DEV0004810MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Juli 1952 Bekanntgeniacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft Rollfilmkameras, bei denen der Film, beim Fo'rtschalten mit seiner Perforation
ein Zahnrad antreibt, das eine Einrichtung zum Spannen des Verschlusses und zum Begrenzen
des Filmschialtsefairittes· betätigt.
Bei bekannten Kameras dieser Art ist der Umfang
des durch die Filmperforation; angetriebenen Zahnrades so bemessen, daß es bei einem Bildschritt
eine volle Umdrehung ausführt. Nur ein Teil dieser Bewegung, nämlich nur etwa die halbe Umdrehung,
d. h. auch nur etwa der halbe Bildsahritt, werden zur Ableitung der Kraft für die Verschluß spannung'
ausgenutzt, weil die Kraftübertragung's'teile zwischen
dem vom Film angetriebenen Zahnrad, und
dem Verschluß jeweils nur während der Dauer einer etwa halben Umdrehung des Zahnrades mit
diesem in Verbindung stehen. Dadurch entsteht; eine stärkere Belastung der Filmperforatioinss'tege als,
bei einer Verteilung der Kräfte auf einen vollen Bildschritt, d. h. also auf die etwa, doppelte Anzahl
von Perforationsstegen. Die Perfoiratio'nswaindungen
können somit einreißen, so daß Störungen odef Funktioinsunfähiigkeit des, Getriebes- die Folge sind.
Es ist weiter eine Rollfilmkamera! bekannt, in der eine in die Filmperforation eingreifende Meßwalze
vorgesehen ist, die die doppelte Anzahl von Zähnen besitzt als für einen Bildschritt erforderlich
sind. An dieser Meßwalze sind zwei Rasten angebracht, die im Zusammenwirken mit einem
Rasthebel nach jeweils, einer halben Umdrehung,
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also einem voillem Bildschritt des Films, eine Arretierung
der Meßwalze bewirken,. Der Film wird dabei durch ein auf seine Auf wickelspule wirkendes
Federwerk bewegt. Von dieser Meßwalze werden also keine Kräfte zum Spannen eines Verschlusses
abgeleitet.
Erfmdungsgemäß ist eine Rollfilmkamera der eingangs genannten. Art so ausgebildet, daß das
Zahnrad in an sich bekannter1 Weise die doppelte
ίο Anzahl Zähne besitzt, als für einen Bildsahritt benötigt werden, und daher bei jedem Bildschiritt eine
halbe Umdrehung ausführt, und da<ß während, der
Dauer einer solchen halben Umdrehung dieses Zahnrades und einer mit ihm in Verbindung stehen,-den,
zwei. Schaltstifte tragenden und mit zwei Auisnehmungen
versehenen Schaltscheibe jeweils einer der Schaltstifte einen den Verschluß aufziehenden
Hebel verschwenkt, und daß mit der Beendigung der halben Umdrehung das Ende eines Hebels der
Filmtransportsperre in eine der beiden Ausnehmungen der Schaltscheibe eintritt und damit den
Filmschaltschritt begrenzt, aus der es erst mit der Verschlußauslösung wieder entfernt wird, und damit
die Sperrung aufhebt, und daß der Hebel gegenüber der Schaltscheibe so angeordnet und bemessen
ist, daiß die vom Film abgeleitete Aufzug'skraft
über die ganze Bildschrittlänge nahezu gleichmäßig verteilt ist und die am Ende des Spanniyprganges
auftretende größere Aufzugskrait1 durch
einen entsprechend langen Filmweg überwunden wird.
Der Hebel, der jeweils in eine der beiden, in der Schaltscheibe befindlichen Ausnehmungen eintreten
kann, steht vorteilhafterweise mit einer an sich bekannten, als federnd in die Sperrlage gezogene
Bremse ausgebildeten Filmtranspartsperre in. Verbindung.
Bei normalen Kameraverschlüssen macht es keinerlei Schwierigkeiten, den Verschluß durch den
Film zu spannen. Messungen haben ergleben, 'daß ein normaler perforierter Film in einer Perförationsöffming
mit 550 g belastet werden, kann, ohne daß der Film, ausreißt. Bei Verschlüssen, die zum.
Spannen mehr Kraft erfordern und bei denen die Belastungsgrenze des Films· beim; Spannen des Verschlusses
überschritten würde, kann, man ein Übersetzungsgetriebe verwenden, so daß die Zugfestigkeit
des Films auch in, diesem Falle nicht überschritten wird. In, einfachster1 Form besteht ein
solches Getriebe, welches je nach dem Zweck ein Über- oider Untersetzungsgetriebe sein, kann, aus
einer Zahnradverbindung. So kann z.B. das vom Film angetriebene Zahnrad, mit einem koaxialen
Zahnrad verbunden sein, welches seinerseits mit einem an einer Schaltscheibe befestigten Zahnrad
kämmt, so daß die. Schaltscheibe eine zum, Antriebszahnrad gegenläufige Bewegung ausführt.
Der oder die den Verschluß spannenden Hebel sind im allgemeinen kraftschlüssig, z. B. durch eine
Feder, an den sie antreibenden Schaltstiften gehalten, soi daß sie sich zeitweise von ihnen lösen
können. Dabei ist das mit den Schaltstiften in Berührung stehende Ende des Hebels aus der
Schwenkebene abgewinkelt und, bildet so eine als Anlage für' die Schaltstifte dienende. Gleitfläche,
deren Richtung die Hebellänigsaichse kreuzt. Diese
Anordnung hat den Zweck, daß der Druck der Schaltstifte auf die Hebel immer in möglichst
gleicher Richtung übertragen wird. Durch das Ausmaß der Gleitfläche wird erreicht, daß die Hebel
nur soi lange mit den Schaltstiften in Verbindung gehalten werden, bis· der Verschluß gespannt ist.
Unmittelbar nach vollzogener Verschlußspannung erreicht der in Angriff befindliche Schaltstift das
Ende der Aniagefläehe am, Hebel. Der durch den
Schaltstift gegen die Federspannung bewegte Hebel =■ wird frei und, kehrt in seine Ausgangslage zurück,
woi er so1 lange verbleibt, bis nach dem. Auslösen '
des Verschlusses, beim, nächsten Filmtransport zwecks erneuter Verschluß spannung der nächste
Schaltstift mit ihm in Berührung' kämmt. Die Verschlußspannivoririchtung
kann mit einer Filmtransportsperre verbunden sein, die unmittelbar nach
erfolgtem Filmtransport und damit bewirkter Verschlußspannung selbsttätig wirksam wird. Eine
solche Filmtransportsperre kann, wie schon gesagt, aus einer federnd, in die Sperrlage gezogene Bremse
bestehen, die durch einen Hebel, dessen freies Ende auf dem Umfang der Schaltscheibe aufliegt, so
lange außer Wirkung gehalten wird, bis, das Hebelende nach vollzogenem. Filmtransport und dabei
bewirkter Verschlußspannung in eine Vertiefung des Schaltscheibenrandes eintritt. Aus ihr wird es,
erst mit der Verschluß auslösung entfernt, so daß dann die Sperrung desi Filmtransportes aufgehoiben
ist. Es ist zweckmäßig, wenn derartige Filmtrans-'portsperren betätigende Hebel durch eine federnde
Klinke gegen das Einrasten in den Schaltscheibenumfang
während des Filmtransportes und beim Rückspulen des Films, gesichert sind. Zum Rückspulen
des Films muß die Filmtransportsperre selbstverständlich' gelöst werden. Das- kann dadurch
geschehen, daß eine besondere von außerhalb der Kamera, zu betätigende Handhabe vorgesehen ist,
welche die die Filmtransportsperre bildende; Brems-.feder
löst. . ' .. .
Im allgemeinen ist die Festigkeit des Films; ausreichend,
die vorkommenden Kräfte durch den Eingriff in je eine Perforationisöffnung .an den beiden
Rändern des Films- zu übertragen. Erfindungsgemäß kann man aber auch unter Verwendung von,
Zähnrädern gleichzeitig mehrere Zähne in mehreren Perforationslöchern zum Tragen 'bringen und auf
diese Weise größere Kräfte übertragen. Das. ist
allerdings, wenn es sich um normale Zahnräder handelt, nicht möglich, weil von den Zähnen eines
Zahnrades an der geraden Filmbahn jeweils nur ein Zahn wirksam angreifen kann. Nach der Erfindung-kann man aber auch bei verhältnismäßig kleinem
'Zahnraddurcbmesser gleichzeitig mehrere Perforaitiorisöffnungen
durch die Zähne des Rades gleichzeitig und' gleichmäßig belasten. Erreicht
wird das· dadurch,, daß man die 'Zahnradteilung
veränderlich !gestaltet. Das ist beispielsweise dar
durcih möglich, daß das mit der Filmperforation im Eingriff stehende Zahnrad aus, zwei koaxial aneini-
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anderliegenden Scheiben besteht, deren Zähne jeweils in entsprechend weiten. Zahnlücken der anderen
Scheibe stehen, wobei beide Scheiben durch eine Feder verbunden sind, die die Scheiben, um
einen durch Anschlag begrenzten Winkel in entgegengesetzter
Umfaingsrichitung so verstellt, daß die Teilung des Gesamtrades ungleichmäßig ist.
Dies hat zur Folge, daß, wenn ein Zahn de® Rades in eine P er for ati ons Öffnung1 eintritt, auch der in die
ίο zweite Perforatiotisöffnung eintretende benachbarte
Zahn bereits mit der Kante seiner Perforatiomsöffnung
in Verbindung tritt. Auf diese Weise wird der Druck oder Zug des Films, mindestens, auf zwei
im Eingriff befindliche Zähne gleichmäßig übertragen. Die Beanspruchung, die sich somit nur in
einer Perfo'rationsöiffnung auswirken würde, ist dadurch auf zwei Zähne verteilt, d,. h, halbiert.
Im allgemeinen erfolgt erfmdungsgemäß die
Kraftübertragung durch1 den EiIm. so, daß dafür
nur die Randteile1 des: Film», und zwar vorzugsweise die Perforationen, benutzt werden. Wenn es
sich um einen unperforierten Film, handelt, kann man die Übertragung durch vom Film mitgenommene
Klemmglieder, z. B. durch gerändelte lösbare Klemmbacken, bewirken.
Der Verschluß aufzug kann, vom Film, aus bzw.
durch den Film: auch in anderer Weise erfolgen. Es kann, beispielsweise eine Welle in, der Kamera vorgesehen
sein, an welcher sich Zähne befinden.. Über diese Verzahnung treibt der Film die Welle an.
Die letztere besitzt aiii ihrem. Ende ein Ritzel,
welches seinerseits ein Zahnrad antreibt, an dem. eine Schaltscheibe befestigt ist, deren Stifte, wie
vorher erwähnt, einen, doppelarmigen Hebel betätigen, der den Verschluß spannt.
■;,' 'Die ■ Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele
,'■ der Erfindung, auf die sie nicht beschränkt ist. In
den Zeichnungen sind gleiche Teile mit gleichen, Bezugs ζ eichen versehen. Nicht zum Verständnis
der Erfindung benötigte Teile sind nicht gezeichnet. .'Fig. ι ist ein Längsschnitt: durch ein Kamera-
■';'.■ gehäuse mit Draufsicht auf die Verschluß spann-1J;
und B rems votrr ichtung;
'I ' Fig. 2 stellt ein Zahnrad mit veränderlicher Teilung,
in Ansicht dar;
\:Fig. 3 ist ein Schaubild, des Zahnrades mit ver-ί.
änderlicher Teilung in abgehobener Stellung;
.'.Fig. 4 zeigt: den Längsschnitt durch ein; Kameragehäuse mit Ansicht einer anderen Verschluß spann-
.'.Fig. 4 zeigt: den Längsschnitt durch ein; Kameragehäuse mit Ansicht einer anderen Verschluß spann-
Vorrichtung;- ,
'Fig. 5 stellt eine Draufsicht auf ■ eine weitere
Äusführüngsfoirm einer die Verschlußspannyorrichtuhg
und ein Bremswerk tragenden' Schmalseite einer Rollfilmkamera dar;
!Fig. 6 ist eine Rückansicht der Kamera nach
Fig. S, teilweise im Schnitt, mit abgenommener Rückwand. ■
'Tn Fig. ι ist eine Rollfilmkamera mit durch den
Film betätigter Versahlußspannvoirrichtung1 dargestellt.
In dem, im Schnitt gezeichneten, Kamerär gehäuse 1 wird der Film 2 in bekannter Weise von
der Abwickelspule 3 über die Rollen- auf die Aufwickelspüle 5 gezogen. An; der oberen Seite der
Filmbahn 6 des Kamer agehauses 1 ist in Höhe, der
Rollfilmperforatian 7 ein Durchbrach 8 angebracht, durch welchen ein Ritzel 9 mit den Zähnen 10 hindiurchragt
und in die Filmperforation 7 eingreift. Das Ritzel 9 wird durch den Transport des Films 2
bewegt. Es ist in dem, im, Kameragehäuse 1 befestigten Tubus 11 drehbar gelagert und mit der
außerhalb des Tubus 11 angeordneten Scheibe 12
fest gekuppelt. Die Scheibe 12 besitzt am, Umfang zwei Ausnehmungen 13 und ist Träger zweier Mitnehmerstifte
14. Jeweils: einer dieser Mitnehmerstifte
bewegt bei Drehung der Scheibe 12 einen am, Tubus 11 um Punkt 15 gelagerten zweiarmigen.
Hebel 16, welcher dabei mit seinem1 abgewinkelten
Ende 17 den Spannhebel 18 des Verschlusses 19
spannt. Mit der Verschlußspannung durch den, Hebel 16 wird gleichzeitig die um den Punkt 15 gelagerte
Feder 20 gespannt, die nach beendigter Verschlußspannung dien Hebel 16 wieder in die Ausgangslage
zurückdrückt. Mit der Aufwickelspule 5 lösbar im Eingriff ist der Mi>tnahmezapfen,2i des
nicht gezeichneten Filmtränisportkniopfeis. Um: den
Umfang desselben ist eine Bremsfeder 22 gelegt, die mit ihrem einen, Ende 23 in einen Schlitz 24 der
um die Bremsfeder 22 gelagertem Segment scheibe 25
einfaßt. Der Hebel 26 ist auf der Segmentscheibe25
befestigt und fällt mit seinem freien Ende 27 nach erfolgtem Bildtransport bei gleichzeitiger Verschluß
Spannung' in eine der beiden Ausnehmungen 13 der Scheibe 12 ein. Durch diese Bewegung des.
Hebels 26 tritt über die Bremsfeder 22 eine Blokkierung des Filmtransportknopfes, am. Mitnahmezapfen
21 ein. Die Lösung dieser Blockierung geschieht mit der Verschluß auslösung, wenn der am
Kameragehäuse 1 befindliche nicht gezeichnete Auslöseknopf gedrückt wird. Das durch dem letzteren,
betätigte Auslösegestänge 28 ist am Lager 29 befestigt und, besitzt eine Nase 30, welche bei Auslösung
der Auslöseklinke 31 am Verschluß 19 dein
Hebel 26 mit dem freien Ende 27 aus: der Ausnehmung
13 der Scheibe 12 aushebt: und! dadurch einen weiteren Transport des Film's 2 sowie erneute
Verschluß spannung zuläßt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen das in Fig. 1 dargestellte Ritzel 9 in größerem Maßstab. Das Ritzel besteht
aus zwei Teilen, und zwar je aus, einem scheibenförmigen Ober- und Unterteil 32 und 33, an deren
Umfang sich je die halbe Zähnezahl des durch Ober- und Unterteil gebildeten Gesamtritzels 9 befindet.
Die beiden Teile 32 und 33 sind so aufeinandergelegt und zusammengefaßt, daß die Zähne
10 jeweils in den entsprechend weiten Lücken des anderen. Teiles liegen, so daß beide Teile zusammen
ein normales Zahnrad bilden. Beide Zaihnscheiben 32 und 33 haben je eine längliche Öffnung 34 und je
ein. Loch 36, in das die Enden einer Zugfeder 35 eingehängt sind. Die Zugfeder 35 befindet sich, also1
in dem durch die länglichen öffnungen 34 gebildeten Raum und sucht die beiden Scheiben 32 und 33
in entgegengesetzter Umfangsrichtung zu verstellen.
Diese Verstellung wird durch den axial vorstehenden Stift 37 der einen Scheibe 33, der in eine etwas
weitere Öffnung 38 der anderen Scheibe 32 ein-
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greift, auf einen bestimmten, Verstellwinkel begrenzt. Durch diese Ausbildung1 ist die Teilung des
Ritzels durch die Federwirkung' ungleichmäßig verstellt.
Dadurch wird folgendes erreicht: Bei einem Zahnrad mit festen Zähnen und normaler gleichmäßiger
Teilung1 würde beim Eingriff in die Perforation. 7 einer geraden Filmbahn 2 jeweils nur
ein Zahn, zum Tragen kommen. Die ganze Übertragungskraft würde dabei an. der einen Stelle zwisehen
einer Zahnflanke und in der einen Perforationsöffnung wirken und den. Film an der einen
Stelle beanspruchen. Durch die federnde Verstellung der Zähne zueinander kommt, wenn sich ein Zahn
im Eingriff mit dem Film befindet, bereits der federnd herang'edrückte nächste Zahn der anderen:
Scheibe in tragenden Eingriff mit der nächsten. Öffnung des. Films. Dadurch verteilt, sich die Übertragungskraft
auf zwei Zähne, entlastet die Kraftübertragungsstellen des Films und verhütet ein
ao eventuelles Ausreißen der Perforation.
Fig. 4 zeigt eine Rollfilmkamera mit einer etwas anders gestalteten Verschlußspanneinrichtung, in
welcher der Spannhebel 18 des Verschlusses 19 in entgegengesetzter Richtung des in Fig. 1 gezeigten
Verschlusses gespannt wird. Das innerhalb des Tubus 11 gelagerte Ritzel 9 ist mit dem außerhalb
des Tubus 11 angeordneten Zahnrad 39, welches die Hälfte der Zähnezahl des Ritzels 9 besitzt, gekuppelt
und greift in ein Zahnrad 40 mit gleicher Zähnezahl ein, welches mit der Scheibe 12 fest verbunden
ist. Die Mitnehmerstifte 14 der Scheibe 12 spannen über den Hebel 16 den Spannhebel 18 des
Verschlusses 19. Die Form der Scheibe 12, die Rückholung des Hebels 16 in die Ausgangslage
sowie die nicht gezeichnete Bremseinrichtung für den Film ist die gleiche wie in Fig. 1.
Die Fig. 5 und 6 stellen eine Rollfilmkamera mit einer Verschlußspanneinrichtung dar, in welcher
die Kraftübertragung über eine Welle erfolgt, die zwei vierzähnige Ritzel 66 (Fig. 6) in Höhe der
Filmperforation besitzt. Das Wellenende 41 ragt in den Kameraaußenraum 42 und trägt hier ein
Übertragungsritzel 43, das ein im Punkt 44 gelagertes größeres Zahnrad 45 antreibt. Der FiImtransport
einer Bildlänge entspricht der halben Zähnezahl des Zähnrades 45. In fester Verbindung
mit dem Zahnrad 45 und um den gleichen Punkt 44 drehbar steht eine Schaltscheibe 46 und im vorderen
Innenraum des Kameragehäuses 1 eine Mitnehmerscheibe 47 mit zwei Mitnehmerstiften 48. Einer der
beiden Mitnehmerstifte 48 bewegt einen im Lager 49 drehbaren zweiarmigen Hebel 50, der am zweiten
Hebelarm eine Gegenlage 51 besitzt, an die sich
der Betätigungshebel 52 für die Verschluß spannung unter dem Zug der Feder 53 anlegt. Durch diese
Anlage 51 wird der Hebel 52 mitgenommen und führt das ' Spannen des Verschlußspannhebels 18
aus. Nach Beendigung dieses Vorganges wird der Hebel 52 durch die Feder 53 gegen den Anschlag
54 zurückgezogen und nimmt den durch die Anlage 51 verbundenen doppelarmigen Hebel 50 mit,
der gleichzeitig von dem Mitnehmerstift 48 frei geworden ist und sich gegen den zweiten Mitnehmerstift
legt, um nach erfolgter Auslösung des Verschlusses 19 für neue Betätigung bereitzuliegen.
Die Schaltscheibe 46 regelt die Bremseinrichtung der Abwickelspule, und sie besitzt deshalb zwei
Einschnitte 55 und zwei Nasen 56, von denen wechselweise je ein Paar zusammenwirken.
Nach erfolgter Verschlußspannung fällt der auf der Segmentscheibe 25 befestigte Hebel 26 mit
seinem freien Ende 27 in einen der beiden Einschnitte 55 der Schaltscheibe 46 ein, und der Filmtransport
und eine weitere Betätigung der Spanneinrichtung ist gesperrt. Wie bei der Ausführung
nach Fig. 1 wird der Hebel 26 durch die Nase 30 des Auslösegestänges 28 bei Betätigung des Aus- ,
lö'SeknopfeSyf aus dem Einschnitt 55 der Schalt- /\
scheibe 46 gehoben. Dabei rutscht eine federnde Klinke 57 vom freien Ende 27 des Hebels 26 ab
und legt sich mit ihrer Ausnehmung 58 gegen die Nase 56 und' verhindert ein Einschwenken des
Hebels 26 durch sein freies Ende 27, welches sich nun auf die Klinke 57 legt. Während des Filmtransport-
und Verschlußspannvorganges wird die Schaltscheibe 46 durch die Verbindung mit dem Zahnrad
45 gedreht, und die zweite Nase 56 hebt die Klinke 57 ab. Das freie Ende 27 des Hebels 26 fällt
in den anderen Einschnitt 55 ein und sperrt erneut eine weitere Betätigung. Um ein unbeabsichtigtes
Rückwärtsdrehen der Aufwickelspule oder Rückspulen zu verhindern, ist der Führungskörper 59
mit Zähnen 60 versehen, in die eine federnde Sperrklinke 61 entsprechend eingreift. Die Segmentscheibe 25 besitzt eine außerhalb des Kamera-
gehäuses 1 zu betätigende Handhabe 62, die das Rückspulen ermöglicht und eine Aushebenase 63
für die Sperrklinke 61. Zum Zurückspulen wird die Handhabe 62 nach links gehalten und dadurch die
Sperrung in beiden Richtungen aufgehoben, da die Nase 63 die Klinke 61 aushebt und das freie Ende
27 des auf der Segmentscheibe 25 befestigten Hebels 26 durch die Drehung der Segmentscheibe
25 aus dem Einschnitt 55 der Schaltscheibe 46 herausschwenkt. Beim Zurückspulen des Films
mittels Rückspulknopf 64 drehen sich die Zahnräder 43 und 45 sowie die Schaltscheibe 46 und die
Mitnehmerscheibe 47 rückwärts. Hierbei drücken die umlaufenden Mitnehmerstifte 48 der Mitnehmerscheibe
46 von rückwärts kommend den Hebel 50 aus seiner Bahn, der aber durch Zug der Feder 65
immer wieder gegen den hierbei nicht bewegten Betätigungshebel 52 für die Verschlußspannung zur
Anlage kommt.
Fig. 6 zeigt eine Rückansicht der in Fig. 5 gezeichneten Rollfilmkamera mit teilweisem Schnitt
durch die Kameragehäuse-Oberwand. Das Ritzel 66 auf der Rolle 67 ist so angeordnet, daß es in die
Perforationslöcher 7 des Films 2 eingreift und von diesem bei Betätigung des Spulenaufwickelknopfes
68 mitgenommen wird und über die Verschlußspanneinrichtung den Verschluß 19 spannt.
Die Erfindung ist nicht nur auf Filme mit Perforation beschränkt, sondern sie kann auch sinngemäß
in Rollfilmkameras für unperforierte Filme verwendet werden. In diesem Falle wird die Kraft-
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Übertragung durch vom Film mitgenommene Klemmglieder, z. B. durch gerändelte lösbare
Klemmbacken, abgeleitet.
Claims (1)
- ^ ' PATENTANSPRÜCHE:i. Rollfilmkamera, bei der der Film beim *Fortschalten mit seiner Perforation ein Zahnrad antreibt, das eine Einrichtung zum Spannenίο dps Verschlusses und zum Begrenzen des Filmschaltschrittes betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnrad (9) in an sich bekannter Weise die doppelte Anzahl Zähne besitzt, als für einen Bildschritt benötigt werden, und daher bei jedem Bildschritt eine halbe Umdrehung ausführt, und daß während der Dauer einer solchen halben Umdrehung dieses Zahnrades (9) und einer mit ihm in Verbindung stehenden, zwei Schaltstifte (14) tragenden und mit zwei Ausnehmungen (13) versehenen Schaltscheibe (12) jeweils einer der Schaltstifte (14) einen den Verschluß aufziehenden Hebel (16) verschwenkt, und daß mit der Beendigung der halben Umdrehung das Ende (27) eines Hebels (26) der Filmtransportsperre in eine der beiden Ausnehmungen (13) der Schaltscheibe (12) eintritt und damit den Filmschaltschritt begrenzt, aus der es erst mit der Verschluß auslösung wieder entfernt wird und damit die Sperrung aufhebt, und daß der Hebel (16) gegenüber der Schaltscheibe (12) so angeordnet und bemessen ist, daß die vom Film (2) abgeleitete Aufzugskraft über die ganze Bildschrittlänge nahezu gleichihäßig verteilt ist und die am Ende des Spann-„Vorganges auftretende größere Aufzugskraft durch einen entsprechend langen Filmweg überwunden wird.2; Rollfilmkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (26) mit einer an sich bekannten, als federnd in die Sperrlage: gezogene Bremse ausgebildeten Filmtransportsperre in Verbindung steht.3. Rollfilmkamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Film (2) angetriebene Zahnrad (9) mit einem koaxialen Zahnrad (39) verbunden ist, welches mit einem an der Schaltscheibe (12) befestigten Zahnrad (40) kämmt, so daß die Schaltscheibe (12) eine zum Antriebszahnrad (9) gegenläufige Bewegung ausführt (Fig. 4).4. Rollfilmkamera nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das mit ,den Schaltstiften (14) der Schaltscheibe (12) in Berührung stehende Ende des Hebels (16) aus der Schwenkebene abgewinkelt ist und eine als, Anlage für die Schaltstifte (14) dienende Gleitfläche bildet, deren Richtung die Hebellängsachse kreuzt.5. Rollfilmkamera nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die Filmtransportsperre betätigende Hebel (26) durch eine federnde Klinke (57) gegen das Einrasten in den Schaltscheibenumfang während des Filmtransportes und beim Rückspulen des Films gesichert ist.6. Rollfilmkamera nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Filmtransportsperre bildende Bremsfeder (22) zum Rückspulen des Films (2) zusätzlich durch eine besondere von außerhalb der Kamera zu betätigende Handhabe (62) lösbar ist.7.(Rollfilmkamera nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die in die Perforation (7) des Films (2) eingreifenden Zahnräder (32, 33) während des Laufes veränderbare Teilung besitzen.8. Rollfilmkamera nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Filmperforation (7) im Eingriff stehende Zahnrad (9) aus zwei koaxial aneinanderliegenden Scheiben (32> 33) besteht, deren Zähne (10) jeweils in entsprechend weiten Zahnlücken der anderen Scheibe stehen, und daß beide Scheiben durch eine Feder (35) verbunden sind, die die Scheiben um einen durch Anschlag (37) begrenzten Winkel in entgegengesetzter Ümfangsrichtung so verstellt, daß die Teilung des Gesamtrades ungleichmäßig ist, wodurch der dem jeweiligen Eingriffszahn folgende Zahn vorzeitig zum Eingriff und Tragen kommt.9. Rollfilmkamera nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die an den einzelnen Scheiben befindlichen Zähne (10) die Scheibenoberfläche einseitig so weit überragen, daß sie den Rand der anderen Scheibe überdecken.10. Rollfilmkamera nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kraftübertragung in der Kamera vom Film (2) mitgenommene Klemmglieder angeordnet sind.11. Rollfilmkamera nach Anspruch 1 bis to, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußaufzug durch eine vom Film (2) mittels der Perforation (7) über Verzahnungen (66) angetriebene Welle (67) erfolgt, die über ein an ihrem einen Ende befestigtes Ritzel (43) ein Zahnrad (45) antreibt, an dem eine Schaltscheibe (47) befestigt ist, deren Stifte (48) einen doppelarmigen Hebel (50) betätigen, welcher den Kameraverschluß (19). spannt.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 112 946, 569 327, 606957;französische Patentschrift Nr. 841 412;
schweizerische Patentschrift Nr. 196380;
britische Patentschrift Nr. 534063.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 509 697/225 3.56
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