DER0000480MA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Färbung von Polsterkörpern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Färbung von Polsterkörpern

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DER0000480MA
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Expired
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English (en)
Inventor
Willy H. Düsseldorf-Benrath Kaulen
Original Assignee
Rottlaender, Leo, Ratingen bei Düsseldorf
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Description

Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von Polsterkörpern beliebiger Form und endlosen Polstermatten aus tierischen, pflanzlichen oder künstlichen Polsterfasern oder Gemischen derselben - gegebenenfalls unter gleichzeitiger Färbung -, die in an sich bekannter Art mit in trockenem Zustande elastischen Bindemitteln überzogen sind, z. B. im Tauch- oder Spritzverfahren.
Es ist bekannt, derartige durcheinandergemischte Polsterfasern nach Anfeuchten mit einem elastischen Bindemittel noch feucht in ausgedehnt offenem Zustand zu halten, in diesem zu dem gewünschten Polsterkörper zu formen und dann zu trocknen.
Dieses Verfahren, das mit möglichst geringen Mengen des Fasermaterials auszukommen bezweckt und deshalb vor und bei der Formung des Polsterkörpers die feuchten Fasern in ausgedehnt offenem Zustande hält, erteilt dem Polsterkörper naturgemäss einen übergrossen Anteil an Luft, die sich hier nicht elastisch auswirkt: Auf die Raumeinheit Polsterkörper bezogen entfallen nur verhältnismässig wenig elastische Fasern und diese legen sich beim Gebrauchsdruck zu einer dünnen, kaum mehr elastischen Fasermatte aufeinander. Ausserdem weichen Teile des Polsterkörpers bei Banspruchung infolge der weiträumigen Faserverteilung leicht nach den Seiten aus.
Man ist auch schon den insoweit umgekehrten Weg gegangen, Polsterfasern vor dem Anfeuchten mit dem Bindemittel in ausgedehnt offenem Zustande gehalten zu dem gewünschten Polsterkörper zu formen, ohne Beeinträchtigung dieses ausgedehnten Faserzustandes die Polsterfasern mit dem Bindemittel anzufeuchten und wiederum ohne Zusammendrückung zu trocknen. Derartige Polsterkörper weisen die gleichen Nachteile auf wie die nach dem erstgenannten Verfahren hergestellten.
Weiter hat man bereits Polsterkörper, insbesondere Polstermatten, so aus Polsterfasern hergestellt, dass man in Einzelarbeitsgängen hergestellte florartig dünne und lockere, mit dem elastischen Bindemittel behandelte Faserschichten zur
Bildung von Platten grösserer Stärke aufeinanderstapelte und die aufeinanderliegenden Schichten durch das Klebemittel miteinander verband; auf die Schichtplatte wird mit Walzen ein Oberflächendruck zur Beseitigung vorstehender Haare ausgeübt. Dieses Verfahren, insbesondere die Herstellung der dünnen Florlagen und deren Aufeinanderschichtung, sind sehr zeitraubend und kostspielig.
Gegenüber diesen bekannten Verfahren werden beim Erfindungsgegenstand die mit in trockenem Zustande elastischen Bindemittel im Tauch- oder Spritz- oder dgl. Verfahren behandelten Fasern in geschlossenem Zustande z. B. pneumatisch in die Form des Polsterkörpers gefördert, z. B. in einem Förderrohr oder einer Fördertrommel durch eine dem Grade nach steuerbare, z. B. pneumatisch gegebenenfalls unter teilweiser Trocknung herbeigeführte Vorverfilzung, und in dieser Form durch den Förderdruck bis zum gewünschten Endgrade der Verfilzung gestaut und anschliessend nach Durchlaufen der Form oder in derselben fertig getrocknet und/oder vulkanisiert.
Die Form für den Polsterkörper, z. B. mit Durchlässen für Luft und etwaigen Bindemittel-Überschuss versehen, kann vorteilhaft auf der Oberseite offen sein und während des Arbeitsganges für die Polsterkörperherstellung, mit ihrem hinteren Ende beginnend, unter einer Deckelfläche, welche die obere Begrenzung für den Polsterkörper abgibt, gleitend weiterwandern. Die ankommenden Fasermassen treten zunächst in den vom hinteren Formende und dem dieses überdeckenden Vorderteil der Deckelfläche gebildeten Teil der Form ein und stauen sich in diesem bis zum gewünschten Verfilzungsgrad, weil bzw. während die Form immer weiter unter die Deckelfläche wandert und damit den ununterbrochen nachkommenden Fasermassen immer weiteren Formraum zum Eintreten und verfilzenden Zusammenstauen bietet.
Da der unter der Deckelfläche gleitend wandernde Teil der Form einen geschlossenen Raum darstellt, in welchem sich die Fasern nur zusammenstauen, aber nicht ausweichen können, hat man es in der Hand, einerseits durch den Druck, mit dem die Fasermassen herangefördert werden, andererseits durch die Wandergeschwindigkeit, mit der die Form unter die abdeckende Fläche gleitet, das Zusammenstauen der Fasermassen bis zum gewünschten Endverfilzungsgrade derselben zu regulieren.
Das Verfahren gemäss Erfindung kann auch so durchgeführt werden, dass die Behandlung der Fasermassen mit in trockenem Zustand elastischen Bildemittel erst auf dem Förderwege zur Form oder am Ende des Förderweges während des Eintretens der Fasermasse in die Form erfolgt, beispielsweise durch ein Spritzverfahren. Diese Arbeitsweise hat sich in manchen Fällen als vorteilhaft erwiesen.
Das Verfahren gemäss Erfindung ermöglicht auch die Herstellung endloser Polstermatten aus elastischen Fasern, indem der in dem Formraum erzeugte Polsterkörper nach Durchlaufen unter einer genügend langen Deckelfläche auf einem Transportband ständig weiterwandert, sodass entsprechend dieser Wandergeschwindigkeit im Vorderteil des Formraumes durch die ununterbrochen nachkommenden Fasermassen ständig weiter Polsterkörper erzeugt wird, wobei die Masse des bereits bestehenden, auf dem Förderband weiterwandernden Polsterkörpers den Förder- und Verfilzungsdruck der nachkommenden Fasermassen aufnimmt.
Erfindungsgemäss kann nach dem vorliegenden Verfahren gleichzeitig auch die Färbung des Polsterkörpers erfolgen, indem z. B. während der Erzeugung der Vorverfilzung oder etwa vor der Arbeitsphase des Zusammenstauens der Fasermassen im Formraum der aus der Förderung kommenden geschlossenen Fasermassen, letztere mit Farben oder färbenden chemischen Mitteln, z. B. im Spritzverfahren, behandelt werden, die vor oder auch während der Trocknung bzw. Vulkanisation der Fasern bzw. ihrem elastischen Überzug den gewünschten Farbton erteilen.
Durch das Verfahren gemäss Erfindung wird u. a. erreicht, dass in der Raumeinheit des Polsterkörpers im Verhältnis zum hier praktisch nicht elastisch wirkenden Luftinhalt erheblich mehr elastische Fasern enthalten sind.
Nach dem vorliegenden Verfahren ist es auch möglich, z. B. den Bodenteil der Form für den Polsterkörper mit einem Gewebe, Papier o. dgl. auszulegen, z. B. Jute, sodass diese Unterlage sich mit den Fasern der ihr aufliegenden Fläche des Polsterkörpers durch den Kleb- oder Vulkanisationsvorgang verbindet.
Auf der beiliegenden Zeichnung in Abb. 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Polsterkörpers schematisch dargestellt.
Abb. 2 zeigt in rein schematischer Darstellung Einzelheiten einer beispielsweisen Ausführung der Vorrichtung für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, insbesondere der Formung des Polsterkörpers. In Abb. 2 ist mit 1 ein in der Zeichnung nach rechts wanderndes endloses Band bezeichnet, das den hier auf seiner Oberseite offenen Formkasten 2 trägt, dessen Vorder- und Hinterwände in Scharnieren wegklappbar sind. Über die Tragfläche 1 ist ein Abdeckkasten 3, 4 gestülpt, in den die auf dem Förderband 1 ruhende Form 2 hineinwandert. Die Fläche 3 im rechten Teil des Abdeckkastens bildet die Deckelfläche des unter ihr fortgleitenden Formkastens 2 und gleichzeitig die obere Begrenzung für den herzustellenden Polsterkörper. Der Deckel 4 des Abdeckkastens ist im Ausführungsbeispiel vorn etwas nach oben gezogen. In ihn fördert das - auf der Zeichnung nicht dargestellte - Fördermittel, Förderrohr oder auch eine Mehrzahl von
Förderrohren, die in einem geschlossenen Zustand vorverfilzten Fasermassen, die im Formraum 5, der aus dem hinteren, bereits unter den Deckelflächenteil 3 getretenen Teil der Form 2 und dem entsprechenden Teil dieser Deckelfläche besteht, durch den konstanten Förderdruck aus dem vorverfilzt-geschlossenen Zustande bis zum gewünschten Endverfilzungsgrad zusammengestaut werden, wobei dieser Endverfilzungsgrad durch Bemessung dieses Förderdrucks und/oder der Wandergeschwindigkeit des Transportbandes 1 reguliert werden kann.
Im Rahmen der wesentlichen Erfindungsmerkmale können sowohl das Verfahren als auch die Vorrichtung zu seiner Durchführung in Einzelheiten sinngemäss abgeändert werden.

Claims (3)

1.) Verfahren zur Herstellung und Färbung von Polsterkörpern und endlosen Polstermatten aus mit einem elastischen Überzug versehenen Haaren oder Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass die mit in trockenem Zustand elastischen Bindemittel vorbehandelten oder auf dem Förderweg zu behandelnden Fasern in geschlossenem Fasermassenzustande z. B. pneumatisch in die Form des Polsterkörpers gefördert werden, z. B. in einer in einem Förderrohr oder eine Fördertrommel durch eine dem Grade nach stauerbare, z. B. pneumatisch gegebenenfalls unter gleichzeitiger, teilweiser Trocknung herbeigeführten Vorverfilzung, und in dieser Form durch den Förderdruck bis zum gewünschten Endgrade der Verfilzung gestaut und anschliessend in der Form oder nach
Durchlaufen derselben fertig getrocknet und/oder vulkanisiert werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet, dass durch eine vor oder während oder nach der Behandlung der Fasern mit dem elastischen Bindemittel erfolgende Zugabe oder zusätzliche Behandlung von bzw. mit Farben oder mit chemischen Mitteln, die vor oder auch während der Trocknung oder Vulkanisation der Fasern diesen oder ihrem elastischen Überzug den gewünschten Farbton erteilen, sodass ein gefärbter Polsterkörper entsteht.
3.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine auf der Oberseite offene Form (2) für den herzustellenden Polsterkörper, die auf einem Transportband (1) in einen Abdeckkasten (3, 4), welcher die obere Begrenzung für den Polsterkörper abgibt und dessen vorderer Deckelteil (4) nach oben gezogen ist, gleitend einführbar ist, wobei der von der Deckelfläche überdeckte, weiterwandernde Teil der Form (2) zusammen mit der Kastendeckelfläche einen geschlossenen Raum bildet, in welchem der Polsterkörper seine endgültige Form erhält.

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