DEP0037912DA - Filtervorrichtung - Google Patents
FiltervorrichtungInfo
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Description
Filtervorrichtungen für die Filtration von breiigen, schlammigen, körnigen und halbfesten Massen, wie z.B. Paraffingatsch aus Mineralölen, Kohlen-, Gips- und Kalkschlamm, Soda und Kali, sind in verschiedenen Bauarten und Ausführungsformen bekannt. Im allgemeinen wird dabei die Masse auf ein Filtertuch gebracht, auf dem die festeren Rückstände zurückbleiben, während die flüssigen Beimengungen durchlaufen. Die verschiedenen Bauarten beziehen sich auf die horizontale oder gewölbte Gestaltung der Filterflächen, wonach zwischen Planfiltern und rotierenden Filtern unterschieden wird. Außerdem gibt es Bauarten mit feststehender und mit umlaufender Filterfläche. Weitere Unterschiede bestehen in der Aufgabe des Filtergutes und der Waschflüssigkeit, im Durchlaufen mit Schwerkraft oder im Durchsaugen mit Vacuum.
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist eine neue Filtervorrichtung, die in der anliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht ist.
Abbildung 1 zeigt einen Vertikalschnitt und Abbildung 2 einen Horizontalschnitt durch die Vorrichtung, die Abb. 3 zeigt die Kippvorrichtung.
Die Filterfläche 1 ist eben, so daß es sich um ein Planfilter handelt. Sie hat die Form eines Kreisrundes, der in eine große Anzahl von Kreissegmenten 2 aufgeteilt ist. Jedes Kreissegment 2 ist mit einer Längsachse 3 versehen, auf der es um 180° drehbar ist, so daß der darauf sitzende Filterkuchen nach Beendigung des Filtervorganges durch Drehung nach unten abgeworfen werden kann. Durch einen erhöhten Rand 4 wird das vorzeitige seitliche Abfließen der Masse verhindert.
Da die Filterkuchen bisweilen klebrig sind und infolgedessen nicht ohne weiteres abfallen, so ist vorgesehen, daß die Kreissegmente 2 bei der Drehung um 180° mehr oder weniger stark an einen Anschlag 5 anschlagen. Die dadurch verursachte Vibration des Kreissegmentes 2 erleichtert das Abfallen des Filterkuchens noch zusätzlich. Außerdem kann unterstützend in an sich bekannter Weise eine kurzfristige Anwendung von Druckgas erfolgen.
Das Planfilter 1 ist im übrigen, im Gegensatz zu den bekannten Ausführungsformen, nicht beweglich. Während bislang die Filter unter einer feststehenden Aufgabevorrichtung fortbewegt werden, ist das Planfilter 1 gemäß der Erfindung feststehend. Stattdessen ist die Aufgabevorrichtung für das Filtergut 6 und für die Waschflüssigkeit 7 beweglich, so daß sie das gesamte Planfilter 1 bestreichen kann. Dies wird dadurch erreicht, daß an der konzentrisch angeordneten Königswelle 9 die Aufgabearme 6 und 7 mit Hilfe der Verstärkung 8 angebracht sind und so betrieben werden, daß sie im Kreise über dem Planfilter 1 umlaufen.
Die Aufgabe des Filtergutes und der Waschflüssigkeit erfolgt mittels konzentrisch angeordneter Ringkanäle 10, die sich am Kopf der Königswelle 9 befinden und in welche die Einfüllrohre 11 für das Filtergut und für die Waschflüssigkeit 12 frei einmünden. Von diesen Ringkanälen 10 werden Filtergut und Waschflüssigkeit den Aufgabearmen 6 und 7 zuge-
leitet. Die Aufgabearme 6 und 7 sind an der Königwelle 9 angelenkt, so daß ihre Abstände reguliert werden können.
Ein Steuerorgan 14 sorgt dafür, daß die Kreissegmente 2 jeweils im richtigen Zeitpunkt und im gleichen Rytmus, in dem die Aufgabearme 6 und 7 arbeiten, gekippt werden. Das Kippen wird durch Pressluft 15 oder hydraulisch ausgelöst. Die Rückführung in die Normallage erfolgt durch ein Gegengewicht 16. Pressluft hat den Vorteil, daß der Arbeitsablauf sich dem angestrebten Ziel in vollkommenster Weise nähert, insbesondere hinsichtlich der Regelfähigkeit, Weichheit und Elastizität der einzelnen Arbeitsvorgänge. Außerdem ist Pressluft im Hinblick auf die Stärke des Anschlages das geeignetste Antriebsmittel.
Der auf dem flachen Boden 17 des Filters abgeworfene Filterkuchen wird mittels eines umlaufenden Mehrflügelschabers 18 einer Transportschnecke 19 zugeleitet und von dort weiter befördert.
Der besondere Vorteil der Vorrichtung besteht erfindungsgemäß darin, daß nicht die eigentliche Filtervorrichtung, sondern nur die Aufgabevorrichtung bewegt wird. Das ist einfacher und billiger, weil die Aufgabevorrichtung nur einen Bruchteil des Gewichtes hat, das die eigentliche Filtervorrichtung, also das Planfilter, insbesondere in gefülltem Zustand, besitzt.
Außerdem kann bei einer Bauart, bei der sich die eigentlichen Filter unter der Aufgabevorrichtung bewegen, die Filterfläche immer nur zum Teil, und zwar im allgemeinen jeweils zur Hälfte ausgenutzt werden, weil die Hälfte der Filterflächen sich stets im Leerlauf befindet, also ungenutzt ist. Dagegen kann erfindungsgemäß das Planfilter fast 100%ig ausgenutzt werden, so daß die angemeldete Vorrichtung bei gleicher Größe der Filterflächen leistungsfähiger, leichter und billiger ist.
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, daß die Zeitabstände zwischen der Aufgabe des Filtergutes und der Waschflüssigkeit dadurch eingestellt werden können, daß man die Abstände der an der Königswelle angelenkten Aufgabearme in der gewünschten Weise reguliert.
Zweckmäßig ist die Längsachse 3 der Kreissegmente 2 als Hohlwelle ausgebildet, die zum Ablauf der flüssigen Beimengungen und zum Austritt des Druckgases zwecks leichteren Abwerfens des Filterkuchens beim Kippvorgang der Kreissegmente dient.
Claims (6)
1.) Filtervorrichtung zur Filtration von breiigen, schlammigen, körnigen und halbfesten Massen, dadurch gekennzeichnet, daß die eigentliche Filtervorrichtung als feststehendes Planfilter ausgestaltet ist und die Form eines Kreisrundes hat, über dem die Aufgabevorrichtung im Kreise umläuft.
2.) Filtervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das kreisrunde Planfilter in eine große Anzahl von Kreissegmenten aufgeteilt ist, und daß jedes Kreissegment mit einer als Hohlwelle ausgebildeten Längsachse versehen ist, auf der es um 180° drehbar ist.
3. Filtervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einer zentral angeordneten Königswelle die Aufgabearme für Filtergut und Waschflüssigkeit derart angelenkt sind, daß ihre Abstände reguliert werden können.
4.) Filtervorrichtung nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfüllrohre für Filtergut und Waschflüssigkeit in konzentrisch angeordnete Ringkanäle am Kopf der Königswelle frei einmünden und daß Filtergut und Waschflüssigkeit von diesen Ringkanälen den Aufgabearmen zugeleitet werden.
5.) Filtervorrichtung nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kreissegmente um ihre Längsachse durch Preßluftzylinder gekippt werden, deren Steuerung von der Königswelle aus unter Benutzung entsprechender Steuerorgane erfolgt.
6.) Filtervorrichtung nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreissegmente beim Kippen am Schluß der Kippbewegung an einen Anschlag anschlagen.
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