DEV0005745MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. April 1953 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Werkzeughalter für Metall verarbeitende Maschinen, der sich besonders
für die Halterung von Tangentialmeißeln aus Metallkarbid oder anderen gehärteten oder gesinterten
Stoffen eignet. Solche Meißel haben in der Regel dreieckigen, kreisförmigen oder rechteckigen
Querschnitt und eine Länge von etwa 4 cm.
Die Werkzeughalter, die dazu dienen, solche Meißel zu halten, weisen verschiedene Nachteile
auf. Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Werkzeughalter ist darin zu sehen, daß es nicht
möglich ist, in ihnen auch sehr kurze Meißel zu verwenden.
Infolgedessen ist auch die Nachstellbarkeit der bisher benutzten Meißel nur verhältnismäßig
gering. Werkzeughalter, die üblicherweise dazu dienen, Meißel von etwa 4 cm Normallänge zu halten,
gestatten es nicht, diese Meißel auch dann noch sicher zu befestigen, wenn sie mehr als etwa um
ihre Hälfte verbraucht sind. Der Rest des Meißels ist daher nicht mehr zu verwenden. ao
Bei den bisher üblichen Werkzeughaltern besteht ein weiterer Nachteil darin, daß es jedesmal von
neuem notwendig ist, den Werkzeughalter in die richtige Stellung zu bringen, wenn der Meißel z. B.
zum Nachschleif en entfernt und wieder eingespannt »5
worden ist; denn es ist ein Nachstellen erforderlich,
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um den Schneidpunkt des Meißels in die richtige
Lage zum Werkstück einzustellen. Diese Nachteile wirken sich besonders ungünstig bei Maschinenautomaten
aus, die bis zu fünf oder sechs Meißel aufweisen, die nacheinander oder gleichzeitig zur
Wirkung kommen.
Die 1'J-IiIi(IiHIg bezweckt, diese Nachteile der bekannten
Werkzeughalter zu vermeiden.
l'ei dem Werkzeughalter nach der Erfindung ist
ίο der Meißel zwischen einer an der Spanfläche anliegenden,
die Schneidkante frei lassenden, festen
und einer an der der Spaniläche gegenüberliegenden Stirnseite angreifenden, im Malter durch
eine Schraube verschiebbaren Klemmbacke festgeklemmt.
Hei Anwendung (U1S Werkzeughalters nach der
Erfindung ist es daher möglich, einen Meißel so lange zu verwenden, bis er auf eine Länge abgenutzt
ist, z. H. nur noch 0,5 cm betrügt und sogar gegebenenfalls noch kürzer ist, je nachdem welcher
Schneiddnick zur Anwendung gelangt. Der unverwendbare
Rest des Meißels ist also praktisch wertlos. Kin Werkzeughalter nach der Erfindung hat
weiterhin die sehr vorteilhafte Eigenschaft, daß der Meißel rasch aus- und wieder eingespannt werden
kann, ·/.. W. um eine neue Schneidkante anzuschleifen; diese neue Kante besitzt dann stets die
gleiche Höhenlage wie vorher. Dieser letzterwähnte Vorteil ist deswegen besonders wertvoll, weil er
jede zusätzliche !Einstellung <\<^>
Werkzeughalters in der Maschine zur !Erzielung der richtigen Schneidstellung des Meißels gegenüber dem Werkstück'
entbehrlich macht.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die feste Klemmbacke neben der freien Schneidkante
des Meißels als Spanbrecher ausgebildet. Der Spanbrecher ist also von dem Meißel unabhängig,
alier doch gegenüber seiner Schneidkante immer richtig ausgerichtet. Der Spanbrecher wird also mit
dem Span immer richtig und unter den gleichen Arbeitsbedingungen zusammenwirken.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden Heschreibung eines
in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbcispiels hervor.
Kig. 1 zeigt schaubildlich den Werkzeughalter
nach der IErIm(IuIIg mit eingeklemmtem Tangentialmeißel;
in
lug. 2 sind die einzelnen Teile des in Fig. 1 veraiischaulichteii
Werkzeughalters in auseinandergenotninenein
Zustand dargestellt;
lug. 3 zeigt den Werkzeughalter nach Fig. 1 im (!rundriß;
Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Werkzeughalters nach Fig. 1 ;
lug. 5 zeigt den Werkzeughalter in Stirnansicht; lug. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der
Kig. 3;
Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie J-J der
Fig. 4, und in
Fig. K ist dii.· ortsfeste Klemmbacke mit eingesetztem
Spanbrecher veranschaulicht.
Der Werkzeughalter hat einen länglichen Schaft 10, der zweckmäßig rechteckigen Querschnitt aufweist
und mit den üblichen Klemmgliedern eingespannt werden kann, mit denen die Werkzeugmaschinen
in der Regel ausgestattet sind.
Am vorderen Ende des Schaftes 10 befindet sich der Klemmkopf 11, der mit dem Schaft 10 aus
einem Stück besteht und dessen Längsachse etwa senkrecht zur Achse des Schaftes 10 gerichtet ist.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, besitzt der Klemmkopf 11 etwa rechteckigen Querschnitt. Die
beiden einander gegenüberliegenden Seitenflächen 14 und 15 des Klemmkopfes 11 verlaufen im
wesentlichen parallel zueinander. Zwischen den Seitenflächen 14 und 15 befindet sich eine Scitcnwandung
17 und ein aus ihr vorragender lippenartiger Flansch iS (Fig. 7). Dieser Flansch besitzt
Begrenzungsflächen 20 und 21, die sich in einer vorderen Kante 22 vereinigen.
Hinter der Begrenzungsfläche 17 befindet sich eine von der Seitenfläche 17 aufgeschnittene zylindrische
Bohrung 25, die sich in der Längsrichtung durch den Klemmkopf hindurch erstreckt, wodurch
ein Spalt 27 entsteht, der die Seitenfläche 17 in zwei Flächen 28 und 29 unterteilt.
Die Flächen 29 und 20 bilden Führungsflächen für einen einzusetzenden Tangentialmeißel. Werden
Meißel verwendet, die im Querschnitt etwa drei- g0 eckig gestaltet sind, so sind die Flächen 29 und 20,
wie dies aus der Zeichnung erkennbar ist, eben ausgebildet und so zueinander ausgerichtet, daß
sie zwischen sich einen Winkel von etwa 6o° einschließen. Dieser Winkel entspricht dem 6001-Winkel
der Kante des Meißels. Selbstverständlich können die erwähnten Flächen aber auch anders
geformt sein, wenn etwa Meißel mit rechteckigem . oder kreisförmigem Querschnitt oder solche mit
unterschiedlichen Querschnittsformen angewendet werden.
In der Bohrung 25 liegt eine Mutter 31, die sich
dicht in die Bohrung einpaßt. Die Mutter 31 besitzt eine Gewindeöffnung 32, die sich zweckmäßig
durch die ganze Länge der Mutter 31 hindurch erstreckt.
Mit der Mutter 31 ist eine Klemmbacke 34 verbunden, die, wie Fig. 2 erkennen läßt, etwa dreieckigen
Querschnitt hat und Seitenflächen 35, 36 und 37 aufweist, wobei die letztgenannte Seitenfläche
in die Begrenzungsfläche der Mutter 31 übergeht. Klemmbacke 34 und Mutter 31 sind durch
Löten oder Schweißen unlösbar miteinander verbunden, oder sie bestehen aus einem Stück. Die
Seitenflächen 35 und 37 schließen den gleichen Winkel ein wie die Flächen 20 und 29 des Klemmkopfes.
Die Seitenfläche 37 der beweglichen Klemmbacken 34 wird aus zwei Flädhentcilcn 37"
und 37'' gebildet, die mit den Führungsflädhcn 28
und 29 des Einspannkopfes zusammenwirken.
Der Meißel 40 selbst ist nicht Gegenstand der Erfindung. Bei dem auf der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispiel ist der Meißel im ■ Querschnitt dreieckig und hat etwa eine ähnliche
Form wie die Stirnfläche der Klemmbacke 34. Der Meißel 40 besitzt eine wirksame Schneidkante 41.
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V 5745 Ib/49a
Es kann jede Kante der beiden Stirnflächen des Meißels für den Schneidvorgang ausgenutzt
werden.
Der Klemmkopf ii weist an seiner oberen Stirnfläche
43 eine Reihe von Gewindebohrungen 44 auf. Diesen Gewindebohrungen entsprechen Öffnungen,
die in der oberen Klemmbacke 46 vorgesehen sind. Zur Befestigung dieser Klemmbacke am Klemmkopf
dienen Gewindebolzen 61. Die Klemmbacke 46 hat ferner eine Bohrung 47, die konzentrisch
zur Bohrung 25 liegt. Mit einem stufenförmigen Ansatz 48 in der Bohrung 47 der Klemmbacke
kann die Schulter 49 eines Gewindebolzens 50 zusammenwirken, der in das Gewinde 32 der Mutter
31 eingreift. .
Die obere Klemmbacke 46 ist zweckmäßig so gestaltet, daß ihre Seitenflächen 52, 53 und 54 etwa
mit den Umfangsflächen des Klemmkopfes übereinstimmen. Im übrigen hat die Klemmbacke 46
noch glatte Flächen 56 und 58. Zwischen letzterer und der Seitenfläche 52 liegt eine schräge Fläche
57, die die wirksame Schneidkante 51 des Meißels frei läßt. Die schräge Fläche 57 ist zweckmäßig mit
einem Einsatzstück aus hartem Material, wie beispielsweise Metallkarbid, versehen, das als
Spanbrecher wirkt. Die Spanbrecherkante 60 ist so geschliffen, daß sie den richtigen Winkel hat,
um die gewünschte Spanbrecherwirkung ausüben zu können.
Der eingespannte Meißel läßt sich durch Lockern des Klemmbolzens 50 und damit Lösen der
Klemmbacke 34 leicht einstellen oder ausbauen. Nach dem Einsetzen des Schneidkörpers wird
durch die feste Anordnung der oberen Klemmbacke 46 seine wirksame Schneidkante 41 immer die
richtige Stellung mit Bezug auf den Werkzeughalter einnehmen.
Infolge der Klemmwirkung der beweglichen Klemmbacke 34 und der ortsfesten Klemmbacke 46
kann der Meißel so weit verbraucht werden, daß er nur noch eine ganz kurze Länge besitzt.
Die mit den Bohrungen 44 im Klemmkopf zusammenwirkenden Bolzen 61 dienen dazu, die obere
Klemmbacke am Spannkopf festzuhalten. In zusammengesetzter Stellung wirkt die Schulter 49
des Bolzens 50 mit dem stufenförmigen Ansatz des Spannkopfes zusammen, um die obere Klemmbacke
starr im Klemmkopf zu sichern. Es leuchtet daher ein, daß gegebenenfalls die mit den Bohrungen 44
zusammenwirkenden Gewindebolzen 61 entfallen können.
Claims (4)
1. Werkzeughalter, dessen Schaft an seinem vorderen Ende einen Klemmkopf zur Aufnahme
eines Tangentialmeißels aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Meißel (40) zwischen
einer an der Spanfläche anliegenden, die Schneidkante frei lassenden, festen (46) und
einer an der der Spanfläche gegenüberliegenden Stirnseite angreifenden, im Halter durch eine
Schraube (50) verschiebbaren Klemmbacke (34) festgeklemmt ist.
2. Werkzeughalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Klemmbacke (46)
als Spanbrecher (60) ausgebildet ist.
3. Werkzeughalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche
Klemmbacke in einer hinterschnittenen Führung (25, 28, 29) mittels der Schraube verschiebbar
ist.
4. Werkzeughalter nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine seitliche Führung
(20) für die verstellbare Klemmbacke und den Meißel.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 81568, 844239.
Deutsche Patentschriften Nr. 81568, 844239.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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