DEP0050824DA - In Fensteröffnungen einspannbarer Ständer mit schwenkbarem Ausleger - Google Patents
In Fensteröffnungen einspannbarer Ständer mit schwenkbarem AuslegerInfo
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Description
Max Dörner
Patenianwah München 27, 30. Juli 1949,
Ismaningerstraße 94
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Bayer. Kreditbank 44737
Bayer. Kreditbank 44737
Fernruf 480950 -, η τ 11 ι · ι ι τ ι . ι r-, -,
Karl Z a η g 1, Fabrikant, München 23,
belgradstr. 215-217
ρ 50 824 Al/35 b D
Aufzug-Ständer, welche aus Teleskop-Lohren bestehen und mittels VerschrauDungen als Spreize in
i'ensteröf f nungen einspannbar sind, sind bekannt. Der Ständer dient als Träger für einen Schwenk-ausleger,
an eiern mittels Seilrolle die Last hochöezogen wird, derartige Aufzug-Ständer weraen in erster Linie für
Dauzwecke verwendet.
Dei diesen üülichen aufzu0-3tändern ist der Ausleger unmittelbar, 5.ώ. seitlich am Ständerrohr gelagert
und das Zugseil im ti nice 1 üoer zwei hollen nach unten geführt, wobei die eine Kolle am äußeren
Ständer-Jhohr und zwar unterhalb aes Auslegers und die zweite Holle gesondert auf einer an der Außenwand
aufliegenden Platte gelagert ist.
Liese Ständer-Ausführung hat verschiedene Lachteile, in erster Linie den, daß der Ausleger emreh
aie direkte Lagerung am Ständer einen verhältnismäßig großen Schwenkradius erhält, welcher sich beim Arbeiten ungünstig auswirft, indem z.d. oei schmalen i'enstern
eier Ausleger mit der aufgezogenen Last nicht in den Baum eingeschwenkt werden kann oder die Last durch
die Schwenkbewegung an der einen Jfensterseite an schlägt und diese beschädigt oder den flüssigen Inhalt
des üübels verschüttet usw. Lin weiterer übelstand liegt in der winkeligen Führung des Zugseiles,
wodurch die Keibung und damit das Zugmoment vergrößert und das Seil vorzeitig abgenützt wird. L'iese
mehrfache Köllen-Führung ist aber notwendig, weil sonst der freibewegliche Ausleger durch den nicht
genau senkrechten Zug hin- und herpendelt und die Pendelung auf die Last sich überträgt. Ferner ist
noch als Mangel hervorzuheben, aaß diese Ständer nur für im Kohbau befindliche Uffnungen sich eignen, nicht
aber für solche, welche.Dereits verputzt oder mit dem Fensterstock versehen sind, weil dieser durch die starke
Pressung in seinem üefüge gelockert oder durch Quetschung usw. beschädigt wird.
Die Lrfindung bezieht sich auf einen Aufzug-Ständer, welcher sich von den bekannten Ausführungen
dadurch unterscheidet, daß der Ausleger mittels Parallelführung dem Ständerrohr im abstand vorgelagert ist,
so daß er entsprechend verkürzt werden kann und einen kleinen Schwenkradius erhält, welcher das einschwenken
der Last ohne üefahr des Anstoßens auch bei schmalen Öffnungen ermöglicht. Außerdem ist die Gesamtanordnung
des Ständers eine solche, daß er den eingesetzten Fensterstock nicht beschädigt und keinerlei Leitrollen für
das Zugseil benötigt, so daß dieses direkt von der Lastrolle nach unten läuft. Wesentlich ist ferner die eigenartige
Lagerung des Auslegers, welche einerseits ein bequemes Auswechseln desselben von einer Stelle und ohne
Werkzeug und andererseits eine Kegelung der Keibung fast von Hull bis zur starren Verbindung mit den.Lagern
gestattet. Hervorzuheben ist noch der weitere Vorteil, daß der Ständer nicht nur in Fensteröffnungen einzuspannen
sondern auch an den Stangen der baugerüste ä>enso
zuverlässig und mühelos a azuor due η ist, wodurch die Verwendoarkeit solcher fi-ufzug-Stäüder erheblich gesteigert
wird.
Auf der Zeichnung ist ein Beispiel des Lrfindungsgegenstandes in Abb.1 in Seitenansicht, angeordnet
in einer !fensteröffnung und in Abb.2, angeordnet an einem Lerüstbauiii dargestellt, während Abb„3
den querschnitt A-B von ADb„2 und AbbJa eine bauliche Einzelheit zeigt.
Wie bekannt, besteht der Ständer aus den zwei !eleskoprohren a,b, welche mit Lochreihen versehen
und in der ausgezogenen Stellung durch den eingesteckten Stift c gegenseitig festlegbar sind. Die
!feineinstellung und damit die Spannwirkung erfolgt durch eine ebenfalls bekannte verschraubung, welche
bei diesem Ständer am oberen ■^nde des Außenrohres a sich befindet und aus der Mutter d und der Gewindehülse
e besteht.
Gemäß der Erfindung ist der Ausleger f in einem Abstand A von den Ständerrohren a,b angeordnet
und zu diesem Zweck zwischen Armen g gelagert, welche am Außenrohr a festklemmoar sind. Lurch das Vorsetzen
des Auslegers f, welcher z.-B. als üreiecksträger aus ' Lohren zusammengesetzt ist, ergibt sich eine Verkürzung
des waagrechten Armes und damit des Schwenkraaius mit aem schon erwähnten Vorteil. An dem Ausleger hängt
die Seilrolle h, deren Zugseil h} Keine Winkelführung benötigt.
Las untere Lager des Auslegers f besteht aus einer Kugel ic, welche auf der Stellschraube 1 sitzt,
die im zugehörigen Arm g geführt ist, während das obere Lager als Konus m ausgebildet ist, in welchen die übereinstimmende
Kegelspitze f ^ des Auslegers f greift. Liese Lagerung ermöglicht zweierlei, nämlich ein rasches
und bequemes Linsetzen des ^uslegers f zwischen die beiden ^ager g ohne jedes Werkzeug unter Vermeidung
von Schraubenbolzen oder sonstigen losen Teilen,
welche beim Montieren leicht verloren gehen, und außerdem eine Hegelung der Heibung. Liese kann
durch das Kugellager k auf ein üiinimum herabgesetzt oder bis zum starren Abbremsen des Auslegers gesteigert
werden.
'Wie aus Abb. 1a hervorgeht, liegt das Innenrohr b nicht direkt am Außenrohr a an.-sondern ist in
1 '
diesem mit einem Spielraum s von mehreren Millimetern geführt, was durch Anordnung einer Laufbüchse s
am unteren Lnde des äußenrohres a erreicht wird; am oberen Lnde desselben ist eine gleiche Büchse eingesetzt.
Liese wüchsen verstärken zunächst das Hohr a am Luß- und Kopfende, also an den meist beanspruchten
Stellen, nämlich am Hiegel c und an der Gewindebuchse e. Außerdem bildet der Spielraum s einen Schutz für das
Innenrohr b. Lenn bekanntlich sind derartige, beim Bau verwendete Ständer einer unsachgemäßen,' schonungslosen
Behandlung ausgesetzt. Gleiten die beiden Hohre dicht aui>einander und erhält das Außenrohr aus irgend welchen
Gründen z.B. durch Werfen auf einen harten Gegenstand oder durch Schlag eine Beule, so verursacht diese
gleichzeitig ein Festklemmen des Innenrohres b, gleichgültig, ob dieses ebenfalls miteingedrückt wird
oder nicht. Jurch solche ßeschädigungen ist das Verstellen der Hohre unmöglich gemacht und die Vorrichtung
kann auf keinen Lall an Ort und Stelle7 sondern nur in einer Werkstätte und da nur auf umständliche und zeitraubende
ieise repariert werden. Lie erfindungsgemäße Lagerung verhindert diesen schwerwiegenden Nachteil,
weil die Beschädigungen üblicher Art das Innenrohr nicht erreichen, dieses sich also auch im beschädigten Außenrohr
verschieben läßt. Überhaupt hängt das Verstellen der Hohre a,b infolge des Spielraumes s'' nicht mehr von
der Genauigkeit des Äußenrohres ab, indem dieses unbearbeitet und z.B. auch unrund sein kann; nur das Innen-
rohr b ist ein maßhaltig gezogenes Stahlrohr.
Durch Verwendung unterschiedlich langer Innenrohre kann der Ständer für alle bei Gebäuden
vorkommenden Abmessungen ausgenützt werden«
Das Innenrohr b ist unten und die Spannhülse e oben mit einer Druckplatte η versehen, welche
am Hand gezahnt oder gerauht und außerdem auf einer Hälfte mit Stützschrauben η ausgerüstet ist«
Der Ständer a,b wird bei eingebautem !Fensterstock, wie in AbbeI gezeichnet, auf brücken ο
abgestützt, welche den Fensterrahmen mit Spielraum überspannen und aus starkem Holz am Verwendungsort
hergestellt und durch unterlegte Keile den Schrägen der -censterbrüstung angepaßt werden» ileine Abweichungen
von der Horizontalen können dann durch die Schrauben η^ ausgeglichen werden. Dadurch sind die
Falze una sonstigen Profile des Fensterstockes vor dem stamen freßdruck vollkommen entlastet und vor
beschädigung geschützt und überdies für den Ständer großflächige Widerlager geschaffen, welche jede Lagenveränaerung
des eingespannten Standers während des ürbeitens verhindern.
Soll der Ausleger f an einem Haugerüst angeordnet werden, so ist dies ohne weiteres durchzuführen,
indem das innere Ständerrohr b mit aer Gewindehülse e abgenommen und das Außenrohr a zwischen
zwei am ^erüstbaum ρ festklemmbaren Spannschellen r eingespannt wird, siehe Abb.2 und 3» Zweekmäs-
üig ist jede Spannschelle mit einem Fortsatz r !ersehen, welcher durch einen eingeschlagenen wagel die
Schelle bis zum festen Verkleicmen am Gerüstbaum festhält, so daß die Montage des Ständers durch einen einzigen
Arbeiter auszuführen ist. Die Arme g mit dem ausleger f bleiben am Hohr a und der Ständer kann mit wenigen
Griffen wieder für eine Fensteröffnung gebrauchsfertig gemacht werden«
Claims (9)
1. In Fensteröffnungen einspannbarer, aus Teleskop-Kohren bestehender Ständer mit schwenkbarem Ausleger,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (f) mittels Parallelführung (g) dem Ständer (a) vorgelagert ist.
2. Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (f) auswechselbar in der Parallelführung
(g) gelagert ist.
3. Ständer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (f) unten auf einem der Höhe
nach verstellbarem Kugellager (k) und oben mit einer als bremse dienenden, z.B. als Konus ausgebildeten
Keibflache (m) geführt ist.
4. Ständer nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (b) beispielsweise durch Anordnung
einer Laufbuchse (s) mit Spielraum (s^) im Außenrohr (a) gelagert ist.
5. Ständer nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenrohr (a) an beiden Ioiden durch Büchsen
(s) verstärkt ist.
6. Ständer nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß das Auße nstänaerrohr (a) mit der Parallel-fühvww^
Tu lIng- (g) und dem Ausleger (f) mittels Spannbacken (r)
an einem Gerüstbaum (p) festklemmbar ist.
7. Ständer nach Anspruch 1-5", dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer oben und unten gegen brückenartige,
die i'ensterstockhölzer mit Spielraum überspannende widerlager (o) gepreßt wird. , ^
8. Ständer nach Anspruch 1 -j^aadurch gekennzeichnet, daß die Bruckplatten (n) des Ständers (a,b) mit Ausgleichschrauben
(n^) versehen sind.
9. Ständer nach Anspruch 1-£ dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbacken (r) mit einer Halte-Einrichtung
(r^) zum vorläufigen Befestigen der efsteren versehen sind.
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