtung 2 gegenüberliegenden Seite in Richtung der Pfeile C an die Hauswasserleitung (nicht gezeigt) über eine Schraubverbindung 44 angeschbssen. Die Verbindung der Ventileinheiten 18, 20 an die Hauswasserleitung kann dabei enlweder direkt oder über eine weitere dazwischenliegende Schlauchverbindung erft en.
[037] Zur Steuerung der Einlassventile 22, 24 sind jeweils elektrische Anschlüsse 26 und 28 vorgesehen, die mit den elektrischen Leitungen 10 zur elektronischen Programmsteuerung des wasserführenden Haushaltsgeräts verbunden sind. Die elektrischen Leitungen 10 sind im Hüllschlauch 16 integriert, wobei der elektrische Kontakt zwischen den Kbntaktflächen 8, 9 über die Schnellkupplung 6, 30 in der oben beschriebenen Weise hergestellt wird. Dadurch entfällt die Notwendigkeit eines separaten Kabelstrangs der neben dem Zulaufschlauch 32 bzw. Hüllschlauch 16 verlegt und angeschbssen werden müsste, so dass eine Beschädigung des Kabelstrangs leicht vermieden werden kann.
[038] Die Einlassventile 22, 24 dienen zur Steuerung der Wasserzufuhr in das wasserführende Haushaltsgerät für den Betrieb des Haushaltsgerät. Beispielsweise bei einer Geschirrspülmaschine wird die für einen Spi%ang notwendige Wassermenge (Spülfbtte) in den Spülbehälter eingelassen. Des Weiteren dienen die Einlas sventile 22, 24 als Leckagesicherungsvorrichtungen. In einer Geschirrspülmaschine sind z. B. in der Bodenwanne unterhalb des Spülbehälters z. B. Schwimmerschalter und im Spülbehälter selbst Sensoren vorhanden, die einen fehlerhaften Wasserstand melden
und damit ein Schließen der Einlassvenfile 22, 24 durch die vorzugsweise elektronische Programmsteuerung im Leckagefall bewirken. Es werden vorzugsweise zwei Einlassventile 22, 24 verwendet, um beim Ausfall eines Einlassventils 22, 24 im Schadensfall die Wasserzufuhr unterbrechen zu können, jedoch VΛirde im Prinzip auch ein Einlassventil 22, 24 ausreichen.
[039] Vorzugsweise ist ein Einlassventil 22, 24 am wasserführenden Haushaltsgerät im Strömungsrichtung nach der Anschlussvorrichtung 2, d. h. nicht entfernbar durch die Verbindung zwischen Anschlussvorrichtung 2 und Gegenanschlussvorrichtung 48, anordnet. Es können jedoch auch beide Einlassventile 22, 24 in obiger Weise entfernbar angeordnet sein, d. h. am Zulaufschlauch 32 oder an Einrichtungen 2, 18, 20, 44 am Zulaufschlauch 32, wie z. B. bei der Ventileinheit 20 mit zwei Einlassventilen 22, 24. Die Einlassventile 22, 24 werden vorzugsweise gleichzeitig, unabhängig von ihrer Position, angesteuert, d. h. geöffnet oder geschbssen.
[040] In Ländern, in denen die Leckagesicherungsvorrichtung eine Leckage am Zulaufschlauch 32 erfasst, ist vorzugsweise ein zusätzlicher Hüllschlauch 16 um den Zulaufschlauch 32 angeordnet und die Ventileinheit 18, 20 mit einem oder zwei Einlassventilen 22, 24 an der Installationsseite des Zulaufschlauches 32 positioniert. Zwischen Zulaufschlauch 32 und dem Hüllschlauch 16 befinden sich Sensoren zur Wassererkennung (nicht gezeigt), um eine Leckage des Zulaufschlauches 32 erkennen zu können. Des Weiteren kann auch vorzugsweise der Zulaufschlauch 32 mit Hüllschlauch 16 in die Bodenwanne des Haushaltsgerätes münden, so dass das aus dem Zulaufschlauch 32 austretende Leckwasser in die Bodenwanne geleitet und dort gesammelt werden, so dass ein Schwimmerschalter in der Bodenwanne die Leckage registriert. Es kann auch ein Einlassventil 22, 24 an der Gegenanschlussvorrichtung 48 und ein Einlassventil 22, 24 an der Schraubverbindung 44 angeordnet sein.
[041] Länder, bei denen die Leckagesicherungseinrichtung des wasserführenden Haushaltsgeräts den Zulaufschlauch 32 bei der Erfassung von Leckagen nicht mit einschließt (im Allgemeinen ohne Hüllschlauch), genügt es an der Gegenanschlussvorrichtung 48 ein Einlassventil 22, 24 einzubauen, wobei ergänzend im wasserführenden Haushaltsgerät ein Einlassventil 22, 24 vorhanden sein kann. Die Gegenanschlussvorrichtung 48 ist über einen Bajonettverschluss an der Anschlussvorrichtung 2 befestigt. Es kann auch in Strömungsrichtung entgegen der Anschlussvorrichtung 2 kein Einlassventil 22 angeordnet sein, falls in Strömungsrichtung nach der An- schlussvorrichtung 2 im wasserführenden Haushaltsgerät wenigstens ein Einlassventil 22, 24 angeordnet ist.
[042] Aufgrand der Installation des Zulaufschlauchs 32 über die Schnellkupplung 6, 30 kann ein erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät auf einfache Weise auch nachträglich mit einem Zulaufschlauch mit beliebiger Ausstattung zur Berücksichtigung Kunden- oder länderspezifischer Sicherheitsanforderungen, z. B. mit oder ohne Leckschutz im Zulaufschlauch, ausgerüstet werden. Dadurch verringert sich die Fertigungstiefe bei der Herstellung wasserführender Haushaltsgeräte und die Anzahl unterschiedlicher Varianten des wasserführenden Haushaltsgeräts.
[043] Liste der Bezugszeichen
[044] 2a Halteplatte
[045] 2 Anschlussvorrichtung
[046] 4 Stutzen der Anschlussvorrichtung
[047] 6 Kragen zum Bajonettverschluss an der Anschlussvorrichtung
[048] 8 elektrische Kontaktflächen an der Anschlussvorrichtung
[049] 9 elektrische Kbntaktflächen am Zulaufschlauch
[050] 10 elektrische Leitungen
[051] 11 Reglerscheibe
[052] 12 Dichtung
[053] 14 Stutzen zum Anschluss des Zulaufschlauchs 32 an der Anschlussvorrichtung 2
[054] 16 Hüllschlauch
[055] 18 Ventileinheit mit Einlassventil 22
[056] 20 Ventileinheit mit Einlassventilen 22, 24
[057] 22 Einlassventil
[058] 24 Einlassventil
[059] 26 elektrische Leitung zur Steuerung des Aquastop- Ventils 24
[060] 28 elektrische Leitung zur Steuerung des Einlassventils 22 1. Kragen zum Bajonettverschluss 2. Kragen zum Bajonettverschluss [061] 32 Zulaufschlauch
[062] 34 Stößel des Einlassventils 22
[063] 36 Dichtung für die Belüftung des Einlassventils 22
[064] 38 Dichtung des Einlassventils 22
[065] 40 Einführkegel des Einlassventils 22
[066] 42 Gehäuse des Einlassventils 22
[067] 44 Schraubverbindung der Ventileinheit 18, 20 zur Hauswasserleitung
[068] 46 Stutzen an der Ventileinheit 48 mit einem Einlassventil 22
[069] 48 Gegenanschlussvorrichtung mit einem Einlassventil 22
[070] A Anschlussrichtung zu den hydraulischen Komponenten des Haushaltsgeräts
[071] B Anschlussrichtung der Ventüeinheit 18, 20 zur Anschlussvorrichtung
[072] C Anschlussrichtung der Ventüeinheit 18, 20 zur Hauswasserleitung