DEP0044423DA - Lageranordnung mit Belade- und Entnahmeanlage - Google Patents
Lageranordnung mit Belade- und EntnahmeanlageInfo
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Description
Es sind Lageranordnungen mit Belade- und Entladevorrichtung bekannt, die jeweils aus einem nebeneinander verlaufenden Damm und Graben mit ineinander übergehender Böschung gebildet werden. Über dem Lagerplatz ist im allgemeinen seitlich eine Fahrbahn zum Beschicken angeordnet. Zum Entleeren des Lagerplatzes dient ein Becherwerk, das an einem am Graben gegenüber der Grabendammböschung arbeitenden Entnahmegerät heb- und senkbar befestigt ist. Neben dem Entnahmegerät verlaufen parallel zum Graben ein oder mehrere Förderbänder, die das entnommene Gut weiterbefördern. Derartige Anlagen haben zunächst die Nachteile, die sich daraus ergeben, dass die Eimerleitern nur von oben nach unten arbeiten können, so leistet die Eimerleiter bei ungleichmässiger Schüttoberfläche Leerarbeit usw. Auf weitere Nachteile der Verwendungen von abgrabenden Becherwerken wird weiter unten zurückzukommen sein. Um diese Nachteile zu vermeiden, ist auch schon vorgeschlagen worden, die Umlenkräder des Grabenturas mit seitlich vorstehenden messerförmigen Vorschneidern zu versehen. Derartige Geräte können nicht nur von oben nach unten, sondern auch seitlich gegen das Entnahmegut arbeiten. Ausserdem ist nachteilig, dass das einseitig ausladende Entnahmegerät insbesondere beim grösseren Gewicht der Eimerleiter mit einer verhältnismässig grossen Ballastmenge versehen sein muss, die im Interesse einer Senkung des Betriebs-
gewichtes an einem verhältnismässig langen Ballastträger angeordnet wird. Dadurch erhält das Gerät eine verhältnismässig grosse Breite, was besonders bei überdachter Bunkeranlage nachteilig ist.
Es ist weiterhin für Tiefbunker bekannt, eine Baggereimerleiter bzw. ein Schaufelrad an einem Laufkranträger aufzuhängen, der sich auf beiden Seiten des Tiefbunkers abstützt. Derartige Vorrichtungen haben den Nachteil, dass das Gewinnungsgerät zur Entnahme des Gutes sehr häufig über das Lager hin und her gefahren werden muss, da die Eimer bzw. das Schaufelrad nur mit geringem Schnittspan in das Fördergut eintauchen können. Die Entnahmegeräte arbeiten nur von oben nach unten. Eine gegebenenfalls gewünschte Mischung des Schnittgutes lässt sich bei einem derartigen Verfahren nicht erreichen. Nachteilig ist fernerhin, dass die Eimerleiter bzw. das Schaufelrad bei backender wie z.B. frosthaltiger Kohle, die insbesondere von der Wandseite nicht in die Bunkersohle nachrutscht, erhebliche Leerarbeit leisten muss, die die Wirtschaftlichkeit der Anlagen ungünstig beeinflusst. Auch arbeiten die bekannten Anlagen nur mit geschlossenen Eimern, da sonst die Leerarbeit noch vergrössert würde. Soweit bei derartigen Anlagen die Transportwagen oberhalb des Laufkranträgers laufen, besteht der Nachteil, dass Fördergut beim Entleeren der Transportwagen auf den Laufkranträger geworfen wird. Da fernerhin die Transportwagen im Interesse eines guten Schnittes des Schüttgutes mit Eimerleitern und im Interesse einer möglichsten Raumausnutzung des Bunkers im allgemeinen über der Bunkermitte verlaufen, ist bei einer derartigen mittigen Belastung der Träger für die Transportbahn eine schwere Trägerkonstruktion
unumgänglich.
Es sind auch ähnliche Bunker bekannt, bei denen ein Schaufelrad als Bunkerschöpfgerät heb- und senkbar an einer Laufkrananlage angehängt ist, die die Durchfahrt der Transportwagen überspannt. Dadurch ist eine verhältnismässig grosse Trägerkonstruktion notwendig. Ausserdem hat die Anlage noch die anderen bereits beschriebenen Nachteile der Verwendung eines Schaufelrades.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Lageranordnungen zu vermeiden. Sie besteht in der Verbindung eines an einer den Lagerplatz überspannenden Laufkrananlage heb- und senkbar befestigten Entnahmegerätes mit einem verhältnismässig grossen, dem Querschnitt der Lagergrabensohle angepassten, vorzugsweise mit Seitenschneidmessern versehenen, seitlich gegen das Entnahmegut arbeitenden Grabenturas. Die erfindungsgemässe Kombination hat mehrere erhebliche Vorteile. Zunächst kann das Entnahmegerät mit dem grossen Grabenturas ein einmaliger bzw. bei wenig wiederholter Überfahrt und deshalb bei einer verhältnismässig geringen Fahrgeschwindigkeit das Lager leeren. Das auf der Dammböschung liegende Gut rutscht dem Entnahmegerät zu; auch bei nicht nachrutschendem Material, z.B. bei stark backender oder frosthaltiger Kohle, wird der Lagerraum jederzeit voll aufnahmebereit geleert. Der weitere Vorteil der Erfindung besteht in der verhältnismässig geringen Breite der Anlage, da die Tragvorrichtung für das Entnahmegerät oberhalb des Lagerraumes - gegebenenfalls unter der Dachkonstruktion - angeordnet ist. Die neue Lageranordnung ist deshalb besonders für Doppelbunker geeignet, die
im Querschnitt spiegelbildlich, beispielsweise mit aneinander liegenden Dammböschungen oder mit aneinander liegenden Entnahmegeräten parallel nebeneinander angeordnet sind. Der Bau derartiger Doppelbunkeranlagen, die eine besonders wirtschaftliche Lageranordnung darstellen, wird dann insofern vereinfacht, als eine beide Bunker überspannende Konstruktion auf jeder Seite eine Laufkrananlage trägt.
Die Fördergefässe des Entnahmegerätes, wie z.B. Schalen- oder Schrappeneimer (bodenlose Eimer), können in jeder an sich bekannten Art das Schüttgut auf eine Abtransporteinrichtung entladen. Hierzu können die Fördergefässe z.B. über einen Schüttrumpf entleeren, der mit einem oder mehreren auf eine entsprechende Anzahl von Bandstrassen arbeitenden Ausläufen versehen ist. Das Entnahmegerät der erfindungsgemässen Anlage wird vorzugsweise mit einer frei durchhängenden, nicht geführten Eimerkette ausgerüstet, die unabhängig von der Oberfläche des Schüttgutes stets mit einer guten Füllung der Eimer arbeitet. Ausserdem schmiegt sich das untere freie durchhängende Kettentrumm der Grabenböschung an. Irgendwelche schweren und dem Verschleiss unterliegenden Führungsschienen entfallen.
Die neue Lageranordnung kann weiterhin dadurch verbessert werden, dass die das Entnahmegerät tragende Laufkrananlage das Lager in Querrichtung nur teilweise überspannt und nebeneinander mit einer in gleicher oder unterschiedlicher Höhe über dem Lager angeordneten Beladeanlage liegt. Dabei wird zweckmässig die Beladeanlage auf der Seite der Grabendammböschung gelegt, während das Entnahmegerät auf der anderen Seite läuft. Bei dieser Anordnung entleeren die Transportzüge nicht unmit-
telbar auf dem Brückenträger, vielmehr befinden sich dessen Bauelemente ausserhalb des Bereichs des fallenden Gutes. Die Anlage hat im übrigen auch den Vorteil einer geringen Breite, da beispielsweise Ausleger und Ballastgewichte für das Entnahmegerät entfallen. Die seitliche Anordnung der verhältnismässig schweren Beladeanlage, auf der Transportzüge fahren, ermöglicht eine vorteilhafte Abstützung der Anlage z.B. nahe der Dammböschung.
Der Laufkranträger kann ein- oder beidseitig auf Laufbahnen abgestützt sein, die an einer das Lager überspannenden Dachkonstruktion befestigt sind. Beispielsweise kann bei einer derartigen Ausführungsform die Laufbahn des Laufkranträgers auf der Abwurfseite des Entnahmegerätes auf der Lagerwand oder auf den Stützträgern der Dachkonstruktion abgestützt sein, während das leiterseitige Fahrwerk auf einer Laufbahn laufen kann, die unmittelbar an der Dachkonstruktion aufgehängt, bzw. in deren Binderkonstruktion einbezogen ist.
Die Beladeanlage kann ebenfalls unmittelbar in die Dachkonstruktion eingebaut sein. Das Entnahmegerät muss mit einer Spannvorrichtung für die Eimerleiter versehen sein. Zweckmässig wird diese ausserhalb des in den Bunker ragenden heb- und senkbaren Teil des Entnahmegerätes angeordnet. Bei dieser Ausführungsform bleibt der Arbeitsbereich der Kette, vor allem im unteren Umlenkpunkt, stets der gleiche, so dass auch der Abstand zwischen dem im Lager auf und abgehenden Ende des Entnahmegerätes und der Bunkerwand stets der gleiche bleibt. Eine einfache Ausführungsform besteht darin, dass der hintere abwurfseitige Umlenkpunkt in Längsrichtung der Eimerleiter
verstellbar ausgebildet wird.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Anlage als Doppelbunker schematisch dargestellt, und zwar zeigen
Abb. 1 einen Schnitt der Anlage, bei der die Einzelheiten nur in der einen Bunkerhälfte eingezeichnet sind und
Abb. 2 einen Schnitt a-b durch den unteren Grabenturas.
Das Entnahmegerät 1, das in der dargestellten Ausführungsform aus einer Eimerleiter gebildet wird, ist in einer besonderen Gerüstkonstruktion 2 unter dem Laufkranträger 3 aufgehängt. Dabei ist die Eimerleiter 4 mit dem oberen Drehpunkt an der Gerüstkonstruktion 2 angelenkt. Am unteren Ende der Leiter 4 ist ein verhältnismässig grosser Grabenturas 6 angeordnet, dem der Querschnitt der Grabensohle 7 angepasst ist, und der die Sohle ziemlich vollständig ausfüllt. Der Grabenturas 6 kann mit Seitenschneidmessern 8 (vgl. Abb. 2) versehen sein. Das leiterseitige Fahrwerk 9 des Kranträgers 3 läuft auf der Kranlaufbahn 10, die an der Dachträgerkonstruktion 11 aufgehängt ist. Die andere Laufbahn 12 des Laufkranträgers 3 ist an dem abwurfseitigen Stützwerk 13 der Dachkonstruktion 11 befestigt. Die Eimerleiter 4 kann durch eine im Laufkranträger 3 angeordnete Winde 14 gehoben und gesenkt werden. Innerhalb der Dachkonstruktion befindet sich auch die Fahrbahn 15 für die Transportzüge, die sich also zwischen der sich an der Sohle 7 anschliessenden Grabendammböschung 16 und der Kranlaufbahn 9 befindet. Dabei liegen
die Geleise 15 etwa höher als die Kranlaufbahn 9, um bei möglichst kleiner Lagerfläche einen möglichst hohen Schüttraum zu erreichen. Die Fördergefässe - Schalen- oder Schrappeneimer (bodenlose Eimer) - entleeren in den Schüttrumpf 17, der mit einem oder zwei Ausläufen versehen werden kann, auf eine oder zwei Bandstrassen 18. Das abwurfseitige Lager 19 des Umlenkpunktes der Eimerleiter 4 ist in deren Längsrichtung verstellbar ausgebildet.
Claims (5)
1.) Lageranordnung mit Belade- und Entnahmeanlage, gekennzeichnet durch die Verbindung eines an einer den Lagerplatz überspannenden Laufkrananlage heb- und senkbar befestigten Entnahmegerätes (1) mit einem verhältnismässig grossen, dem Querschnitt der Lagergrabensohle (7) angepassten, vorzugsweise mit Seitenschneidmessern (8) versehenen, seitlich gegen das Entnahmegut arbeitenden Grabenturas (6).
2.) Lageranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die das Entnahmegerät tragende Laufkrananlage den Lagerplatz in Querrichtung nur teilweise überspannt und nebeneinander mit einer in gleicher oder unterschiedlicher Höhe über dem Lagerplatz angeordneten Beladeanlage liegt.
3.) Lageranordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufkranträger (3) ein- oder beidseitig auf Laufbahnen (11, 12) abgestützt ist, die in einer den Lagerplatz
überspannenden Dachkonstruktion (11) befestigt sind.
4.) Lageranordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beladeanlage in die Dachkonstruktion eingebaut ist.
5.) Lageranordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Entnahmegerät mit einer ausserhalb des in den Bunker ragenden heb- und senkbaren Teiles mit einer Spannvorrichtung für die Eimerleiter (4) versehen ist.
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