DEP0050071DA - Betriebsflüssigkeit für Föttingerübertragungen - Google Patents

Betriebsflüssigkeit für Föttingerübertragungen

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DEP0050071DA
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Willfried Dipl.-Ing. Stephan
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Description

Bekanntlich hängt die Übertragungsfähigkeit jeder nach dem Föttingerprinzip arbeitenden hydrodynamischen Maschine linear von der Wichte der Betriebsflüssigkeit ab. Abgesehen von spezifisch leichten Flüssigkeiten, Wasser, Öle usw., ist eine Reihe von halogenhaltigen Kohlenwasserstoffen bekannt, die eine höhere Wichte haben und damit eine Steigerung der Übertragungsfähigkeit ermöglichen würden, wenn nicht die meisten von ihnen Nachteile hätten, die sie als Betriebsflüssigkeiten ausscheiden lassen. Diese nachteile können verschiedener Natur sein; zum Beispiel:
physikalisch: zu hoher Schmelz- oder Stockpunkt, zu niedriger Siedepunkt, zu hoher Dampfdruck, ungenügende spezifische Wärme, nicht passende Zähigkeit, unzutreffende Oberflächenwirkung, Lösungsvermögen für Dichtwerkstoffe, zu geringe Schmierfähigkeit usw.;
chemisch: instabil, explosiv, aggressiv, korrodierend usw.;
hygienisch: reizend, betäubend, erstickend, giftig usw.
Diese Mängel werden dann zum Teil sehr groß, wenn diesen Flüssigkeiten Energie zugeführt wird, wie erhöhte Temperatur, Lichteinwirkung usw., oder wenn sie im Betrieb stark mit anderen Stoffen, wie Sauerstoff, Wasser, Wasserdampf usw. gemischt werden. So ist zum Beispiel Tetrachlormethan C Cl(sub)4, als Lösungsmittel weit verbreitet, trotz seiner Wichte von 1,60 kg/l hier als Betriebflüssigkeit nicht zu gebrauchen.
Es wurde nun gefunden, dass unter den vielen, halogenhaltigen bekannten Kohlenwasserstoffen der Chlorkohlenstoff C(sub)4 Cl(sub)6 mit dem Molekulargewicht 260,8 Eigenschaften aufweist, die seine Verwendung in Föttingermaschinen zulassen. Die folgende Beschreibung der vorliegenden Erfindung erstreckt sich infolgedessen auf die Verwendung dieses Chlorkohlenstoffes als Betriebflüssigkeit in Föttingerübertragungen. Der Chlorkohlenstoff C(sub)4 Cl(sub)6 (hergestellt zum Beispiel nach der deutschen Patentschrift 723981) hat zwischen dem Schmelzpunkt -18° und dem Siedepunkt +212° bei 760 mm Hg einen weiteren Bereich geringen Dampfdruckes. Dieser verhindert, dass C(sub)4 Cl(sub)6 im Betrieb in nennenswerter Menge verdampft und gesundheitsschädlich werden könnte. Die Wichten sind bei verschiedenen Temperaturen hoch, bei -15° 1,73 kg/l und bei +50° 1,73 kg/l und bei +50° 1,634 kg/l. Die kinematische Zähigkeit verläuft flach. Dadurch weist der Chlorkohlenstoff bei niedrigen Temperaturen keine großen Reibungsverlust auf, die die Zirkulation der Flüssigkeit im
Kreislauf beeinträchtigen können, wie bei zäheren Betriebsmitteln. Es ist mit einer Reihe anderer Flüssigkeiten, besonders unpolaren Mineralölen, und ähnlichen Stoffen beliebig mischbar. Infolgedessen kann man, je nach Bedarf, die Wichte und Viskosität solcher Betriebsflüssigkeitsmischungen innerhalb des durch die verschiedenen Komponenten bestimmten Bereiches einstellen, was für den Betrieb der einzelnen Föttingerübertragungen wichtig ist. Dass der Chlorkohlenstoff Kautschuk, Gummi, und deren Erzeugnisse löst, kann durch die Verwendung asynthetischer Dicht- und Kunststoffe vermieden werden, die gegen diesen widerstandsfähig sind. Die Aggressivität gegenüber Leichtmetallen und gegebenenfalls gegenüber anderen Metallen lässt sich durch entsprechende metallische Schutzüberzüge über derartige Teile in bekannter Weise oder durch die Verwendung chemischer Inhibitoren als Zusatz beheben. In einzelnen Fällen, wie bei Wälzlagerringen aus Leichtmetall und dergleichen benützt, benützt man Teile aus Buntmetallen oder Schwermetallen, da Stahl, Eisen, Kupfer, Messing, Bronze und andere Schwermetalle nicht angegriffen werden.

Claims (1)

  1. Verwendung der Chlorkohlenstoffverbindung C(sub)4 Cl(sub)6) mit dem Molekulargewicht 260,8, dem Schmelzpunkt -18 und dem Siedepunkt 212° als Betriebsflüssigkeit in Föttingerübertragungen für sich oder in Mischung mit anderen Betriebsflüssigkeiten, gegebenenfalls unter Zusatz korrosionsverhindernder Inhibitoren.

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