DEP0037765DA - Antriebsmotor bzw. Gegenmotor für Schüttelrutschen o.dgl. - Google Patents
Antriebsmotor bzw. Gegenmotor für Schüttelrutschen o.dgl.Info
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Description
Bei Antriebsmotoren für Schüttelrutschen ist es zur Anpassung der Förderleistung der Schüttelrutschen an die wechselnden Betriebsverhältnisse, beispielsweise das wechselnde Flözeinfallen, notwendig, eine Möglichkeit zu schaffen, um den wirksamen Hub des jeweils vorhandenen Motors durch sogenannte Hubumstellungen zu verändern. Zum Zwecke der Hubumstellung werden hierbei verschiedene Einlassöffnungen für die Frischluft, welche an verschiedenen Stellen des Kolbenweges angeordnet sind, wahlweise durch besondere Abschlussorgane geöffnet bzw. verschlossen. Bei den bisher bekannten Schüttelrutschenmotoren waren die Hubumstellungen derart ausgebildet, dass die verschiedenen Einlassöffnungen für die Hubverstellung unter der Wirkung je eines besonderen Abschlussorganes standen, welches beispielsweise in Form einer Schraube von aussen her durch einen Schlüssel oder eine Kurbel betätigt werden konnte. Infolge dessen war es bei diesen bekannten Vorrichtungen möglich, durch Unachtsamkeit oder Böswilligkeit die Arbeitsbedingungen des Schüttelrutschenmotors schädlich zu beeinflussen. Beispielsweise konnten hierbei zwei oder mehr Hübe geöffnet sein oder auch alle Hübe fest verschlossen werden. Beim Öffnen mehrerer Hubumstellungen kann der Rutschen- oder Gegenmotor nicht einwandfrei arbeiten, und es entsteht dadurch eine Störung in der Rutsche. Ein Schliessen aller Hübe ist jedoch insofern besonders gefährlich, als hierbei der Rutschen- oder Gegenmotor dann nicht mehr umsteuern bzw. entlüften kann. Infolge dessen enthält der Hauptkolben die gesamte Druckluft, die mit voller Kraft gegen den hinteren Motordeckel entspannt, diesen beschädigen kann. Auch ein nicht vollständiges Schliessen der nicht benötigten Hübe, wie es bei den bisher bekannten Hubumstellungen unter den Arbeitsbedingungen des Untertagebetriebes sehr leicht eintreten kann, wirkt sich in einer Beeinträchtigung des Betriebes
und der Förderleistung der Rutsche aus.
Die Erfindung betrifft einen Antriebsmotor bzw. Gegenmotor für Schüttelrutschen mit einer Einrichtung zum wahlweisen Öffnen und Schliessen von verschiedenen Einlass- bzw. Auslasskanälen zum Zwecke der Hubverstellung des Motorkolbens und hat sich zum Ziel gesetzt, die geschilderten Nachteile der bisher bekannten Hubumstellungen zu vermeiden. Erfindungsgemäss wird dies im wesentlichen dadurch erreicht, dass die verschiedenen Hubstellungen von der Betätigung eines gemeinsamen besonderen Steuerorganes abhängig gemacht werden, welches beispielsweise im Einlasskanal des Zylinders mit mehreren den einzelnen Hubstellungen entsprechenden Steuerstellungen angeordnet ist. Gemäss der Erfindung kann das Steuerorgan für die Hubumstellung zweckmässig aus einer Hülse mit in ihrem Mantel versetzt zueinander angeordneten Steueröffnungen bestehen, die wahlweise mit entsprechenden Einlassöffnungen im Motorgehäuse zur Deckung gebracht werden können. Im einzelnen kann die Steuerhülse beispielsweise zum Zwecke der Hubverstellung um ihre Längsachse drehbar im Einlasskanal des Motors angeordnet sein. In allen Fällen ist es gemäß der Erfindung vorteilhaft, die verschiedenen Steuerstellungen des Steuerorganes durch Einrastungen oder sonstigen Arretierungen zwangsläufig zu bestimmen. Die Einrastungen können beispielsweise an einer auf die Steuerhülse wirkenden Handhabe (Handrad o.dgl.) angeordnet sein, die vorteilhaft mit handgriffigen Markierungen für die einzelnen Hubstellungen versehen ist, welche es ermöglichen, die jeweils gewollte Hubeinstellung auch bei völliger Dunkelheit zuverlässig vornehmen zu können.
In dieser und ähnlicher Weise kann durch die Erfindung eine Hubumstellung für Schüttelrutschenmotoren und Gegenmotoren geschaffen werden, welche alle Nachteile der bisher bekannten Einrichtungen dieser Art zuverlässig vermeidet, zwangsläufig nur die Einstellung eines einzigen Hubes ermöglicht und eine durch Unachtsamkeit oder Böswilligkeit hervorgerufene falsche Einstellung ausschliesst. Ferner kann die Einrichtung nach der Erfindung, insbesondere auch während des Laufes des Motors, betätigt werden ohne seine
Arbeitsweise zu beeinträchtigen. Die Vorschläge der Erfindung können nicht nur für die Einlassregelung, sondern auch für die Hubumstellung am direkten Auspuff des Motors zur Anwendung gelangen.
Die Erfindung, deren Vorschläge konstruktiv in der verschiedensten Form verwirklicht werden können, ist in der Zeichnung an zwei Ausführungsformen beispielsweise erläutert.
Es zeigt:
Abb. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Schüttelrutschenmotors nach der Erfindung im Längsschnitt,
Abb. 2 die Anwendung der Erfindung auf einen Gegenmotor, während in
Abb. 3 die für die Betätigung der Hubumstellung benutzte Handhabe in vergrössertem Maßstab in Draufsicht dargestellt ist.
In den zeichnerischen Darstellungen ist mit k jeweils der Motorkolben und mit d der hintere Zylinderdeckel bezeichnet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 ist in dem unter der Wirkung des üblichen Umsteuerorgans stehenden Steuerkanal eines Schüttelrutschenmotors eine Steuerhülse c angeordnet, und zwar beispielsweise in einer angegossenen Rippe b des Rutschenzylinders a. Die Steuerhülse c ist an ihrem Umfang und in ihrer Längsachse versetzt mit beispielsweise drei Steueröffnungen h versehen, welche zum Zwecke der Hubumstellung jeweils mit den Einlassöffnungen 1, 2 und 3 im Rutschenzylinder durch Drehung der Steuerhülse zur Deckung gebracht werden können. Zu diesem Zweck ist beispielsweise die Steuerhülse mit einem Handrad r verbunden, durch welches eine Drehung der Steuerhülse um ihre Längsachse ermöglicht wird. Das Handrad r steht mit seinem mit der Steuerhülse c verbundenen Schaft unter der Wirkung einer Feder f und eines Nockens e, welcher in, den einzelnen Hubstellungen entsprechende Aussparungen, an der Aussenseite der angegossenen Rippe b eingreift. Zur Betätigung der Hubumstellung muss daher das Handrad gegen die Wirkung der Feder f zunächst herausgezogen werden, bis die Nocke e von der entsprechenden Aussparung frei wird und wird dann soweit verdreht, bis der Nocken e in die nächste bzw. die der gewollten Hubumstellung ent-
sprechende Aussparung einrastet. Wie aus Abbildung 3 ersichtlich, wird das Auffinden der gewollten Einstellung auch im Dunkeln zweckmässig dadurch erleichtert, dass das Handrad r mit einer den einzelnen Hüben 1, 2, 3 entsprechenden Anzahl von äusseren Vorsprüngen versehen ist. Die zeichnerische Darstellung lässt auch erkennen, dass die einzelnen Steuerstellungen der Steuerhülse c bei dem der Zeichnung zugrundeliegenden Beispiel von drei möglichen Hubumstellungen in genauer Drittelteilung des Handrades r angeordnet sind.
Eine entsprechende Regelung kann bei dem in Abb. 1 dargestellten Antriebsmotor auch für die Veränderung des direkten Auspuffes in die verschiedenen Auspuffstellungen A 1, A 2, A 3 vorgenommen werden. Hierbei ist die Hubumstellung an einer besonderen am Zylinder a, beispielsweise durch Schrauben befestigten, Haube g angeordnet.
Die Abb. 2 zeigt die Verwirklichung der Erfindung an einem Gegenmotor bzw. Gegenzylinder, wobei mit gleichen Zeichen gleiche Teile bezeichnet werden.
Die zeichnerische Darstellung und ihre Erläuterung lassen eindeutig erkennen, dass durch die Erfindung sämtliche Nachteile der bisher bekannten Hubumstellungen mit den denkbar einfachsten Mitteln vermieden werden. Die Erfindung ist jedoch mit den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen, die auch ganz oder teilweise miteinander kombiniert werden können, keineswegs erschöpft. Der ihr zugrundeliegende Vorschlag, die Hubumstellung von Schüttelrutschenmotoren und Gegenzylindern mit Hilfe eines für alle Hubstellungen gemeinsamen besonderen Steuerorgans vorzunehmen, kann konstruktiv noch in beliebig anderer Weise verwirklicht werden. Beispielsweise ist es auch denkbar, das Steuerorgan bei entsprechender Anordnung der Steueröffnungen statt durch Drehung auch durch Längsverschiebung zu betätigen. Die Erfindung ist überall dort mit gleichem Vorteil anwendbar, wo gleiche oder ähnliche Verhältnisse vorliegen.
Claims (6)
1. Antriebsmotor bzw. Gegenmotor für Schüttelrutschen o.dgl. mit einer Einrichtung zum wahlweisen Öffnen und Schliessen von verschiedenen Einlass- bzw. Auslassöffnungen zum Zwecke der Hubverstellung des Motorkolbens, dadurch gekennzeichnet, dass im Einlasskanal des Zylinders ein Steuerorgan mit mehreren den einzelnen Hubeinstellungen entsprechenden Steueröffnungen angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan für die Hubumstellung aus einer Hülse besteht, die mit in ihrem Mantel versetzt zueinander angeordneten Einlassöffnungen im Motorgehäuse zur Deckung gebracht werden können.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerhülse um ihre Längsachse drehbar angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Steuerstellungen der Steuerhülse durch Einrastungen oder sonstige Arretierungen bestimmt sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrastungen an einer auf die Steuerhülse wirkenden Handhabe (Handrad o.dgl.) angeordnet sind, die mit handgriffigen Markierungen für die einzelnen Hubstellungen versehen ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Anwendung der Hubumstellung auf den direkten Auspuff des Motors.
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