DEP0055569DA - Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernsprechanlagen

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DEP0055569DA
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English (en)
Inventor
Benedikt Dr.-Ing. Kudrna
Original Assignee
Kudrna, Benedikt, Dr.-Ing., Wien
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Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernsprechanlagen, bei welcher für die Auswahl der Teilnehmer Schrittschaltwerke als Anrufsucher und Leitungswähler verwendet werden. Die Anschaltung des in der Zentrale jeden Teilnehmer zugeordneten Zählwerkes wird durch ein Schrittschaltwerk bewirkt, das synchron mit den an der Leitung befindlichen Schrittschaltwerken der Teilnehmer gesteuert wird. Die Erfindung ist für Fernsprechanlagen mit Einzelgesprächszählung und für solche mit Zeitzählung im Ortsverkehr und mit Zeitzonen-Zählung im Selbstwähl-Fernverkehr geeignet.
Die bekannten Schaltungsanordnungen für Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken für die Teilnehmerauswahl lösen das Problem der Steuerung der Schrittschaltwerke mangelhaft. Entweder sind die Schrittschaltwerke gegen Erde geschaltet, was für den Speisestrom der Fernsprechapparate lokale Ortsbatterien erfordert, oder sie liegen zwischen den Sprechadern und die Speisestromquelle an Erde, was die Gefahr von Erdgeräuschen mit sich trägt.
Bei anderen Lösungen, in denen der Speisestrom der Sprechapparate von den Schrittschaltwerken durch Gleichrichter abgehalten wird, ist das Problem der Rückstellung der Schrittschaltwerke unvollkommen gelöst. Die Schwierigkeit liegt eben darin, die Rückführung der Schrittschaltwerke in die
Ruhestellung einwandfrei und möglichst einfach zu sichern.
Bei der Anordnung gemäss der Erfindung wird diese Schwierigkeit durch die Verwendung von Gleichrichtern und eines Kopf- oder Nullkontaktes überwunden, der vom Schrittschaltwerk beim Verlassen der Ruhelage betätigt wird. Über einen Gleichrichter und die Ruheseite des Nullkontaktes wird der erste Schaltimpuls auf das Schrittschaltwerk gegeben; die weiteren Impulse sind von entgegengesetzter Richtung und steuern das Schaltwerk über einen zweiten Gleichrichter und über die Arbeitsseite des Nullkontaktes. Durch diese Anordnung wird in einfacher Weise erreicht, daß ein Schrittschaltwerk bei Erreichen der Ruhelage stehen bleibt, auch wenn weitere Schaltimpulse folgen.
Diese Anordnung der Schrittschaltwerke mit den Nullkontakten und Gleichrichtern kann zwischen die beiden Sprechadern oder zwischen eine Sprechader und Erde geschaltet werden. In diesem Falle wird die Symmetrie für die Sprechströme durch Verwendung einer Glimmlampe oder einer Symmetriedrossel erreicht.
Die Erfindung ist auch für Relais mit Sperrstellung verwendbar, welche durch einen Stromstoß über eine Wicklung in Arbeitsstellung gelangen und in dieser mechanischen festgehalten bleiben, bis sie durch einen Stromstoß über eine zweite Wicklung ausgelöst werden und wieder in die Ruhelage zurückfallen.
Ein anderes Merkmal der Erfindung ist die Verwendung eines an sich bekannten Differenzrelais in der Zentraleinrichtung, welches über die Schleife des rufenden Teilnehmers durch einen Kontakt des Schrittschaltwerkes erregt wird. Dadurch wird der Prüfvorgang vereinfacht und beschleunigt.
Das Prüfrelais könnte auch in bekannter und daher nicht näher beschriebener Weise auf Schleife prüfen, doch würde dies verschiedene Nachteile mit sich bringen.
Ein Kennzeichen der neuen Schaltungsanordnung ist auch die Art der Abschaltung des Weckers durch den Kontakt eines Relais, welches während des Drehens (im Stromkreis des Schrittschaltwerkes) erregt wird, so daß unerwünschte Klingelzeichen vermieden werden.
Die Erfindung kann auch mit Erfolg für Gesellschaftsleitungen mit mehreren, den Teilnehmern zur Verfügung stehenden gemeinsamen Verbindungsleitungen angewendet werden.
Es seinen nur an Hand der Zeichnung einige Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, auf welche diese jedoch nicht beschränkt ist.
Fig. 1 zeigt eine Übersicht über den Gesamtschaltplan für eine nach dem Grundprinzip der Erfindung aufgebaute Anlage mit 10 Gesellschaftsteilnehmern und der zugehörigen Zentraleinrichtung, während in Fig. 2 und 3 Abarten der Schaltung des Teilnehmeranschlusses dargestellt sind, wobei zur Vereinfachung der Figuren alle für die Erfindung unwesentlichen Einzelheiten weggelassen sind.
Bei der Schaltung nach Fig. 1sind an die Sprechadern a, b der gemeinsamen Gesellschaftsleitung die Teilnehmeranschlüsse T(sub)1 bis T(sub) 10 parallel angeschlossen. Alle Anschlüsse enthalten die gleichen Einrichtungen, dargestellt ist nur Anschluß T(sub)1 und T(sub)10. Die Zahl der Anschlüsse kann jedoch beliebig erhöht werden; sie ist nur von der Schrittzahl der Schrittschaltwerke abhängig.
Jeder Teilnehmeranschluß enthält einen gewöhnlichen Sprechapparat 1. Der sonst in diesem Sprechapparat enthaltene Wecker 2' Kondensator 3 und Hakenumschalter 4 ist mit Rücksicht auf die
Besonderheit der Anordnung getrennt dargestellt. Das Schauzeichen 5 zeigt dem Teilnehmer beim Abheben sofort an, ob die Leitung frei oder besetzt ist. Jeder Teilnehmeranschluß enthält ein Schrittschaltwerk W, welches die Kontakte w I und w II besitzt, die bei jedem Schritt betätigt werden. Darüber hinaus besitzt das Schrittschaltwerk noch die Nullkontakte w(sub)oI und w(sub)oII, die nur beim Verlassen der Null-Lage betätigt werden, sowie die Schaltarme w(sub)a und w(sub)b, die bei der schrittweiseerfolgenden Fortschaltung jeweils die Verbindung mit den einzelnen Teilnehmer-Sprechapparaten 1 herstellen. Jedem Schrittschaltwerk W sind die Gleichrichter 6 und 7 angeordnet. Das Relais F mit seinen beiden Wicklungen F' und F'' liegt im Stromkreis des Schrittschaltwerkes W und trennt mit seinem Kontakt fI den Weckerkreis auf.
Als Zentraleinrichtung Z ist jeder Doppelader a, b eine Relaisanordnung zugeordnet, die wieder ein Schrittschaltwerk W und zwei Impulstransformatoren 8 und 9 mit den Wicklungen 8', 8'' bzw. 9' und 9'' enthält. Diese Transformatoren sind nur für lange Leitungen notwendig und können bei kurzen Leitungen weggelassen werden.
Jedem Teilnehmeranschluß ist in der Zentraleinrichtung je ein Zählwerk U(sub)1 bis U(sub)10 zugeordnet, das durch den Wählerarm w(sub)a des Schrittschaltwerkes W über die Leitungen u(sub)1 und u(sub)2 (in Pfeilrichtung) zum Vorwähler der automatischen Fernsprechzentrale geschaltet wird, mit dem jede Relaisanordnung Z über die Leitungen a, b, c, verbunden ist. Die Zählimpulse gelangen über die Adern u(sub)1 und u(sub)2 zu den jeweils angeschalteten Zählwerk des sprechenden Teilnehmers.
Im Folgenden ist die Wirkungsweise der dargestellten Einrichtung beschrieben, wobei zum Verständnis der Erläuterung der Relaisschaltung darauf hingewiesen sei, daß in der Zeichnung die Wicklungen aller Relais mit großen Buchstaben die zugehörigen Relaiskontakte mit kleinen Buchstaben und ihrer
Reihenfolge entsprechend fortlaufend mit römischen Ziffern bezeichnet sind. Besitzt ein Relais mehrere Wicklungen, so sind diese durch Striche unterschiedlich gekennzeichnet, z.B. P', P'', P'''.
In Ruhelage sind sämtliche Schrittschaltwerke W in der Nullstellung, d.h. alle Arme w(sub)a und w(sub)b stehen auf Stellung 0. Hebt nun ein Teilnehmer, z.B. T(sub)1 seinen Hörer ab, so wird der Hakenumschalter 4 umgelegt und in der Zentraleinrichtung Z wird das Einschaltrelais E erregt: über Erde, Schauzeichen 5 des Teilnehmeranschlusses T(sub)1, Nullstellung des Armes w(sub)a des Schrittschaltwerkes W, Teilnehmerapparat 1, umgelegter Hakenumschalter 4, Kontakt WII und Arm w(sub)b des Schrittschaltwerkes W in Nullstellung, b - Ader zur Zentraleinrichtung Z, Kontakte pIII, eIV oder (nach dem Umlegen von eIV) Widerstand 10, Wicklung E, Kontakte jII oder cII, kII, Transformatorwicklung 9'' zum Minuspol (-) der Batterie 11.
Das Relais E legt mit seinem Kontakt eI über die Wicklung 8'' des Transformators 8 den Minuspol der Batterie 11 auf die a-Ader und mit eIV den Pluspol der Batterie 11 bzw. Erde auf die b-Ader, wodurch sämtliche Schrittschaltwerke W aller Teilnehmer T(sub)1 bis T(sub)10 sowie jenes der Zentraleinrichtung 2 über die Gleichrichter 6, Ruheseite des Kontaktes w(sub)oI, Wicklung des Schrittschaltwerkes W, Wicklung F' des Relais F bzw. Kontakt FII den ersten Schritt machen.
Durch den Kontakt WI, der bei jedem Schritt der Schrittschaltwerke betätigt wird, ist der volle Impuls - auch wenn w(sub)oI öffnet - gewährleistet. Kontakt eII legt die Wicklung 8' des Transformators 8 an Spannung, wodurch die Wicklung 8'' einen kräftigen zusätzlichen Impuls auf die Leitung gibt, der die Schrittschaltwerke beeinflusst, so daß die Reichweite erhöht wird.
Auch das Schrittschaltwerk W der Zentraleinrichtung wird synchron mit den an der Leitung befindlichen Schaltwerken aus der Null-Lage gebracht, wodurch das Relais C über Kontakt pIV, Nullkontakt w(sub)II des Schrittschaltwerkes W, Kontakt eIII, Wicklung C, Minuspol der Batterie 11 anspricht und sich über den eigenen Kontakt cIII hält. Der Kontakt eIV schließt das Relais E kurz, welches abfällt und den ersten Impuls beendet.
Der zweite Impuls entgegengesetzter Richtung wird durch Ansprechen des Relais D bewirkt, dessen Stromkreis über Erde, Kontakte cI bzw. jI, kI, Wicklung D', Kontakte eI, pI, Wicklung des Schrittschaltwerkes W, Gleichrichter 7, umgelegter Nullkontakt w(sub)oI, bzw. von der a-Ader über sämtliche Teilnehmeranschlüsse T(sub)1 und T(sub)10 und zwar über Gleichrichter 7, umgelegten Nullkontakt w(sub)oI, Schrittschaltwerk W, Wicklung F' des Relais F, bzw. Kontakt fII, Wicklung F'' des Relais F, b-Ader, Kontakte pIII, eIV, CIV, jII, kII, Wicklung 9'' des Transformators 9, Minuspol der Batterie geschlossen ist. Über diesen Stromweg gelangt Minus-Potential auf die b-Ader, während auf die b-Ader, während auf die a-Ader Plus-Potential durch den Kontakt dI gegeben wird. Relais D wird durch Kontakt dIII und seine Lokalwicklung D'' gehalten. Erde, Kontakt dIII, kIII, Wicklung D'', Minuspol der Batterie 11. Der Kontakt dIV schaltet die Wicklung 9' des Transformators 9 an Erde, so daß in der Wicklung 9'' eine vom Einschaltvorgang hervorgerufene Spannungsspitze auftritt, welche sich der Betriebsspannung 11 für die Schrittschaltwerke W hinzufügt. Relais D bringt das Relais J über den Kontakt dIII zum Ansprechen. Die Kontakte jI und jII öffnen den Kurzschluß der Wicklungen P' und P'' des Differenzrelais P, welches prüft, ob die Schrittschaltwerke W schon in die Stellung des Rufenden gelangt sind.
Der Kontakt jIII bringt das Relais K, welches durch die Kontakte kI und kII den Impuls beendet und mittels kIII des Relais D abschaltet. Dadurch werden die Relais J und K stromlos, so daß Relais D wieder anspricht. Die beschriebenen Vorgänge wiederholen sich so lange, bis die Schleife des Rufenden gefunden ist, das Differenzrelais P anspricht und die Schleife (in Pfeilrichtung) zu einem (nicht gezeichneten) Vorwähler durchschaltet.
Das Ansprechen des Differenzrelais P wird dadurch bewirkt, daß von dem Teilnehmeranschluß, dessen Hörer abgehoben wurde, Erde auf die a-Ader gelangt und zwar über: wII, umgelegter Hakenumschalter 4, Teilnehmerapparat 1, Arm w(sub)a des Schrittschaltwerkes W in Schaltstellung für den Teilnehmeranschluß und Gleichrichter 6. Durch diese Erdung wird der Strom in der Wicklung P' geschwächt und in der Wicklung P'' erhöht, wodurch das Prüfrelais P anspricht, während es bei den ersten Schaltimpulsen infolge Gegenschaltung der beiden Wicklungen P' und P'' in Ruhe blieb.
Während des Laufens des Schrittschaltwerkes wird das Relais F im Stromkreis des Schrittschaltwerkes W miterregt und bleibt infolge der Verzögerung, die durch Kurzschluß der Wicklung F' mittels des Kontaktes fII entsteht, gehalten. Kontakt f1 schaltet den Wecker 2 ab und verhindert unerwünschte Klingelzeichen. Relais P, dessen Wicklung P' sich durch pII kurzschließt, wird nach dem Aufprüfen durch seine Wicklung P''' und den Kontakt pVI bis Gesprächsschluß gehalten und legt mit Kontakt pV das Zählwerk über den Arm w(sub)a des Schrittschaltwerkes der Zentraleinrichtung an die Leitungen u(sub)1 und u(sub)2, über die es in bekannter Weise vom Vorwähler gesteuert wird. Durch die Kontakte pI und pIII werden die Sprechadern durchgeschaltet und durch Kontakt pIV wird Relais C abgeschaltet.
Die weiteren Vorgänge spielen sich in bekannter Weise ab.
Über den nicht gezeichneten Vorwähler sowie über die Gruppen- und Leitungswähler der selbsttätigen Vermittlungsstelle erfolgt die Auswahl des gewünschten Teilnehmers.
Ist das Gespräch beendet, so erfolgt die Auslösung durch Schleifenunterbrechung, wodurch der Vorwähler in bekannter Weise ausgelöst und die Wicklung P''' des Relais F stromlos wird. Nun werden, wie bereits beschrieben, die Schrittschaltwerke mittels des Relais D so lange weiter gesteuert, bis sie in die Ruhelage gelangen, wodurch sich die Kontakte w(sub)oI umlegen und der Anreizkreis für D unterbrochen wird. Während des Rücklaufes der Schrittschaltwerke ist das Relais C nicht erregt, so daß die Wicklungen P' und P'' des Prüfrelais F durch die Kontakte cI und cII kurzgeschlossen bleiben und die Schleifenprüfung entfällt.
Soll ein Teilnehmer der Gesellschaftsleitung durch einen beliebigen Teilnehmer des Wählamtes gerufen werden, so wird die Zentraleinrichtung Z von einem nicht gezeichneten, für das Wesen der Erfindung unwichtigen, bekannten Leitungswähler belegt und die Schrittschaltwerke W werden durch die Wahlimpulse auf den gewünschten Anschluß gesteuert. Dabei ist es gleichgültig, ob die Fortschaltung der Schrittschaltwerke direkt durch die letzte Wahlimpulsreihe oder unter Zwischenschaltung eines Speichers erfolgt. Sind die Schrittschaltwerke auf den gewünschten Anschluß eingestellt, fällt das Relais F ab und der Rufstrom, der über den Minuspol der Batterie 11 geführt sein muß, gelangt über die a-Ader, Kontakt fI, Nullkontakt w(sub)oII, Wecker 2, Kondensator 3, Ruheseite des Hakenumschalters 4, Kontakt wII, Arm w(sub)b des Schrittschaltwerkes W zur b-Ader. Die Schrittschaltwerke W erhalten über die
Gleichrichter 7 je nach dem Verhältnis der Wechselspannung zur überlagerten Gleichspannung einen geringen Fehlstrom, welcher die Schaltwerke infolge ihrer Anzugsverzögerung nicht beeinflussen kann. Hebt der gerufene Teilnehmer ab, so wird über die Arbeitsseite des Hakenumschalters 4 die Sprechschleife gebildet. Die weiteren Vorgänge spielen sich in bekannter Weise ab.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel liegen die Wicklungen der Schrittschaltwerke W parallel an der b-Ader gegen Erde. Die Teilnehmerapparate sind über die Arme w(sub)a w(sub)b der Schrittschaltwerke zwischen die Sprechadern geschaltet. Die zugehörige Zentraleinrichtung, die etwas von der in Fig. 1 gezeigten Anordnung abweicht, ist nicht dargestellt.
Der erste Schaltimpuls für die Schrittschaltwerke W wird hier durch Minuspotential auf der b-Ader bewirkt und verläuft über Erde, w(sub)oI, Gleichrichter 6, Wicklung des Schrittschaltwerkes W und b-Ader zur Zentraleinrichtung. Der Kontakt wI des Schrittschaltwerkes W sichert den ersten Impuls nach dem Öffnen des Nullkontaktes w(sub)oI. Die weiteren Schaltimpulse werden von der Zentraleinrichtung als Plusimpulse höherer Spannung gegeben, welche die Glimmlampe 12 zünden; sie verlaufen von der b-Ader über die Schrittschaltwerke W, Gleichrichter 7, Glimmlampe 12, umgelegte Nullkontakte w(sub)oI zur Erde.
Durch die Einschaltung der Glimmlampe ist der Ableitwiderstand gegen Erde so hoch, daß die Symmetrie der Sprechströme nicht gestört wird. Nur für die Schaltimpulse, welche mit höherer Spannung erfolgen, verringert die Glimmlampe ihren Widerstand.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel liegen die Wicklungen der Schrittschaltwerke an der b-Ader gegen Erde und die Teilnehmerapparate 1 über die Arme w(sub)a, w(sub)b zwischen den Sprechadern. Der Unterschied gegen Fig. 2 liegt darin, daß die
Symmetrie für die Sprechströme mit Hilfe der Drossel 13 des Gleichrichters 14 und der kleinen Kondensatoren 15 und 16 erreicht wird. Die Steuerung der Schrittschaltwerke erfolgt durch einen ersten Minusimpuls auf der b-Ader. Er verläuft über Erde, Nullkontakte w(sub)oI, Gleichrichter 6, Schrittschaltwerke W, b-der zur Minusspannung, wobei wieder der Kontakt wI die Sicherung des Impulses übernimmt. Die weiteren Impulse werden als Plusimpulse normaler Spannung von der nicht gezeichneten Zentraleinrichtung gegeben und verlaufen von der b-Ader über Schrittschaltwerk W, Gleichrichter 7, Nullkontakt w(sub)oI
zur Erde.

Claims (8)

1. Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass Schrittschaltwerke (W) oder Relais mit Sperrstellung über Gleichrichter (6, 7) so an die Sprechadern (a, b) geschaltet sind, dass sie durch einen Stromstoß bestimmter Richtung die Ruhelage verlassen und durch einen Stromstoß oder mehrere Stromstöße der entgegengesetzten Richtung einen gewünschten Teilnehmeranschluss oder die Ruhelage erreichen und bei Fortsetzung der Stromstöße entgegengesetzter Richtung in der Ruhelage verbleiben.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfung auf einen schleifebildenden Teilnehmer-Anschluß mittels eines in der Zentraleinrichtung (Z) angeordneten, an sich bekannten Differenz-Relais (P mit den Wicklungen P', P'') erfolgt, welches über einen Kontakt (wII) des Wählerrelais (W) in der Teilnehmerstelle und über die Teilnehmerschleife anspricht.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während der Fortschaltung des Schrittschaltwerkes an der Teilnehmerstelle der Kontakt (fI) eines Verzögerungsrelais (F) nur den Weckerkreis, nicht aber den Sprechkreis des Teilnehmerapparates öffnet.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrittschaltwerke (W, Fig. 1) über die Gleichrichter (6, 7) zwischen den beiden Adern (a, b) der Sprechleitung liegen.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schrittschaltwerk (W, Fig. 2) einerseits an die eine Ader (b) und andererseits über die Gleichrichter (6, 7) gegen Erde geschaltet sind.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem während des Gespräches an der Leitung liegenden Schrittschaltwerk (W, Fig. 2) eine Glimmlampe (12) vorgeschaltet ist, um die Symmetrie aufrecht zu erhalten.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Symmetrierung durch eine Drossel (13, Fig. 3) und Kondensation (15, 16, Fig. 3) erfolgt.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromimpulsspannung durch in der Zentraleinrichtung angeordnete Impulstransformatoren (8 und 9 mit den Wicklungen (8', 8'' bzw. 9', 9'') erhöht wird.

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