DEP0043335DA - Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken von Textilien - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken von Textilien

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DEP0043335DA
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English (en)
Inventor
Karl Offenbach/M. Blättner
Original Assignee
Faber & Schleicher AG, Offenbach/M.
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Description

Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Bedrucken von Textilien mit lithographischen Offsetdruckmaschinen durchzuführen. Bei den zu diesem Zwecke benutzten Maschinen wird in üblicher Weise die Farbe von der Platte auf eienn Gummizylinder übertragen, der mit einem Widerdruckzylinder zusammenarbeitet, und die zu bedruckende Stoffbahn wird zwischen dem Widerdruck- und Gummizylinder hindurchgeschickt und erhält hierdurch das Druckbild. Da der Stoffdruck meist mehrfarbig ist, wurden auch Mehrfarbenmaschinen entwickelt, bei denen der Widerdruckzylinder von entsprechend vielen Druckwerken (z.B. für 4 Farben) in der oben angeführten Art umgeben ist. Die Stoffbahn läuft dann um den Widerdruckzylinder herum und erhält so nacheinander die vier Farben. Dieses Verfahrne hat den Nachteil, dass die unhomogenen Textilien sich bei jedem Druckdurchgang in unberechenbarer Weise verändern, so dass es möglich ist, einen passerhaltigen (rapporthaltigen) Druck zu erzielen.
Es wurde nun gefunden, dass dieser Nachteil behoben werden kann, wenn das Bedrucken der Textilien durch ein Sammeldruckverfahren bewirkt wird, das ebenfalls auf lithographischem Wege, aber auch mittels eines hochgeätzten Formzylinders ausgeführt werden kann. Zu diesem Zwecke wird die Farbe von der Druckplatte auf einen Gummizylinder übertragen, und zwar je nach der Anzahl der gewünschten Farben nacheinander die erste, zweite, dritte und vierte Farbe. Die Farben werden also auf dem Gummizylinder gesammelt. Sodann wird durch einen eigenen Presseur die Stoffbahn ein einziges Mal über den Gummizylinder hinweggeführt, und die Stoffbahn erhält dann alle vier Farben zugleich. Es ist ersichtlich, dass auf diese Weise die gewünschte Rapporthaltigkeit der Farben erzielt wird, weil sie auf dem homogenen Gummi bereits gesammelt sind, ehe sie auf den beim Drucken sich ungleich ausdehnenden Stoff übertragen werden.
Um das Sammeln der Farben zu ermöglichen und zu verbessern, ist erfindungsgemäss ein besonderer Gummiaufzug auf dem Gummizylinder vorgesehen, der bei entsprechender Weichheit eine angerauhte oder leichtporöse Oberfläche hat, die mehr Farbe aufnimmt als die üblichen im Offsetdruck verwendeten Gummitücher. Bei Abheben der Farbe durch die Stoffbahn wird mittels des Presseurs ein bedeutender Druck ausgeübt, so dass die in den Poren sitzende Farbe schwammartig wieder auf die Stoffbahn abgegeben wird.
Die Erfindung wird durch die Zeichnung näher erläutert, die in
Abb. 1 schematisch eine Schnittansicht einer Sammeldruckmaschine und in
Abb. 2 schematisch eine Schnittansicht einer Sammeldruckmaschine für den Schön- und Widerdruck
veranschaulicht.
Die Sammeldruckmaschine gemäss Abb. 1 für die Herstellung von Vierfarbendrucken besteht im wesentlichen aus dem grossen, mittleren, mit einem Gummibezug versehenen Zylinder 1, um den die vier Druckzylinder 2 angeordnet sind, die in an sich bekannter Weise mit Feuchtwerken 3 und Farbwerken 4 ausgestattet sind.
Im Betriebe der Vorrichtung werden die Farben auf den Gummibezug des Zylinders 1 übertragen, und zwar nacheinander, wie es die Drehrichtung des Zylinders ergibt.
Die Stoffbahn kommt von der Rolle 5 über die Leitrollen 6 und 7 und wird unter dem Widerdruckzylinder 8 hindurchgeleitet, so dass bei diesem Durchgang an der Berührungsstelle zwischen dem Zylinder 8 und 1 die vier vorher auf den Gummizylinder 1 aufgetragenen Farben auf die Stoffbahn gleichzeitig übertragen werden. Die Stoffbahn läuft dann weiter über die Rollen 9 und 10 auf die Wiederaufwickelrolle 11.
Bei der in Abb. 2 veranschaulichten Schön- und Widerdruckmaschine sind die beiden Zylinder 12 je mit einem Gummibezug versehen. Mit 13 sind die mit Feucht- und Farbwerken ausgestatteten Druckzylinder bezeichnet, durch die je eine Farbe auf den mit ihnen zusammenarbeitenden Gummizylinder 12 übertragen wird, so dass im veranschaulichten Beispiel auf jedem
Gummizylinder zwei Farben gesammelt werden. Beim Durchgang der Stoffbahn durch die beiden Gummizylinder werden daher zu gleicher Zeit auf beiden Seiten von jeder Seite her zwei Farben aufgetragen. Das Abwickeln und Wiederaufwickeln der Stoffbahn erfolgt wie in Abb. 1.
Anstatt das beschriebene Sammeldruckverfahren für Vierfarbendruckmaschinen zu verwenden, kann es natürlich auch für Zwei-, Drei- oder Mehrfarben-Druckmaschinen Anwendung finden und, wie in Abb. 2 angedeutet, auch für Druckmaschinen, durch die gleichzeitig die Vorder- und Rückseite der Stoffbahn mit beliebig vielen Farben bedruckt wird.
Wie eingangs angeführt, können statt des lithographischen Druckes auch hochgeätzte Plattenzylinder verwendet werden, die nach dem Hochdruckverfahren die Farbe auf den Gummi abgeben und im übrigen ebenso arbeiten wie die beschriebenen Vorrichtungen.
Ausser Textilien können natürlich auch andere in Bahnen herstellbare und verarbeitbare Stoffe bedruckt werden, wie Papier, Folien, Bleche usw.

Claims (5)

1. Verfahren zum Bedrucken von Textilien und sonstigen bahnförmigen bedruckbaren Stoffen unter Verwendung von Offsetdruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Farben von den Druckplatten oder Druckzylindern nacheinander auf einen Gummizylinder aufgetragen und auf diesem gesammelt und von diesem dann alle Farben zugleich auf die zu bedruckende Stoffbahn übertragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu druckenden Farben auf zwei Gummizylindern gesammelt und gleichzeitig Vorder- und Rückseite der Stoffbahn mehrfarbig bedruckt werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen mit einem Gummibezug versehenen Zylinder (1), um den eine der Anzahl der zu druckenden Farben entsprechende Anzahl von Druckplatten oder Druckzylindern (2) mit den erforderlichen Feucht- (3) und Farbwerken (4) angeordnet ist sowie einen mit dem Gummizylinder (1) zusammenarbeitenden Presseur (8), durch den die zu bedruckende Stoffbahn gegen den die Farben tragenden Gummizylinder gedrückt wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch zwei je mit einem Gummibezug versehene Zylinder (12), um die je eine der Anzahl der zu druckenden Farben entsprechende Anzahl von Druckplatten oder Druckzy- lindern (13) mit den erforderlichen Feucht- und Farbwerken vorgesehen ist und hierbei die beiden als Farbensammelzylinder wirkenden Gummizylinder so zueinander angeordnet sind, dass die zwischen ihnen hindurchgeführte Stoffbahn auf der Vorder- und Rückseite zugleich mit allen Farben bedruckt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummibelag des Gummizylinders aus einem weichen, auf der Oberfläche aufgerauhten oder leichtporösen Gummi besteht.

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