<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Aufsattelpflug od. dgl. mit einem höhenverstellbaren und lenkbaren Stützrad am Hinterende.
Bei derartigen Aufsattelpflügen od. ähnL Geräten wird etwa die Hälfte des Pflug- bzw. Gerätegewichtes und der sich bei der Arbeit ergebenden Einzugskräfte auf die Hinterachse des den Pflug od. dgl. ziehenden Ackerschleppers und die andere Hälfte auf das Stützrad übertragen, das antriebslos mitläuft. Die Übertragung der Motorleistung des Schleppers erfolgt also ausschliesslich über die Schleppertriebräder. Es hat sich nun gezeigt, dass je nach den Bodenverhältnissen und der Arbeitstiefe nicht immer die volle Motorleistung des Ackerschleppers ausgenutzt werden kann bzw. dass sich die Fahrgeschwindigkeit beim Pflügen nicht über ein gewisses Mass steigern lässt, weil die Schleppertriebräder trotz der Aufsattellast vom Pflug od. dgl. her auf die Hinterachse durchrutschen.
Das Stützrad vermindert nicht nur diese Aufsattellast, sondern hat auch den Nachteil, dass es, da es auf unebenem weichem Boden abrollt und aus konstruktiven Gründen einen vergleichsweise kleinen Durmesser aufwweist, einen erheblichen Rollwiderstand mit sich bringt, der durch die Zugleistung des Schleppers zusätzlich überwunden werden muss. Das gesamte aus Ackerschlepper und Aufsattelgerät bestehende Gespann weist also fünf Räder auf, von denen bisher bei allradgetriebenen Schleppern nur vier zur Übertragung der vorhandenen Motorleistung auf den Boden herangezogen werden können, wogegen das fünfte Rad, nämlich das Stützrad, ein blosser Mitläufer ist, der wegen der erforderlichen Überwindung des Rollwiderstandes die zur eigentlichen Pflugarbeit zur Verfügung stehende Leistung sogar noch vermindert.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen Ausattelpflug od. dgl. zu schaffen, bei dem die vorhandene Motorleistung des Ackerschleppers besser ausgenützt bzw. mit einem Ackerschlepper geringerer Motorleistung das Auslangen gefunden werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Stützrad als beim Pflügen antreibbares Triebrad ausgebildet ist. Das Stützrad verliert dadurch den Charakter eines reinen Mitläufers, so dass die sich aus der Überwindung des Rollwiderstandes ergebenden Leistungsverluste verschwinden und eine zusätzliche Vortriebskraft aufgebracht wird, die zufolge der erheblichen Belastung des Stützrades durch nahezu die Hälfte des Pfluggewichtes und der Einzugskräfte nicht unbedeutend ist.
Der Aufsattelpflug od. dgl kann mit einem eigenen Motor für das Stützrad ausgerüstet sein, in welchem Falle sich die Fahrgeschwindigkeit beim Pflügen mit gleichem Ackerschlepper erhöhen bzw. die Arbeitstiefe steigern lässt. Im Hinblick auf den technischen Aufwand ist es jedoch günstiger, wenn das Stützrad
EMI1.1
Stützrad aufgeteilt, so dass die Übertragung bei allradgetriebenen Schleppern über alle fünf Räder des Gesamtgespannes erfolgt und somit eine wesentlich bessere Ausnützung der installierten Motorleistung gewährleistet ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung besitzt das Stützrad eine hydrostatische Antriebseinrichtung, wobei entweder die Pumpe der üblichen Schlepperhydraulikanlage den Hydromotor am Stützrad versorgt oder eine eigene, vorzugsweise an eine gangabhängig laufende Schlepperzapfwelle angeschlossene Pumpe vorgesehen ist. Bei einer hydrostatischen Antriebseinrichtung können die Leitungen zwischen der Pumpe und dem Hydromotor aus Rohren oder Schläuchen bestehen, was in Anbetracht der weiten Entfernung des Stützrades vom Schlepper den geringstmöglichen technischen Aufwand mit sich bringt und den weiteren Vorteil ergibt, dass keine Schwierigkeiten auftreten, die sonst vorhanden wären, wenn man den Antriebes lenkbaren und höhenverstellbaren Stützrades vom Schlepper her auf rein mechnischem Wege durchführen wollte.
Die bei Grossschleppern übliche und serienmässig vorhandene Pumpe der Schlepperhydraulikanlage ist im allgemeinen ausreichend dimensioniert, um ohne wesentliche Abänderung den Hydromotor am Stützrad versorgen bzw. die notwendige Leistung übertragen zu können. Da im allgemeinen mit einer Fahrgeschwindigkeit gepflügt wird, die nur in verhältnismässig engen Grenzen schwankt, ist der Antrieb des Stützrades bei entsprechender Wahl des Übersetzungsverhältnisses mit etwa konstanter Geschwindigkeit möglich. Will man aber die Drehzahl des Stützrades der jeweiligen Fahrgeschwindigkeit genauer anpassen, so ist der Antrieb der Pumpe der hydrostatischen Antriebseinrichtung von der gangabhängig laufenden Schlepperzapfwelle zu empfehlen, in welchem Falle dann allerdings eine eigene Pumpe notwendig ist.
Bei Strassenfahrt, also ausgehoben Pflug od. dgl. soll das Stützrad nicht angetrieben werden, um die durch das Ziehen des Ackerschleppers gegebene Fahrsicherheit des Gesamtgespanns nicht zu beeinträchtigen.
EMI1.2
dgl.Achtsamkeit des Fahrers das Stützrad immer nur während der Arbeit angetrieben wird. Selbstverständlich kann zusätzlich ein Handschalthebel zum Ein- und Abschalten des Stützradantriebes vorgesehen werden.
Ist keine gangabhängige Zapfwelle vorhanden und will man auf eine Hydraulikpumpe verzichten, so kann das Stützrad auch von einer mit motorabhängiger Drehzahl laufenden Schlepperzapfwelle über ein Wechselgetriebe, vorzugsweise ein Keilriemengetriebe, antreibbar sein, wobei mit Hilfe des gegebenenfalls stufenlosen Wechselgetriebes die Stützraddrehzahl jeweils an die Fahrgeschwindigkeit angepasst wird.
Die Zeichung zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Aufsattelpfluges schematisch in Seitenasicht.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
entsprechende Lenkbewegung ausführt.
Der Pflug --3-- ist mit einer hydrostatischen Antriebseinrichtung für das Stützrad --4-- ausgerüstet, wobei der Hydromotor --9-- unmittelbar am Stützrad angeordnet ist, wogegen der Schlepper-l-die zugehörige, nicht näher dargestellte Pumpe trägt. Zwei aus Rohren bzw. Schläuchen bestehende Leitungen - 10-- führen von Steckkupplungen --11-- am Schlepper über ein Ventil--12--od. dgl. zum
EMI2.2
Arbeitsstellung, also beim relativen Abwärtsschwenken des Stützrades--4--das Ventil--12--schliesst, wodurch der hydrostatische Antrieb ausgeschaltet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufsattelpflug od. dgl. mit einem höhenverstellbaren und lenkbaren Stützrad am Hinterende,
EMI2.3