DEP0052540DA - Verfahren zum Betrieb von Kettenschrämmaschinen - Google Patents
Verfahren zum Betrieb von KettenschrämmaschinenInfo
- Publication number
- DEP0052540DA DEP0052540DA DEP0052540DA DE P0052540D A DEP0052540D A DE P0052540DA DE P0052540D A DEP0052540D A DE P0052540DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chain
- cutting
- machine
- speed
- cutting machines
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 title claims description 27
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims 2
- 239000003245 coal Substances 0.000 claims description 9
- 238000010516 chain-walking reaction Methods 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000033764 rhythmic process Effects 0.000 description 1
- 238000007790 scraping Methods 0.000 description 1
Description
Die Kettenschrämmaschinen zur Herstellung eines waagerechten Schrames im Kohlenstoß haben einen sich senkrecht zur Fahrtrichtung der Maschine erstreckenden Ausleger, um den die mit Schrämmeißeln besetzte Kette herumläuft. Der Antrieb der Kette erfolgt dabei durch das an der Maschine befindliche Kettenrad, welches das in die Kohle einschneidende Kettenstück anzieht. In jahrzehntelanger Praxis haben die Schrämmaschinen herstellenden Werke sich an bestimmte Betriebsgrößen bezüglich der Umlaufgeschwindigkeit der Schrämkette, bezüglich der Spantiefe, auf der die einzelnen Meißel in die Kohle einschneiden und bezüglich der Fahrgeschwindigkeit der schrämenden Maschine festgelegt, auch bezüglich des Abstandes und der Anordnung der Schrämmeißel, auf der Kette hat sich eine bestimmte Übung durchgesetzt, gemäß der diese in fünf bis zehn verschiedenen Bahnen laufen und zusammen den Schramschlitz herstellen, der schon deswegen eine beträchtliche Breite haben muß, weil der nachfolgende Ausleger, ohne eingeklemmt zu werden, durch den Schramschlitz hindurchgehen muß. Der Schamschlitz hat gewöhnliche Höhe über 120 mm, der Abstand der Schrammeißel liegt bei 100 bis 200 mm, der Abstand der in der gleichen Bahn laufenden Meißel zwischen 500 und 2000 mm.
Während sich die letztgenannten Dimensionen aus der konstruktiven Ausgestaltung der Kette und der Meißelhalter mehr oder weniger zwangsläufig ergeben, glaubte man bezüglich der Kettenumlaufgeschwindigkeit mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 2,7 m/sec und mit de Geschwindigkeit der Maschine bei Schrämfahrt mit etwa 0,9 m/min bei obersten Grenzen angekommen zu sein, deren Überschreitung mit Rücksicht auf die zulässige Beanspruchung des Materials und den erforderlichen Kräftebedarf zum Antrieb der Maschine nicht möglich erschien.
Sowohl erfahrene Fachleute der die Maschinen herstellenden Werke als auch die in der Benutzung der Maschinen erfahrenen Bergleute haben vor einer Überschreitung dieser Geschwindigkeiten immer abgeraten. Die Bemessung de Antriebe der Maschinen war dann auch auf diese Höchstwerte zugeschnitten.
Dennoch bedarf es keiner Frage, daß mit einer Erhöhung der Vorschubgeschwindigkeit der Maschine bei Schrämfahrt erhebliche Vorteile verbunden sind. Dies erhält allein daraus, daß bei Erhöhung der Schramgeschwindigkeit auch die anderen Maßnahmen zum Lösen und Fortschaffen der Kohle und zum Einbringen des Ausbaues in schnellerem Rhythmus durchgeführt werden können. Dabei kann in vielen Fällen der Ausbau schon eingebracht werden, ehe die durch das Ausräumen der Kohle hervorgerufene Absenkung des Hangenden einen bestimmten Betrag überschritten hat.
Der Erfinder hat nun den bestehenden Vorurteilen zum Trotz die Geschwindigkeit der Schrämkette auf 4 m/sec und darüber erhöht und war dadurch in der Lage, bei gleichen Verhältnissen die Vorschubgeschwindigkeit der Maschine etwa zu verdoppeln. Dabei ergab sich überraschenderweise, daß der Kraftverbrauch der Maschine nur unwesentlich anstieg und eine übermäßige Beanspruchung der Schrämmeißel nicht eintrat, da deren Verschleiß gegenüber dem Betrieb mit den normalen Geschwindigkeiten kaum höher wurde. Die Beziehung zwischen Kettengeschwindigkeit und Vorschubgeschwindigkeit der Maschine wurde vorzugsweise so gewählt, daß die Spantiefe etwa den gleichen Wert behielt. Bei weicheren Kohlensorten ergaben sich Vorschubgeschwindigkeiten von etwa 1,2 m/min und 1,7 m/min. Das Windengetriebe der Maschine muß also gemäß der weiteren Erfindung so ausgebildet sein, daß mit solchen über 1,2 m/min liegenden Vorschubgeschwindigkeiten gefahren werden kann. Die Feldbreite bzw. die Schrämarmlänge soll bei Erhöhung der Kettengeschwindigkeit unverändert bleiben.
Durch die Erfindung ergeben sich zwei wesentliche Vorteile: einmal ist der Kraftbedarf zur Herstellung eines Schrames bestimmter Breite und Länge bei höheren Ketten- und Vorschubgeschwindigkeiten erheblich geringer, zum
anderen gelingt es in Streben von 250 bis 300 m Länge, auch unter Berücksichtigung dr unvermeidlichen Schrämpausen während einer Schicht eine ganze Feldlänge abzuschrämen. Bei den bisher üblichen Geschwindigkeiten der Maschine mußten zur Herstellung des Schrames über die ganze Länge des Strebes zwei Schrämmaschinen eingesetzt werden, was häufig infolge des großen Luftverbrauches der Maschinen unmöglich war.
Die Ursachen für den verhältnismäßig geringen spezifischen Leistungsbedarf der Maschine konnten bisher noch nicht völlig aufgeklärt werden. Sie liegen z.T. in den Besonderheiten des Schneidvorganges, die stark von der Meißelgeschwindigkeit abhängen, z.T. wohl darin, daß das Schrämklein infolge der höheren Geschwindigkeit der Meißelspitzen, insbesondere der höheren Beschleunigung, die sie beim Auflaufen der Kette auf das Antriebsrad erhalten, in höherem Maße aus dem Umfang des Kettenlaufes geschleudert und nicht mehr in den Schramschlitz hineingezogen wird, wo es entweder sperrend wirkt oder jedenfalls durch seine unnötige weitere Zerkleinerung den Energiebedarf der Maschine erhöht.
Bei Schrämmaschinen, die auf einem unmittelbar vor dem Kohlenstoß liegenden Fördermittel verfahrbar sind, kann sich der Vorteil ergeben, daß bei der höheren Kettenumlaufgeschwindigkeit der größere Teil des Schrämkleins so weit geschleudert wird, daß er unmittelbar in das Fördermittel gelangt. Diese Verhältnisse sind auf der anliegenden Zeichnung erläutert, bei der eine auf einem Fördermittel laufende Schrämmaschine dargestellt ist, deren Schrämarm etwas schräg gestellt ist, sodaß er nur im Schramtiefsten das Liegende berührt. Hier sind Wurfbahnen des Schrämkleins angedeutet, die verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten der Kette entsprechen. Es ist angedeutet, wie bei einer Kettengeschwindigkeit von 2 m/sec das Schrämklein in den Raum zwischen Kohlenstoß und Fördermittel fällt, wo es von Hand weggeladen werden muß, während bei einer Geschwindigkeit der Kette von 4 m/sec das Schrämklein unmittelbar auf den Förderer gelangt.
Claims (2)
1.) Verfahren zum Betrieb einer Kettenschrämmaschine zum Schrämen von Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenlaufgeschwindigkeit 4 m/sec oder mehr bei entsprechend erhöhter Vorschubgeschwindigkeit der Maschine beträgt.
2.) Kettenschrämmaschine mit einem Antrieb, der eine Höchstgeschwindigkeit der Kette von 4 m/sec oder mehr und eine größte Vorschubgeschwindigkeit bei Schrämfahrt von mehr als 1,2 m/min zuläßt.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1507183A1 (de) | Maehgeraet | |
| DE2133354A1 (de) | Tragrahmen fuer eine bergmaennische Hereingewinnungsmaschine | |
| DEP0052540DA (de) | Verfahren zum Betrieb von Kettenschrämmaschinen | |
| DE2654830B2 (de) | Schutz- oder Auffangvorrichtung zur Verwendung bei Schertrommeln von Maschinen für den Bergbau | |
| DE827643C (de) | Einrichtung zum Entzundern von bandfoermigem Gut | |
| DE3926976C2 (de) | Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen Bodenschlitzes | |
| DE1002775B (de) | Verfahren und Maschine zum Auffahren unterirdischer Strecken | |
| DE973672C (de) | Abbaumaschine | |
| DE2547346A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abraeumen von zellstoff-ballen | |
| DE1147549B (de) | Vorrichtung zur Gewinnung von Steinkohle | |
| DE602969C (de) | Ruebenbroeckler mit Rost und mit Reihen von Schneidzaehnen besetzter umlaufender Zerkleinerungswalze | |
| DE839483C (de) | Gewinnungsgeraet fuer Kohle oder andere Mineralien | |
| DE908604C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abbau von Kohle und anderen Mineralien | |
| DE843218C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Pressen von Russ oder anderen Stoffen von aehnlicher, lockerer Beschaffenheit | |
| DE905963C (de) | Schraemlademaschine | |
| DE2733483C2 (de) | Getriebekopf für Schrämmaschine | |
| DE916703C (de) | Kohlegewinnungseinrichtung mit Hobel | |
| DE581935C (de) | Schaelmesser fuer Schleudermaschinen | |
| DE919521C (de) | Anlage zum Abbau von Kohle od. dgl. unter Verwendung eines schaelenden Gewinnungsgeraetes | |
| DE670333C (de) | Vorrichtung zum Nassmahlen von Gut aller Art | |
| DE815335C (de) | Schraemmaschine | |
| DE934822C (de) | Einrichtung zur Steigrohrreinigung bei Tiefbohrungen | |
| DE877734C (de) | Schraemlademaschine | |
| DE890335C (de) | Schraemlademaschine | |
| DE913482C (de) | Durch Haupt- und Hilfsmotor bewirkter elektromotorischer Antrieb fuer Ruebenschnitzelmaschine |