DEP0035499DA - Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels gegen Parasiten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels gegen Parasiten.

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DEP0035499DA
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Germany
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copper
rhodan
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rhodanide
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Expired
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English (en)
Inventor
Ernst-Rolf Dr. Detert
Original Assignee
Eduard Gerlach, GmbH., Lübbecke, Westf.
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Arzneimittels gegen Endoparasiten, beispielsweise gegen Eingeweidewürmer wie Oxyuren, Ascariden, Cestodes u.a.
Insbesondere für die Verwendung gegen Eingeweidewürmer beim Menschen müssen solche Arzneimittel neben der Wirkung der Abtötung diese Endoparasiten die Eigenschaft besitzen, dass sie sonst unschädlich für den menschlichen Organismus sind. Man hat für diesen Zweck Kupferverbindungen, wie Kupferoxyd, Kupfer-Eiweissverbindungen, Kupfersilikat verwendet bzw. vorgeschlagen. Diese Stoffe haben zwar eine ausreichende Giftwirkung auf derartige Parasiten, aber gleichzeitig den Nachteil, dass sie wegen ihrer leichten Löslichkeit oder Zersetzlichkeit in Säuren, wie der Magensäure, den für Kupferionen charakteristischen Brechreiz oder sogar eine Brechwirkung verursachen. Hilfswege, die Löslichkeit zu verhindern oder zu erschweren, führen nicht zum vollen Erfolg. Es ist zwar möglich, den Grad des Brechreizes herabzusetzen, indem man die Menge an Wirksubstanz in der Einzeldosis verringert, was aber infolge der ungenügenden Wirkung auf die Parasiten eine mehrmalige, langdauernde Kur erforderlich macht.
Ziel der Erfindung ist daher, einen solchen Giftstoff gegen Endoparasiten zu schaffen, der einerseits eine schnelle, nachhaltige abtötende Wirkung auf die Parasiten besitzt, andererseits aber frei ist von schädlichen oder unangenehmen Begleiterscheinungen.
Es wurde gefunden, dass man ein derartiges, die beiden Eigenschaften in sich vereinigendes Arzneimittel herstellen kann, wenn man Kupferrhodanid als Grundstoff verwendet. Die Erfindung besteht demnach darin, dass man aus löslichen Kupfersalzen, wie z.B. Kupfersulfat, mit entsprechenden Mengen eines Rhodansalzes, wie z.B. Rhodan-Ammonium oder Rhodan-Kalium, in Anwesenheit von schwefliger Säure oder anderen Reduktionsmitteln Kupferrhodanid fällt, welches dann mit Wasser ausgewaschen, getrocknet und in die gewünschten Formen, z.B. Tabletten, verarbeitet werden kann. Unter Umständen kann es zweckmässig sein, um eine grössere Oberfläche zu erzielen, bei der Fällung ein Schutzkolloid zu verwenden. Man kann dem so gewonnenen Stoff notfalls Abführmittel zusetzen und meist wird es angebracht sein, auch Aromastoffe zur Geschmackshebung, wie z.B. Pfefferminzöl, Zucker, ausserdem Stärke und sonstige, das Einnehmen und die Wirkung begünstigende Stoffe hinzuzufügen.
Dieses erfindungsgemäss hergestellte Mittel hat gegenüber den bisher bekannten erhebliche Vorteile: die zur Abtötung oder Vertreibung der Parasiten notwendige Menge Kupferrhodanid ist für den menschlichen Organismus und für Haustiere vollkommen unschädlich, gut verträglich und verursacht keinen Brechreiz. Denn Kupferrhodanid ist in der Magensäure nicht löslich, sondern erst in ausreichender Menge im Darmtrakt (Komplexbildung), wo es seine vermiciden bzw. vermifugen Wirkungen entfaltet. Das hat den Vorteil, dass man die Wirksubstanz in dem Mittel hinreichend hoch dosieren kann, um mit einer einmaligen Kur einen starken Erfolg ohne üble Begleiterscheinungen zu erzielen, man braucht also bei der Abmessung der einzelnen Dosen nicht die Rücksicht auf die unangenehmen Nebenwirkungen wie bei den erwähnten, bekannten kupferhaltigen Mitteln zu nehmen.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung eines aus Kupferverbindungen bestehenden Arzneimittels gegen Endoparasiten dadurch gekennzeichnet, dass man aus löslichen Kupfersalzen, wie z.B. Kupfersulfat, mit entsprechenden Mengen eines Rhodansalzes, wie z.B. Rhodan-Ammonium, Rhodan-Kalium, in Anwesenheit von schwefliger Säure oder anderen Reduktionsmitteln Kupferrhodanid fällt, die gefällte Substanz auswäscht, trocknet und gegebenenfalls unter Zusatz eines Abführmittels und von Aromastoffen zu Tabletten oder anderen Arzneiformen verarbeitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fällung in Anwesenheit eines Schutzkolloides erfolgt.

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