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Zahnräderwechselgetriebe für landwirtschaftliche Zug- und Arbeitsmaschinen mit nachträglich anbaubarem stufenlosen Getriebe
Die Erfindung betrifft ein Zahnräderwechsel- getriebe für landwirtschaftliche Zug- und Arbeitsmaschinen mit nachträglich anbaubarem, stufenlosen Getriebe und hat den Zweck, einen Schlepper zu schaffen, der in jede Geschwindigkeit geschalten werden kann.
Um landwirtschaftliche Maschinen mit der höchsten Wirtschaftlichkeit einsetzen zu können, ist häufig eine stufenlose Regelbarkeit der Fahr- geschwindigkeit erforderlich. So ist es für den Einsatz eines Mähdreschers in der Ernte wichtig, dass die Fahrgeschwindigkeit des Mähdreschers den sich ergebenden unterschiedlichen Bedingungen, wie Dichte des Getreides, Höhe des Strohs und Feuchtigkeit, angepasst werden kann, um Verstopfungen zu vermeiden und eine wirtschaftliche Leistung zu erzielen.
Es sind selbstfahrende Mähdrescher bekannt, bei denen dem Wechselgetriebe ein stufenloses Getriebe vorgeschaltet ist. Diese Getriebe werden jedoch nur während der kurzen Zeit der Ernte verwendet und sind daher unwirtschaftlich. Bei Schleppern, die als Zugmaschine oder Traggerät für Mähdrescher oder andere Maschinen eingesetzt werden sollen, ist es bekannt, ein Gruppengetriebe vor das eigentliche Wechselgetriebe zu schalten und damit die Zahl der Gänge zu verdoppeln. Bei den meisten dieser Getriebe liegen die oberen Gänge des Untersetzungsgetriebes mit ihren Drehzahlen zwischen den unteren des normalen Wechselgetriebes. Dadurch liegen die verschiedenen Geschwindigkeitsstufen so eng zusammen, dass bei 10 Gängen praktisch nur noch 6 bis 7 verschiedene Geschwindigkeiten bleiben.
Selbst wenn dieser Mangel behoben wird, ist mit den bisher bekannten Mitein ein umfangreiches, fest eingebautes Getriebe nötig, das von vornherein am Schlepper vorgesehen werden muss und nur für eine verhältnismässig kurze Zeit im Jahr eingesetzt werden kann.
Bekannt ist weiters, bei Ackerschleppern mit Vorgelegewelle ein Zahnrad eines die Vorgelegewelle mit der getriebenen Welle verbindenden Zahnräderpaares mit seiner Welle über eine hydrodynamische Kupplung zu verbinden. Durch das Verschieben einer der Kupplungshälften kann damit die übertragene Drehzahl stufenlos geregelt werden. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass der stufenlos regelbare Bereich nur an einen bestimmten Gang, vorzuweisen den langsamsten, ge- bunden und nach Art der hydrodynamischen
Kupplung mit einem starken Leistungsverlust ver- bunden ist.
Die Erfindung hat ein stufenloses Getriebe zum
Gegenstand, durch das der gesamte Bereich der vorhandenen Gänge stufenlos regelbar wird und welches abnehmbar an einem normalen Schlepper- getriebe angeordnet ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass von dem Zahnräderwechselgetriebe zwei An- schlusswellen aus dem Getriebegehäuse herausge- führt sind und ein bekanntes stufenloses Getriebe zum nachträglichen Anbau am Getriebegehäuse und Anschluss an die Anschlusswellen des Wechselgetriebes vorgesehen ist. Die Übertragung der über eine Motorkupplung abgeleiteten Motorkraft erfolgt durch eine Welle über ein Kegelradpaar auf die eine der Anschlusswellen in das stufenlose Getriebe und über die zweite Anschlusswelle und ein weiteres Kegelradpaar auf die Zwischenwelle des Zahnräderwechselgetriebes. In der ersten Anschlusswelle und in der Zwischenwelle sind hinter den beiden Kegelradpaaren Klauenkupplungen zum Trennen des Kraftflusses angeordnet. Ein weiteres Kegelrad und eine Klauenkupplung verbinden das erste Kegelradpaar mit der Zwischenwelle.
Zweckmässig wird nur der für das Fahrgetriebe benötigte Teil der Motorleistung über das stufenlose Getriebe geleitet, während zur Kraftabnahme des Nebentriebes, z. B. einer Zapfwelle, vor dem Getriebe eine an sich bekannte Doppelkupplung angeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Von der Doppelkupplung 1 wird über ein Zahnrad 2 die Kraft auf die Nebentriebwelle 3 übertragen. Hinter der Doppelkupplung wird die Motorkraft für das Fahrgetriebe durch die Welle 4 zu einem Schaltorgan weitergeleitet. Dieses besteht aus dem Kegelrad 5, das auf der Welle 4 befestigt ist, dem Kegelrad 6 auf der Anschlusswelle 7, dem Kegelrad 8, welches mit der Klauenkupplung 9 fest verbunden ist und der Schaltmuffe 10 zwischen den
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Kegelrädern. Die zweite Schaltklaue der Klauenkupplung 9 ist mit der Zwischenwelle 11 fest ver- 'bunden. Auf dieser sind 4 Schieberäder angeordnet, die wahlweise mit den 4 Stirnrädern der Antriebswelle 12 in Eingriff gebracht werden können.
Am Ende der Zwischenwelle 11 ist eine weitere Klauenkupplung 13 angeordnet und an dieser das Kegelrad 14, welches mit dem Kegelrad 15 auf der Anschlusswelle ständig im Eingriff ist. Die beiden Anschlusswellen 7 und 16 sind durch die Getriebegehäusewand 17 aus dem Getriebegehäuse hinausgeführt. Ein stufenloses Getriebe 18 ist ausserhalb des Getriebegehäuses an der Getriebe-
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welle 7 ist eine Klauenkupplung 19 zum Unterbrechen des Kraftflusses eingebaut.
Bei Verwendung des Schleppers als Zugmaschine wird durch Schalten der Schaltmuffe 10 die Motorkraft entweder direkt von der Welle 4 auf die Welle 11 übertragen oder als Rückwärtsgang über die Kegelräder 5, 6, 8 ; die Klauenkupplung 9 ist dabei geschlossen, wodurch automatisch die in der Anschlusswelle 7 eingebaute Klauenkupplung 19 gelöst ist.
Soll mit stufenlos regelbarer Geschwindigkeit gefahren werden, wird die Klauenkupplung 9 gelöst und damit gleichzeitig die Klauenkupplung 19 in der Anschlusswelle 7 geschlossen. Die Motorkraft wird nun von der Welle 4 über die Kegelräder 5, 6 an die Anschlusswelle 7 durch das stufenlose Getriebe geleitet und über die zweite Anschlusswelle 16 auf die Zwischenwelle 11 des Wechselgetriebes übertragen. Hier werden die für Normalbetrieb vorgesehenen Gänge geschaltet und die Kraft über die Antriebswelle 12 zum Differentialgetriebe geleitet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zahnräderwechselgetriebe für landwirtschaftliche Zug- und Arbeitsmaschinen mit nachträglich anbaubarem, stufenlosen Getriebe, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Zahnräderwechselgetriebe zwei Anschlusswellen (7, 16) aus dem Getriebegehäuse (17) herausgeführt sind und ein an sich bekanntes stufenloses Getriebe (18) zum nachträglichen Anbau am Getriebegehäuse (17) und Anschluss an die Anschlusswellen (7, 16) vorgesehen ist, wobei die durch eine Welle (4) über eine Motorkupplung (1) abgeleitete Motorkraft über ein Kegelradpaar (5, 6) auf die Anschlusswelle (7) in das stufenlose Getriebe (18) und über die zweite Anschlusswelle (16) und ein weiteres Kegelradpaar (14, 15) auf die Zwischenwelle (11)
des Zahnräderwechselgetriebes übertragen wird, und dass je eine Klauenkupplung (13, 19) in der Anschlusswelle (7) und in der Zwischenwelle (11) hinter den Kegelradpaaren (5, 6 und 14, 15) zum Trennen des Kraftflusses angeordnet sind und ein weiteres Kegelrad (8) mit einer Klauenkupplung (9) das erste Kegelradpaar (5, 6) mit der Zwischenwelle (11) verbindet.