DEP0049252DA - Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KüpenfarbstoffenInfo
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Description
IEN GESELLSCHAFT, BASEL (SCHWEIZ) Di pi.-!ng. E. Spianeman®
Hamburg 36 Hamburg 36 ι B Ju!i1P49
Neuer Wall 10, 4. Stock Neuer Wall 10, 4. Stock
Anruf 34 7900
Oase 2566/E
Deutschland
Deutschland
Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen,
Es 1st bereits bekannt, dass wertvolle Küpenfarbstoffe erhalten werden können, wenn man Isophthalsäure bezw.
deren funktionelle Derivate mit verküpbaren Aminen umsetzt. Manche dieser Farbstoffe befriedigen jedoch nicht in vollem
Umfange, insbesondere befinden sich darunter einige gelbe Farbstoffe, die bei sonst brauchbaren bis guten Echtheitseigenschaften
den Nachteil aufweisen, faserschädigend zu wirken. Unter Faserschädigung ist hier die Eigenschaft der Färbungen
zu verstehen, beim Belichten bezw. beim Bewettern eine grössere Festigkeitseinbusse zu erleiden als die entsprechende ungefärbte
Faser. Bekanntlich gibt es aach Farbstoffe, die faserschützende Eigenschaften besitzen, derart, dass die gefärbte Faser widerstandsfähiger
ist als die ungefärbte. Gerade im Bereich der gelben bis roten Küpenfarbstoffe ist jedoch eine gewisse oder
sogar bedeutende Faserschädigung häufig anzutreffen.
Es wurde nun gefunden, dass wertvolle Küpenfarbstoffe hergestellt werden können, wenn man Verbindungen der allgemeinen
Formel
worin das eine X und das eine Y Wasserstoff unä das andere X sowie das andere Y ein Halogenatom oder Wasserstoff bedeuten,
mit einem reaktionsfähigen. Derivat einer aromatischen Monocarbonsäure acyliert.
Die dem vorliegenden Verfahren als· Ausgangsstoffe dienenden. Verbindungen der obigen allgemeinen Formel können
z,.3. erhalten werden, indem man Isophthalsäure nitriert, die so hergestellte 5"Nitro™isophth.alsäure in ein fun/ktionelles
Derivat 3 insbesondere das Säurechloi'ld., überführt, dieses mit 2 Mol eines l-Aminoanthrachinons, das ein Halogenation; in 6 oder /f
7"3tellung enthalten, kann bszw. mit 2 Mol zweier verschiedener solcher 1-Aminoanthrachinone umsetzt; und sohliessl.ich die Nitro·-
gruppe reduziert. Es können somit in der obigen. FOrmel beide X und beide Y Wasserstoff bedeuten o;!er es Sram κ; ,B. ein. X für ein
B'alogenatoiiif a.B. ein Chlor- oder B rom ε·· to·.;· stellen oder es können
scaliesalich soviohl ein X als auch ein y Halogan bedeuten.
Als reaktionsfähige Deriv;ite avc-natirac αε r Fi ο ro carbonsäuren
kennen swedcmässlg äs^en Säirsehalof::eri.lde - j Π-Sbepondere
dia Säurechloride verwendet werden,.,
Als Beispiele für aromatische Monocarbor: säuren, die,
wie angegeben, zweckmässig in Form ihrer Chloride verwendet werden, seien Anthrachinon-oarbonsäuren insbesondere Anthrachinone
p-car'bonsäure genannt, die noch weitere Substituenten aufweisen
öle können, vorzugsweise aber aromatisclie Monocarbonsäuren ,1^ insgesamt
höchstens zwei, gegebenenfalls miteinander kondensierte aromatische Ringe aufweisen, wie Naphthalincarbonsäuren, Diphenyl- bezw,
Dipnenylsulfoncarbonsäuren, und insbesondere Benzolcarbonsäuren.
Die genannten Monocarbonsäuren können zweckme-ssig noch ■weitere Substituenten aufweisen, wl(? sie in Küpenfarbstoffen
üblicherweise vorkommen. Mit besonderem Vorteil werden gemäss vorliegendem Verfahren Benzolcarboiusäuren 'bezw. deren reaktionsfähige
Derivate verwendet, die als Kernsübstituent ein Schwefelatom enthalten, das an ein weiteres Kohlenstoffatom gebunden Ist.
Als Beispiele solcher Substituenten selen die Alkylsulfongruppen, insbesondere Methylsul f'ongr uppen., A:.'ylsulf ongr uppen, insbesondere
Phenylsulfongruppen, sowie auch Alkyl^meroaptogruxjpen, beispiels =
weise die Methylmercaptogruppe genannt, Auch eine Dialkylsulfaraid
gruppe kommt als Kernsubstituent in. Betracht, Die Äcylieruag der Aminogj'uppe Icarm swackmässig in
einem hochsiedenden Lösungsmittel« uie Nit:roben£;ol bei Temparaturen, ei© um oder wesentlich über 1000^V '..legen, a,.B, beim Siedepunkt des
betreffenden Lösungsmittels durchgerührt v/arden. Ja nach den umständen kann @s zweckmässlg sein, kondensierende oder säure-=
bildende Mittel zusugeben. Die UiEse;sung ei'folgt im allgemeinen mit bemerkenswerter Leichtigkeit, was angesichts des verhältnis-
massig grossen Moleküls der Verbindungen der obigen allgemeinen Formel nicht ohne weiteres zu erwarten war.
Die Farbstoffe gemäss vorliegender Erfindung können als Pigmentfarbstoffe verwendet werden. Sie eignen sich zum
Färben und Drucken der verschiedensten Fasern, Insbesondere cellulosehaltigen Fasern, wie Baumwolle, Kunstseide und Zellwolle
aus regenerierter Cellulose, r\ach den für· Küpenfarbstoffe üblichen Verfahren.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern, die vorliegende Erfindung, ohne diese jedoch irgendwie einzuschränken. Dabei
bedeuten die Teile, wo nichts anderes vermerkt ist, Gewichts ■-tsi^TeV die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen· sind
in Celsiusgraden angegeben.
21,6 Teile 5-Amino-isophthaloyl~di-(l'-anthrachinoyl) amid der Formel
0 NH-CO. CO-NH 0
I) , Il
0 KH2 0
und 8*8 Teile m-Methylsulfony !benzotrichlorid der Formel
COCl
SO2CH,
werden in 1200 Teilen Nitrobenzol so lange sum Sieden erhitzt, bis die Umsetzung vollzogen ist. Man lässt; erkalten, saugt ab,
wäscht zuerst mit Nitrobenzol, dann mit Benaol aus und trocknet. Man erhält so in guter Ausbeute ein gelbes Pulver,, das Baumwolle
aus violetter Küpe in gelben Tönen ^on. guter Echtheit färbt, die sich besonders durch, geringe Faserschädigung auszeichnen.
Nimmt man an Stelle von. nv-Kethylsulfonjlben.zcylchlorid die entsprechende Menge Benzoylchloj'id; so erhält man ebenfalls
einen gelben Farbstoff, der Baumwolle aus violetter Küpe In gelbes: Tönen färbt.
Das in diesem Beispiel verwendete 5~Am:lr-oisophthaloyl.~ di~{l?-anthrachinoyl)-amid wird au:: folgendem Wage erhalten;
125 Teile S-NitrolBophtha'Lsäure^ichloria (erhältlich
einerseits durch Nitrieren von Isophthalsäure in konzentrierter Salpetersäure und Behandeln der so erhaltenen 5-Kitroisophthalsäure
mit Thionylchlorid) werden zusammen mit 220 Teilen 1-Aminoanthrachlnon in l800 Teilen Nitrobe:azol 1/2 Stunde ι?um Sieden erhitzt.
Nach dem Erkalten wird abgesaugt und wie üblich aufgearbeitet. Das so erhaltene 5-Witroi3ophthaioyl-di-(l:-anthrachlnoyl)-amid
wird durch Verküpen mit Hydrosulfit und Natronlauge in das entsprechende AminoderLvat, ein aus Nitrobenzol
umkristallisierbares Produkt. übergeführt.
Verwendet man zur Herstellung des Ausgangsstoffes anstelle von l-Aminoarrthrachinon haLogensubstituiepte 1-Aminoanthrachinone
und/ocier als Acylierungsmittel Säurechloi'ide anderer aromatischer Monocarbonsäuren so e\"b.ält mtn ebenfalls
Küpenfarbstoffe, wie aus folgander Taballo ersiehtliuli ist.
Farbe des Farbstoffs Säurechloridkomponente j Färbunffi auf Baumwolle
Anthracliinonkomconente
1-Am inoanthrach ino η
1 -Am ino anthr.achino η
l-Amlnoanthrachinon
1-Am^no -6 -chlor antifachinon
1-Amino-6-chlor anthrachinon
1-Aminoanthrachmon 1 -Amino -6 -chlor
1 -Amino -6 -chlor anthrach ino η
l-Amj.non.nthrachinori
Claims (1)
1.) Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der allgemeinen
Formel
=0 0=
-NH-CO-/ViO-NB
er
NH2
worin das eine X und das eine Y Wasserstoff und das andere X sowie das andere Y ein Halogenatom oder Wasserstoff bedeuten,
mit einem reaktionsfähigen Derivat einer aromatischen Monocarbonsäure acyliert.
?..) Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man mittels Säurechloriden solcher aromatischer
Monocarbonsäuren acyliert die höchstens zwei aromatische Ringe
auf we i s en. ?ote£* ο-η
CIBA AKTIENGESELLSCHAFT
Patentanmeldung in Deutschland ~ P 49252 IYd/22 bB- Oase 2566/S,
Erläuterung zur Färb β tafel··
Färbung 1 g Farbstoff gemass Beispiel I5 1* Absatz Färbung 2 s 5„ Farbstoff der Tabelle auf Seite 7
färbung 3 ι 6» Farbstoff äer Tabelle auf Seite 7
■·» 1 $S
- 1 f*
Färbimgeii auf Baumwolle aas Hatriumhydroxyd und natriuni-
liydrosiilfit eritiialtendea Bade bei 40 bis 50' oxydiert j abg©8äuert und kochend geseift.
Hernach an der Luft
CIBA AKTIENGESELLSCHAFT
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