DEP0052099DA - Achsanordnung und Abfederung für die Antriebsachse, insbesondere Hinterachse, von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Achsanordnung und Abfederung für die Antriebsachse, insbesondere Hinterachse, von Kraftfahrzeugen

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Publication number
DEP0052099DA
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DE
Germany
Prior art keywords
axle
suspension
wheel
frame
rigid
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Alfred Böning
Andreas Haller
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Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
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Description

Die Erfindung betrifft eine Achsanordnung und Abfederung, insbesondere für den Hinterradantrieb, von Kraftfahrzeugen. Die Erfindung bestellt eine Vereinigung von einzelnen Konstruktionsmerkmalen dar, die zum Teil schon bekannt sind.
Das erste Merkmal der erfindungsgemäßen Vereinigung betrifft die Ausbildung der Radachse als Steuerachse, bei der das Ausgleichgetriebegehäuse in üblicherweise mit der Achse vereinigt ist. Es kann als Radachse auch eine Starrachse verwendet werden, bei der zur Verringerung der ungefederten Massen des Ausgleichgetriebegehäuse fest am Rahmen angeordnet ist und der Antrieb der Räder mittels doppelgelenkiger Wellen erfolgt. Diese Anordnung bringt eine so weitgehende Verringerung der unabgefederten Massen des Fahrzeugs, dass praktisch die Eigenschaften eines Fahrzeugs mit unabhängig voneinander gefederten Rädern erzielt wird.
Nach dem zweiten Merkmal der Erfindung wird zur Aufnahme der Schubkräfte die Starrachse mit dem Rahmen durch eine Dreiecksstrebe verbunden, wobei die Dreiecksstrebe an der Radachse bzw. dem Ausgleichsgetriebegehäuse kugelgelenkig und mit ihren freien Enden am Fahrzeugrahmen elastisch gelagert ist.
Durch diese Ausbildung wird einerseits eine Schwingbarkeit der Achse um die mittlere Längsachse des Rahmens ermöglicht, andererseits aber eine Beanspruchung der Achse durch Drehmomentkräfte vermieden, sodass ohne weiteres starre Achsteile verwendet werden können.
Nach dem zweiten Merkmal der erfindungsgemäßen Vereinigung können zur Annahme der Schubkräfte an Stelle der bekannten Dreiecksstrebe auch eine oder zwei verwindbare Blechstreben Anwendung finden, die am Rahmen und/oder an der Achse elastisch in Gummi gelagert sind.
Ein weiteres Kombinationsmerkmal der Erfindung besteht in der Anwendung einer Torsionsstabfederung für die Räder, z.B. mittels einer oder mehrerer senkrecht zur Fahrzeuglängsrichtung angeordneter Drehstabfedern. Es werden damit die bekannten Vorteile der Torsionsfederung im Rahmen der erfindungsgemäßen Kombination vorteilhaft zur Anwendung gebracht.
Nach dem vierten Einzelmerkmal der Kombination wird als Schwenkhebel zur Verbindung der starren Achse mit den Drehstäben je eine an jeder Radseite angeordnete, verwindungsfähige Strebe verwendet, wobei die Strebe vorzugsweise aus einem hochkant gestellten Federblatt besteht. Durch die Verwendung federnder Streben als Schwenkhebel der Drehstabfederung wird der Vorteil erreicht, dass die zweckmäßig nachgiebig im Rahmen gelagerterten Drehstabfedern nicht durch zusätzliche Kräfte beansprucht werden. Die verwindungsfähig ausgebildeten Schwingstreben nehmen dabei diese Kräfte nachgiebig auf und verhindern somit das Auftreten von Reibungsverlusten. Zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Ablenkungs-Hebelarme der Radachse ist es erforderlich, die Schwenkhebel mit der Radachse zu verbinden.
Durch die erfindungsgemäße Zusammenfassung der Einzelelemente zu einer einheitlichen Achskonstruktion wird eine, bis jetzt unbekannte, überraschende Wirkung hinsichtlich der Abfederung der Achse und im Zusammenhang damit, bezüglich der Straßenlage des Fahrzeugs, erzielt, wobei diese vorteilhaften Eigenschaften unter dem Aufwand verhältnismäßig einfacher Mittel erzielt werden können. Weiterhin wird durch die seitliche Anordnung der Radführung eine geringere Bauhöhe und somit eine tiefere Schwerpunktlage ermöglicht.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
Die Abbildung 1 zeigt in Draufsicht die Anordnung einer starren Hinterachse 1, mit der das Ausgleichsgetriebegehäuse 2 vereinigt ist. Die Achse 1 ist über eine Dreieckstrebe 3 mit dem Fahrzeugrahmen 4 verbunden, wobei die Strebe 3 im Knotenpunkt an der Achse 1 kugelgelenkig gelagert ist und die beiden anderen Enden der Strebe am Rahmen 4 schwingbar gelagert sind. Die Abfederung der Räder 4 und 5 erfolgt durch zwei Drehstabfedern 7 und 8, die senkrecht zur Fahrzeuglängsrichtung angeordnet sind. Die Schwenkhebel für die Verbindung der Achse 1 mit den Drehfedern 7, 8 werden durch die verbindungsfähige Strebe 9 und 10, die beispielsweise aus einem hochkant gestellten Federblatt bestehen, gebildet.
In der Abbildung 2 ist in Draufsicht eine andere Ausführungsform einer starren Hinterachse dargestellt. Die beiden Räder 11 und 12 sind hier durch einen starren Achskörper 13 miteinander verbunden, während das Ausgleichgetriebegehäuse 14 fest am Rahmen 16 angeordnet ist. Der Antrieb der Räder 11, 12 erfolgt hier mit Hilfe von Doppelgelenkwellen 17 und 18. Die Verbindung des Achskörpers 13 mit den Drehstabfedern 19 und 20 erfolgt durch Schwenkhebel, die wiederum als verwindungsfähige Streben 21 und 22 ausgebildet sind, und die Achse 13 steht über eine verwindbare Blechstrebe 23 mit dem Rahmen 16 in Verbindung.

Claims (1)

  1. Achsanordnung und Abfederung für die Antriebsachse, insbesondere Hinterachse, von Kraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Merkmale:
    a) Ausbildung der Radachse, insbesondere Hinterachse, als starre Achse mit in die Achse eingebautem Ausgleichgetriebegehäuse, oder als starre Achse mit einem am Rahmen fest angeordneten Ausgleichgetriebegehäuse und zwei Doppelgelenkwellen für den Radantrieb.
    b) Verbindung der starren Achse mit dem Rahmen zur Aufnahme der Schubkräfte mittels einer Dreieckstrebe, die an der Achse bzw. dem Ausgleichgetriebegehäuse kugelgelenkig gelagert ist, oder mittels einer oder zwei verbindbaren Blechstreben, die am Fahrzeugrahmen und/oder an der Achse elastisch in Gummi gelagert sind.
    c) Abfederung der Räder durch Torsionsfedern, z.B. mittels einer oder mehrerer senkrecht zur Fahrzeuglängsrichtung angeordneter Drehstabfedern;
    d) Verbindung der starren Achse mit den Drehstabfedern mittels je eines an jeder Radseite angeordneten, verwindungsfähigen Schwenkhebels, der vorzugsweise eine hochkant gestelltes Federblatt bildet und mit der Radachse elastisch verbunden ist.

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