DEP0038773DA - Avivagemittel - Google Patents

Avivagemittel

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DEP0038773DA
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DE
Germany
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sulfonic acid
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acid halides
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higher molecular
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English (en)
Inventor
Walter Dipl.-Chem. Sprenkmann
Original Assignee
Hansawerke Lürman, Schütte & Co., Bremen-Hemelingen
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Description

Es ist bekannt, daß die Verseifungsprodukte von Sulfonsäurehalogeniden aliphatischer höhermolekularer Kohlenwasserstoffe z.B. natürlicher Paraffine oder synthetischer Kohlenwasserstoff z.B. aus der Fischer-Tropsch-Synthese, welche im wesentlichen alkylsufonsaure Alkalisalze darstellen, starke oberflächenaktive Eigenschaften besitzen, war zur vielseitigen Verwendung solcher Produkte als emulgierende und reinigende Mittel, als Zusatz zu Seifen - und Scheuermitteln, in der Textilveredlung als Weichmachungsmittel und zur Herstellung von Appretur - und Schlichtemitteln geführt hat.
Es wurde nun gefunden, daß die Verseifungsprodukte der genannten Sulfonsäurehalogenide mit besonderem Erfolg bei der Herstellung von Avivagemitteln für synthetische Fasern, insbesondere auf Zellulosebasis, vor allem für Zellwolle verwendet werden können.
Avivagemittel sollen bekanntlich einen weichmachenden Bestandteil enthalten, dessen Wirkung durch geeignete kerngebende Mittel in jeweils gewünschtem Rahmen zu halten ist. Avivagemittel dieser Art enthielten ursprünglich als wesentlichen weichmachenden Bestandteil Verseifungsprodukte von Fettsäuren und deren Derivaten. Die bekannten Nachteile dieser Körper, insbesondere deren Kalk- und Säureempfindlichkeit, erforderten die Verwendung von weichem Wasser und eine restlose Entsäuerung der Zellwolle vor der Avivage und führte häufig zu unregelmäßigem Ausfall in der
Ausrüstung, besonders beim Färben der Zellwolleartikel. Es ist versucht worden, durch Verwendung von Fettalkoholsulfonaten und vollsynthetischen Produkten auf Aethylenoxydbasis diese Nachteile zu beseitigen; jedoch erreichen derartige Produkte, abgesehen von ihren hohen Preisen, zumeist nicht die weichmachende Wirkung der seifenhaltigen Avivagemittel und ergeben leicht einen ungleichmäßigen ruckartigen Verzug der Fasern.
Verwendet man nun erfindungsgemäß die genannten wesentlich wohlfeileren alkylsulfonsauren Salze als Avivagemittel, so sind auf Grund der Beständigkeit dieser Körper jegliche Störungen durch Härtebildner des Wassers oder Säurereste aus dem Fällbad z.B. der Zellwolle ausgeschlossen. Überraschenderweise verleihen diese Produkte der Zellwolle bei typisch wollartigem Charakter einen hervorragend weichen, fließenden Griff und einen gleitenden, nicht ruckartigen Verzug. Dies hat zur Folge, daß die sonst bei ungenügender Avivage im Streckwerk auftretenden Wickel weitgehend vermieden werden.
Eine weitere Griffverbesserung zur Erhöhung der Standfestigkeit (Kerngriff) sowie im Zusammenhang damit eine Verbesserung der Spinnfähigkeit es Fasermaterials läßt sich erzielen, wenn man die Verseifungsprodukte der Sulfonsäurehalogenide in geeigneter Weise mit organischen Aminoderivaten von Sulfonsäurehalogeniden, gewonnen aus Sulfohalogeniden und Hexamethylentetramin, Fettalkoholen z.B. ein Gemisch von Oleyl- und Zetylalkohol von der Hydroxyzahl 210 und Fettsulfonaten z.B. Rizinusölsulfonat verbindet.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die rohen Umsetzungsprodukte der Sulfonsäurehalogenide mit Alkalien ohne Abtrennung des Unverseifbaren verwendet werden können.
Beispiel I
Ein Avivagemittel zur Erzielung eines "Wolltyps" besteht aus etwa 75% Alkalisalzen von sulfohalogenierten Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffen, aus welchen das Unverseifbare nicht abgetrennt wurde, 10% Umsetzungsprodukt eines solchen Sulfonsäurehalogenids mit Hexamethylentetramin, 10% Cetylalkohol, Rest Lösungsmittel. Mit dieser Mischung aviviert man 20 Minuten bei 60°.
Beispiel 2
Ein Avivagemittel zur Erzielung eines "Baumweolltyps"besteht aus etwa 60% Alkalisalzen von sulfohalogenierten Fischer-Tropsch-Kohlenwasserstoffen, 5% Laurylalkohol,15% Fettsulfonat, 10% Lösungsmittel, Rest Wasser.
Zur Anwendung gelangen 3 - 5 g/l. Aviviert wird 20 Minuten, bei 60°.

Claims (1)

  1. Verwendung von Verseifungsprodukten der Sulfonsäurehalogenide aliphatischer höhermolekularer natürlicher oder synthetischer Kohlenwasserstoffe mit Alkali für sich allein oder in Kombination mit Umsetzungsprodukten organischer Aminoderivate mit den genannten Sulfonsäurehalogeniden, gegebenenfalls in Gegenwart höhermolekularer Fettalkohole und bezw. oder Fettsulfonate sowie Lösungsmittel, wobei Unverseifbares und Verseifungsprodukte im Gemisch vorliegen können, als Avivagemittel für die Behandlung von synthetischen Fasern, insbesondere auf Zellulosebasis, z.B. von Zellwolle.

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