DEST006812MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEST006812MA DEST006812MA DEST006812MA DE ST006812M A DEST006812M A DE ST006812MA DE ST006812M A DEST006812M A DE ST006812MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- control
- pressure
- control device
- stylus
- template
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 241001422033 Thestylus Species 0.000 claims description 36
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 4
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 2
- 230000001404 mediated effect Effects 0.000 claims 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 15
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 8
- 239000000523 sample Substances 0.000 description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 description 4
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. August 1953 Bekanntgemacht am 1. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine hydraulisch wirkende Steuervorrichtung an einer Umriß-Kopierwerkzeugmaschine
zur Nachformung von Innen- und Außenformen mit durch mindestens zwei Arbeitskolben zu bewegendem Arbeitstisch und einem zum
Zusammenwirken mit der Schablone bestimmten Taststift.
Es sind Steuervorrichtungen an Umriß-Kopierwerkzeugmaschinen
bekannt, bei welchen Werkstück und Schablone eine synchrone Drehbewegung
um eine Achse ausführen. Solche Kopierwerkzeugmaschinen, die üblicherweise elektrisch (mit oder
ohne Vorsteuerung) gesteuert sind, eignen sich nur zur Bearbeitung von im wesentlichen scheibenförmigen
Körpern. Es können mit einer solchen Masdhine nur relativ flache Umrisse kopiert werden.
Ferner ist eine hydraulische Vertikalkopiervorrichtung bekannt, bei welcher durch zwei Schieber
ein Ölmotor gesteuert wird. Dieser Ölmotor verschiebt mittels Ritzel und Zahnstange seinerseits
zwei Schieber, welche die Hauptdruckflüssigkeit in den Arbeitszylinder leiten. Es handelt sich somit
um eine recht komplizierte, mit vielen Fehlerquellen beihaftete Vorrichtung.
Die Steuervorrichtung gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch vom Taststift betätigte Vor-
509 660/162
St 6812Ib/49b
Steuerschieber, welche die eigentlichen Steuerschieber beeinflussen, welche die Arbeitsbewegungen
des Werkstückes relativ zum Werkzeug unter Vermittlung eines Druckmittels durch den jeweiligen
Berührungsdruck der Schablone auf den Taststift verursachen und entsprechend der Druckrichtung
steuern.
Zweckmäßig wird dies dadurch erreicht, daß der Taststift pendelnd in einem ebenfalls pendelnd gelagerten
Steuerrohr aufgehängt ist und bei einer Schwenkung aus seiner Mittellage einige einer Anzahl
radial um denselben angeordneter, durch eine gemeinsame Druckmittelquelle untereinander verbundener
und unter Federdruck stehender Vor-Steuerschieber betätigt, wodurch die entsprechenden
einer gleichen Anzahl mit den Vorsteuerschiebern in Verbindung stehender, radial um das Steuerrohr
gelagerter Anpreßkolben das Steuerrohr in entgegengesetzter Richtung verschwenken, wobei dieses
mindestens einen von vier Steuerschiebern entgegen Federdruck betätigt, welche Steuerschieber hydraulisch
mit den Arbeitskolben des Arbeitstisches verbunden sind.
Die Vorsteuerschieber und die Anpreßkolben können dabei ein gemeinsames Drucksystem bilden
und an eine gemeinsame Niederdrückquelle angeschlossen sein, wobei das Drucksystem ein hydraulisches
oder auch ein pneumatisches sein kann. Die Übertragung der Ausschläge der Vorsteuerschieber
auf das Steuerrohr kann aber auch auf elektromagnetischem Wege geschehen.
Vorzugsweise sind die Anpreßkolben auf einem ringförmigen Flansch um das Steuerrohr angeordnet,
welcher zwecks Einstellung bzw. Veränderung der Bewegungsrichtung der Schablone relativ zum
Taststift mittels eines Handgriffes begrenzt drehbar ist. Dadurch kann erreicht werden, daß sich die
Schablone in einem einstellbaren Winkel schräg zur jeweiligen Berührungsfläche vorwärts bewegt, so
daß . der Taststift an der Form derselben entlang gleitet, wodurch ein dauernder Kontakt und gleichzeitig
ein dauerndes Gleiten gewährleistet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes nebst Aus f ührungs varianten
dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Umriß-Kopierstarrfrästnasehine im
Aufriß mit hydraulisch wirkender Steuervorrichtung im Schnitt und deren Übertragungsorgane in
schetnatischer Darstellung. Zur besseren Übersicht über die Druckmittelleitungen ist^der Steuerkopf 24
von oben gesehen dargestellt,
Fig. 2 den Steuerkopf der Maschine in einem größeren Maßstab im Vertikalschnitt,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, der die Steuerschieber zeigt,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt nach Linie IV-IV in Fig. 2, der die Anpreßkolben zeigt,
Fig. 5 einen Horizontalschnitt nach Linie. V-V in Fig. 2, der die Vorsteuerschieber zeigt,
Fig. 6 eine Ausführungsvariante mit pneumatisch betätigter Versteuerung,
Fig. 7 eine weitere Variante mit elektrischer Vorsteuerung
in schematischer Darstellung,
Fig. 8 einen Vertikalschnitt durch einen Steuerkopf, dessen Taststift mit einer zusätzlichen Kipptastvorrichtung
zum dreidimensionalen Kopieren versehen ist, und
Fig. 9 eine Vorrichtung zum teil weisen Festhalten des Taststiftes, von unten gesehen.
Der Ständer 1 der Kopierfräsmaschine (Fig. 1)
trägt an seinem Arbeitskopf eine starr eingebaute Fräsvorrichtung mit dem Fräswerkzeug 2 und auf
einer mittels Schraubenspindel in der Höhe verstellbaren Konsole 3 den Arbeitstisch 4, auf welchem
das Werkstück 5 sowie mittels eines Schablonenhalters 6ß die Schablone 6 fest eingespannt
sind. Der Arbeitstisch 4 ist mittels zweier Arbeitszylinder 7, 8 und deren Kolben 7„, 8a mit der Konsole
3 verbunden, durch welche er relativ zum Fräswerkzeug in Längs- und Querrichtung bewegt
\verden kann.
Ein Auslegerarm 9 trägt den Steuerkopf der Kopierfräsmaschine. In dessen Gehäuse 10 ist ein
Taststift 11 derart pendelnd aufgehängt, daß er in einem ebenfalls pendelnd !gelagerten Steuerrohr 12
innerhalb enger Grenzen frei schwingen kann. Der Taststift ist länger als das Steuerrohr und ragt
unten aus dem Gehäuse 10, so daß er mit der auswechselbaren
Schablone 6 zusammenwirken kann.
In dem den Gehäuseboden bildenden Flansch 13 sind eine Anzahl, im vorliegenden Fall sechs Vorsteuerschieber
14, in je einer Führu.ngshülse I4ß
radial verschiebbar um den Taststift gelagert und liegen unter der Wirkung der Federn 15 ständig an
diesem (Fig. 2, 5). Die Führungshülsen I4a sind
miteinander durch einen Ringkanal 16 (Fig. 2) verbunden, durch welchen die durch die Leitung 17 zugeführte
Druckflüssigkeit auf sie verteilt wird und durch einzelne Kanäle 18 (Fig. 2) mit dem Ringraum
19 (Fig. 2), aus welchem die Druckflüssigkeit durch die Leitung 20 abfließen kann.
In einem Gehäuse 10 begrenzt drehbaren Flansch 21 sind eine gleich große Anzahl Anpreßkolben 22
radial verschiebbar um das Steuerrohr 12 gelagert (Fig. 4), deren jeder einem Vor Steuerschieber 14
zugeordnet und mit dessen Führungshülse I4a durch
eine bewegliche Leitung 23 verbunden ist (Fig. 2).
Unter der Wirkung der auf konstantem Druck gehaltenen Druckflüssigkeit stehen die betreffenden
Anpreßkolben 22 in ständiger Berührung mit dem Steuerrohr 12. Die den Kolben 22 als Führung
dienenden Bohrungen sind durch Pfropfen 22ß abgeschlossen·,
die den Austritt von Druckmittel am betreffenden Ende der Bohrungen verhindern.
Über den Anpreßkolben 22 sind in einem am Gehäusedeckel
24 befestigten Flansch 25 vier Steuerschieber 26 in Führungshülsen 20ß radial verschiebbar
um das Steuerrohr 12 gelagert, welche durch Federn 27 (Fig. 2 und 3) dauernd an dasselbe angedrückt
werden (Fig. 2 und 3).
Die Führungshülsen der Steuerschieber 26 sind durch einen inneren Ringkanal 28 (Fig. 2), durch
welchen die Zuführung mittels Leitung 30, und durch einen äußeren Ringkanal 29, durch welchen
der Abfluß des Druckmittels über Leitung 31 erfolgt, !miteinander verbunden.
660/162
St6812Ib/49b
Die Führungshülsen der Steuerschieber sind durch eine durch den Gehäusedeckel 24 hindurchgeführte
Leitung 32 mit. dem einen Ende eines Ärbeitszylinders 7 bzw. 8 (Fig. 1) verbunden, und
zwar so, daß je zwei einander gegenüberliegende Steuerschieber einen Arbeitskolben Ja bzw. 8fl
(Fig. 1) beeinflussen können (Fig. 1).
An beliebiger Stelle der Maschine befindet sich der Vorratsbehälter 33 für die Druckflüssigkeit,
z.B. Drucköl (Fig. 1). Eine Niederdruckpumpe 34 (Fig. 1) führt aus diesem Behälter ständig Druckflüssigkeit
der Leitung 17 und damit dem von den Anpreßkolben und den Vorsteuerschiebern gebildeten
gemeinsamen Niederdrucksystem zu, während der Rückfluß der Druckflüssigkeit durch
Leitung 20 (Fig. 2) in die Rückführleitung 35 und durch diese direkt in den Behälter 33
(Fig. 1) erfolgt, derart, daß das Niederdrucksystem dauernd unter konstantem Druck gehalten
wird.
Eine Hochdruckpumpe 36 dagegen speist durch die Leitung 30, in welche ein Überlaufventil 37
(Fig. 1) eingebaut ist, das Drucksystem, das die Steuerschieber 26 mit den Arbeitszylindern 7 und 8
(Fig. 1) verbindet, mit Druckflüssigkeit aus demselben
Behälter, welche andererseits durch Leitung 29 (Fig. 2) und die diese aufnehmende Rückführleitung
35 (Fig. 1) wieder in den Behälter zurückströmen kann. Das Niederdruck- und das Hochdi'ucksystem
können auch von ein und derselben Hochdruckpumpe gespeist sein, an welche die Niederdruckleitung unter Zwischenschaltung eines
Reduzierventils angeschlossen ist.
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß der Taststift bei Verschwenkung aus seiner Mittellage
jene Vorsteuerschieber 14 entgegen dem Druck der
Federn 15 (Fig. 2 bis 5) nach außen drängt, die in
Richtung ,seiner Verschwenkung liegen. Dabei werden die betreffenden Leitungen 23 mehr oder
weniger freigegeben, d. h. deren Durchflußöffnungen in den Führungshülsen I4(i mehr oder
weniger geöffnet, wodurch die diesen Vorsteuerschiebern zugeordneten Anpreßkolben 22 unter gewissem
Druck das Steuerröbr 12 in entgegengesetzter
Richtung verschwenken. Dieses betätigt dabei entgegen Federdrucfc die in seiner Schwenkrichtung
liegenden Steuerschieber 26, welche nach Maßgabe ihrer Lage relativ zur Bewegungsrichtung
des Steuerrohres die entsprechenden Hochdruckleitungen 32 (Fig. 1 und 2) öffnen und die
Druckflüssigkeit mit Maßgabe des Verschiebungsweges der einzelnen Steuerschieber den ihnen zugeordneten
Arbeitszylindern 7 bzw. 8 (Fig. 1) zuführen, wodurch die Arbeitskolben 7 a bzw. 8a
(Fig. 1) dem Arbeitstisch 4 (Fig. 1) eine dem
Ausschlag des Taststiftes 11 entgegengesetzte Verschiebung
erteilen.
Diese Verschiebung, die gleichzeitig das Werkstück relativ zum Fräswerkzeug und die Schablone
relativ zum Taststift bewegt, dauert unter dem Ein-"
, fluß der Hochdruckflüssigkeit so lange, bis die Stellung der Steuerschieber infolge einer Richtungsänderung
der Kontur der Schablone oder durch anderweitige Einwirkung (Ziehen am Taststift)
verändert wird.
Der Kopiervorgang muß durch Heranführen der Schablone 6 (Fig. 1) an den Taststift 11 eingeleitet
werden. Dies kann durch willkürliches Verschwenken des Taststiftes 11 aus seiner Mittellage
geschehen, wodurch der Arbeitstisch sich entgegen dem Ausschlag des Taststiftes bewegt, bis die
Schablone 6 (Fig. 1) den letzten berührt. Dabei wird das Steuerrohr 12 mit den Steuerschiebern 26
verschoben, bis diese wieder ihre Mittelstellung einnehmen, wodurch die Arbeitskolben zum Stillstand
kommen.
In dieser Stellung sind die Vorsteuerschieber 14
so verschoben, daß die betreffenden Anpreßkolben 22 dauernd gegen das Steuerrohr 12 und der Taststift
11 gegen die Schablone 6 gedrückt wird. Durch einen aus dem Gehäuse 10 'herausragenden
Handgriff 38 (Fig. 4) kann der Flansch 21 begrenzt gedreht werden, wodurch sich eine Verdrehung
der Anpreßkolben 22 gegenüber der Lage der ihnen zugeordneten Vorsteuerschieber 14 ergibt.
Dadurch verlagert sich der Anpreßdruck ans Steuerrohr 12, welcher sonst senkrecht zur Berührungsfläche
der Schablone 6 wirkt, um den gleichen Winkel, so daß das Steuerröbr derart verschoben
wird, daß die Schablone nicht mehr entgegen dem Ausschlag des Taststiftes 11, sondern schräg zu
diesem bewegt wird, wodurch ein dauernder Kontakt und gleichzeitig ein dauerndes Gleiten gewährleistet
wird. Da aber der Taststift 11 immer senkrecht zur Berührungsstelle der Schablone 6 aus- '95
schlägt, werden bei jeder Richtungsänderung der Kontur der Schablone andere Vorsteuerschieber
bewegt, wobei sich auch die Richtung des Anpreßdruckes entsprechend der Form der Schablone verändert, was zur Folge hat, daß dieselbe den Tast-
stift umkreist.
Der Vorgang wickelt sich in umgekehrtem Umlaufsinn ab, wenn der Flansch 21 nach der anderen
Seite relativ zu den Vorsteuerschiebern verdreht wird.
Die Vorschubgeschwindigkeit kann durch Veränderung der Fördermenge des hydraulischen Übertragungssystems,
z. B. durch ein in die Leitung 30 ' einzubauendes Drosselventil oder ' durch eine
Reglerpumpe, reguliert werden. ■ no
Durch Ziehen am Taststift 11 in Richtung seines
Ausschlages, wobei der Anpreßdruck überwunden werden muß, kann der Kontakt des Taststiftes 11
mit der Schablone 6 unterbrochen und durch geeignete Verschwenkung des Taststiftes der Arbeitstisch
4 in jede gewünschte Lage gebracht werden. Die Tätigkeit der Arbeitskolben J11 und 80 kann
überdies in jeder Situation durch Öffnen des Überlaufventils 37 (Fig. 1) aufgehoben werden.
Nach Fig. 6 kann die Versteuerung auch pneumatisch betätigt sein, indem durch die Leitung 39
(Fig. 6) statt Druckflüssigkeit Preßluft zugeführt wird, wobei der Austritt derselben durch einzelne
Abflußkanäle 40 direkt ins Freie erfolgt. Die Verbindung der Vorsteuerschieber 14 untereinander
durch den Ringkanal 16 sowie die Ausbildung der
509 660/162
St 6812Ib/49b
Anpreßkolben 22 und deren Verbindungsleitungen 23 mit den Vorsteuerschiebern ist dieselbe wie
oben beschrieben.
Statt pneumatisch kann die Vorsteuerung gemäß Fig. 7 auch auf elektromagnetischem Wege erfolgen;
in diesem Fall betätigt der Taststift 11. bei seiner Verschwenkung eine Anzahl elektrischer
Kontakte 41, die bei 42 an eine Stromquelle angeschlossen sind und welche mit einer gleich großen
Zähl rings um das Steuerrohr 12 angeordneter Feldwicklungen
43 mit Magnetkernen 43ß verbunden
sind, wobei das Steuerrohr zwecks Zusammenwirkens mit den letzteren als Anker ausgebildet ist.
Es ist auch möglich, die Steuervorrichtung so auszubilden, daß 'mittels eines und desselben Tast-
■ Stiftes dreidimensional kopiert werden kann. Der
Steuerkopf einer derartigen Vorrichtung ist in Fig. 8 dargestellt.
Der Taststift 44 ist in diesem Fall hohl ausgebildet und zusätzlich mit einer Kipptastvorrichtung
ausgerüstet, welche über einen zusätzlichen Steuerschieber 45 hydraulisch auf einen dritten
Arbeitskolben einwirken kann, um den Arbeitstisch in vertikaler Richtung zu bewegen.
Ein Kipptaster 46 ist in einer mittels Gewinde in ihrer Höhenlage verstellbaren Lagerbüchse 47 allseitig
schwenkbar gelagert und steht über eine Kugel 48 mit einem Druckstift 49 und über diesen
mit dem Steuerschieber 45 in Druckverbindung.
Mit seinem Kopf 50 gleitet der Kipptaster auf der Schablone C.
Der Steuerschieber 45 besitzt drei Kammern, in
deren mittlere die Zuführleitung 51 für die Druckflüssigkeit einmündet, während die beiden äußeren
Kammern mit je einer Rückführleitung 52 in Verbindung stehen. Zwei Druckleitungen 53 und 54
sind mit je einem Ende des zur vertikalen Ver-. Schiebung des Arbeitstisches bestimmten Arbeitszylinders verbunden, wobei die Druckflüssigkeit je
nach Stellung des,Steuerschiebers 45 in der einen oder anderen Richtung durch diese Leitungen
strömen kann. Eine Druckfeder 55 ist dazu bestimmt, einen konstanten Berührungsdruck zwischen
Taststift 46 und Schablone C zu erzeugen.
Auch hier muß der Kopiervorgang durch Heranbringen der Schablone an den Tastkopf 50 eingeleitet
werden. Hierzu wird eine nicht dargestellte ' Halterung des Druckstiftes 49 freigegeben, worauf
die Feder 55 den Steuerschieber und über den Druckstift 49 den Kipptaster 46 in seine untere
Endlage verschiebt, in welcher er auf der untersten Zone der Gelenkpfanne der Lagerbuchse 47 aufliegt.
Diese Stellung ist in Fig. 8 veranschaulicht. Die Leitung 54 ist damit freigegeben, und die Druckflüssigkeit
strömt zum Arbeitszylinder, wodurch sich der Arbeitskolben derart verschiebt, daß der
Arbeitstisch 4 (Fig. 1) mit dem Werkstück und den Schablonen 5, C gehoben wird, bis die letztere den
Tastkopf 50 berührt und anschließend nach oben schiebt, bis der Schieber 45 in seiner Mittellage
steht und die Leitungen 53 und 54 abschließt.
Diese Mittelstellung bleibt während der nun selbsttätig vor ,sich gehenden Kopierarbeit so lange
aufrechterhalten, als der Tastkopf 50 auf einem horizontalen Oberflächenstück der Schablone C
gleitet, welches also in einer Normalebene zur Mittelachse des Taststiftes 44 liegt. In dieser Stellung
wird der Kipptaster 46 lediglich durch eine obere Zone der Lagerbuchse 47 seitlich schwenkbar
gehalten, während er aufwärts und abwärts begrenzt verschiebbar ist.
Steigt die Oberfläche der Schablone C in der Gleitrichtung des Taststiftes 46 relativ zu dieser
an, dann wird der Steuerschieber 45 nach oben verschoben. Dadurch wird die Leitung 53 freigegeben,
und die in den Arbeitszylinder strömende Druckflüssigkeit bewirkt ein entsprechendes Senken des
Arbeitstisches.
Eine Vertiefung in der Oberfläche der Schablone verursacht ein Senken des Steuerschiebers und damit
ein Heben des Arbeitstisches. Die Geschwindigkeit der vertikalen Bewegungen richtet sich dabei
nach der Neigung des betreffenden Oberflächenstückes der Schablone C.
Überschreitet die Neigung der Oberfläche der Schablone C ein gewisses Maß, oder ist dieselbe besonders
rauh, so wird der Tastkopf 50 seitwärts gedrückt, wobei die eine Seite des Trichterrandes 56
gegen die Mittelachse des Taststiftes gedrückt wird. Die Kugel 48, welche in ihrer Mittelstellung
in diesem Trichter sitzt, weicht unter leichter Drehung nach oben aus und schiebt den Druckstift 49
und mit ihm. den Steuerschieber 45 nach oben. Durch diese Ausbildung der Druckverbindung bleibt
somit die richtige Funktion des Steuerschiebers 45 auch bei steilsten Konturen der Schablone C bzw.
bei rauher Oberfläche derselben gewährleistet.
Die Druckflüssigkeit zur hydraulischen Übertragung der Steuerbewegung wird gemäß Fig. 8
dem Hochdruckkreislauf des zweidimensionalen Systems entnommen und auch in dieses zurückgeführt,
indem die Leitungen 51, 52 durch den Gehäusedeckel 24 mit den Ringkanälen 28 und 29 verbunden
sind. Dadurch wird die Vorschubgeschwindigkeit der Horizontalbewegung an steilen Kontüren
der Schablone C reduziert.
Der Steuerkopf nach Fig. 8 ist im übrigen zur Steuerung der zweidimensionalen Kopierarbeit
gleich ausgebildet wie der Steuerkopf nach Fig. 2, ' wie durch die beispielsweise eingezeichneten Steuerschieber
26 und Vorsteuerschieber 14 sowie durch die Leitungen 30, 31, 32 angedeutet ist.
Um bei der Bearbeitung großer Werkstücke, deren Dimension die Länge der Verschiebebahn des
Arbeitstisches in dereinen oder anderen Richtung übersteigt, nur in Längs- oder Querrichtung kopieren
zu können, kann ferner eine Festhaltevorrichtung vorgesehen .sein, mittels welcher der Taststift
derart geführt werden kann, daß er nur noch in einer Richtung schwenkbar ist. Die Fig. 9 zeigt von
unten gesehen eine derartige Festhaltevorrichtung, welche am Gehäuseboden 13 des Steuerkopfes mittels
zweier Schrauben 57 befestigt werden kann. Ein mit einem Handgriff versehener runder Flansch
59 weist zwei konzentrisch angeordnete kreisbogenförmige Schlitze 60 auf, mittels welchen er an zwei
660/162
St 6812Ib/49b
auf den Schrauben 57 gelagerten Rollen 61 geführt ist. Die Rollen 61 sind, an ihrem über den Flansch
herausragenden Teil von zwei Scheiben 62 umgeben, welche den Flansch in axialer Richtung
sichern. Zwei Ringe 63 sind mittels Kugellager derart auf zwei diametral auf dem Flansch 59 angeordneten
Bolzen 64 gelagert, daß sie auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten am Taststift 11
anliegen, so daß dieser nur noch in einer Richtung schwenkbar ist, welche im dargestellten Beispiel
den Pfeilen 65 (Fig. 9) entspricht. Am Handgriff kann der Flansch 59 um 900 verischwenkbar sein
und damit die Richtung gewählt werden, in welcher der Taststift schwenkbar sein soll.
Der Vorschub des Werkstückes und der Schablone erfolgt in diesem Fall in der einen Richtung
unabhängig von der Form der Schablone durch irgendwelche mechanische oder hydraulische Mittel.
Er kann in einer langsamen Rotationsbevregung be-
ao stehen, wobei Werkstück und Schablone mechanisch, beispielsweise mittels Schneckengetriebe, miteinander
gekuppelt sind.
Zum wahlweisen Stillegen des einen Arbeitskolbens
wird nebst der einseitigen Arretierung des Taststiftes auch das diesem Arbeitszylinder zugeordnete
Druckleitungspaar abgesperrt. Dadurch wird das Kopieren beispielsweise großer Kurvenkontaren,
für welche, der Querhub der Fräsmaschine nicht ausreichen würde, ermöglicht.
Claims (13)
1. Hydraulisch wirkende Steuervorrichtung
an einer Umriß-Kopierwerkzeugmaschine zur Nachformung von Innen- und Außenformen mit
durch mindestens zwei Arbeitskolben zu bewegendem Arbeitstisch und einem zum Zusammenwirken
mit der Schablone bestimmten Taststift, dadurch gekennzeichnet, daß vom Taststift (11) betätigte VoriSteuersc'hieber (14)
vorgesehen sind, welche die eigentlichen Steuerschieber (26) beeinflussen, welche die Arbeitsbewegungen des Werkstückes (5) relativ zum
Werkzeug (2) unter Vermittlung eines Druckmittels durch den jeweiligen Berührungsdruck
der Schablone (6) auf den Taststift (11) verursachen
und entsprechend der Druckrichtung steuern.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Taststift (11)
pendelnd in einem ebenfalls pendelnd gelagerten Steuerrohr (12) aufgehängt ist und bei einer
Schwenkung aus seiner Mittellage einige der radial um denselben angeordneten, durch eine
gemeinsame Druckmittelquelle untereinander verbundenen und unter Federdruck stehenden
Vorsteuerschieber (14) betätigt,, welche über die entsprechenden einer gleichen Anzahl mit den
Vorsteuerschiebern in Verbindung stehender, radial um das Steuerrohr gelagerter Anpreßkolben
(22) das Steuerrohr (11) in entgegengesetzter Richtung verschwenken, das seinerseits
mindestens einen von vier Steuerschiebern (26) entgegen Federdruck betätigt, welche
Steuerschieber hydraulisch mit den Arbeitskolben (7ß, 8ß) des Arbeitstisches (4) verbunden
sind.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vocsteuerschieber
(14) und die Anpreßkolben (22) zusammen ein gemeinsames Drucksystem bilden
und an eine gemeinsame Niederdruckquelle (34) angeschlossen sind.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Drucksystem ein
hydraulisches ist.
5. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Drucksystem ein
pneumatisches ist.
6. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder AnpTeßkolben
(22) durch eine Druckmittelleitung (23) mit dem ihm entsprechenden Vorsteuerschieber (14)
verbunden ist.
7. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsteuerschieber
(14) mit elektrischen Kontakten (41) verbunden
sind und das Steuerrohr (12) durch elektromagnetische Kraft beeinflußbar ist.
8. Steuervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Kontakte
(41) je imit einem Wicklungsfeld (43) verbunden sind, welche Felder mantelförmig um
das als Anker ausgebildete Steuerrohr (12) angeordnet
sind.
9. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckmittel zur
hydraulischen Übertragung der Bewegungen der Steuerschieber (26) auf die Arbeitskolben (7a, 8a)
mit Hochdruck arbeitet.
10. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß beide Drucksysteme
aus einem gemeinsamen Behälter (33) gespeist werden.
11. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anpreßkolben (22) auf einem ringförmigen Flansch (21) um
das Steuerrohr (12) angeordnet sind, der zwecks Einstellung bzw. Veränderung der Bewegungsrichtung
der Schablone (6) gegenüber dem Taststift (11) begrenzt drehbar ist. ,
12. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Taststift (44)
hohl ausgebildet und mit einer Kipptastvorrichtung versehen ist, welche durch einen zusätzlichen
Steuerschieber (45) hydraulisch mit einem dritten Arbeitskolben in Verbindung steht, der
Arbeitsbewegungen des Werkstückes in einer dritten Dimension verursachen und steuern kann.
13. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet
durch eine das Pendeln des Tast-Stiftes nur in einer Dimension zulassende Haltevorrichtung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE947660C (de) | Umriss-Kopierwerkzeugmaschine | |
| DE19712947B4 (de) | Werkstück-Positionierer | |
| DE812167C (de) | Hydraulische Steuerung an einer Kopier-Werkzeugmaschine | |
| DE900044C (de) | Werkzeugmaschine mit selbsttaetiger Einstellung des Schlittens | |
| DE602004000386T2 (de) | Hydraulischer Kreislauf für den linearen Antrieb eines Werkzeugmaschinenschiebers in beide Richtungen | |
| DE477535C (de) | Drehbank zum Formendrehen mittels Lehre | |
| DEST006812MA (de) | ||
| DE848289C (de) | Hydraulische Kopiervorrichtung fuer Drehbaenke | |
| DE538634C (de) | Einrichtung an Material- Zufuehrungs-Vorrichtungen fuer Pressen, Stanzen, Scheren undsonstige Arbeitsmaschinen zur Erzeugung einer periodischen, durch die Antriebsbewegung zwanglaeufig herbeigefuehrten Steuerbewegung | |
| DE1036603B (de) | Steuervorrichtung fuer den Werkzeug-schlitten bei Werkzeugmaschinen, insbesondere zum Gewindeschneiden | |
| DE885666C (de) | Schaerfapparat fuer Schleifscheiben | |
| DE2025448B2 (de) | Steuervorrichtung zur Steuerung eines Fluidmotors | |
| DE946319C (de) | Kopiermaschine | |
| CH448689A (de) | Tasteinrichtung für Nachformwerkzeugmaschinen, insbesondere Nachformfräsmaschinen | |
| DE1427097B2 (de) | Hydraulische steuereinrichtung | |
| DE922625C (de) | Hydraulische Nachformeinrichtung fuer Werkzeugmaschinen | |
| DE2953287A1 (en) | Motion translation apparatus | |
| DE684998C (de) | Selbsttaetige Kopierfraesmaschine, insbesondere zum Austiefen von Gesenken | |
| DE1205794B (de) | Mehrschnitteinrichtung an einer hydraulischen Kopiersteuerung einer Drehbank oder aehnlichen Werkzeugmaschine | |
| DE721314C (de) | In drei Richtungen arbeitende Gravier- oder Kopierfraesmaschine | |
| DE1502127C3 (de) | Hydraulische zweidimensionale Vollumriß-Kopiersteuereinrichtung | |
| DE846806C (de) | Hydraulische Steuerung fuer Werkzeugmaschinen | |
| DE2020347A1 (de) | Fuehlerregelkreis mit Masskontrolleinrichtung | |
| DE726109C (de) | Hydraulisch gesteuerte Kopierfraesmaschine | |
| DE846664C (de) | Steuerung fuer Schleifmaschinen |