DEP0054935DA - Einrichtung zur Überwachung des Betriebes der Injektoren von Lokomotiven - Google Patents
Einrichtung zur Überwachung des Betriebes der Injektoren von LokomotivenInfo
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Description
Fried* Krupp LokmoUofabrik in Mssen
Einrichtung zur Überwachung des Betrtehes äer Injektoren
von Lokomotiven*
Dampflokomotiven haben bekanntlich wenigstens einen Injektor (dampfstrahlpumpe) als zweite Speiseeinrichtung» Gewöhnlich
ist der Injektor als saugender Injektor ausgebildet und im Führerhaus angeordnet, so daß sein Arbeiten von Personal bequem überwacht werden kann* Im allgemeinen dient hierzu der
Stößel seines Sohlabberventils* Ist dieses geschlossen^ arbeitet also der Injektor einwandfrei, nimmt der Stößel eine
Tiefstlage ein. Er steht dann höher un$ führt dabei eine Auf- und Abwärtsbewegung aus, wenn das SchlabberOentil offen
Das ist dann der Fall, wenn(entweder\der Injektorjzu arbeiten beginnt (ansetzt) oder Wasser aus den Schlabberraum verliert. Das letztere tritt ein, wenn die für den Betriebszustand erforderlichen Dampf- und IJassermengen nicht richtig
eingestellt sind»
Se'it Jahren werden aber Injektoren auch ntchtsaugend ausgeführt. Sie ioerden dann außerhalb des Führerhauses so tief
angeordnet, daß das Kaltwasser Dom Tender unter dem natürlichen Gefälle zuläuft. Damit fällt die bisherige überwachungsnöglichkeit weg, Bas Personal ist vielmehr darauf angewiesen, das im Injektor auftretende Geräusch zu verfolgen
oder bei Tage die Austrittsöffnung des Schlabberoentils durchs Fenster des Fahrerhauses zu beobachten. In dieser
Weise hat man jahrzehntelang verfahren.
Die Erfindung hat sich von den bisherigen Gepflogenheiten frei gemacht und erkannt, daß das Arbeiten auch eines nichtsaugenden Injektors in einfachster Veise und sicher überwacht werden kam, wenn in Führerhaus eine vorteilhaft dem
Stößel des Schi abbervent ils nachnebildete überwachungseinrichtung angebracht wird. Mine besonders einfache und betriebssichere Überwachung der Bewegung des dem SWBeI nachgebildeten Gliedes erhält man, wenn beide durch einen üblichen Bowdenzug verbunden werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstand äe$ äer Erfindung dargestellt*
Figur 1 zeigt das Hinterende einer Dampflokomotive mit der für einen nichtsaug enden Injektor porgesehenen Anzeigeeinrichtung
nach der Erfindung*
Figur 2 veranschaulicht in größerem Maßstab ate im Führerhaus untergebrachte farrichtung, während
Figur 3 ihre Verbindung mit dem unter Flur angeordneten Injektor zeigt*
Binterenäe der LoKonotiOe 1 ist unter dem Flur 2 des rerhauses 3 eine nichtsaugende Dampfstrahlpumpe 4 (Injektor)
angeordnet* Sie hat einen Stutzen 5 für den Anschluß der Kalt" wasserleitung 6, die vom Wasserbehälter J des fenders 8 kommt
und der Dampfstrahlpumpe das Kaltwasser unter dem natürlichen Unfälle zufuhrt* Durch eine int Fahrerhaus 3 porgesehene Beäienungselnrichtung 9
tonn der DurchströM-Querschnitt des Kaltwasserstutzens 5 eingestellt werden* $m öderen Ende des
Injektors 4 mündet eis Frischdampf!eitung 10, deren durchströnh Querschnitt gleichfalls vm Führerhaus 3 aus mittels eines
¥entiles 11 einstellbar ist* Am unteren Mnäe des Injektors 4 befindet sich ein Stutzen 12, von dem die zm Kessel führende
Speiseleitung 13 ausgeht*
Dampf und Kaltwasser strömen in der Strahlpumpe 4 durch eine MtsGhäüse 14, an die eine zur Speiseleitung 13 führende Druck-4ü&@ 13 anschließt* Um die Mischdüse 14 herum befindet sich
ein Mngram l€s der durch Bohrungen TJ mit dem Inneren der Bise 14 in dauernder Verbindung steht und in den beim Ansetzen des Injektors 4 ein Dampf gemisch tritt» Dieser als Schlahberraum bezeichnete Ringram 16 hat eine öffnung 18 mit einer
BitsflücfB 19, auf die sich ein fentil 20, das sogenannte Schlabherüentilt zu setzen vermag* Das Schiabberoentil ist im
Deckel 21 eines Stutzens 22 auf und ab verschiebbar gelagert, der mit einem Austritts stutzen 23 in unmittelbarer ferbindung
steht,,
In das freie tfnde des Stößels 24 des SchiabberOentils 20 greift das eim Ende eines um eine waagerechte Achse 25 schwenkbaren
Moppelhebels 26> durch dessen anderes Ende der Draht 27 eines
Stoise.1
Bowdenzug es geführt is U Oberhalb des Beigebendes ist eim Schraube 28 in einem mit dem Bediel 21 verbundenen Teil g$la°*
gert, UU durch eine BeuiemmgsetnrtoKtung 2$ worn Führerhaus aus bedient werden imnn« Sie dient dam, das Sohläbberosntil
20 pan Sana zu schließe^ wem z.B. in 3er kalten Jahreszeit äurch ate Kaltwasser leitung 6 geblasen meräen
In Ftthrerha-us ist ein Kasten 30 befestigt, aus dem ein BWBeI 24 des SviüabberoentUs 20 nachgebildeter senkreuhter
Bolzen 31 her&usragt, wenn äas SohlabberOentll 20 geöffnet ist* B&r nachgebildete Bolzen 31 ist auf* unü abw8<rtB bewegbar im GeMuse 30 geführt, Er trägt einen Buna 32>
äer als Sitz für den feller 33 einer Feder 34 dient, deren onüere® Etääe sich gegen das Gelnuse JO stützt« Ms untere MMe des
Bolzens 31 ist gelenkig mit einem Doppelhebel 35 Werbungen, uwch äessen anderen Arm das freie Mrue des BraHtes 2? hinüvruftgeführt ist» Die Köpfe 36 uer Drahtenden liegen auf
einander abgewndten Sei tan äer Doppelhebel 26 unä 35t ® die Druckfeder 34 den Ventilstößel 24 in die Schließstellung
unä $en nachgebildeten Stößel 31 in ai$ Ttefstlage zu sohle*- hen sunlit, Sie Verwendung des Bowdenzuges ermöglioht ohne weiteres uie mn äer Geraden abweichende ferbindwtg äer Mmdm äer
Bebel 26 und 3%
Setzt äer Injektor an, so befindet sich in BaUlabbeTtmm 16 ein DmpfwassergemisGh, äas Tenttl 20 ist geöffnet iffld äer
mcttgßfotlaete Stößel 31 ragt über den Kasten 30 h$mw* Ist dann aas einwandfreie Fördern des Injektors eingestellt, so
ist äer Ram 16 "trocken* vM steht unter einem geringen ffnteparuekf äer äas Sohlabhernentil 20 avf seinen Sitz
Jj? zieht* Her nachgebildete Stößel 31 sieht sich infolgedessen in den Küsten 30 zurück. Läßt der Injektor 4 infolge imrichtiger $instellung der Dampfzufuhr fasser durch den Schlabberwasserstut™
zen 23 fallen so befindet sich im Mam 16 wieder ein Dampf" wassergemisoh* Der in ScMahberrawn. 16 sich aushiläenae über-~
uruok b'ffnet sofort äas Schlabbementil 20, mdureh der nachgebildete Stift 31 wieder aus dem Gehäuse 30 herausgeschoben
wiri«
Auf diese Heise Kann das Personal ein Glied 31 beobachten, das dem Stößel 24 des Schlabberüentlls 20 ähnelt und dieselben Bewegungen mie dieser ausführt. Bas Personal braucht also nur eine
gewohnte Beobachtung auszuführen. Das ist auch der Fall, wenn •das dargestellte Beispiel so geändert wird, daß der Kasten JO
mit dem Bowdenzug 27 wegfällt und dafür der nachgebildete SWssei Jl als Stange ausgebildet wird, deren unteres Ende unmittelbar auf dem freien Ende des Ventilstößels 24 ruht. Zu diesem
Zwecke muß z.B. lediglich in der Stellschraube 28 und im Griffende der als hohler Stechschlüssel ausgeführten Bedienungsetnrichtung 29 eine die Stange Jl mit geringem Spiel durchlassende
Bohrung vorgesehen werden.
Es ist ferner möglich, die Überwachungseinrichtung durch einen im Führerhaus angeordneten Druckmesser zu verwirklichen, auf den
der Druck im Schla-bherrawn 16 wirkt. In diesem Falle müßte die Druckleitung zwangläufig geschlossen werden, wenn das
Schlabberventil 20 durch die Bedienungseinrichtung 29 und die Spindel 28 Όοη Hand geschlossen werden soll.
Die Erfindung ist nicht auf solche Dampfstrahlpumpen beschränkt, die durch Frischdampf beaufschlagt werden, sondern auch anwendbar, wenn Abdampf oder beides als Treibmittel dlene4*
Claims (1)
1* Einrichtung %ur Überwachung des Betriebes der Injektoren, besondere der Frtscfalampf-Injektoren von 'Lokomotiven, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung (32) bei außerhalb des Fahrerhauses (3) angeordneten nlchtsougenäen Injektoren (4) in Führerhaus (3) wrgtisehßn ist*
2« Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein den Stößel ($$) des Schitihberventils (2D) des Injektors (4)
nachgebildetes Sited (31) aufweist
3* Einrichtung nach Anspruch 1 und 2S dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegung des Stößels (24) dßs Schlabberventils (20) mcha~ nisch auf das tu Führerhaus (3) vorgesehene nachgebildete §lied
(31) übertragen ißiru,
4„ Einrichtung nach Anspruch 1 bis J, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl ztt dem stößel (24) des Schiabbe ro ent ils (20) als auchmit dem. nachgebildeten Stößel (31) je ein Hebel (26,35) zwangläufig üerbunden ist, die miteinander durch ein Zugglied (27)
in ferbinäung stehen.
% Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugglied (27) sin üblicher Bowdenzug ist»
6* Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß äer Draht (27) des Bowdenzuges auf abgewandten Seiten der als
Doppelhebel (26,35) ausgebildeten Sebel angreift, deren andere Enden in aas obere Ende des Stößels (24) und in das untere Bnde des nachgebildeten Stößels (31) greifen, möbel eine den
Bowdenzug (27) spannende Feder (34) den Stößel (24) in die Schließstellung m bewegen sucht.
7« Einrichtung nach Anspruch 1 his 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Glied (31) durch eine auf den Stößel (24) des Schiabbementils (20) ruhende, bis ins Führerhaus (3) verlängerte Stange
gebildet wird«
B9 Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung äurcU einen Druckmesser gebildet ist, der an den Schlabberram (16) angeschlossen ist»
9, Einrichtung nach Anspruch 8, öadurch gekennzeichnet, daß die Druckleitung des Druckmessers und eine willkürlich mn Eanä
betätigte Einrichtung (28,29) zum Schließen des Schlabberventtls C20) so fttteinanäer vefbunuen sinö, ööß Mi uer Soteleß bewegung der Sedienungseinrichtung (28929) auch die Druckleitung geschlossen wird»
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