DEP0033558DA - Treibscheibenförderung mit zentralem Hubseil und mit über Losscheiben geführten Tragseilen - Google Patents
Treibscheibenförderung mit zentralem Hubseil und mit über Losscheiben geführten TragseilenInfo
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Description
ρ 3555ο xx/35a D. PA 253633^~8.4.5O
Demag-Hr.327o B/J. Duisburg, den 3.2.1949
«xreibscheibenförderung mit zentralem Hubseil und über Losrollen geführten xragseilej?
Die Erfindung betrifft eine Mehrseölförderung, bei der zwei getrennte Seilsysteme vorhanden sind, und zwar einmal das
Hubseil, welches über eine treibscheibe geführt ist und zweitens die xragseile, welche von einem Förderkorb zum anderen nur
über lose Scheiben geführt sind, sodass sie einen direkten ü-ewichtsausgleich zwischen den beiden Förderkörben herbeiführen·
Ss ist bisher nicht gelungen, die Belastungsverhältnisse für die verschiedenen Betriebszustände bei Schachtförderanlagen
dieser Art soweit, befriedigend zu lösen, dass man zur Ausführung dieses ü-edankens schreiten konnte, vielmehr hat man die einzige
bisher praktisch ausgeführte Mehrseilförderung aur mit iiubseilen ausgeführt·
U-emäss der Erfindung werden nun bei einer !reibscheiben— förderung mit Hubseilen und Tragseilen zumindest am einen Förderkorb
Hubseil und xragseile über nachgiebige übertragungsglieder mit dem Förderkorb verbunden· Die xragseile unter sich
können durch bekannte Seilausgleichsysteme, beispielsweise flaschenzugartig gekuppelt sein, aber auch das Hubseil ist
nicht am. Förderkorb fest angeschlagen sondern nachgiebig mit ihm verbunden. Das kann beispielsweise dadurch erreicht werden,
dass das Jciubseil in das Ausgleichsystem der xragseile eingeschlossen wirdf indem das Ausgleichseil auch über eine am &ubseilende
befindliche dolle geführt wird· Die nachgiebige Verbindung zwischen &ubeeil und Förderkorb kann aber auch durch elastische
Glieder bewerkstelligt werden, wie in der üeicnnung noch näher erläutert wird·
Zweckmässig ist es, die Nachgiebigkeit der Verbindung zwischen Hubseil und Förderkorb in gewissen x>e trieb s zustand en
zu überbrücken, also den Seilanschluss dann starr zu machen, zu blockieren, wobei man diese islockierv or richtung von siand,
maschinell durch im Schacht befindliche oder in den Schacht bewegliche Einrichtungen, oder auch selbsttätig steuerbar, etwa
abhängig vom jcelastunge zustand des üorbes ausführen kann·
Demag—nr · 3 2
(
ο
— 2 —
Der Vorteil aieser neuartigen ,ausbildung liegt darin, dass eindeutige und ura^Dare üelascungsverteilungen auf Hub—
und xragseile in alien x>^oriebszuständen geschaffen werden und ein uurchrueschen des jiubseils mit Sie&erneix vermieden wird·
Die ^eichnung gibt vier &usfünrun&sDeispiele wieder.
Die Abbildungen 1 bis 3 zeigen ein Ausfüiirungsüeiapiel in drei verschiedenen x/e unebszusuänden· /on der ...reibscheibe
wird das .aubseil 2 oevyegt, welches an seinen .finden je eine Au sgl eic Jar ο lie 5 und 4 trägt, über aiese Äusgieicnrollen sind
die Ausgieicnk.= oten ο ^tid ο oder sonstige Ausgleichelemem;e gelegt, dxe naon &z\>
eines .rlasüjaenzuges über fesxe sollen 7»o, an den jrordericureen y und lü und iiuer iseiwere aolxen 11 und
gel'ührx sind· Diese nollen sitzen an den bilden der ^.ragseile 13, welcne üuer die losen t>cneioen 14 und Ip geföurt sind* Die
add· 1 zeigt zunäcJast den unoela&teten Zustand« Das Äusgleiohsystem wird so eingestellt* dass die Rollen 3 and 4 an eine
Blockiervorrichtung 16,17 stossen, welche ihren Weg begrenzt und bei fester Anlage auch die Rollen zeitweise an ihrer Drehung
hindert»
Wird nun der Pörderkorb 9 belastet (Abb· 2) so wird das Hubseil eine grössere belastung erhalten als die Tragseile, da
die letzteren über Losscheiben geführt sind und daher ausweichen können, während das üubseil auf der abgebremsten treibscheibe
1 festliegt· Das nubseil wird sich unter der vergrösserten
Belastung mehr längen, der Korb sinkt also abj die xragseile 12,13 übertragen diese Bewegung auf die"losen Bollen
12, sodass der unbelastete Förderkorb 10 etwas angehoben wird. Der zugehörige Strang des Seiles 2 bleibt unverändert,
sodass die in Abb· 2 dargestellte Lage des Ausgleichsystems zustande kommt, bei vselcher sich der Korb 10 gehoben hat und
daher die üolle 4 nicht mehr am Anschlag 17 anliegt· Das freie Spiel des Spaanungsausgleiches in der ganzen Fördereinrichtung
ist also in allen Betriebszuständen gewährleistet·
.beginnt nun die förderung, so wird der linke Strang des Hubseile 2 immer mehr verkürzt und damit verschwindet auch die
in diesem Strang vorher aufgetretene Längung des Seils· Das Seil wird also in seiner Gesamtlänge von der xiolle 3 zur Holle
4 verkürzt, da der rechte Strang des Seiles 2 nicht belastet ist«Diese Verkürzung des uubseils wirkt sich dadurch aus, dass
-3-
- 3 - Demag-Nr.327a
die üolle 4, die naoh Abb· 2 sich in einer "bestimmten Entfernung von der Blockiervorrichtung 17 "befand, nunmehr während
der .Förderung wieder bis an ihre Hubbegrenzung wandert, sodass der in Abb. 1 dargestellte Ausgangszustand für beide Körbe wieder
erreicht ist· Nachdem der Förderkorb 9 duroh Ausstossen des vollen Wagens entlastet und der Förderkorb 10 belastet ist,
kann sinngemäss das umgekehrte Förderspiel beginnen·
Im Leerzustand, wie in Abb. 1 dargestellt, werden die Seile gleichmässig belastet, wobei die Eollen 3 und 4- am Hubseil
2 nach oben von ihren Blockiervorrichtungen frei gehen· ■xritt nun an einem der Förderkörbs eine Belastung auf, so kann
durch diese Belastung infolge der Blockierung der Eollen 3 und 4 nur noch das Hubseil eine stärkere Belastung erfahren. Damit
ist dann die Lastverteilung auf der belasteten Seite der Förderung eindeutig sichergestellt· Auf der unbelasteten Seite
des Förderkorbes geht, wie in Abb. 2 dargestellt, die Bolle am Ende des Hubseiles frei, sodase sich auf dieser Seite gleiche
Belastungen in allen drei Seilen einstellen, womit ebenfalls eine klare Lastverteilung erzielt ist· Es wird ferner damit
erreicht, dass auf der !»eerseite der Förderung das Hubseil keine so grosse Entlastung erfährt, sodass die für das haften
auf der !'reibscheibe 1 erforderliche Spannung mit Sicherheit vorhanden und damit ein Putschen vermieden ist·
Nimmt man eine ιόtlast von 123 t an einem Korb an, so wird im unbelasteten Zustand jedes der Seile mit 1/3, das sind
41 t, belastet· Wird der eine Förderkorb mit einer !Nutzlast von 15 t belastet, so gehen diese 15 t eindeutig indas Hubseil
ein· Die im Beginn der Förderung auftretenden Beschleunigungskräfte in Höhe von 33 t sind ebenfalls eindeutig vom Hubseil zu
tragen, das demnach mit ö9 to auf der Hubseite belastet wird· Auf der ü-egenseite sind sämtliche Seile gleichmässig mit 41 t
belastet, sodass sich an der xreibscheibe 1 die beiden Spannungen χ und t etwa wie 1:2 verhalten, sodass ein sicherer Bei—
bungsschluss auf der xreibscheibe gewährleistet ist· Die gleichen Belastungsverhältnisse gelten auch bei umgekehrter Förderung,
wie bereits an Hand der Abb. 1 bis 3 erläutert ist·
Die gleichen günstigen und eindeutigen Belastungsverhältnisse lassen sich auch mit der Ausführung nach den Abb. 4 bis 6
erzielen. Mach diesen ist das Hubseil 2 mit den Körben 9 und
- 4■■«.
10 nicht mehr direkt verbunden, sondern an je einem üahmen 19 und 20 angeschlagen. An den Unterseiten der üahmen ist das unterseil
21 angeschlossen· In der Ausgangsstellung, also "bei unbelasteten Pörderkörben stehen die beiden Körbe nahezu vor den
Auflagern 22,23 der"üahmen 19,20· ^s wird also voller Belastungsausgleich in sämtlichen xeilen erzielt· Wird nun der Korb
9 belastet (Abb.!;, so setzt er sich auf das Auflager 22 auf; andererseits geht der iidb 10 in der schon bei Abb. 2 beschriebenen
Weise infolge der Längendehnung "des stärker belasteten Hubseils 2 etwas in die Eöhe* Während der Förderung verschwindet
wieder die Dehnung im Hubseil 2, da der rechte Strang dieses Seiles keine zusätzliche Belastung erfährt, und die G-esamtkür—
zung des Seiles 2 wirkt sich dahin aus, dass am jände der Förderung auch der Korb 10 auf dem Auflager 23 aufsitzt· Die Pörderung
in umgekehrter Richtung kann damit beginnen.
um eine stabile Lage des Seilausgeichsystems 25 am Förderkorb 9 zu erhalten," müssen dia Tragseile 12,13 am Förderkorb
10 fest angeschlagen sein, was zweckmässig mit Hilfe der Yersteckvorrichtungen
26 geschieht.
Diese üusführung hat gegenüber dem ersten üusführungsbeispiel noch den Vorzug, dass weniger Seilrollen zum Aasgleich
benötigt werden und dass diese Seilrollen nur allmähliche und geringe -bewegungen bei unterschiedlichen Dehnungen u.dgl· ausführen,
während der Seilausgleich im ersten Ausführungsbeispiel bei jedem Förderspiel anspricht· Ferner wird die Grenzbelastung
des iiubseils mit der zuletzt beschriebenen Ausführungsform gegenüber der ersteren etwas herabgesetzt, ohne dass die sonstigen
Joelastungsverhältnisse deswegen ungünstiger werden·
An die Stelle eines oder oeider Förderer "be können auch Fördergefässe (skips) treten· Die J^lockiervorrichtung für das
Kubseilende kann durch Anschläge, Schachtkurven, durch G-etriebe vom Füllort oder von der Hängebank aus gesteuert werden. Auch
das ijewicht der vollen </agen kann ausgenutzt werden, um das jiubseil zu steuern· Selbst in blockiertem Zustand kann das hub—
seil noch mit einer Dämpfung oder x'eder am KoS^ angeschlossen sein·
üweckmässig \»ird ein xeil der Aus^Ie lochvorrichtung und der V er steckvorrichtung im ^.opfträger 2o des i'örderkorbes unter-
-5-
gebracht, wie die Ausführungsbeispiele es für die unteren Ausgleichrollen zeigen·
Die fest angeschlagenen xragseilenden werden mit einer "bekannten Schnellversteckeinrichtung angeschlossen. In der
Zeichnung sind Spindeln angedeutet, die durch einen kleinen eingebauten Motor oder ein tragbares Maschinenwerkzeug etwa
nach Axt einer elektrischen handbohrmaschine verstellt werden können·
Damit das bestell 20, welches den Seilausgleich umschliesBt, keine zu grosse Höhe zu erhalten braucht, wird
gemäss der weiteren Erfindung eine Anzeige- bezw. Alarmvorrichtung angebracht, welche anspricht, sobald sich die 'Xragseilenden
der oberen oder unteren begrenzung ihres Ausgleichweges nähern oder wenn sich das nubseilende kurz vor oder an der unteren
Begrenzung seines Ausgleichweges befindet» Diese Alarmvorrichtung kann mit irgend einem bekannten, wasserdicht gekapselten
behälter, Endschalter ο.dgl. arbeiten und wird gespeist -us einem auf dem förderkorb oder dem Fordergefäss aufgestellten
elektrischen Element oder einem Akkumulator·
Die Anzeige-vorrichtung kann irgend ein Schild betätigen, einen Zeiger verstellen, eine Lampe aufleuchten lassen oder
ein akustisches Signal auslösen· J>ei 31 in Abb· 1 ist die Anbringung des entsprechenden Schalters angedeutet·
Claims (1)
- PA253633*~8Abü - 6-Patentansprüche1. xreibscheibenforderung mit einem Hubseil and über Loescheiben geführte* xra^, seilen dadurch gekennzeichnet, dass zumindest am einen Förderkorb üübseil und xragseile über nachgiebige übertragungsglieder mit dem Förderkorb verbunden sind·2· -ireibscheibenförderung nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet, dass zumindest am einen förderkorb Hub seil und xragseile durch eine Aus gle ic hv or richtung verbunden sind·3· xreibscheibenförderung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Verbindung oder die Ausgleichvorrichtung für das Jaubseil blockierbar ist.4. xreibscheibenförderung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine selbsttätig wirkende Blockiervorrichtung für die Verbindung zwischen liubseil und förderkorb.5. xreibscheibenförderung nach Anspruch 4» gekennzeichnet durch eine vom iselastungszustand des Korbes abhängige Blokkiervorrichtung für die Verbindung zwischen Hubseil und Förderkorb·6. Jtreibscheibenförderung nach Anspruch 5> dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Blockiervorrichtung die Längsdehnung des iiubseils bei Belastung ausgenutzt wird, indem durch die Seilstreckung eine feste Verbindung zwischen Hubseil und Korb herbeigeführt wird. (Anlegen am Anschlag).7. j-reibscheibenfördefung nach Anspruch 37 dadurch gekennzeichnet, dass das üubseil und' die xragseile an beiden Körben durch flaschenzugartige Ausgleichvorrichtungen verbunden sind und das Hübseilende durch Anschlag o.dgl.blockierbar ist.ö. xreibscheibenförderung nach den Ansprüchen 1 und 2t dadurch gekennzeichnet, dass jedes -tiübseilende an einem den Korb umschliessenden üahmen angeschlagen ist$ der auch ein Unterseil trägt, während die xragseile am einen Korb an einem Ausgleich und am anderen ^orb fest, bezw. versteckbar angeschlossen sind·9. xreibScheibenförderung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass xeile der Ausgleichvorrichtung im ILopfträger des Förderkorbes untergebracht sind·-7-Demag-Nr. 327 οireibscheibenförderung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht über eine Ausgleich— oder Federvorrichtung angeschlagenen Seilenden mit einer leicht lösbaren Versteckvorrichtung ausgerüstet sind·11. iireibscheibenförderung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteckvorrichtung mit einer maschinellen .betätigung ausgerüstet oder für eine Betätigung durch ein tragbares Maschinenwerkzeug eingerichtet ist.12· xreibscheibenförderung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kontrolle der Hubbegrenzungen innerhalb des Seilausgleiches Alarm- oder Meldevorrichtungen eingebaut sind zugunsten geringer JBauhöhen der Ausgleichvorrichtung·
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