DEST004915MA - - Google Patents

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DEST004915MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Juni 1952 Bekanntgemacht am 30. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 23b GRUPPE 1 os INTERNAT. KLASSE C 10g
St 4915 IVc/23b
Die Erfinder haben beantragt, nicht genannt zu werden
Standard Oil Development Company, Elizabeth, N. J. (V. St. A.)
Vertreter: E. Maemecke, Berlin-Lichterfelde West, und Dr. W. Kühl, Hamburg 36,
Patentanwälte
Verfahren zum Schutz von Erdölprodukten gegen Oxydation
Die Priorität der Anmeldung in den V. ,St. v. Amerika vom 7. Juni 1951 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutz von Erdölprodukten gegen Oxydation, insbesondere von Schmierölen, Heizölen und ähnlichen Mineralölprodukten höherer oder geringerer Viskosität gegen die Oxydation bei Lagerung und Anwendung.
Es sind bereits eine Reihe von Stoffen vorgeschlagen worden, die die Oxydationsbeständigkeit von Mineralölen an Luft oder in Berührung mit ίο anderen oxydierend wirkenden Stoffen erhöhen. Man hat auch Raffinationsverfahren vorgeschlagen, um die Neigung der öle zur Oxydation zu beseitigen oder zu verringern. Mineralöle sind zwar chemisch inert, aber selbst die besten Öle werden in Gegenwart von Luft oder anderen sauerstoffhaltigen Stoffen oxydiert. Dadurch entstehen saure Produkte, Harze, schlammbildende Stoffe und andere schädliche Stoffe, welche die Qualität mindern. Für den Oxydationsschutz sind anorganische und organische Stoffe als Zusatz zu oder zur Behandlung von Mineralölen genannt. Unter den vorgeschlagenen Stoffen waren auch einige ganz
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zufriedenstellend. Viele dieser als Oxydationsinhibitoren an sich brauchbaren Produkte haben aber andere, unerwünschte Eigenschaften, z. B. führen sie zur Korrosion der Metalle, zu einer Verringerung des V.-I. (Viskositätsindex) der Schmieröle, zu einer Verschlechterung des Heizwertes der Heizöle und ähnlichen Wertminderungen. Außerdem sind die meisten der bisher für Mineralöle vorgeschlagenen Oxydationsinhibitoren
ίο verhältnismäßig teuer.
Es ist auch bekannt, daß verschiedene Phosphor enthaltende Verbindungen gewisse Vorzüge als Zusatzstoffe für manche Öle bieten. So wurden mit Phosphorsulfid behandelte organische Verbindungen, z. B. Thiophosphate, und die Metallsalze derartiger Produkte als Antioxydantien, Hochdruckzusätze für Schmiermittel u. dgl. vorgeschlagen. Ferner \vurden mit Phosphor oder Phosphorverbindungen behandelte fette Öle als Zusatzstoffe für öle empfohlen.
Man hat auch Natriumphosphate für sich als Bestandteile wäßriger Gemische vorgeschlagen, die bei gewissen Metallbearbeitungen als Schmiermittel verwendet werden. In diesen Fällen sind jedoch die Phosphate in Wasser gelöst. Die wäßrigen Gemische können in manchen Fällen mit einem Öl emulgiert werden, welches ein Emulgierungsmittel enthält, z. B. ein fettes Öl od. dgl. In diesen Fällen liegen die Phosphate, obgleich sie anorganischer Natur sind, offensichtlich in Form einer wäßrigen Lösung oder Emulsion vor, in denen Wasser der Hauptbestandteil ist.
Die Verbesserung der reinigenden Wirkung von Sulfonaten durch Natriumphosphat ist bekannt.
Aus diesem Verhalten kann der Fachmann nicht darüber belehrt werden, welche Mittel angewandt werden müssen, um Erdölprodukte gegen Oxydation zu stabilisieren und z.B. Abscheidungen aus diesen zu verhindern.
Es ist weiter bekannt, gebrauchte Schmieröle zur Abtrennung von Fremdstoffen mit einer wäßrigen Lösung von Trinatriumphosphat zu behandeln, das Behandlungsgut sich absetzen zu lassen und die gereinigte Ölschicht von der wäßrigen Schicht zu trennen. Da das Phosphat ölunlöslich ist, geht es hierbei nicht in das Öl über, sondern wird mit der wäßrigen, die Fremdstoffe enthaltenden Schicht wieder entfernt.
Als Reinigungsmittel für Heizöle wurde ein Mehrstoffgemisch empfohlen, das aus polycyclischen Kohlenwasserstoffen, wie Naphthalin, Anthrazen, Phenanthren, ferner aus Ätzalkali, einem wasserlöslichen Borat und einem wasserlöslichen Phosphat, wie Trinatriumphosphat, besteht; die wasserlöslichen Zusätze werden hierbei von dem in dem Heizöl vorhandenen Wasser gelöst. Die Verwendung von Komplexen aus einem Detergent und Trinatriumphosphat, um dieses öllöslich zu machen, ist diesem Verfahren fremd.
Gemäß vorliegender Erfindung wird mindestens einem Teil von Erdölprodukten ein Natriumphosphat, das zumindest 2 Atome Natrium je Atom Phosphor enthält, zugesetzt, und mit Hilfe eines Detergents in dem Öl dispergiert oder gelöst. Das Salz wird dem Mineralöl zweckmäßig in der Weise einverleibt, daß mindestens ein Teil des Öls ständig mit dem Phosphat in Berührung steht. Die Aktivität von Na2HPO4 ist erheblich geringer als die von Na3PO4. Die anderen Alkaliphosphate und die Phosphite befriedigen weniger, die entsprechenden Thioverbindungen sind unwirksam.
Das Alkaliphosphat, vorzugsweise Trinatriumphosphat, kann in dem Kohlenwasserstofföl gemahlen oder in anderer Weise verteilt und suspendiert oder gelöst werden. Um das an sich ölunlöslische Phophat zu lösen, wird ein geeignetes Detergent zugefügt. Das Detergent kann irgendein öllösliches Metallsalz oder ein entsprechend wirkender Stoff sein, der die Suspension haltbar macht bzw. ihre Haltbarkeit verlängert, z.B. die Alkali- und Erdalkalisulfonate, die öllöslich sind, insbesondere die öllöslichen Erdölsulfonate von Natrium und Calcium. Trinatriumphosphat bildet mit diesen Sulfonaten einen öllöslichen Komplex. Die Sulfonate haben die unangenehme Eigenschaft, die Oxydation etwas zu begünstigen. Infolgedessen kann in manchen Fällen ein Antioxydans notwendig werden. Andere Detergents, wie die Metallseifen der C15- bis C24-Fettsäuren oder der Naphthensäuren, helfen etwas mit, das Phosphat in Lösung oder Suspension zu halten. In allen Fällen werden die Alkali- und Erdalkaliseifen bevorzugt verwendet, insbesondere die Natrium- und Galciumseifen, die gewöhnlich eine ausgezeichnete öllöslichkeit haben.
Die Mengen an Natriumphosphat können von 0,01 oder sogar noch darunter bis zu etwa 2°/o, bezogen auf das ölgewicht, betragen. Bei leichteren ölen, wie Leuchtöl, Heizöl, Dieselkraftstoff u. dgl., können die Phosphatzusätze sehr niedrig liegen. Bei Schmiermitteln empfehlen sich Zusätze von 0,1 bis 1%."Man kann natürlich auch größere Mengen dem Öl einverleiben, diese sind aber schwierig in Suspension zu halten; gewöhnlich sind größere Mengen als 2% nicht erforderlich. Die angebenen Mengen beziehen sich auf wasserfreies Na3PO4. Da Trinatriumphosphat gewöhn- . Hch nur in Form seines Hydrates vorliegt, kann es als solches, z. B. als Dodeoahydrat, zugesetzt werden; in diesem Falle müssen entsprechend dem Hydratwasser größere Mengen verwendet werden.
Man kann auch das Öl mit dem Phosphat dadurch in Berührung bringen, daß man es durch eine Anlage leitet, in welcher mindestens ein Teil von ihm mit feinverteiltem Phosphat stetig in innigen Kontakt gebracht wird. So stellt ein Filter oder eine Filterpatrone, die eine fasrige oder anderweitig poröse Struktur hat und mit feinverteiltem Phosphat getränkt ist, ein ausgezeichnetes Mittel dar, um Schmieröl in innigen Kontakt mit dem als Oxydationsinhibitor verwendeten Phosphat zu bringen.
Es wurden umfangreiche Versuche durchgeführt, um die außerordentlich starke Oxydationsinhibitorwirkung von Trinatriumphosphat zu zeigen, welches mechanisch oder in anderer Weise innig mit dem Mineralöl in Kontakt gebracht ist. Offen-
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sichtlich ist es nicht notwendig, daß das Phosphat eine wahre Lösung in dem Öl bildet. Die Oxydationsbeständigkeit derartiger Öle, gemessen durch Vergleich ihrer Verseifungs\verte vor und nach längerer Erhitzung, zeigt bei Verwendung von Trinatriumphosphat eine erhebliche Verbesserung. Die Versuchsanordnung war folgende:
■ioo g des zu prüfenden Mineralöls wurden in eine große Petrischale (15 cm 0) eingebracht und dann mit 4,4 g feingemahlenem Trinatriumdodecahydrat (2 g wasserfreies Na3 P O4) versetzt. Die Schalen wurden in einen Ofen von 1490 gestellt und, 170 Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Es zeigte sich, daß das Salz bei der Prüftemperatur schnell sein Hydratwasser verlor. Gleichzeitig wurden Kontrollversuche mit reinen Mineralölen , durchgeführt. Selbst wenn bei ausgedehnten Beheizungszeiten viel Öl verdampft und nur die hochsiedenden Bestandteile zurückblieben, blieb das mit Phosphat behandelte Produkt bemerkenswert klar. Am Ende der Prüfzeit wurden die Öle in der üblichen Weise untersucht. Die hierbei erhaltenen Werte sind in der Tabelle 1 gezeigt.
In einem Falle zeigte ein P ruf öl SAE 20 für niedrige Temperaturen, welches für Vergleichsversuche ohne Phosphat geprüft \vurde, bei der im vorstehenden beschriebenen Arbeitsweise eine erhebliche Bildung von Schlamm. Dieses öl enthielt 0,96 Gewichtsprozent Unlösliches als Schlamm, bezogen auf das Öl. In Gegenwart von Trinatriumphosphat trat keine Schlammbildung ein. Das gleiche Öl zeigte ausschließlich infolge Oxydation eine starke Erhöhung der Viskosität, die sich tatsächlich auf 67% belief. Durch Anwesenheit von Phosphat wurde dieser Wert auf 15% verringert. Andere Öle zeigten eine geringere Differenz, z. B. phenolextrahiertes Schmieröl, aber in allen Fällen wurde eine erhebliche Verbesserung erzielt. Die Verfärbung sowohl der Prüföle für niedrige Temperatur als auch der phenolextrahierten Öle war erheblich. Das Prüföl für niedrige Temperaturen wurde so dunkel, daß seine Farbe nicht nach der Normenskala von Robinson gemessen werden konnte. Der Zusatz von Phosphat bewirkte bei beiden Arten von ölen eine bemerkenswerte Verbesserung. Die Neutralisationszahl und die Verseifungszahlen wurden bei beiden Ölarten merklich erhöht, und diese Erhöhung wurde in Gegenwart von Natriumphosphat sehr stark vermindert.
Ein bevorzugtes Verfahren zur Zugabe des Natriumphosphates zum Mineralöl besteht, wie oben ausgeführt, darin, einen Komplex von Natriumphosphat und einem öllöslichen Metallsulfonat, z. B. Erdölsulfonat, zu bilden und diesen in Mineralöl zu lösen. Dies erreicht man durch Zugabe einer wäßrigen Lösung von Natriumphosphat zu einem öllöslichen Erdölsulfonat, z. B. Natriumoder Calciumsulfonat. Darauf erhitzt man das Gemisch auf et\va 1490, um es vollständig zu dehydratisieren. Das Phosphat liegt in diesem Falle als wahre Lösung im Öl vor, und es tritt keine Trennung des Salzes von dem Öl ein, bis eine kritische Konzentration erreicht ist. Ein Natriumj sulfonatkonzentrat (65% Sulfonat, 35% Öl) kann bis zu etwa 20% Na3PO4 -12H2O aufnehmen. Bei 30%iger Konzentration von Calciumsulfonat kann etwa die gleiche Salzmenge aufgenommen werden. Auf Basis eines Zusatzes von 5% Sulfonatkonzentrat, welches mit Phosphat gesättigt ist, können etwa 0,4% wasserfreies Na3PO4 dem Mineralöl einverleibt werden. Diese Mengen sind völlig ausreichend, um einen wirksamen Oxydationsschutz zu gewähren. Wenn man mehr als 5 °/o Sulfonatgrundlage dem öl zusetzt, können natürlich größere Phosphatmengen einverleibt werden.
Man kann das feinverteilte Phosphat in dem öl auch in anderer Weise suspendieren, z. B. mechanisch, wobei das Detergent die Aufrechterhaltung der Dispersion unterstützt. Es ist indessen schwierig, ins besondiere für eine lange Lagerung eine hinreichend feste und stabile Dispersion zu erhalten.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal ist die Erkenntnis, daß Schmieröle, welche Natriumphosphat enthalten, welches durch Natrium- oder Calciumsulfonat in Lösung gebracht ist, wertvolle Iiochdruckeigenschaften haben. Es ist bemerkenswert, daß Dinatrium- und Mononatriumphosphat keine besondere Belastbarkeit 'aufweisen. Es wurden Prüfgemische hergestellt, indem man 100 g Natriumsulfonatkonzentrat (65:35) mit 20 g Natriumphosphat-Dodecahydrat (in wäßriger Lösung) bis zur Wasserfreiheit erhitzte. Ein gleiches Gemisch wurde auch mit 30% Calciumsulfonatkonzentrat hergestellt, wobei man 10 g Natriumphosphathydrat zusetzte. Jedes dieser Gemische wurde zu 5 Gewichtsprozent in erstens einem Prüföl SAE 20 bei niedrigen Temperaturen und zweitens einem phenolextrahierten Öl der gleichen Typenbezeichnung gelöst. Diese Produkte wurden mit den Normenprüfmaschinen nach Almen und Falex geprüft. Das Prüföl für niedrige Temperaturen hielt eine Belastung von vier Gewichten auf der Almenmaschine aus, wenn Sulfonat ohne Phosphat verwendet wurde, und dreizehn Gewichten, wenn Phosphat zugesetzt war. Ähnliche Ergebnisse wurden mit dem phenolextrahierten öl erzielt. Der Calciumsulfonat-Phosphat-Zusatz zeigte das gleiche Ergebnis. Auf der Falexprüfmaschine ergab das phenolextrahierte öl von der Typenbezeichnung SAE 20, welches 5 % Natriumsulfonatkonzentrat enthielt, eine Belastung von 182 kg, während das gleiche Produkt bei einem Zusatz von 0,4 Gewichtsprozent Trinatriumphosphat (wasserfrei) einen Wert von 545 kg ergab.
Diese außerordentlich guten Ergebnisse zeigen, daß die Verwendung von Phosphat zum Schutz von Mineralölen gegen Oxydation die größte Anwendungsbreite hat. Die Behandlung scheint in gleicher Weise auf Hochleistungsschmiermittel für Kraftfahrzeuge, Hochleistungsindustrieöle, Schneideöle, Textilöle, Ringspindelfette, Hochdrucköle und -fette sowie Rostschutzfette anwendbar zu sein.
Eine Zusammenstellung der Prüfergebnisse unter Verwendung von Trinatriumphosphat wird in Tabelle 1 gegeben.
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Tabelle ι
Kennzahlen oxydierter Mineralöle
Prüföl für
niedrige
Temperaturen
SAE-20-Grundlagex)
Prüföl für
niedrige
Temperaturen
SAE-20-
Grundlage
+ 2gNa3PO4
Phenolextrahiertes Öl SAE-20-Grundlage
Phenolextrahiertes Öl
■ SAE-20-Grundlage + 2gNa3PO4
Unlösliches, Gewichtsprozent
Verlust, Gewichtsprozent
Viskosität inSUbei 37,8° des entsprechendenSchnittes2)
Viskosität in SU bei 37,8° nach der Prüfung
Viskositätszunahme infolge Oxydation, %
Farbwert (Robinson), korr. Schnitt
!Farbwert (Robinson), nach der Prüfung
Neutralisationszahl, vor der Prüfung
Neutralisationszahl, nach der Prüfung
Verseifungszahl, vor der Prüfung
Verseifungszahl, nach der Prüfung
Peroxydzahl3), vor der Prüfung
Peroxydzahl, nach der Prüfung . ■
0,96
20,7
404
6.74
.67
11
schwarz
0,05
2,5
0,14
4,5
keine
5,7
keines
24.5 428 492
15 11
4 0,05
0,15 0,14 0,6 keine 8,4
keines
9.8 321
346 8
13
0,12
o,33 0,14 1,2 keine 2,6
keines
13,4
340
351 3 13 9 1U 0,12 0,14 0,14 0,6
keine ' 6,6
1J LCT-20-Grundlage: Viskosität bei 37,8° = 314, V.-I. = 45; PE-20-Grundlage: Viskosität bei 37,8° = 282, V.-I. = 80.
2) Das ursprüngliche Öl wurde fraktioniert und entsprechend dem Bruchteil des bei der Oxydation verdampften Bruchteils ergänzt. Diese Maßnahme diente dazu, den Einfluß der Viskositätserhöhung infolge Verdampfung zu beseitigen.
3) Die Peroxydzahl einer Probe von Di-tertiär-butyl-peroxyd (synthetisch) in LCT-20-Grundlage wurde zu 2,86 ermittelt, 9° was einem Wert von 2,82 (calc.) entsprach.
Weitere Prüfergebnisse sind in den Tabellen 2 und 3 wiedergegeben, wobei die mit Sulfonaten behandelten Öle mit denjenigen verglichen wurden, welche die Sulfonat-Phosphat-Komplexe enthielten.
Wenn auch die Sulfonate, allein verwendet, die Bildung unlöslicher Schlammabscheidungen stark vermehren, so wurde dies durch Verwendung des Phosphatkomplexes vollständig beseitigt.
Tabelle 2
Kennzahlen oxydierter Mineralöle
LCT-20-Grundlage
+ 5%
Na-sulfonat
(65 : 35)
LCT-20-Grundlage1J
+ 4,6% Na-sulfonat
(65 : 35) + 0,4% Na, P O4
CW-20-Grundlage
+ 5% Na-sulfonat
(65 : 35)
CW-20-Grundlage 1J
+ 4,6% Na-sulfbnat
(65 : 35)
+ o,4% Na3PO4
Erdölunlösliches, Gewichtsprozent
Gewichtsverlust, °/0
Viskosität eines entsprechenden Verschnitts2),
SU bei 37,8°
Viskosität nach dem Versuch, SU bei 37,8° ... Viskositätszunahme infolge Oxydation, °/0....
Farbwert (Robinson), korr. Verschnitt
Farbwert (Robinson), nach dem Versuch
Neutralisationszahl
Neutralisationszahl, nach dem Versuch ......
Verseifungszahl
Verseifungszahl, nach dem Versuch
Peroxydzahl
Peroxydzahl, nach dem Versuch
7,3
21,6
5 V2
schwarz
0,06
1.3
keine
1,7
keines 23,6
460
604
31
5 1U 2 1U 0,06
0,77
9 keine
2,6 10,8
354
437
24
schwarz 0,12
1,3
keine 2,7
keines
362 400
IO
9 9 0,12
o,47
keine 8,1
1J 100 g Natriumsulfonatkonzentrat (65 °/0) mit einer wäßrigen Lösung von 20 g Natriumphosphathydrat bis zur Wasserfreiheit erhitzt. 5 °/0 dieser Grundlage wurden in dem Mineralöl gelöst. LCT-Grundlage: Viskosität 314 SU bei 37,8°, V.-I. = 45; CW-Grundlage: Viskosität = 282 SU bei 37,8°, V.-I. = 80.
2) Das ursprüngliche Öl wurde fraktioniert und gemäß dem Verdampfungsverlust während der Oxydationsprüfung ergänzt.
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Für die Versuche gemäß Tabelle 3 wurde ein stärker viskoses Öl verwendet, um die Verdampfung bei dem langdauernden Ofenversuch möglichst gering zu halten. ,
Tabelle 3
Kennzahlen oxydierter Mineralöle
SAE-30-Grundlage
Ca-sulfonat
SAE-30-Grundlage 1J
+ i;92 %
Ca-sulfonat
+ 0,08 %
Na3PO1
SAE-30-Grundlage
+ 1,87% Ca-sulfonat
+ 0,130/0.
SAE-30-Grundlage *)
+ 1,83% Ca-sulfonat
. +0,17% Na3PO4
Erdölunlösliches, Gewichtsprozent
Gewichtsverlust, °/0
Viskosität eines entsprechenden Verschnitts2),
SU bei 37,8°
Viskosität nach dem Versuch, SU bei 37,8° ...
Viskositätszunahme infolge Oxydation, 0I0....
Farbwert (Robinson), korr. Verschnitt
Farbwert (Robinson), nach dem Versuch
Neutralisationszahl
Neutralisationszahl, nach dem Versuch
Verseifungszahl
Verseifungszahl, nach dem Versuch
Peroxydzahl
Peroxydzahl, nach dem Versuch
4.75
6,1
31A
schwarz
0,18
0,3
keine
1,0
5,5
812
907
12
3V4
schwarz
0,18
0,3
keine
0,13 3.3
792
881
31A schwarz
0,18
0,3
keine
keines 3.9
804
859 7
31A 2
0,18 0,25
0,3
1,0
keine
7.1
1J ϊοο g Ca-sulfonat (Konzentration in Öl 30°/o) wurden mit der wäßrigen Lösung von 10 g Na-phosphathydrat bis zur Wasserfreiheit erhitzt. 2 °/o dieser Grundlage wurden in dem Mineralöl gelöst (CW-Grundlage: Viskosität 675 bei 30 37,8°, V.-I. = 80). Die anderen beiden Phosphat enthaltenden Proben wurden in der gleichen Weise hergestellt, wobei man statt 10 g Natriumphosphathydrat 15 bzw. 20 g verwendete.
2) Das ursprüngliche Öl wurde fraktioniert und gemäß dem Verdampfungsverlust während der Oxydationsprüfung ergänzt
Ein unerwartetes Ergebnis der Versuche ist die Feststellung, daß bei phosphatbehandelten Ölen die Peroxydzahlen höher als die bei den unbehandelten Ölen liegen. Es scheint, daß Natriumphosphat die Oxydation im Peroxydstadium zum Stillstand bringt. Die für unbehandelte Mineralöle charakteristische weitere Zersetzung wird durch die Phosphatbehandlung stark verzögert. Die Zunahme der Peroxydzahl scheint tragbar zu sein, kann sogar vorteilhaft wirken.
Tabelle 1, 2 und 3 geben eine Vergleichsmöglichkeit hinsichtlich der Wirkung eines Zusatzes von 0,4% Na3PO4, welches mittels Natriumsulfonat löslich gemacht ist, und 2% des gleichen Phosphates, welches feinverteilt mit den Ölen mechanisch gemischt wird. Die Ergebnisse stimmten etwa miteinander überein. Das löslich gemachte Phosphat scheint hinsichtlich der Viskositätszunahme und der Neutralisationszahl etwas unterlegen zu sein. Bei den weiteren Versuchen wurde als Grundlage ein Öl von höherer Viskosität, 675 SSU bei 37,8°, V.-I. = 80 (SAE 30) genommen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengestellt. Die Menge an gelöstem Phosphat, welches dem Calciumsulfonat zugesetzt wurde, variierte von ο bis 0,17 Gewichtsprozent. In allen Fällen wurden etwa 2°/o Calciumsulfonat verwendet. Wenn der Trinatriumphosphatgehalt von ο bis auf 0,17% steigt, sank die beim Ofenversuch erzeugte Menge an im Erdöl Unlöslichem scharf ab, und zwar von 4,75% für das reine Öl auf Null für das Produkt, welches 0,17% Na3PO4 enthielt. Von diesem Öl verdampfte weniger als von den früher geprüften Ölen SAE 20. Die Viskositätserhöhung infolge Oxydation sank von 32% für das reine Öl auf 7% für das Öl, welches 0,17% Phosphat enthielt. Die Verfärbung war in allen Fällen ziemlich bedenklich, außer bei dem Öl, welches 0,17% Trinatriumphosphat als Oxydationsinhibitor enthielt.
Es scheint, daß schon Mengen von 0,0001. % Trinatriumphosphat eine Wirkung ausüben, obgleich man bis zu 2% od. dgl. anwenden kann. Es ist schwierig, lediglich durch mechanische Mittel eine stabile Dispersion des Salzes zu erhalten; es ist daher wesentlich, löslichkeitsbegünstigende Stoffe zu verwenden, wie eine öllösliche Seife, um das Salz in Lösung zu bringen.
Obgleich sich die meisten der oben angegebenen Prüfergebnisse auf Schmieröle verschiedener Typen beziehen, läßt sich die Oxydationsinhibitorwirkung auch bei anderen Kohlenwasserstoffölen der verschiedensten Sorten und Viskositäten erreichen, etwa angefangen von ölen im Leuchtölbereich bis zu den sehr schweren Schmierölen, selbst noch bei Mineralfetten und den normalerweise festen Erdölprodukten. Die gemäß der Erfindung behandelten Kohlenwasserstoffprodukte können auch die anderen Zusätze enthalten, die man üblicherweise verwendet und die sich mit dem Natriumphosphat vertragen, z. B. Zusätze zur Verbesserung des Vis-
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kositätsindex, zur Herabsetzung des Fließpunktes, Detergents auf Basis von Phenol und Phenolsulfid und andere der Fachwelt geläufige Zusätze.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Schutz von Erdölprodukten gegen Oxydation, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einem Teil dieser Produkte ein Natriumphosphat, das zumindest 2 Atome
ίο Natrium je Atom Phosphor enthält, zugesetzt und mit Hilfe eines Detergents in dem Öl dispergiert oder gelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Erdölprodukt stetig in innigem Kontakt mit dem Behandlungsmittel im Kreislauf führt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch den Zusatz von Trinatriumphosphat, vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,001 bis 2< Gewichtsprozent, bezogen auf das Öl.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Detergent öllö-sliche Metallseifen oder Sulfonate insbesondere der Alkali- oder Erdalkalimetalle verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Detergent ein öllösliches Natrium- oder Calcium-Erdölsulfonat verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Detergent eine metallorganische Verbindung verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man das Trinatriumphosphat und das Detergent dem Öl in Form eines 35' Komplexes zusetzt, der aus den beiden Komponenten vor dem Zusatz zum.öl gebildet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Komplex verwendet, der 2 bis 20% Trinatriumphosphat enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2137727, 1302094; Ellis, The Chemistry of Petroleum Derivatives, Vol. I, S. 1024, Abs. 3.
© 605 616/440' 8.56

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