DEP0055863DA - Druckspüler für Klosettanlagen u.dgl. - Google Patents
Druckspüler für Klosettanlagen u.dgl.Info
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Druckspüler für Klosettanlagen u.dgl. mit Druckknopfbetätigung und regulierbarer Durchflussöffnung.
Es sind Klosettdruckspüler bekannt, bei denen durch eine Hebelbetätigung die Oberkammer über dem Hauptventil durch ein Nebenventil entspannt werden kann, so dass das Hauptventil zur Freigabe der Spülung gehoben wird. Hierbei wird eine Feder gespannt, die das Hauptventil nach oben drückt. Während des Spülvorganges kann sich die Oberkammer durch eine Zuführungsleitung oder mit Hilfe einer Regulierschraube wieder mit Wasserdruck anfüllen. Nach Erreichen eines bestimmten Druckes wird sodann das Hauptventil zusammen mit dem Druck der gespannten Feder in seine Verschlußstellung gebracht. Die Druckspüler der genannten Art zeigen den Nachteil, dass das Hauptventil sich beim Öffnen ruckartig hebt und auch beim Schliessen, sobald ein entsprechender Flächenüberdruck sich in der Oberkammer gebildet hat, sich ruckartig schliesst, wodurch der unerwünschte Vor- und Rückschlag hervorgerufen wird. Ein weiterer Nachteil besteht in der eigentlichen Anordnung der Teile, insbesondere der Mitnehmerhülse. Diese kommt mit Wasser und Sauerstoff
aus der Luft in Berührung, wodurch sich an der Hülse Kalkstein bildet. Durch das bei der Spülung entstehende Vakuum werden zugleich Staubteilchen o.dgl. durch den Rohrunterbrecher in den Spüler gezogen, diese verbinden sich mit dem Kalkstein zu einer dicken Kruste, die den Druckspüler nach kurzer Zeit unbrauchbar macht.
Die Erfindung betrifft eine Bauart eines Druckspülers für Klosettanlagen, bei der die geschilderten Nachteile nicht auftreten können. Der Druckspüler gemäss der Erfindung zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, dass das Nebenventil oberhalb des Hauptkolbens angeordnet ist und der Raum über dem Hauptkolben unter Zwischenschaltung des Nebenventils über einen Entspannungskanal mit dem Auslaufstutzen in Verbindung steht. Vorteilhaft wird das Nebenventil durch einen Druckknopf am Kopf des Spülers betätigt. Hierbei unterliegt der Druckknopf einer Federwirkung und die Federung befindet sich ausserhalb der Wasserkammer. Vorzugsweise wird als Federung ein Gummistöpsel verwendet. Auf Grund dieser Ausbildung arbeitet der Klosettdruckspüler gemäss der Erfindung vollständig vor- und rückschlagfrei. Das Öffnen, sowie das Schliessen erfolgt nur durch den Wasserdruck. Ferner besitzt er keine beweglichen Teile, die mit Wasser und Sauerstoff aus der Luft in Berührung kommen. Eine Kalksteinbildung oder ein Ansetzen einer Kruste ist dadurch wirksam verhindert.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der lichte Querschnitt des Auslaufstutzens grösser als die Gesamtheit der Durchlässe in der Durchflusshülse des Hauptkolbens. Auf diese Weise wird erreicht, dass eine Spannung unterhalb des Kolbens nicht auftreten kann. Dies ist für das Heruntergehen des Hauptkolbens wichtig; es findet ein langsames Schliessen des Spülers statt. Ein Rückschlag wird dadurch ausgeschlossen. Ferner kann der Hub des Kolbens regulierbar gemacht werden. Hierzu dient eine Regulierschraube in
dem Spülergehäuse, die den Anschlag für den Hub des Hauptkolbens bildet. Die Oberkammer steht mit der Zuflussleitung durch eine Druckausgleichsbohrung in Verbindung, die zweckmässig durch den Hubkolben geführt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch den Druckspüler gemäss Erfindung. Figur 2 ist ein weiterer Längsschnitt im rechten Winkel zu dem ersteren. Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch den Spülerkopf.
Der Druckspüler setzt sich im wesentlichen aus drei Hauptteilen zusammen, dem Gehäuse, dem Oberteil und dem Kolbenventil. In dem zylindrisch gehaltenen Gehäuse 1 befindet sich der Hauptkolben 2, der einerseits gegen die Oberkammer 3 abdichtet und andererseits den Durchfluss von der Zuflussleitung 4 am Ventilsitz 5 abschliesst. In der Oberkammer befindet sich ein Nebenventil 6, das durch einen Druckknopf 7 betätigt werden kann. Statt einer Metallfeder dient als Federung ein federnder Gummistöpsel 8, der das Nebenventil 6 in seiner Verschlußstellung hält und die Leitung zu dem Entspannungskanal 9 absperrt. Der Druckknopf wird durch eine Überwurfkappe mit zwei Schrauben an dem Oberteil gehalten. In die Oberkammer ragt ferner eine Durchfluss-Reglierschraube 10, die den Hub des Hauptkolbens 2 begrenzt. Durch den Hauptkolben 2 führt eine Durchbohrung 11 von der Zuflussleitung zur Oberkammer, die etwa 3/10 mm Durchmesser aufweist. Der Ausflußstutzen 12 ist mit der bekannten, als Bohrunterbrechung dienenden Öffnung 13 versehen. An dem Kolben befindet sich ferner die Durchflusshülse 14 mit den Durchlässen 15.
Figur 1 zeigt den Druckspüler im geschlossenen Zustand, während Figur 2 den Spüler im geöffneten Zustand darstellt. Durch einen kurzen Druck auf den Druckknopf 7 öffnet sich
das Nebenventil 6 und schliesst sich sofort wieder. Diese kurze Zeitspanne genügt, um das Wasser in der Oberkammer 3 durch den Entspannungskanal 9 entweichen zu lassen. Das Kolbenventil 2 wird nun durch den in der Unterkammer vorhandenen Leitungsdruck gehoben. Das Wasser findet hierbei freien Durchgang durch den Auslaufstutzen, wodurch die Spülung bewirkt wird. Während dieser Zeit füllt sich die Oberkammer langsam durch Bohrung 11 und gelangt auf den Wasserdruck der Leitung 4. Sobald der Druckausgleich hergestellt ist, wird der Auslaufstutzen durch das Kolbenventil wieder langsam geschlossen. Durch die Durchfluss-Regulierschraube 10 in der Oberkammer kann der Wasserdurchfluss beliebig einreguliert werden. Der Ausflußstutzen ist in seiner Durchflussfläche grösser gehalten als die Gesamtheit der Durchlässe 13 in der Hülse 14. Dadurch kann die bisher notwendige Kolbendruckfeder in Fortfall kommen, und es findet ein langsames Öffnen und Schliessen, ferner ein vollkommenes vor- und rückschlagfreies Arbeiten statt.
Claims (5)
1. Druckspüler für Klosettanlagen u.dgl., bei dem die Oberkammer über dem Hauptventil durch ein Nebenventil entspannt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Nebenventil (6) oberhalb des Hauptkolbens (2) angeordnet ist und der Raum (3) über dem Hauptkolben (2) unter Zwischenschaltung des Nebenventils (6) über einen Entspannungskanal (9) mit dem Auslaufstutzen (12) in Verbindung steht.
2. Spüler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Nebenventil (6) durch einen Druckknopf (7) am Kopf des Spülers betätigt wird und daß als Federung ein elastischer Gummiteil (8) dient.
3. Spüler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub des Hauptkolbens (2) regulierbar ist, z.B. durch eine als Anschlag dienende Regulierschraube (10).
4. Spüler nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Querschnitt des Auslaufstutzens (12) größer ist, als die Gesamtheit der Durchlässe (15) in der Durchflußhülse des Hauptkolbens (2), so daß eine Spannung unterhalb des Kolbens (2) nicht auftreten kann.
5. Spüler nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckausgleichsbohrung (11) zu der Oberkammer (3) durch den Hauptkolben (2) führt.
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