DEP0050450DA - Verfahren zum Färben von Wolle und wollehaltigem Fasermaterial - Google Patents

Verfahren zum Färben von Wolle und wollehaltigem Fasermaterial

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DEP0050450DA
DEP0050450DA DEP0050450DA DE P0050450D A DEP0050450D A DE P0050450DA DE P0050450D A DEP0050450D A DE P0050450DA
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DE
Germany
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wool
fiber material
dyes
dyeing
sulfur
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Inventor
Josef Frankfurt/M.-Sindlingen Nikolai
Heinrich Dr. Frankfurt/M.-Fechenheim Ritter
Original Assignee
Cassella Farbwerke Mainkur. Frankfurt/M.-Fechenheim
Publication date

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Description

J. Μ. DANNER ^ ^ Ref .No,1921
Dr0WeZERWECK Frankfurt a/M- Fechenheirr:/den 26.Juli 1949
Verfahren zum Färben von Wol 1 e_.uad., wol 1 haltigeni Fasermaterial, .
Durch Behandlung gewisser Ausgangsmaterialien mit Polysul= fid oder Schwefel entstehen bekanntlich wertvolle Farbstoffe, die entweder aus schwefelnatriumhaltigern oder aus hydrosulfithai tigern Bade färbbar sind und in der wissenschaftlichen Literatur unter der Bezeichnung '»Schwefelfarbstoffe» zusammengefasst werden. Diese Schwefelfarbstoffe werden zur Färbung von pflanzlichen Fasern in grossem Umfang verwendet, sind aber wegen der starken Alkalität der Färbebäder zum Färben von Wolle ungeeignet.
JEs wurde nun gefunden, dass es gelingt, Schwefelfarbstoffe auch zum Färben von Wolle und von wol1 ehaltigem Fasermaterial zu Verwenden9 wenn man solche Farbstoffe anwendet, die in ihrem Molekül wasserlöslichmachende Gruppen enthalten, und diese Farbstoffe aus schwachalkalischem Reduktionsbad ausfärbt.
Als wasserlöslichmachende Gruppen kommen z.B. in Frage die Thioschwe feisäure-», Sul fonsäure-, Carboxyl-, Hydroxyl- und Merkapto= Gruppe. Diese Gruppen sind entweder in dem Farbstoff von seiner Herstellung her bereits vorhanden, wenn ein entsprechendes Ausgangsmaterial verwendet wurde, oder sie können durch nachträgliche Be* handlung des Farbstoffs m das Farbstoffmolekul eingeführt werden, seB. durch oxydatabve Behandlung in An- oder Abwesenheit von Sulfiteo oder Thiosulfaten, oder durch nacht rägliche Schwe felsäurebehandlung. oder Alkalibehandlung, oder reduktive Aufspaltung.
Als Beispiele für Farbstoffe, die erfindungsgemäss Verwens
dung finden können, seien die folgenden genannt s
Schwefelfarbstoff, erhalten gemäss ©FH?„162.156 durch Poly« sulf idsc'nmelze von 4{ 4Ί -Oxy-phenylamino) -1-phenyl amino-naphthal.1 n--8~sulf osäure,
Sfehwefelfarbstoff5 erhalten gem äs s -BR-P. 216 . 371 durch Poly* sulfidschmelze von Ctirbazolindophenol (oder der-ent = sprechenden Leukoverbindung), und nachträgliche Be* handlung des Farbstoffs mit konzentrierter Schwefel» säure.
Schwefelfarbstoffe hergestellt durch Polysulfidschmelze von 2 ο 4-Dinitrophenol und nachträgliche Behandlung des Schwefelungsproduktes τ. it. oxydat i ν en Mitteln»
Schwefel |a Pbstoff9 erhalten gemäss '■SftP. 132. 424 durch
Ρ8Ϊ$ΐί1'Ϋ^8 von 2" 4~Dinitro-4* -oxydipheny larcin mit
S^hwefelfarbstoff9 erhalten durch Polysulfidschmelze von 1.5-Dinitf©naphthalin und anschliessende Behandlung mit Alkalien. · ■
Schwefelfarbstoffe erhalten durch Polysulfidschmelze einer Mischung von 1.5-Dinitronaphthaliη und Rohkresol und anschliessende Behandlung mit .Alkalien/
Sehwefelfarbstoff. erhalten durch Pglysulfidschmelze des
CafsBBninS1I ^oder t-eukoindophenols) aus DiphenyIamin = (oder -sulfosäure) und Nitrosophenole
Die erf indungsgemäss zur Anwendung kommenden Farbstoffe werden in einem Reduktionsbad gelöst, das ätzalkalifrei und weseηt· lieh schwächer alkalisch ist(als bei Wol1k üpen f arbs tο f f e π üblich und zweckmässig einen pH-'A'ert unter 9 besitzt. Die Färbetemperatur wird vorteilhaft auf 80-90°. gehalten.
Nach diesem Verfahren'lassen sieh Wolle' oda-r "Mischgewebe welche neben Wolle Baumwolle oder Zellwolle enthalten, verwenden. Besonders geeignet ist das Verfahren bei seiner Anwendung auf Reiss wolle, Da Reisswolle bereits von ihrer vorherigen'Verwendung her ge färbt ist, pflegt man sie vor der Neufärbung mit Reduktionsmitteln erst zu entfärben. Bei vorliegendem' Verfahren ist dagegen eine, solche getrennte Entfärbungsoperation nicht nötig, sondern die Reiss= wolle lässt sich in einbadiger kurzestmöglieher Arbeitsweise gleich zeitig mit dem Abziehen färben.
Die so erhaltenen Färbungen, zeichnen sieh durch νorzug« liehe Behtheitseigensehaftan aus.
10 gl? des schwarzen Schwefel färbst of fs, erhalten durch
Polysulfidaehmelze von' 2. 4-DiηItropheripl und nachträgliche Be=
h&ndlung des SchwefelungsTirodukteajnitfpxydatlMenilMittalri, werden in Wasser eingeteigt und. mit 10 gr fk
^abel Ien ,,1952, Bd. 11,5-29 5), 5 g\ 25S6igem Ammoniak und O9 5
... iültg, FarBStofftabel]en,1932,Bd.II,S.310) z\ einer
Färbeflotte gelöst. Bei einer Färbebadtemperatur von 40-^50° färbt man in diesem Eade 100 gf Reisswol1e, wobei man die Temperatur in etwa 20 Minuten auf 85-90° bringt und weitere 20 Minuten auf die= ser Temperatur hält. Dann setzt man 20 gr. calc.Glaubersalζ zu
und färbt abermals .20 Minuten bei der· gleichen Temperatur« Die 30 gefärbte Ware wird in kaltem' "Wasser gespült und bei 40° mit Amei = sen.säure oder Essigsäure 10 Minuten abgesäuert= Dann wird wieder gut gespült, geschleudert und getrocknet. Hierbei lpsst sieh also in einbadiger kurzer Arbeitsweise gleichzeitig das für die Her=
stellung fabrikationsechter Färbungen auf solcher Ware unumgängliche Abziehen der alten Färbungen'erreichen,ein Vorgang, der bei Anwendung anderer Farbstoffe oder anderer Färbeverfahren geson»
dert durchgeführt werden muss.
:'Z~ Farbslof f=
Beispiel 2: (j μ/.*' '
6 gjl.de s blauen Schwefelfarbstoffs, der nach_ ·ΒΗ#\, 132. $24
durch Sehwefelung von 2 .4-Dinitro-~4* -oxydiphefjyIaainperJaaiIteR,,
wird,, werden in» Wasser angeteigt und mit 4 g\-
g* m^w^^xs^^jw^^^i^v^^^W^TTQZxQ. gelost. Mit dieser Flotte
färbt San in gleicher Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben, 100 g Reisgwolie aus.
Zur Erzielung einer tiefen und blumigen larineblaufärbun? sowie ..zur Verbesserung der LiQhtechtheit9 wird zweckmässig mit 1,5 gr Chromkali' und 2,5 gr SS^iger -Ameisensäure (oder der äquivalenz ten Menge Essigsäure^ nachbehande.lt.

Claims (1)

  1. .. Patentanspruch : .
    Vejrf ahre» zum Farben vqjv Wolle urid wollehaltigem Faserme.=· te.rial,. dadurch gekennzeichnet, dass , man das Fasergut aus einem
    ätKalkalifreien Peduktionsbad, zweckmässig bei einem pH-Wert «Sjter 9 und. einfep. Temperatur ν pn .60-9.0 ? mit, Schwe fei farbstoffen, vel» che wasserlÖsliehmachende Gruppen enthalten, färbt.

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