DEP0040914DA - Schädlingsbekämpfungsmittel - Google Patents

Schädlingsbekämpfungsmittel

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DEP0040914DA
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DE
Germany
Prior art keywords
hexachlorocyclohexane
water
solution
pesticides
gamma
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Kurt Dr. Härtel
Eugen Dr. Reindl
Ernst Dr. Woldan
Original Assignee
Dr. Harry Meyer, Gendorf
Dr. Theodor Klönne, Gendorf
Publication date

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Description

Die bisher als Schädlingsbekämpfungsmittel in den Handel gebrachten hoch-halogenierten aliphatischen, aromatischen oder hydroaromatischen Kohlenwasserstoffe werden zum größten Teil in Staubform angeboten. Die wenigen zum Verspritzen bestimmten Präparate in Form von Emulsionen oder Suspensionen haben insbesondere den Nachteil, daß sie bei der Verdünnung mit Wasser zu spritzfähigen Lösungen nur beschränkt, meist nur wenige Stunden, haltbar sind. Sie entmischen sich leicht unter Abscheidung des hoch-halogenierten Körpers, auf dem ihre Wirksamkeit beruht. Die Zuhilfenahme organischer Lösungsmittel, wie Benzol, Methanol, Aceton, Halogenkohlenwasserstoffe, verbietet sich wegen des geringen Lösevermögens, der leichten Entzündlichkeit, der Giftigkeit und des hohen Preises. Auch Versuche mit verschiedenen Emulgatoren brachten bisher keinen Fortschritt.
Es wurde nun gefunden, daß eine Reihe von Körpern aus der Gruppe der Textilhilfs- und Waschmittel vorzügliche Lösungsmittel für hoch-halogenierte aliphatische, aromatische und hydroaromatische Kohlenwasserstoffe der zur Schädlingsbekämpfung dienenden Typen sind, und, wenn sie in Mengen bis zu etwa dem Drei- bis Fünffachen der Kohlenwasserstoffe mit diesen zwecks Lösung vermischt werden, diese überraschenderweise bei Zusatz beliebiger Mengen Wasser in Lösung halten. Diese vermittelnden Lösungsmittel gehören zur Gruppe der nicht-ionogenen organischen Verbindungen vom Typ der oxäthylierten Alkylphenole und Alkylnaphtole. Geeignet sind insbesondere die Polyglykoläther der Alkylphenole, -Kresole, -Xylenole, -Naphtole.
Bemerkenswert ist, daß die durch Vermittlung der vorgenannten organischen Körperklasse hergestellten Lösungen hoch-halogenierter aliphatischer, aromatischer und hydroaromatischer Kohlenwasserstoffe beständig und geruchlos sind, ein ausgezeichnetes Netz- und Haftvermögen besitzen und außerdem eine wesentliche Verstärkung der insekticiden Wirksamkeit aufweisen.
Die Erfindung kann mit allen bekannten, zur Schädlingsbekämpfung dienenden hoch-halogenierten, nicht-wasserlöslichen aliphatischen, aromatischen oder hydroaromatischen Kohlenwasserstoffen verwirklicht werden. Beispielsweise werden genannt: Dichlordiphenyl-Trichloräthean, Difluor-Diphenyl-Trichloräthan, Pentachloräthylbenzol, Di-, Tri-, Tetra- und Pentachlorphenole, Pentachlornitrobenzol, 1-, 2-, 4-Trichlordinitrobenzol, Verätherungsprodukte von Halogenphenolen, z.B. Tribromphenoxyäthanol, Pentachlorphenoxyäthanol, 1-, 2-, 4-, 5-, 6-, 7-, 10-Oktachlor-4,7-Endomethylen, 4, 7, 8, 9-Tetrahydrohydrinden, Oktachlorderivaten des Endomethylen-
Trimethylcyclohexans, Hexachlorcyclohexan (insbesondere in Anreicherung der (Gamma)- und (Delta)-Form).
Die Herstellung der Lösungen der hoch-halogenierten aliphatischen, aromatischen oder hydroaromatischen Kohlenwasserstoffe in den genannten Verbindungen ist sehr einfach. Man trägt sie unter Rühren in das Lösungsmittel ein, wobei man gegebenenfalls mäßig erwärmt. Beispielsweise erhält man im Falle Hexachlorcyclohexan auf diese Weise klare, helle bis bräunliche, unbegrenzt beständige Lösungen, die vor ihrer Anwendung als Spritzmittel mit Wasser stark verdünnt werden. Um besonders starkverdünnbare Präparate zu erhalten, wird das (Gamma)-Isomere (und gegebenenfalls (Delta)-) des Hexachlorcyclohexans in an sich bekannter Weise angereichert oder aus dem Roh-Hexachlorcyclohexan isoliert. Selbstverständlich können die genannten Lösungsmittel auch bei Extraktion von Roh-Hexachlorcyclohexan (Gamma-Gehalt = 10-12%) andere Lösungsmittel weitgehend ersetzen.
Beispiele:
1.) 80 Teile des Oktylkresolpolyglykoläthers mit 10 Äthylenoxyd werden mit 20 Teilen eines Hexachlorcyclohexans mit einem Gehalt an Gamm-Isomere von 40% versetzt und durch Rühren und kurzes Erwärmen auf etwa 80° klar in Lösung gebracht. 2 g der hellgelben, viskosen Lösung werden mit einem Liter Wasser verdünnt. Die so erhaltene wasserklare Lösung ist frei von dem bekannten, unangenehmen Hexachlorcyclohexangeruch und ist gegen Kartoffelkäfer, Rapsglanzkäfer, Erdflöhe, Blattläuse usw. von absolut tödlicher Wirkung.
2.) 15 Teile eines kristallisierten Hexachlorcyclohexan-Konzentrates mit einem Gehalt an Gamma-Isomere von 70% werden in 85 Teilen eines Dibutylphenolpolyglykoläthers mit 13 Äthylenoxyd gelöst. 1 g des Konzentrates wird in einem Liter Wasser gelöst und gibt in dieser Verdünnung ein ausgezeichnetes Spritzmittel gegen Fliegen, Ameisen und andere Hausungeziefer.
3.) 20 Teile eines syrupartigen Hexachlorcyclohexan-Konzentrates mit einem Gehalt an Gamma-Isomere von etwa 50% werden in 80 Teilen eines Butyl-Hexyl-Xylenolpolyglykoläthers mit 16 Äthylenoxyd gelöst. 1 kg dieses Konzentrates wird mit 5.000 Liter Wasser verdünnt und diese Lösung zur Wäsche von Haustieren gegen Ungeziefer, wie Flöhe, Läuse, Zecken, Milben, Schaflausfliegen usw., verwendet.

Claims (2)

1.) Schädlingsbekämpfungsmittel, das mit Wasser in beliebigem Verhältnis mischbar ist, bestehend aus der Lösung eines hoch-halogenierten aliphatischen, aromatischen oder hydroaromatischen Kohlenwasserstoffes in einer nicht-ionogenen organischen Verbindung aus der Gruppe der oxäthylierten Alkylphenole, -Kresole, -Xylenole oder -Naphtole.
2.) Schädlingsbekämpfungsmittel nach Patentanspruch 1.), bestehend aus einer Lösung von des in (Gamma-)Form angereicherten Hexachlorcyclohexans in einer nicht-ionogenen organischen Verbindung aus der Gruppe der oxäthylierten Alkylphenole, -Kresole, -Xylenole oder -Naphtole.

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