DEP0049823DA - Antriebsanordnung für von einem Schlepper gezogene landwirtschaftliche Geräte - Google Patents

Antriebsanordnung für von einem Schlepper gezogene landwirtschaftliche Geräte

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DEP0049823DA
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Heinrich Ungerer
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Description

Bei der Mehrzahl der zur Zeit im Gebrauch befindlichen Ackerschleppern ist es des öfteren nicht möglich, bei nassen Bodenverhältnissen, z. B. bei der Kartoffel- und Rübenernte die Tragfähigkeit der Anhänger auszunutzen, da die Triebräder des Schleppers durchschleifen. Dieselben Schwierigkeiten treten bei der Feldarbeit, z. B. beim Pflügen auf. Auch der Antrieb der Vorderräder des Schleppers (Allradantrieb) kann diesen Mangel nicht voll beheben, da sich bei starker Zugbeanspruchung das Gewicht von der Vorderachse weg nach der Hinterachse zu verlagert. Um die Motorkraft des Schleppers voll auszunützen, wird eine Achse des Anhängers angetrieben, da dieselbe immer gleich belastet ist.
In der zugehörigen Zeichnung ist eine solche Antriebsanordnung beispielsweise in
Abb. 1 bei einem Anhänger und in
Abb. 2 bei einem Pflug
veranschaulicht.
Abb. 3 und 4 zeigen eine der Achse vorgeschaltete ausrückbare Klauenkupplung.
Wie die Abb. 1 zeigt, ist der Anhänger in der üblichen Weise mit seiner Zugstange an dem Schlepper angehängt. Seine Hinterachse 6 ist über eine Gelenkwelle 3 mit der Zapfwelle 1 des Schleppers unter Zwischenschaltung einer Rutschkupplung 2 verbunden. Diese Hinterachse 6 des Anhängers, die auch als Vorderachse eingebaut werden kann, lässt sich durch Lösen einer Steckverbindung 7 leicht von dem Anhänger lösen und als selbständige Einheit auch in Verbindung mit anderen landwirtschaftlichen Geräten verwenden.
So zeigt als Beispiel die Abb. 2 die Verwendung dieser Achse in Verbindung mit einem Pflug. Bei dieser Anordnung ist die Achse (6) einseits über die Steckverbindung 7 unmittelbar mit der Anhängervorrichtung des Schleppers gekuppelt und der Pflug dann an die Kupplung der Achse 6 in üblicher Weise angeschlossen. Die Gelenkwelle 3 zwischen der Zapfwelle 1 des Schleppers bzw. der Rutschkupplung 2 und der Ausrückkupplung 4 vor dem Ausgleichsgetriebe 5 der Achse ist selbstverständlich entsprechend kürzer als bei Verwendung der Achse 6 als Hinterachse eines Anhängers gemäss Abb. 1.
Da bei den zur zeit gebräuchlichen Schleppern die Zapfwelle nicht über das Schaltgetriebe geht, sondern unmittelbar vom Motor aus angetrieben wird, macht sie die Veränderung der Drehzahl der Triebräder beim Schalten auf die verschiedenen Gänge nicht mit, sondern läuft gleichbleibend mit der Umlaufzahl des Motors weiter. Es wäre somit noch ein zweites Schaltgetriebe vor der Triebachse oder eine Änderung im Antrieb der Schlepperzapfwelle erforderlich, um auch die Drehzahl der Achse 6 jeweils der Drehzahl der Schleppertriebachse anpassen zu können. Ein solches zusätzliches Getriebe würde jedoch die Verwendung einer solchen Triebachse 6 derart verteuern, dass die Wirtschaftlichkeit der Anorndung in Frage gestellt würde. Um dies zu vermeiden, wird unter Verwendung einer bestimmten Übersetzung in der Übertragungsanordnung die Drehzahl der Antriebsachse 6 auf die Drehzahl der Antriebsachse des Schleppers bei einem bestimmten Gang, z. B. den ersten oder zweiten Gang, abgestimmt.
Die Ausrückkupplung 4 ist als einseitig wirkende Klauen- kupplung ausgebildet, die sich selbsttätig wieder löst, sobald am Schlepper bei besser werdenden Bodenverhältnissen eine nächst höhere Ganggeschwindigkeit eingeschaltet wird. Schleifen zum Beispiel die Antriebsräder des Schleppers auf nassem Boden, so rückt der Fahrer die Zapfwelle 1 am Schlepper ein, so dass die Antriebsachse 6 mitläuft. Werden die Bodenverhältnisse im Laufe der Fahrt wieder besser und wird die nächst höhere Ganggeschwindigkeit am Schlepper eingeschaltet, rollen sich die Räder der Triebachse 6 schneller am Boden ab, als sie von der Zapfwelle aus angetrieben werden. Dadurch dreht sich der Teil der einseitig wirkenden Klauenkupplung 4 b, der mit der Triebachse 6 verbunden ist, schneller als der Teil der Kupplung 4 a, der mit der Gelenkwelle 3 verbunden ist. Der Kupplungsteil 4 b drückt durch seine schrägen Klauen den Kupplungsteil 4 a von sich weg. Ein unter Federdruck stehender Arretierhebel 8 hält den Kupplungsteil 4 a in dieser Stellung fest. Die Verbindung von Zapfwelle 3 und Triebachse 6 ist unterbrochen.
Durch die Anordnung einer solchen zusätzlichen Antriebsachse wird erreicht, dass die Schlepper leichter gebaut werden können, oder aber dass mit leichteren Schleppern grössere Lasten bei nassem oder weichem Boden befördert werden können.

Claims (3)

1. Antriebsanordnung für von einem Schlepper gezogene landwirtschaftliche Geräte, z. B. Anhängewagen, Pflüge usw., gekennzeichnet durch eine an den Geräten angebrachte Antriebsachse (6), die über eine Gelenkwelle (3) von der Zapfwelle (1) des Schleppermotors angetrieben ist.
2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Gelenkwelle (3) und Ausgleichgetriebe (5) der Antriebsachse (6) eine einseitig wirkende Klauenkupplung (4) angeordnet ist, die sich selbsttätig löst, sobald am Schlepper die nächsthöhere Ganggeschwindigkeit eingeschaltet wird.
3. Antriebsanorndung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umdrehzahl der Räder der Antriebsachse (6) auf eine bestimmte Umdrehzahl der Räder des Schleppers abgestimmt ist.

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