DEP0043573DA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Werkstoffes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines WerkstoffesInfo
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Description
Der Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes zum Auslegen und Belegen von Möbeln aller Art und Schaukästen, insbesondere auch der Innenwandungen, Außenwandungen von Koffern, zum Abdecken der Sockel von Hausflur und Treppenaufgang, als Oberteil von Sommerschuhen u.dgl. mehr.
Als Basis des Werkstoffes dient vorteilhaft Papier aller Art, je nach Verwendungszweck, wie auch dünne gepresste Korkplatten, Gewebe wie Leinen, Faserstoffe mit und ohne Papierbeigabe und stonstige elastische Werkstoffe, möglichst in dünner Stärke.
Dieses Grundmaterial wird erfindungsgemäß durch ein Bad gezogen, bestehend aus den bekannten Allesklebern, welche schnelltrocknend, nach Erhärten wasserfest, elastisch bindend, säurefest, elektrisch isolierend und hart sind, Kunstharzklebern auf Lösungsmittelbasis, Lösungen synthetischer Klebstoffe in einem schnell verdunstendem Lösungsmittel, wie auch Nitrolacken und ähnlichen Klebern und Lacken.
Außer der Tränkung kann auch das bekannte Spritzverfahren Anwendung finden.
In weiterem Zuge der Erfindung erhält der Werkstoff ein mehr oder weniger erhabenes Muster oder eine Bemusterung, womit schon das Grundmaterial versehen sein kann, oder welches erst nachträglich bie seiner Tränkung im Überzug erzeugt, bzw. eingepresst wird.
Zur Ausübung des Verfahrens ist in der Zeichnung in
Fig. 1 eine Vorrichtung beispielsweise schematisch dargestellt, wonach eine handwerksmäßige Anwendung leicht möglich ist
Fig. 2 zeigt den neuen Werkstoff im Schnitt, vergrößert dargestellt.
Das von der Rolle 2 kommende Grundmaterial 3, Papiere aller Art, Stoffbahnen u.dgl. wird durch den Schlitz 4 über Rollen 5, 6, 7 des Behälters 8 durch dessen Bad 9 geleitet
und verlässt durch den Schlitz 10 den Behälter.
Die so durch das Bad getränkte Bahn 12 wird auf geeigneter Unterlage, gespannte Netze o.dgl., zum Trocknen abgelegt. Beim Handbetrieb werden vorteilhaft Bahnen bis zu sechs Meter Länge verwendet, welche später zur laufenden Meterware aneinandergeklebt werden. Das Bad 9 besteht aus einer Lösung der bekannten Alleskleber, Kunstharzklebern auf Lösungsbasis, Lösungen synthetischer Klebstoffe in schnell verdunstenden Lösungsmitteln, Nitrolacken oder ähnlichen Klebern und Lacken. Das Bad kann farblos, oder auch farbig sein, in ersterem Falle erhält die Bahn 3 schon von Haus aus das gewünschte Farbenmuster oder wird nachgefärbt.
Der Deckel 13 des Behälters erhält zweckmäßig Abstreifer 14 zum Abstreifen der überflüssigen Tränkung. Bei sehr dünnen Bahnen 3 aus dünnem Fließpapier o.dgl. erhält die Bahn vorerst ein Vorbad, um es widerstandsfähiger zu machen, worauf nach Trocknung das eigentliche Bad folgt.
Werden erhabene Muster des Werkstoffes gewünscht, sind diese bereits auf der Bahn 3 vorgesehen, oder sie werden bei längsverlaufendem Motiv durch ein Fassoniereisen gebildet, das am Ausgang des Behälters 8, am Schlitz 10 vorgesehen ist. Die Bemusterung, bzw. das erhabene Muster kann auch nachträglich aufgepresst oder eingepresst werden.
Außer der Tränkung des Grundmaterials im Bad kann die Präparierung auch im Spritzverfahren o.dgl. vorgenommen werden.
Der fertige Werkstoff besteht aus dem Grundmaterial 3 mit der präparierenden Abdeckschicht 1, die auf der Oberseite das erhabene Muster 1a tragen kann.
Claims (5)
1). Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß als Basis Papier aller Art, dünne gepresste Korkplatten, Gewebe wie Leinen, Faserstoffe mit und ohne Papierbeigabe und sonstige elastische Werkstoffe dienen, welche als Bahn mit einer Tränkung verwendet und präpariert werden, bestehend aus den bekannten Allesklebern, welche schnelltrocknend, nach Erhärten wasserfest, elastisch bindend, säurefest, elektrisch isolierend und hart sind, Kunstharzklebern auf Lösungsmittelbasis, synthetischen Klebstofflösungen in schnell verdunstendem Lösungsmittel, wie auch Nitrolacken und ähnlichen Klebern und Lacken.
2). Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als Basis vorgesehene Papier-, Stoffbahn o.dgl. die präparierende Tränkung im Durchgang durch ein entsprechendes Bad erhält.
3). Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tränkung des Grundmaterials im Spritzverfahren erfolgt.
4). Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff farbig mit einer Bemusterung, vorteilhaft erhaben ausgestattet wird, wobei diese Bemusterung bereits das Grundmaterial tragen kann, oder wobei eine nachträgliche Erzeugung auf dem präparierenden Überzug erfolgt, sei es im Durchzug durch ein entsprechendes Fassoniereisen, durch Aufpressen o.dgl.
5). Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2 und 4 gekennzeichnet durch einen das Tränkmittel enthaltenden Behälter (8), in den drei Führungsrollen (5, 6, 7) für das von einer Rolle (2) ablaufende zu tränkende Material (3) vorgesehen sind und dessen Deckel (13) zwei Schlitze (4, 10) für den Ein- und Austritt des Materials aufweist, wobei dem Austrittsschlitz ein Abstreifer und gegebenenfalls ein Fassoniereisen vorgeschaltet ist.
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