DEP0055318DA - Zwirnspindel, insbesondere Doppeldraht-Zwirnspindel - Google Patents
Zwirnspindel, insbesondere Doppeldraht-ZwirnspindelInfo
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Description
Zur Verringerung der Zeit, die nötig ist, um einem Faden den zur Herstellung bestimmter Gewebe erforderlichen Draht zu geben, insbesondere bei Kreppgarnen, hat man daran gedacht, den Faden beim Verlassen der auf eine Zwirnspindel aufgesetzten Spule einen solchen Weg durchlaufen zu lassen, dass jede Umdrehung der Spindel ihm zwei Drehungen erteilt.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Doppeldraht-Zwirnspindel weist den Vorteil hat, keine komplizierte mechanische Einrichtung zur Erzielung dieser doppelten Drahtgebung zu besitzen.
Erfindungsgemäss ist auf einer in Umdrehung versetzten, den von der Spule ablaufenden Faden aufnehmenden Hohlspindel eine Hülse angebracht, die in einen mit einem Fadenführungshütchen versehenen Kopf ausläuft, wobei diese zur Halterung der Ablaufspule bestimmte Hülse von einem Schutzgehäuse umgeben ist und eine exzentrische Masse aufweist, welche sie im Raume stillhält, wenn sich die Spindel in waagerechter oder genügend geneigter Lage dreht.
Die anliegende schematische Zeichnung zeigt als Beispiel eine besonders zweckmässige Ausführungsform der Erfindung, sowie einige Abwandlungen.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt der Zwirnspindel.
Fig. 2 ist ein lotrechter Schnitt in kleinerem Masstab, welcher die Fadenführung zeigt.
Fig. 3 und 4 sind ein lotrechter Schnitt bzw. ein Grundriss in kleinerem Masstab, welche die Arbeitsweise der Spindel bei Doppeldrahtgebung zeigen.
Fig. 5 ist ein lotrechter Schnitt derselben Spindel, welcher ein Umspinnfaden zugeführt wird.
Fig. 6 und 7 sind ein Längsschnitt bzw. ein Grundriss für den Fall, dass der Faden ohne Doppeldrahtgebung einfach gedreht und umsponnen wird.
Fig. 8 und 9 sind ein lotrechter Schnitt bzw. ein Grundriss einer mit zwei exzentrischen Spulen ausgerüsteten Spindel.
Fig. 10 und 11 sind die gleichen Ansichten für den Fall der Anordnung einer einzigen Spule.
Fig. 12 und 13 sind Grundrisse der Spindel in der Höhe des Fadenführungshütchens, welches zwei verschiedene Stellungen einnimmt.
Fig. 14 ist ein Querschnitt, welcher eine in dem Gehäuse der Hülse der Spindel angebrachte Sicherheitsvorrichtung zeigt.
In Fig. 1 der Zeichnung ist 2 der Körper der rohrförmigen Spindel und 3 die Hülse zur Halterung der Spule 4, die z.B. ein konisches oder zylindrisches Papprohr ist.
Die Hülse 3 besitzt einen Kopf 5 mit einer Aussparung 6 für das Fadenführungshütchen 7. Dieser
Kopf kann zur Auswechslung des Fadenführungshütchens leicht abgeschraubt werden. Ein in ihrer Mitte durchbohrte, eingeschraubte Scheibe 8 verschliesst diese Aussparung 6 teilweise.
Auf der Spindel 2 ist ein Befestigungskonus 9 vorgesehen, auf welchen das Gehäuse 11 aufgeschoben wird. Dieses besteht z.B. aus Aluminium oder Pressmasse und kann einen Durchmesser und eine Höhe haben, die entsprechend den Bedürfnissen und den Abmessungen der von ihr umgebenen Spule 4 gewählt sind. Es schützt den Aufstieg des Fadens nach dem Kopf zu. Dieser Faden kann frei, oder durch Ringe oder ein Rohr laufen, welche ihn über die ganze Höhe des Gehäuses schützen.
Auf der dem Kopf 5 entgegengesetzten Seite weist die Hülse 3 ein Gehäuse 12 auf, in dessen Innern eine feste, oder halbdrehbare Masse 13 untergebracht ist, welche sich nur auf den halben Umfang erstreckt. Diese Masse kann durch Bleilamellen gebildet werden, deren Zahl oder Gewicht verändert werden können. Das Gehäuse 12 ist durch einen ringförmigen Deckel 14 verschlossen. Dieser Deckel kann verschraubt oder einfach durch einen Spreizring 15 gehalten sein.
Das Gehäuse 11 ist auf dem Konus 9 mit Hilfe der Blockierungsmutter 16 befestigt. Die Hülse 3 ruht auf der Hohlspindel 2 mit Hilfe von zwei Teilen aus Hartholz, von denen der Teil 17 durch den Spreizring 18 und der Teil 19 zwischen dem Spreizring 21 und der Lochscheibe 22 in der Längsrichtung an Ort und Stelle gehalten wird, wobei die Lochscheibe durch den Spreizring 23 gegen den Teil 19 gedrückt wird.
Unterhalb des Gehäuses 12 weist die Spindel eine Öffnung 24 für den Durchtritt des von der Spule 26 kommenden Fadens 25 auf. Eine Platte 54 aus Hartstahl verhindert das Abschaben des Fadens.
Der Fuss dieser Spindel, die zum Arbeiten in waagerechter oder wenigstens in gegen die Waagerechte geneigter Lage bestimmt ist, wird durch zwei Hartholzlagerschalen gehalten, deren jede auch durch ein Lager mit Ölbad ersetzt werden kann.
Die Einstellung der Lagerschale 27 erfolgt mittels der Schraube 28, deren Fuss sich gegen die Stahlplatte 29 legt.
Die Lagerschale 31 wird durch die Klemmschraube 32 an Ort und Stelle gehalten, während ihre Stellung mittels der Stellschraube 33 geregelt wird. Diese Lagerschale trägt einen mit einem Öhr versehenen Fadenführer 34, der durch die Mutter 35 und die Schraube 36 an Ort und Stelle gehalten wird. Dieser Fadenführer aus Hartstahl soll den Faden 30 genau in der Mitte der Spindel halten, damit er diesen im Innern nicht berührt.
Auf der der Spule 4 entgegengesetzten Seite ist auf der Hohlspindel eine Hülse 37 befestigt, gegen welche sich der Antriebsriemen 38 legt.
Die Spindel 2 wird durch diese Hülse 37 gehalten, welche sich gegen die Lagerschale 31 legt, sowie durch den Stellring 39, der auf ihr zur Regelung des seitlichen Spiels festgeklemmt ist.
Der Halter 41, an dem die beiden Lagerschalen 27 und 31 befestigt sind, in welchen die Spindel ruht, wird an der Zwirnmaschine durch Einschrauben eines Bolzens oder einer Schraube in sein Befestigungsloch 42 befestigt.
Zur Erteilung des Doppeldrahtes zieht man nach Aufsetzen der Spule 4 mittels einer von unten nach oben durch die Öffnung 24 in der Mitte der Hohlspindel 2 bis zu dem Kopf 5 eingeführten Hakennadel 40 das Ende des Fadens 25 (Fig. 2) aus der Öffnung 24 heraus, um es dann aussen um das Gehäuse 11 nach oben zurückzuführen (Fig. 3). Das Ende dieses Fadens wird dann an einer Aufwickelspule 43 befestigt.
Wenn die Spindel 2 durch die Reibung des Riemens 38 angetrieben wird und waagerecht liegt oder gegen die waagerechte Ebene genügend geneigt ist, bleibt die Hülse 3 wegen der exzentrischen Masse 13 im Raume unbeweglich stehen.
Bei jeder Umdrehung der Spindel 2 hat der auf der Spule 43 aufgewickelte Faden 25 eine Doppeldrahtgebung erfahren.
Mit derselben Spindel kann man "kompensierten" Crèpe Mousse herstellen, oder jedes andere Zwirnen mit mehreren Enden vornehmen.
Nachdem der Faden in der auf Fig. 3 gezeigten Weise geführt wurde, lässt man durch dieselbe Mittelöffnung 24 des Stiftes einen anderen Faden 44 austreten, der durch die Öffnung 45 in das Innere der Spindel 2 eingeführt wurde. Dieser Faden, der von einer Spule 46 kommt, läuft durch den Fadenführer 34 und wickelt sich um den Faden 25. Die beiden Fäden 25 und 44 laufen beide an dem Gehäuse 11 entlang, bevor sie sich auf die Spule 43 aufwickeln. Von diesen beiden Fäden hat nur der Faden 25 eine Doppeldrahtgebung erfahren, während der andere nur einfach gedreht ist.
Mit dieser Spindel kann man somit einen Kreppfaden z.B. mit 700 Drehungen überdrehen und mit 350 Umdrehungen umspinnen. Obgleich diese Spindel hauptsächlich für die Doppeldrahtgebung bestimmt ist, gestattet sie auch durch Umspinnen
"kompensierten" Crèpe Mousse herzustellen. Hierbei geht der Faden 25a (Fig. 6 und 7) von der Spule 4a unmittelbar zur Aufwickelspule 43a, während der von der Spule 46a kommende, den Innenkanal der Spindel 2 durchdringende und aus der Mittelöffnung 24 austretende Faden 44a sich um ihn schlingt.
Man kann auch auf die Spindel eine Hülse 3a (Fig. 8 und 9) aufsetzen, welche die Anbringung einer oder mehrerer exzentrisch sitzender Spulen 4b und 4c gestattet.
Zwei Spulen gestatten z.B. die Herstellung eines kompensierten Crèpe Mousse.
Man kann auch für die Doppeldrahtgebung die Spindel mit einer einzigen exzentrischen Spindel 4d (Fig. 10 und 11) ausrüsten, auf welche vorher ein Kreppfaden mit mehreren gedoppelten Fäden aufgewickelt ist.
Eine oder mehrere solcher exzentrischen Spulen bilden selbst das zum Stillhalten der Hülse notwendige Gegengewicht.
Bei dieser Spindel wirkt das Fadenführungshütchen durch sein Eigengewicht. Gemäss der der Hülse 3 gegebenen Stellung legt es die Mittelöffnung 51 der Spindel 2 (Fig. 12 und 13) frei oder nicht. Wenn die Hülse 3 ihre normale Stellung einnimmt, verschliesst das Fadenführungshütchen 52 die Öffnung 51 des Stiftes, wodurch der Faden 53 eingeklemmt wird und den nötigen Zug entsprechend dem Gewicht dieses Fadenführungshütchens erfährt.
Erfindungsgemäss wird das Stillhalten der Hülse 3 durch die mit ihr starr verbundene exzentrische Masse 13 erzielt. Sollte jedoch die Hülse 3 zufällig mitgenommen werden, so ist es zweckmässig, wenn eine Sicherheitsvorrichtung eingreift, um sie anzuhalten.
Hierfür kann in dem freien Teil 55 des Gehäuses 12 ein Stift 56 vorgesehen sein, der in der Richtung des Pfeiles 57 gleiten kann. Wenn das Gehäuse 12 und die Hülse 3 sich aus irgendeinem Grunde mit der Spindel 2 drehen, nimmt das Gehäuse die auf Fig. 14 gezeigte Stellung ein. Der Stift 56 gleitet durch Schwerkraft aus dem Gehäuse 12, tritt durch das durchbrochene Gehäuse 11, und kommt mit dem festen Anschlag 58 in Berührung, wodurch die Drehung dieser Hülse angehalten wird.
Es ist selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf die Ausführungsform der Zwirnspindel beschränkt ist und diese selbst nicht bloss für die verschiedenen erläuterten Anwendungsgebiete geeignet ist. Die Erfindung umfasst auch alle Abwandlungen der Zwirnspindel, insbesondere hinsichtlich der Ausbildung und Anordnung der exzentrischen Masse und der Vorrichtung zum selbsttätigen Anhalten bei einer eventuellen Drehung.
Claims (4)
1) Zwirnspindel, insbesondere Doppeldraht-Zwirnspindel, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer in Umdrehung versetzten, den von der Spule ablaufenden Faden aufnehmenden Hohlspindel (2) eine Hülse (3) angebracht ist, die in einen mit einem Fadenführungshütchen (7) versehenen Kopf (5) ausläuft, wobei diese zur Halterung der Ablaufspule bestimmte Hülse (3) von einem Schutzgehäuse (11) umgeben ist und eine exzentrische Masse (13) aufweist, welche sie im Raume stillhält, wenn sich die Spindel in waagerechter oder genügend geneigter Lage dreht.
2) Zwirnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (3) ein Gehäuse (12) aufweist, in welchem eine z.B. von Bleilamellen gebildete exzentrische Masse (13) untergebracht ist.
3) Zwirnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die exzentrische Masse durch wenigstens eine exzentrisch auf der Hülse angebrachte Ablaufspule (4a) gebildet ist.
4) Zwirnspindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem mit der Hülse (3) verbundenen Gehäuse (12) ein bei etwaiger Drehung der Hülse durch Schwerkraft aus dem Gehäuse und aus dem Schutzgehäuse (11) hervortretender gleitender Teil (56) angeordnet ist, der jedes weitere Drehen durch Berührung mit einem festen Anschlag (58) verhindert.
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