DEP0035882DA - Umsteuervorrichtung mit Quecksilberschaltern zum periodischen Drehsinnwechsel von Wechselstrommotoren, insbesondere zum Antrieb von Waschmaschinen u. dgl. - Google Patents
Umsteuervorrichtung mit Quecksilberschaltern zum periodischen Drehsinnwechsel von Wechselstrommotoren, insbesondere zum Antrieb von Waschmaschinen u. dgl.Info
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Description
Es sind Umsteuervorrichtungen für Elektromotoren zum Antrieb von Waschmaschinen, Rührwerken, Färbereimaschinen, Gerbfässern usw. bekannt, die mit mechanischen Schaltern arbeiten. Diese Umsteuervorrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass sie infolge ihres Umfanges einen grossen Raum benötigen und teuer sind. Ausserdem brennen die Kontakte infolge Funkenbildung schnell ab, sodass häufig Reparaturen notwendig sind. Auch sind sie gegen Erschütterungen empfindlich und können deshalb meist nicht unmittelbar an die Arbeitsmaschinen angebaut werden. Durch die Anordnung von Oelkontaktschaltern wurde zwar die Funkenbildung vermindert, aber die Anforderung an die Wartung erhöht. Auch konnte die Empfindlichkeit gegen Erschütterungen auf diese Weise nicht vermindert werden.
Deshalb sind auch Umsteuervorrichtungen für die genannten Zwecke bekannt geworden, die mit Quecksilberschaltern arbeiten, und zwar werden hierbei jeweils vier Kontaktröhren ver-
wendet, die je zwei Kontaktanschlüsse besitzen. Zum Antrieb der vier Kontaktröhren werden dabei zwei Exzenterscheiben vorgesehen, sodass diese Umsteuervorrichtungen ebenfalls einen verhältnismässig grossen Raum beanspruchen und teuer sind. Ausserdem erfordern sie eine erschütterungsfreie Aufstellung.
Die Erfindung bezweckt, die Nachteile der bekannten Umsteuervorrichtungen zu vermeiden, und erreicht dies dadurch, dass zwei um eine Achse drehbare ringförmige oder ringformähnliche Quecksilberröhren mit je drei Kontakten vorgesehen werden, von denen beispielsweise je einer mit dem Netz und je zwei mit dem Motor verbunden werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, je einen Kontakt mit dem Motor und je zwei Kontakte mit dem Netz zu verbinden. Wesentlich ist hierbei, dass die drei Kontakte nicht in einer Geraden liegen, sodass bei einer Drehung der Quecksilberröhren nacheinander zunächst zwei Kontakte durch das Quecksilber miteinander verbunden werden, darauf die Verbindung des Quecksilbers mit dem einen Kontakt unterbrochen und bei weiterer Drehung der andere Kontakt mit dem dritten Kontakt verbunden wird. Die Quecksilberröhren können hierbei vollständige Ringform besitzen. Dabei können sie rotieren, wobei jedoch Schleifkontakte vorgesehen werden müssen, sodass es günstiger ist, sie eine pendelnde Bewegung ausführen zu lassen, sodass die Kontakte unmittelbar durch flexible Kabel mit dem Netz bzw. dem Motor verbunden werden können. Es ist dann auch möglich, sie als Halbring oder dergleichen auszubilden.
Besonders zweckmässig ist es, die Quecksilberröhren um eine Achse pendeln zu lassen, die zwischen dem Ringmittelpunkt und dem mittleren der drei Kontakte, also ausserhalb des Mittelpunktes der Quecksilberröhren liegt. Beide Quecksilberröhren können in einfacher Weise von einer einzigen gemeinsamen Exzenterscheibe gesteuert werden.
Die Zeichnung bringt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar zeigt
Figur 1 eine Ansicht der Umsteuervorrichtung,
Figur 2 einen Schnitt gemäss II-II der Figur 1 durch die beiden Quecksilberröhren und
Figur 3 eine Schaltstellung der Umsteuervorrichtung in schematischer Darstellung, wobei die stromlosen Verbindungen in strichpunktierten Linien dargestellt sind, und
Figur 4 eine andere Schaltstellung der Umsteuervorrichtung, bei der ebenfalls die stromlosen Verbindungen in strichpunktierten Linien dargestellt sind.
Um eine Achse 4 sind zwei ringförmige Quecksilberröhren 5 und 6 schwenkbar. Jede der Quecksilberröhren besitzt drei Kontakte 1, 2, 3 bzw. 101, 102, 103, die so angeordnet sind, dass das Quecksilber in der Mittelstellung gemäss Figur 1 zwar den Kontakt 1 bzw. 101 überdeckt, jedoch die Kontakte 2, 102 und 3, 103 nicht berührt. Den Quecksilberröhren 5 und 6 kann durch eine Exzenterscheibe 7 über ein Hebelgestänge 8, 9 mit einer Nockenrolle 10 eine pendelnde Bewegung erteilt werden. Die Nockenscheibe 7 besitzt einen Teil 11 grossen Durchmessers und einen Teil 12 kleinen Durchmessers. Zwischen diesen beiden
sind Teile 13 und 14 mittleren Durchmessers vorgesehen. Wenn die Nockenrolle 10 gegen letztere anliegt, befinden sich die Quecksilberröhren in der gezeichneten Mittelstellung, während sie bei der Drehung der Nockenscheibe 7 hin- und herpendeln, sodass die Kontakte 1/101 abwechselnd mit den Kontakten 2/102 und 3/103 verbunden werden.
Die Schaltklemmen a und b sind mit zwei Phasen eines Wechselstromnetzes verbunden, während an die Schaltklemmen c und d zwei Phasen eines Wechselstrommotors angeschlossen sind. Weiterhin ist die Klemme a mit dem Kontakt 1 und die Klemme b mit dem Kontakt 101 verbunden. Die Klemme c ist einerseits mit der Klemme 2 und andererseits mit der Klemme 103 verbunden, während die Klemme d mit den Kontakten 3 und 102 verbunden ist. In der in Figur 3 gezeichneten Stellung sind die Kontakte 2 und 102 stromlos, sodass die Klemme a über die Kontakte 1 und 3 mit der Klemme d des Motors und die Klemme b über die Kontakte 101 und 103 mit der Klemme c des Motors verbunden ist. Bei einer Drehung der Quecksilberröhren um die Achse 4 im Uhrzeigersinn wird nun zunächst kurz vor Erreichung der Mittelstellung gemäss Figur 1 der Stromdurchgang zum Motor vollends unterbrochen. Bei weiterer Drehung bis zu der in Figur 4 gezeigten Stellung werden die Klemmen 3 und 103 stromlos, während die Klemme c des Motors nunmehr an die Klemme a des Netzes und die Klemme d des Motors nunmehr an die Klemme b des Netzes angeschlossen ist, sodass der Motor, der während der Mittelstellung der Quecksilber-
röhren gemäss Figur 1 abgebremst worden ist, nunmehr im entgegengesetzten Drehsinn angetrieben wird. Nach der Rückbewegung der Quecksilberröhren 5 und 6 läuft der Motor wieder in dem ursprünglichen Sinne um.
Die beiden Quecksilberröhren 5 und 6 können auch Halbringform besitzen, wobei dann ihre obere Hälfte (Figur 1 und 2) fortfällt.
Claims (3)
1. Umsteuervorrichtung mit Quecksilberschaltern zum periodischen Drehsinnwechsel von Wechselstrommotoren, insbesondere zum Antrieb von Waschmaschinen und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei drehbare, ringförmige oder ringformähnliche Quecksilberröhren (5, 6) mit je drei Kontakten (1, 2, 3 bzw. 101, 102, 103) vorgesehen sind, von denen beispielsweise je eine (1 und 101) mit dem Netz (a, b) und je zwei (2, 102 und 3, 103) mit dem Motor verbunden sind.
2. Umsteuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Quecksilberröhren (5, 6) eine Pendelbewegung um eine gemeinsame Achse (4) ausführen, die zwischen dem Ringmittelpunkt und dem mittleren (1, 101) der drei Kontakte liegt.
3. Umsteuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Quecksilberröhren (5, 6) mittels einer gemeinsamen Exzenterscheibe (7) gesteuert sind.
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