DE821385C - Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE821385C
DE821385C DEP49252A DEP0049252A DE821385C DE 821385 C DE821385 C DE 821385C DE P49252 A DEP49252 A DE P49252A DE P0049252 A DEP0049252 A DE P0049252A DE 821385 C DE821385 C DE 821385C
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DE
Germany
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yellow
dyes
acid
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Expired
Application number
DEP49252A
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English (en)
Inventor
Dr Walter Kern
Dr Paul Sutter
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BASF Schweiz AG
Original Assignee
Ciba AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups
    • C09B1/42Dyes with acylated amino groups the acyl groups being residues of an aromatic carboxylic acid
    • C09B1/43Dicarboxylic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen Es ist bereits bekannt, daß wertvolle Küpenfarbstoffe erhalten werden können, wenn man Isophthalsäure bzw. deren funktionelle Derivate mit verküpbaren Aminen umsetzt. Manche dieser Farbstoffe befriedigen jedoch nicht in vollem Umfange, insbesondere befinden sich darunter einige gelbe Farbstoffe, die bei sonst brauchbaren bis guten Echtheitseigenschaften den Nachteil aufweisen, faserschädigend zu wirken. Unter Faserschädigung ist hier die Eigenschaft der Färbungen zu verstehen, beim Belichten bzw. beim Bewettern eine größere Festigkeitseinbuße zu erleiden als die entsprechende ungefärbte Faser. Bekanntlich gibt es auch Farbstoffe, die faserschützende Eigenschaften besitzen derart, daß die gefärbte Faser widerstandsfähiger ist als die ungefärbte. Gerade im Bereich der gelben bis roten Küpenfarbstoffe ist jedoch eine gewisse oder sogar bedeutende Faserschädigung häufig anzutreffen.
  • Es wurde nun gefunden, daß wertvolle Küpenfarbstoffe hergestellt werden können, wenn man Verbindungen der allgemeinen Formel worin das eine X und das eine Y Wasserstoff und das andere X sowie das andere Y ein Halogenatom oder Wasserstoff bedeuten, mit einem reaktionsfähigen Derivat einer aromatischen Monocarbonsäure acyliert.
  • Die dem vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden Verbindungen der obigen allgemeinen Formel können z. B. erhalten werden, indem man Isophthalsäure nitriert, die so hergestellte 5-Nitroisophthalsäure in ein funktionelles Derivat, insbesondere das Säurechlorid, überführt, dieses mit 2 Mol eines i-Aminoanthrachinons, das ein Halogenatom in 6- oder ff-Stellung enthalten kann bzw. mit 2 Mol zweier verschiedener solcher i-Aminoanthrachinone umsetzt und schließlich die Nitrogruppe reduziert. Es können somit in der obigen Formel beide X und beide Y Wasserstoff bedeuten, oder es kann z. B. ein X für ein Halogenatom, z. B. ein Chlor- oder Bromatom, stehen, oder es können schließlich sowohl ein X als auch ein Y Halogen bedeuten.
  • :11s reaktionsfähige Derivate aromatischer Monocarbonsäuren können zweckmäßig deren Säurehalogenide, insbesondere die Säurechloride verwendet werden.
  • :'11s Beispiele für aromatische Monocarbonsäuren, die, wie angegeben, zweckmäßig in Form ihrer Chloride verwendet werden, seien Anthrachinoncarbonsäuren, insbesondere Anthrachinon-f3-carbonsäure genannt, die noch weitere Substituenten aufweisen können, vorzugsweise aber aromatische Monocarbonsäuren, die insgesamt höchstens zwei gegebenenfalls miteinander kondensierte aromatische Ringe aufweisen, wie Naphthalincarbonsäuren, Diphenyl- bzw. Diphenylsulfoncarbonsäuren und insbesondere Benzolcarbonsäuren.
  • Die genannten Monocarbonsäuren können zwecktnäßiA noch weitere Substituenten aufweisen, wie sie in Küpenfarbstoffen üblicherweise vorkommen. Mit besonderem Vorteil werden gemäß vorliegendem Verfahren Benzolcarbonsäuren bzw. deren reaktionsfähige Derivate verwendet, die als Kernsubstituent ein Schwefelatom enthalten, das an ein weiteres Kohlenstoffatom gebunden ist. Als Beispiele solcher Substituenten seien die Alkylsulfongruppen, insbesondere Methylsulfongruppen, Arylsultongruppen, insbesondere 1'hejiylsulfongruppen sowie auch Alkylmercaptogruppen, beispielsweise die Methylmercaptogruppe genannt. Auch eine Dialkylsulfamidgruppe kommt als Kernsubstituent in Betracht.
  • Die Acylierung der Aminogruppe kann zweckmäßig in einem hochsiedenden Lösungsmittel, wie Nitrobenzol bei Temperaturen, die um oder wesentlich über: ioo° liegen, z. B. beim Siedepunkt des betreffenden Lösungsmittels durchgeführt werden. Je nach den Umständen kann es zweckmäßig sein, kondensierende oder säurebindende Mittel zuzugeben. Die Umsetzung erfolgt im allgemeinen mit bemerkenswerter Leichtigkeit, was angesichts des verhältnismäßig großen Moleküls der Verbindungen der obigen allgemeinen Formel nicht ohne weiteres zu erwarten war.
  • Die Farbstoffe gemäß vorliegender Erfindung können als Pigmentfarbstoffe verwendet werden. Sie eignen sich zum Färben und Drucken der verschiedensten Fasern, insbesondere cellulosehaltigen Fasern, wie Baumwolle, Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose, nach den für Küpenfarbstoffe üblichen Verfahren.
  • Die nachfolgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung, ohne diese jedoch irgendwie einzuschränken. Dabei bedeuten die Teile, wo nichts anderes vermerkt ist, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente. Beispiel i 21,6 Teile 5-Aminoisophthaloyldi-(i'-anthrachinoyl)-amid der Formel und 8,8 Teile m-Methylsulfonylbenzoylchlorid der Formel werden in i Zoo Teilen Nitrobenzol so lange zum Sieden erhitzt, bis die Umsetzung vollzogen ist. Man läßt erkalten, saugt ab, wäscht zuerst mit Nitrobenzol, dann mit Benzol aus und trocknet. Man erhält so in guter Ausbeute ein gelbes Pulver, das Baumwolle aus violetter Küpe in gelben Tönen von guter Echtheit färbt, die sich besonders durch geringe Faserschädigung auszeichnen.
  • Nimmt man an Stelle von m-blethylsulfonylbenzoylchlorid die entsprechende Menge Benzoylchlorid, so erhält man ebenfalls einen gelben Farbstoff, der Baumwolle aus violetter Küpe in gelben Tönen färbt.
  • Das in diesem Beispiel verwendete 5-Aminoisophthaloyldi-(i'-anthrachinoyl)-amid wird auf folgendem Wege erhalten: 125 Teile 5-Nitroisophthalsäuredichlorid, erhältlich einerseits durch Nitrieren von Isophthalsäure in konzentrierter Salpetersäure und Behandeln der so erhaltenen . 5-Nitroisophthalsäure mit Thionylchlorid,werden zusammen mit 22o Teilen i-Aminoanthrachinon in i8oo Teilen Nitrobenzol i/2 Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten wird abgesaugt und wie üblich aufgearbeitet. Das so erhaltene 5-Nitroisoplithaloyl-di-(i'-anthrachinoyl)-amid wird durch Verküpen mit Hydrosulfit und Natronlauge in das entsprechende Aminoderivat, ein aus Nitrobenzol umkristallisierbares Produkt, übergeführt.
  • Verwendet man zur Herstellung des Ausgangsstoffes an Stelle von i-Aminoanthrachinon halogensubstituierte i-Aminoanthracliinone und/oder als Acylierungsmittel Säurechloride anderer aromatischer Monocarbonsäuren, so erhält man ebenfalls Küpenfarbstoffe, wie aus folgender Tabelle ersichtlich ist.
    Anthrachinonkomponente Säurecliloridkomponente Farbe des Farbstoffs
    Färbung auf Baumwolle
    I-Aminoanthrachinon . . . . . . . . . . . . . . . . . CIOC -@ @--- S 02 - C H3 gelb
    1-Aminoziiitliracliinoii . . . . . . . . . . . . . . . . . ClOC-/@-S02N (CH3)2 gelb
    1-:\niinoanthracliinon . . . . . . . . . . . . . . . . . \@- S02 --,_@ - j-COCI gelb
    COCI
    1-Amino-6-cliloranthracliinon . . . . . . . . . . . gelb
    @/ -S02CH3
    Z/,\- COCl
    1-Amino-6-chlorantlirachinon . . . . . . . . . . . gelb
    C O Cl
    1-Aminoanthrachinon ................. i gelb
    -C O Cl
    1-Amino-6-chlorantlirachinon ........... gelb
    1-Amino-6-chlorantlirachinon . . . ... .. . .. @-COCl gelb
    COCl
    1-Aminoanthrachinon.................. gelb
    SCH3

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel worin das eine X und das eine Y Wasserstoff und das andere X sowie das andere Y ein Halogenatom oder Wasserstoff bedeuten, mit einem reaktionsfähigen Derivat einer aromatischen Monocarbonsäure acyliert.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man mittels Säurechloriden solcher aromatischer Monocarbonsäuren acyliert, die höchstens zwei aromatische Ringe aufweisen.
DEP49252A 1948-07-30 1949-07-19 Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen Expired DE821385C (de)

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