Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken, insbesondere
Wäschetrockner
Die Erfindung betrifft ein Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken, insbesondere einen Wäschetrockner oder einen Waschtrockner, mit einem Behälter zur Aufnahme von Wäschestücken, welche über eine Beschickungsöffnung in den Behälter einbringbar sind, welche Beschickungsöffnung durch eine Türe verschließbar ist, und einem Türkontaktschalter, welcher abhängig von einer Türstellung einen Pflegeprozess der Wäschestücke unterbricht.
Bei bekannten Wäschetrocknern ist es eine wesentliche Voraussetzung, dass bei einem laufenden Pflegeprozess das Öffnen der Beschickungstüre zur Unterbrechung des Trocknungsprozesses führt. Dies wird üblicherweise durch einen Türkontaktschalter erreicht, der bei bekannten Wäschetrocknern durch einen mechanischen Schaltstift betätigt wird. Dieser Türkontaktschalter ist im Allgemeinen nahe dem Türrand im Gehäuse des Wäschetrockners befestigt.
Darüber hinaus sind auch Ausführungen eines Wäschetrockners bekannt, bei denen durch einen Hebel ein mechanisch betätigbarer Taster betätigt wird.
Ein Nachteil bei den bekannten Ausführungen der Wäschetrockner ist darin zu sehen, dass eine relativ aufwändige Montage des Türkontaktschalters erforderlich ist. Dadurch treten zusätzliche Fertigungszeiten und Montagekosten auf.
Aus der DE 77 37 992 U1 geht ein Türverriegelungs-Baustein hervor. Dieser ist dazu bestimmt, die Tür eines Hausgerätes, das während seines Betriebs nicht geöffnet werden darf, z. B. einer Waschmaschine, zu gegebener Zeit gegen ein unzulässiges Öffnen zu verriegeln. Aus der DE 103 55 603 A1 gehen eine Schaltvorrichtung und eine Anordnung zur Erfassung unterschiedlicher Positionen eines Türelements hervor, wobei die
Schaltvorrichtung und die Anordnung einsetzbar sind in Hausgeräten wie Kühlschränken und Gargeräten.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken zu schaffen, bei dem ein Türkontaktschalter so ausgestaltet und angebracht ist, dass Montageaufwand und Montagekosten reduziert werden können.
Diese Aufgabe wird durch ein Hausgerät, welches die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, gelöst.
Ein erfindungsgemäßes Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken, insbesondere ein Wäschetrockner oder ein Waschtrockner, umfasst einen Behälter zur Aufnahme von Wäschestücken, welche über eine Beschickungsöffnung in den Behälter einbringbar sind. Die Beschickungsöffnung ist durch eine Türe verschließbar. Des Weiteren umfasst das Hausgerät einen Türkontaktschalter, welcher abhängig von einer Türstellung betätigbar ist und abhängig von der Betätigung dieses Türkontaktschalters ein Pflegeprozess der Wäschestücke unterbrochen werden kann. Der Türkontaktschalter ist auf einem Schaltungsträger angeordnet, auf welchem Schaltungsträger auch eine Steuerelektronik des Hausgeräts angeordnet ist. Durch die integrale Anordnung des Türkontaktschalters auf dem Schaltungsträger kann eine Anordnung geschaffen werden, welche einen reduzierten Montageaufwand ermöglicht. Die Montage des Türkontaktschalters in der Gerätefertigung entfällt und dieser Türkontaktschalter kann bereits in einem vorgelagerten Prozess auf der Platine maschinell bestückt werden. Darüber hinaus entfallen zusätzliche Montagekosten für das Kontaktieren des Schalters.
Bevorzugt ist der Türkontaktschalter als berührungslos arbeitender Schalter ausgebildet. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Türkontaktschalter als Reed-Schalter ausgebildet ist. Durch die Ausgestaltung als berührungslos arbeitender Schalter kann eine Ausführung des Türkontaktschalters ermöglicht werden, welche sehr zuverlässig funktioniert und dennoch bauraumminimiert und bauteilereduziert ausgebildet werden kann.
Der berührungslos arbeitende Schalter ist mittels eines zumindest bereichsweise magnetisch ausgebildeten Schaltstifts aktivierbar. Bevorzugt umfasst dieser Schaltstift an einem vorderen Endbereich einen magnetisierten Teilbereich.
Der Schaltstift ist bevorzugt relativ bewegbar zum berührungslos ausgebildeten Schalter angeordnet. Bevorzugt ist der Schaltstift an der Türe zum Verschließen der Beschickungsöffnung angeordnet, wodurch in einfacher Weise durch Bewegen dieser Türe auch der Schaltstift relativ zum Türkontaktschalter bewegt wird und beim Öffnen der Türe diesen Türkontaktschalter so betätigt, dass ein laufender Pflegeprozess der Wäschestücke unterbrochen wird.
Neben der Ausgestaltung eines Schaltstifts mit einem integrierten Magneten kann auch vorgesehen sein, dass benachbart zu dem berührungslos arbeitenden Schalter ein magnetisches Element positionsstabil zu diesem Schalter angeordnet ist und ein Schaltstift zumindest bereichsweise ferromagnetisch ausgebildet ist und relativ bewegbar zum ortsfesten magnetischen Element angeordnet ist, derart, dass durch die Bewegung des Schaltstifts das Magnetfeld des magnetischen Elements beeinflussbar ist. Durch diese Änderung des Magnetfelds des magnetischen Elements kann dann wiederum der Türkontaktschalter betätigt werden. Durch das Schwächen oder Stärken des Magnetfelds des magnetischen Elements kann dann ein Schaltvorgang des Türkontaktschalters ausgelöst werden.
Ebenfalls bevorzugt ist eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hausgeräts dahingehend, dass benachbart zum dem berührungslos arbeitenden Schalter ein magnetisches Element positionsstabil zum Schalter angeordnet ist, wobei durch die Bewegung des magnetischen Elements der Schalter schaltbar ist. Damit ist ein besonderer Schaltstift vermieden; allerdings ist es erforderlich, alle Bauteile des Hausgeräts, die zwischen dem magnetischen Element und dem Schalter zu liegen kommen können, für das vom Magneten erzeugte magnetische Feld durchlässig zu gestalten. Hierzu stehen allerdings Möglichkeiten zur Verfügung; insbesondere können entsprechende Bauteile, beispielsweise eine Türe oder eine Vorderwand, aus gewöhnlichem, nicht magnetischem Kunststoff hergestellt werden.
Es kann vorgesehen sein, dass der Schaltstift durch ein Kunststoffteil von dem Schaltungsträger, insbesondere der darauf angebrachten Elektronik, getrennt, insbesondere isoliert, ist. Eine Beeinflussung der Elektronik durch das Magnetfeld des Schaltstifts kann dadurch verhindert werden.
Der Schaltungsträger ist bevorzugt im Inneren des Hausgeräts oberhalb der Beschickungsöffnung angeordnet. Es kann vorgesehen sein, dass der Schaltungsträger mit der daran angeordneten Elektronik an der Innenseite einer Vorderwand des Hausgeräts angeordnet ist. Ebenso kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Schaltungsträger an einer Innenseite einer Oberwand des Hausgeräts angeordnet ist und somit nicht vertikal, sondern horizontal orientiert ist. Dadurch kann bedarfsgerecht und den Anforderungen entsprechend eine jeweils optimale Anbringung des Schaltungsträgers mit dem daran angeordneten Türkontaktschalter ermöglicht werden.
Der Schaltungsträger ist bevorzugt in eine Aussparung an einem die Beschickungsöffnung begrenzten Randbereich durch Bewegung der Türe relativ zum Türkontaktschalter bewegbar.
Die Öffnung zum Eintauchen des Türkontaktschalters kann als hohles Kunststoffteil ausgeführt werden, wodurch eine Berührung des Schaltelements verhindert werden kann. Dadurch kann eine relativ verschleißarme Ausgestaltung ermöglicht werden.
Des Weiteren kann diese Öffnung beziehungsweise Aussparung für den Schaltstift relativ groß ausgeführt werden, so dass auch bei relativ großen Maßabweichungen zwischen den mechanischen Bauteilen, beispielsweise aufgrund einer abgesenkten Türe, keine Kollision auftritt. Auch dadurch kann der Verschleiß erheblich reduziert werden.
Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung eine relativ große Lagetoleranz in Bewegungsrichtung der Türe und des Schaltstifts.
Der Türkontaktschalter ist darüber hinaus vor Verschmutzung, welche beispielsweise durch die Schaltstiftöffnung eindringen könnte, sicher geschützt. Im Vergleich zu aus dem Stand der Technik bekannten mechanischen Türkontaktschaltern kann bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung verhindert werden, dass durch einfache mechanische Hilfsmittel das Schaltelement außer Kraft gesetzt wird, da bei einer bevorzugten Ausführung stets ein Magnet erforderlich ist.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass Kosten für einen Kabelbaum entfallen, welche üblicherweise von der Elektronik des Hausgeräts zum Schalter führt und
im Gehäuse des Hausgeräts verlegt werden muss. Auch hier können dann Montagekosten eingespart werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines Teilbereichs eines Hausgeräts zur Pflege von Wäschestücken;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs gemäß Fig. 1 ;
Fig. 3 eine schematische Schnittdarstellung eines Teilbereichs eines Hausgeräts gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel; und
Fig. 4 eine Variante des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 2.
In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
In Fig. 1 ist ein Wäschetrockner 1 in einer Schnittdarstellung gezeigt, welcher einen als drehbar gelagerte Trommel ausgebildeten Behälter 2 zur Aufnahme von Wäschestücken 5 umfasst. Die Wäschestücke 5 können über eine Beschickungsöffnung 21 des Behälters 2 eingebracht werden. Diese Beschickungsöffnung 21 ist über eine Türe 6 verschließbar.
Des Weiteren ist in der Darstellung gemäß Fig. 1 ein Prozessluft-Gebläse 3 und eine Heizung 4 gezeigt. Mittels dem Prozessluft-Gebläse 3 wird während eines
Trocknungsprozesses Prozessluft P erzeugt und strömt durch den Behälter 2. Mittels der
Heizung 4 kann die Prozessluft P erwärmt werden. Die weitere Ausgestaltung des
Wäschetrockners 1 ist nicht näher gezeigt und für vorliegende Erläuterung von untergeordneter Bedeutung. Lediglich beispielhaft sei erwähnt, dass anstatt oder zusätzlich zu dieser Heizung 4 eine Wärmepumpe, insbesondere eine thermoelektrische
Wärmepumpe, vorgesehen sein kann. Der Wäschetrockner 1 kann jedoch auch als konventioneller Kondensationstrockner ausgebildet sein.
In der gezeigten Ausführung ist ein Schaltungsträger 7 mit einer daran angeordneten Steuerelektronik 7 des Hausgeräts an einer Innenseite 81 einer Vorderwand 8 des Wäschetrockners 1 angeordnet. Der Schaltungsträger 7 ist in dieser Ausführung somit im Wesentlichen vertikal positioniert und Bedienelemente (nicht dargestellt) sind an einer Außenseite 82 der Vorderwand 8 angeordnet.
In einer weiteren Ausführung kann vorgesehen sein, dass dieser Schaltungsträger 7 an einer Innenseite 91 einer Oberwand 9 des Wäschetrockners 1 angeordnet ist und somit im Wesentlichen horizontal orientiert positioniert ist. Bedienelemente sind bei dieser Ausführung bevorzugt an einer Außenseite 92 dieser Oberwand 9 angeordnet und zugänglich.
Eine vergrößerte Darstellung des Bereichs I in Fig. 1 ist in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 gezeigt. Diese schematische Darstellung zeigt den Schaltungsträger 7 mit einem daran angeordneten Türkontaktschalter 10. Dieser Türkontaktschalter 10 ist somit auf dem Schaltungsträger 7 integriert angeordnet. Ein Schaltstift 1 1 ist an der Türe 6 befestigt und weist an seiner der Vorderwand 8 zugewandten Seite einen Magneten 11 a auf. In dieser Vorderwand 8 ist an einem Randbereich, welcher die Beschickungsöffnung 21 begrenzt, eine Aussparung 83 angebracht, in welche der Schaltstift 11 im geschlossenen Zustand der Türe 6 eingeführt ist. Im Ausführungsbeispiel ist der Türkontaktschalter 10 als berührungslos arbeitender Schalter, insbesondere als Reed-Schalter, ausgebildet. Dieser Türkontaktschalter 10 ist so positioniert, dass er abhängig von der Bewegung des Schaltstifts 1 1 betätigbar ist. Ausgehend von der gezeigten Darstellung in Fig. 2 kann somit erreicht werden, dass beim Öffnen der Türe 6 auch der Schaltstift 1 1 und somit auch der Magnet 1 1a bewegt wird und durch die Änderung des Magnetfeldes der Türkontaktschalter 10 betätigt wird. Abhängig von dieser Betätigung wird dann ein laufender Pflegeprozess, insbesondere ein Trocknungsprozess, des Wäschetrockners 1 durch die auf dem Schaltungsträger 7 angeordnete Elektronik unterbrochen.
In Fig. 3 ist in schematischer Darstellung eine Schnittdarstellung gezeigt, bei der der Schaltungsträger 7 mit dem daran angeordneten Türkontaktschalter 10 horizontal orientiert ist und an der Innenseite 91 der Oberwand 9 angebracht ist. Darüber hinaus ist bei diesem Ausführungsbeispiel ein magnetisches Element 12 stationär an der Innenseite 81 der Vorderwand 8 angebracht und somit positionsstabil zum Türkontaktschalter 10 und
beabstandet dazu angeordnet. Ein ferromagnetisch ausgebildeter Schaltstift 11 ' ist an der nicht gezeigten Türe 6 befestigt und relativ bewegbar zu diesem Magneten 12 und somit auch relativ bewegbar zu dem berührungslos arbeitenden Türkontaktschalter 10 angeordnet. Durch die Bewegung des Schaltstifts 11 ' beim Öffnen oder Schließen der Türe 6 kann das Magnetfeld des magnetischen Elements 12 beeinflusst werden und über diese Änderung des Magnetfeldes des magnetischen Elements 12 der Türkontaktschalter 10 betätigt werden.
Die Schaltstifte 11 und 1 1' können jeweils durch ein nicht dargestelltes Kunststoffteil von der auf dem Schaltungsträger 7 angebrachten Steuerelektronik elektrisch isoliert werden.
Die Variante des anhand der Figur 2 beschriebenen Ausführungsbeispiels zeichnet sich dadurch aus, dass anstelle des Stiftes 11 mit Magneten 1 1a nur ein in der Tür 6 angebrachter Magnet 12 vorhanden ist. Ist die Tür 6 geschlossen, so bewirkt der Magnet 12 ein Umschalten des - als Reed-Schalter ausgebildeten - Türkontaktschalters 10, welcher auf dem Schaltungsträger 7 angebracht ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es erforderlich, dass die Tür 6 und die Vorderwand 8 jedenfalls in der Nähe des Türkontaktschalters 10 und des Magneten 12 nicht-magnetisch sind, um den per Magnetfeld vermittelten Kontakt zwischen diesen Bauelementen zu ermöglichen. Konkret bestehen hier die Tür 6 und die Vorderwand 8 aus geeignetem Kunststoff.