DEP0049847DA - Blasrohrüberspannungsableiter mit angebauter Vorfunkenstrecke. - Google Patents
Blasrohrüberspannungsableiter mit angebauter Vorfunkenstrecke.Info
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Description
Es ist bekannt, in Hochspannungsanlagen Überspannungsableiter einzubauen, die nach dem Blasrohrprinzip arbeiten. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Ableiter ist Vorfunkenstrecke, bei der die richtige Einstellung des Abstandes zwischen den Elektroden Vorbedingung für ein einwandfreies Ansprechen des Ableiters überhaupt ist.
Es ist üblich, dieses Einstellen der Vorfunkenstrecke erst beim Anbringen des Ableiters in den Stationsanlagen oder an Masten von Hochspannungsleitungen vorzunehmen. Dabei treten jedoch verschiedene Nachteile auf: Vor allem ist bei der Montage die genaue Einstellung der Vorfunkenstrecke nicht immer einwandfrei durchzuführen, so daß das Ansprechen des Ableiters bei der vorbestimmten Stoßspannungshöhe nicht gewährleistet werden kann. Dazu kommt, daß diese Einstellungsarbeiten schwierig sind, zusätzliche Einrichtungen und daher viel Zeit und Kosten erfordern.
In Abb. I ist ein solcher bekannter Ableiter dargestellt. In einem Blasrohr 1 wird durch die Elektroden 2 und 3 die Hauptfunkenstrecke 8 mit einer festgelegten Schlagweite gebildet. Diese Anordnung wird an der Elektrode 3 mit einer Mutter 4 auf einer geerdeten Tragschiene 5 befestigt. Zwischen dem oberen Ende der Elektrode 2 und dem gegen Überspannung zu schützenden
Leiter 6 muß nun die Vorfunkenstrecke am Einbauort genau eingestellt werden. Dies geschieht entweder dadurch, daß der zu schützende Leiter 6 oder eine festverlegte Zuleitung von ihm, auf den genauen, vorbestimmten Abstand 7 herangebracht werden muß, oder, wenn an der Einbaustelle die Lage des Leiters 6 durch die Leitungsanordnung festliegt und nicht geändert werden kann, dadurch, daß bei der Anbringung des Ableiters die geerdete Tragschiene 5 in ihrer Lage zum Leiter 6 genau eingeregelt werden muß.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Anordnung, welche die Vorfunkenstrecke konstruktiv mit dem Rohrableiter vereinigt, um dadurch das Einstellen der Vorfunkenstrecke am Einbauort überhaupt überflüssig zu machen und somit Einbauschwierigkeiten zu vermeiden.
In Abb. II ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der Rohrableiter 1, der auf einer geerdeten Tragschiene 5 sitzt, trägt an der Elektrode 2 einen Ausleger 9, an dessem freien Ende ein Isolator 10 befestigt ist. Auf dem Isolator befindet sich ein Ausleger 11, der die Elektrode 12 trägt. Die Elektroden 2 und 12, die die Vorfunkenstrecke 7 bilden, sind somit gemäß der Erfindung mit dem Rohrableiter zusammengebaut. Sie können von vornherein auf ihre Sollschlagweite fest eingestellt werden. Am
Einbauort braucht lediglich die Elektrode 12 durch eine biegsame oder feste Leitung mit dem zu schützenden Leiter verbunden zu werden. Die Elektrode 12 ist in ihrer Längsrichtung verstellbar, so daß die den jeweiligen Anforderungen entsprechende Schlagweite eingestellt werden kann.
Die beiden Ausleger und der Isolator können aus Rundstäben bestehen, die untereinander und mit dem Leiter bzw. der oberen Elektrode des Rohrableiters unter Verwendung konzentrischer Klemmen verbunden sind.
Der Tragisolator der Vorfunkenstrecke kann auch unmittelbar in Achsrichtung des Blasrohres angeordnet sein, wobei zweckmäßig die Vorfunkenstrecke als Zylinderfunkenstrecke ausgebildet ist.
Die Erfindung erspart umständliche Arbeiten zur Einstellung der Vorfunkenstrecke am Einbauort und vereinfacht somit den Einbau des Ableiters erheblich. Außerdem hat diese Anordnung den Vorteil, daß die Ableiter mit festeingestellter Vorfunkenstrecke, also einbaufertig, geliefert werden können.
Claims (4)
1. Blasrohrüberspannungsableiter mit Vorfunkenstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß beide Elektroden der Vorfunkenstrecke konstruktiv fest mit dem Rohrableiter
verbunden sind, indem an der oberen Elektrode des Rohrableiters über einen Ausleger ein Isolator befestigt ist, der an seinem anderen Ende über einen Ausleger die verstellbare Gegenelektrode der Vorfunkenstrecke trägt.
2. Blasrohrüberspannungsableiter mit Vorfunkenstrecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragisolator für die Elektrode der Vorfunkenstrecke zur Vergrößerung seiner Überschlagfestigkeit oder zur Verkürzung seiner Baulänge mit Schirmen oder Rippen versehen ist.
3. Blasrohrüberspannungsableiter mit Vorfunkenstrecke nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ausleger und der Isolator aus Rundstäben bestehen, die untereinander und mit dem Leiter bzw. der oberen Elektrode des Rohrableiters unter Verwendung konzentrischer Klemmen verbunden sind.
4. Blasrohrüberspannungsableiter mit Vorfunkenstrecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragisolator der Vorfunkenstrecke nicht an einem besonderen Ausleger, sondern unmittelbar in Achsenrichtung des Blasrohres angeordnet und die Vorfunkenstrecke als Zylinderfunkenstrecke ausgebildet ist.
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