DEST006408MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Mai 1953 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Hilfseinrichtungen zum Waschen von Textilien od. dgl. und
betrifft insbesondere einen für Handbetrieb vorgesehenen Wäschestampfer mit einer nach unten
5 offenen Glocke, die bei stampfenden Bewegungen drückend oder saugend Luft und Waschlauge
durch die Wäsche preßt und dabei reinigt.
Auf diesem Gebiet ist eine Vielzahl von Wäschestampfern bekannt, die übereinstimmend
ίο die Glockenform aufweisen und meist aus zwei ineinander verschiebbaren Metallglocken mit dazwisehengeschalteter
Druckfeder bestehen, welche die Glocken nach dem Druckhub wieder auseinanderschiebt.
Die schmutzlösende Einwirkung auf das Waschgut Hegt in den durch abwechselnden
Druck und Sog hervorgerufenen Walkbewegungen, bei denen Luft und Waschlauge vermischt durch
das Ineinanderschieben der beiden Glocken verdrängt wird.
Diesen Wäschestampfern haften aber noch folgende Nachteile an:
i. Für ihre Herstellung müssen teure, nichtrostende Metalle verwandt werden, da die Glocken
aus Stahlblech mit Rostschutzüberzug aus Zink, Zinn usw. an den Lagerstellen durch natürlichen as
Verschleiß den dünnen Rostschutzüberzug nach kurzer Benutzungszeit verlieren und dann Rost ansetzen
;
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St 6408 VII/8d
2. zwischen den Glocken werden kleine Stücke des Waschgutes angesaugt und beschädigt;
3. die verdrängte Luft wird nicht intensiv genug ;j■.··.'.'in das Waschgut gepreßt, da diese am Rand der
oberen Glocke austritt, die gegenüber der unteren • --Glocke zurücksteht;ünd erst am Ende.des Druckhubes
auf das Waschgut drückt;
4. beim Stampfen treten störende Geräusche auf;
5. der Aufbau der Glocken, die manchmal noch Ventile aufweisen, ist zu kompliziert und ihr Gewicht
ist in vielen Fällen zu groß, um von Frauen leicht benutzt werden zu können.
Es ist schon vorgeschlagen worden, für die Wäschestampfer Stahlblech in verzinkter Ausführung
zu verwenden und die Stampfer mit einer doppelwandigen Glocke mit einem Blasebalg am
Stampferstiel zu versehen, um die gleiche Waschwirkung
wie bei dem Wäschestampfer mit ineinanderschiebbaren Glocken zu erreichen. Diese
Stampfer haben sich jedoch wegen ihrer Unhandlichkeit, ihres großen Gewichtes und hohen
Preises nicht einführen können. Ferner ist schon ein Wäschestampfer vorgeschlagen worden, der
eine oder mehrere nach unten offene Glocken aufweist und in einer oder mehreren Glocken mit
cm- einer randversteiften elastischen Membran versehen
ist, die sich beim Stampfen nach unten dicht abschließend gegen den Glockenrand legt und sich
in ihrem Mittelteil unter Ausbildung eines Kegels dehnt. Dieser Stampfer ist in seinem Aufbau noch
komplizierter als viele bekannte Wäischestampifer,
— ohne wesentliche Vorteile mit sich zu bringen.
Die Erfindung knüpft hier an und stellt sich zur Aufgabe, einen Wäschestampfer unter Benutzung
der bekannten Glockenform so auszubilden, daß das, Waschgut durch Druck, Sog und Einpressen
von Luft ohne die vorstehend aufgeführten Nachteile schonender und intensiver durchgearbeitet
wird und bei dem die Durcharbeitung des Wasehgutes fast ausschließlich durch Luft und Waschlauge
erfolgt, ohne daß ein Übermaß an reibender oder drückender Beanspruchung der Wäsche durch
die Metallteile des Stampfens auftritt.
Das wesentliche Kennzeichen eines Wäsche-Stampfers
aus Gummi oder gummlähnlichen Werkstoffen in nach unten offener Glockenform nach
der Erfindung besteht darin, daß der untere zylindrische Teil eine Randfläche mit einer Vielzahl
von radial angeordneten Ausnehmungen aufweist.'.
- Die Randfläche !besteht nach einem weiteren
Kennzeichen, der Erfindung aus einem anderen Werkstoff als die Glocke.
- Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung dient zweckmäßig ein seitlich geschlitztes ein-J55
vulkanisiertes Rohr.zur Aufnahme des Stampferstiel« in die einstückig an die Membranhaube angearbeitete
Tülle. -
Die Ausführungsform des Wäschestampfers nach der Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 veranschaulicht.
Bei dieser Verwirklichungsform ist unter Wegfall der .äußeren Glocke lediglich eine
einwandige, haubeniförmige elastische Glocke 13 aus Gummi oder gummiähnlichem Werkstoff, vorgesehen,
die in· ihrem oberen mittleren Teil eine einstückig daran ausgebildete Stieltülle 14 umfaßt.
Der untere senkrecht stehende Randteil I3Ö der
Haube 13 ist beispielweise durch eine Verstärkung gebildet und kann auch gegebenenfalls ein gesonderter,
aus anderen Werkstoffen bestehender Teil sein. An diesen senkrecht stehenden steifen
Rand I3a schließt sich ein waagerecht verlaufender.,
verhältnismäßig breiter Rand i36 an, in dem eine
Vielzahl von radial angeordneten Ausnehmungen 15 eingearbeitet ist. In die aus dem gleichen
Werkstoff wie die Haube bestehende Stiel tülle 14 ist aus Festigkeitsgründen zweckmäßig ein geschlitztes
Rohr 16 eingesetzt, welches den Handstiel umfaßt. :
Aus den Fig. 1 und 2 erkennt man wiederum die Wirkungsweise dieser Ausführungsform des
Wäschestampfers. Die Ausgangsstellung, in der die Membranhaube domartig nach oben gewölbt
ist, veranschaulicht die Fig. 1. Beim Abwärtshub wölbt sich der verhältnismäßig elastische mittlere
Teil der Haube 13 durch, während der steife isenkrechte
Randteil i3a, der beispielsweise durch einvulkanisierte
Metallringe od. dgl. versteift sein kann, in seiner ursprünglichen Lage verbleibt. Der
Randteil i36 wird ebenfalls in seiner Stellung
gegenüber dem Teil i3a nicht verändert, so daß der
untere Rand mit den Ausnehmungen 15 auf dem Waschgut aufliegt, während das Volumen unter,
der Haube 13 bis zum Erreichen der in Fig. 2 dargestellten Endstellung verringert wird. Die Luft
strömt dabei durch die radial angeordneten Ausnehmungen 15 gleichmäßig bis auf einen kleinen,
in dem Ringspalt verbleibenden Rest nach außen ab. Beim Nachlassen des Drucks und Anheben des
Stampferstiels bildet sich die Haube 13 wieder zurück und hebt dabei gleichzeitig das Waschgut
an. Die Elastizität der Haube 13 ist derart, daß sie ständig bestrebt ist, in die in Fig. 1 dargestellte
Form zurückzugehen.
Es ist zu erkennen, daß die dargestellte und beschriebene Ausführungsform des Wäschestampfers
nach der Erfindung eine wesentlich, einfachere · Herstellung und damit einen niedrigeren Preis
gewährleistet und überdies eine wirkungsvolle geräuscharme Arbeitsweise zuläßt. Die Durcharbeitung
des Waschgutes erfolgt in wesentlich schonenderer Weise, als dies bei bisher bekannten
Wäschestampfern der Fall war, weil außer dem Rand der Haube 13 keinerlei Metallteile reibend
mit der Wäsche in Berührung gelangen. Überdies ist die Lebensdauer des Wäschestampfers nach der
Erfindung wegen der geringen Zahl der gegeneinander beweglichen Teile nahezu unbegrenzt.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Wäschestampfer aus Gummi oder gummiähnlichen Werkstoffen in nach unten offener Glockenform, dadurch gekennzeichnet, daß der untere zylindrische Teil eine Randfläche mit einer Vielzahl von radial angeordneten Ausnehmungen aufweist. .•609 527/113St 6408 VII/8d
- 2. Wäschestampfer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Randfläche aus einem anderen Werkstoff besteht als die Glocke.
- 3. Wäschestampfer nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch ein seitlich geschlitztes, in die Tülle der Membranhaube einvulkanisiertes Rohr zur Aufnahme des Stampferstieles.Angezogene Druckschriften: ,<
Deutsche Patentschriften Nr. 558742, 624156; USA.-Patentschriften Nr. 2231046, 2579671.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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