DEP0037814DA - Einrichtung zur Führung eines Schiffes - Google Patents
Einrichtung zur Führung eines SchiffesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zur Führung eines Schiffes, bei dem mehrere Antriebsmotoren je eine Schraube oder eine Schraubengruppe antreiben.
Erfindungsgemäß werden alle Motoren, zweckmässig von der Brücke aus, durch ein Bedienungsorgan in gleichem Sinne mittelbar oder unmittelbar beeinflußt, indem das Bedienungsorgan entweder auf alle Motoren zugleich einwirkt oder nur auf einem Motor, der als Schrittmacher den oder die übrigen Motoren beeinflußt.
Es war bisher üblich, die Bedienung der einzelnen Motoren durch einen Maschinisten vornehmen zu lassen und diesem die Anweisung durch ein Sprachrohr oder einen Maschinentelegrafen von der Brücke aus zu übermitteln. Man hat auch das Anlassen, Umsteuern oder Regeln der Motoren durch einen Maschinisten schon dadurch ausgeschaltet, daß man die Bedienung von der Brücke aus durch mechanische, elektrische oder hydraulische Einrichtungen ausführte. In diesen Fällen waren jedoch für jeden Motor besondere Bedienungsorgane angeordnet, so daß die erforderlichen Manöver infolge der Umständlichkeit der Bedienung nicht mit der gewünschten Schnelligkeit durchgeführt werden konnten, dies vor allem angesichts der Tatsache, daß der Schiffsführer u.U. gleichzeitig das Schiffsruder bedienen mußte.
Es ist ferner bekannt, zwei Motoren, die gemeinsam auf eine Schaufelradwelle arbeiten, von der Brücke aus durch nur
eine Einrichtung zu bedienen. Eine solche Anlage bietet aber kein Vorbild für die Erfindung, weil dort die gemeinsame Antriebswelle eine entsprechend gemeinsame Bedienung der Steuerung erforderlich machte.
Die Erfindung erstreckt sich sowohl auf den Fall der Momentregelung allein, die entweder unmittelbar oder auch über einen Drehzahlregler auf die Brennstoffmenge einwirkt, als auch auf den Fall, bei dem die gemeinsame Bedienung von der zwei oder mehreren Motoren auch die Steuerung des Fahrzustandes, d.h. das Anlassen und Umsteuern, letzteres unmittelbar oder über eine Wendegetriebe, einschließt.
Bei Benutzung der an sich bekannten Gleichlaufregelung zwecks Beeinflussung der nicht unmitelbar vom Schiffsführer gesteuerten Motoren kann man die Änderung des Fahrzustandes durch eine auf alle Motoren gemeinsam einwirkende mechanische, elektrische, hydraulische oder pneumatische Einrichtung steuern.
Weiterhin wäre eine Einrichtung im Sinne der Erfindung denkbar, bei der sowohl die Momentregelung als auch die Steuerung des Fahrzustandes aller Motoren mittelbar über den Schrittmachermotor erfolgt, zu welchem Zweck letztere eine vorzugsweise von der Brücke aus bediente, hydraulisch, elektrisch oder pneumatisch arbeitende Einrichtung fpr die Steuerung des Fahrzustandes der übrigen Motoren aufweist. Bei einer solchen Einrichtung würden also beispielsweise beim Umsteuern des Schrittmachermotors die Umsteuerorgane der beiden äußeren Motoren zwangsläufig durch vom Umsteuerorgan des Schrittmachers gesteuerte Druckmittelströme oder elektrische Ströme in gleichem Sinne in Gang gesetzt.
Man könnte auch bei Anwendung der Gleichlaufregelung den Fahrzustand nur des Schrittmachers von der Brücke aus ändern, während die weiteren Motoren in bisher üblicher Weise von dem über den Maschinentelegrafen angewiesenen Maschinisten umgesteuert werden. Ferner könnten die Gleichlaufregelung ausschaltbar sein, so daß jeder Motor einzeln bedient werden kann. Es ist endlich denkbar, daß die Rückwärtsfahrt nur vom Schrittmachermotor erzeugt wird, während die anderen Motoren stillstehen oder leerlaufen.
Auf der Zeichnung ist eine Schiffskraftanlage entsprechend der Erfindung vereinfacht dargestellt.
Die Zeichnung zeigt das Schiff im Querschnitt. Die drei Antriebsmotoren 1, 2 und 3, die im vorliegenden Beispiel Dieselmotoren sind, arbeiten auf je eine Schraubenwelle 4, 5 und 6, von denen jede eine Schraube oder eine Schraubengruppe antriebt. Auf der Brücke 7 befindet sich neben dem Steuerrad 8 der Bedienungsstand 9 für das Anlassen, Umsteuern und Regeln der drei Motoren. An diesem Bedienungsstand ist ein Hebel 10 vorgesehen, der über ein Gestänge 11 auf die Fördermenge der Brennstoffeinspritzpumpe 18 des mittleren Motors einwirkt. Das geschieht entweder durch unmittelbare Verstellung der je Hub in die Arbeitszylinder gelangenden Brennstoffmenge oder mittelbar über einen Geschwindigkeitsregler, bei dem die vom Regeler aufrechtzuerhaltende Drehzahl durch den Hebel 10 von der Brücke aus eingestellt wird. Je eine zwischen den Motoren angeordnete, an sich bekannte Synchronisiereinrichtung 12 und 13 überträgt die zwischen den Wellen 14, 15 und 16, 17 auftretenden relativen Winkeldrehungen auf die Brennstoff-
verstellglieder der Brennstoffeinspritzungen 19 und 20 der beiden äußeren Motoren in dem Sinne, daß ein Gleichlauf aller drei Motorwellen eingestellt bzw. aufrechterhalten wird.
Für eine gemeinsame Bedienung des Fahrzustandes der drei Motoren ist auf der Brücke ein Rad 21 vorgesehen, das über eine Kette eine Zwischenwelle 23 treibt. Auf dieser sind weitere Kettenräder 24, 25, 26 angebracht, die ihrerseits durch Kettenräder 27, 28 und 29 die Anlaß- und Umsteuerorgane der einzelnen Motoren betätigen.
Die Einrichtungen für die Momentregelung und die Schaltung des Fahrzustandes werden zweckmäßig in dem einen Bedienungsstand 9 vereinigt.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Führung eines Schiffes, bei dem mehrere Antriebsmotoren je eine Schraube oder Schraubengruppe antreiben, dadurch gekennzeichnet, daß alle Motoren (1-3), zweckmößig von der Brücke aus, durch nur ein Bedienungsorgan (10 oder 21) in gleichem Sinne mittelbar oder unmittelbar beeinflußt werden, indem das Bedienungsorgan entweder auf alle Motoren zugleich einwirkt oder nur auf einen Motor (2), der als Schrittmacher den oder die übrigen Motoren beeinflußt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, bei der ein vom Schrittmacher beeinflußter Gleichlaufregler die Momentregelung der übrigen Motoren ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrittmacher (2) eine vorzugsweise von der Brücke aus bediente hydraulische, elektrische oder pneumatische Einrichtung für die Steuerung des Fahrzustandes auch der übrigen Motoren aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzustands-Bedienungsorgan (21) den Fahrzustand nur des Schrittmachers (2) von der Brücke aus ändert, während die weiteren Motoren (1,3) in bisher üblicher Weise von dem über den Maschinentelegrafen angewiesenen Maschinisten umgesteuert werden.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichlaufregelung (12, 13) ausschaltbar ist, so daß jeder Motor einzeln bedient werden kann.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwärtsfahrt nur vom Schrittmacher erzeugt wird, während die anderen Motoren stillstehen oder leerlaufen.
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