DE812709C - Treibscheibenfoerderung mit zentralem Hubseil und mit ueber Losscheiben gefuehrten Tragseilen - Google Patents

Treibscheibenfoerderung mit zentralem Hubseil und mit ueber Losscheiben gefuehrten Tragseilen

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Publication number
DE812709C
DE812709C DEP33558A DEP0033558A DE812709C DE 812709 C DE812709 C DE 812709C DE P33558 A DEP33558 A DE P33558A DE P0033558 A DEP0033558 A DE P0033558A DE 812709 C DE812709 C DE 812709C
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DE
Germany
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traction sheave
hoist rope
rope
conveyor
conveyance
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Expired
Application number
DEP33558A
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Schneider
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Mannesmann Demag AG
Original Assignee
Demag AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B15/00Main component parts of mining-hoist winding devices
    • B66B15/08Driving gear

Landscapes

  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

  • Treibscheibenförderung mit zentralem Hubseil und mit über Losscheiben geführten Tragseilen Die Erfindung betrifft eine Mehrseilförderung, bei der zwei getrennte Seilsysteme vorhanden sind, und zwar einmal das Hubseil, welches über eine Treibscheide geführt ist, und zweitens die Tragseile, welche von einem Förderkorb zum aj#deren nur über lose Scheiben geführt sind, so daß sie einen direkten Gewichtsausgleich zwischen den beiden Förderkörben herbeiführen.
  • Es ist bisher nicht gelungen, die Belastungsverhältnisse für die verschiedenen Betriebszustände bei Schachtförderanlagen dieser Art so weit befriedigend zu lösen, daß man zur Ausführung dieses Gedankens schreiten konnte, vielmehr hat rnan die einzige bisher praktisch ausgeführte Mehrseilfö -derung nur mit Hubseilen ausgeführt.
  • Gemäß der Erfindung werden bei einer Treibscheibenförderung mit Hubseilen und Tragseilen zumindest an einem Förderkorb Hubseil un 1 Tragseile über nachgiebige Übertragungsglieder mit dem Förderkorb verbunden. Die Tragseile unter sich können durch bekannte Seilausgleichssysteme beispielsweise flaschenzugartig gekuppelt sein, aber auch das Hubseil ist nicht am Förderkorb fest angeschlagen, sondern nachgiebig mit ihm verbunden. Das kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß das Hubseil in das Ausgleichssystem der Tragseile eingeschlossen wird, indem das Ausgleichsseil auch über eine am Hubseilende befindliche Rolle geführt wird. Die nachgiebige Verbindung zwischen Hubseil und Förderkorb kann aber auch durch elastische Glieder bewerkstelligt werden, wie in der Zeichnung noch näher erläutert wird.
  • Zweckmäßig ist es, die Nachgiebigkeit der Verbindung zwischen Hubseil und Förderkorb in gewissen Betriebszuständen zu überbrücken, also den Seilanschluß dann starr zu machen, zu blockieren, wobei man diese Blockiervorrichtung von Hand, maschinell durch im Schacht befindliche oder in den Schacht bewegliche Einrichtungen oder auch selbsttätig steuerbar, etwa abhängig vom Belastungszustand des Korbes, ausführen kann.
  • Der Vorteil dieser neuartigen Ausbildung liegt darin, daß eindeutige und tragbare Belastungsverteilungen auf Hub- und Tragseile in allen Betriebszuständen geschaffen werden und ein Durchrutschen des Hubseils mit Sicherheit vermieden wird.
  • Die Zeichnung gibt vier Ausführungsbeispiele wieder. Die Abb. i bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel in drei verschiedenen Betriebszuständen. Von der Treibscheibe i wird das Hubseil 2 bewegt, welches an seinen Enden je eine Ausgleichsrolle 3 und 4 trägt. Über diese Ausgleichsrollen sind die Ausgleichsketten 5 und 6 oder sonstige Ausgleichselemente gelegt, die nach Art eines Flaschenzuges über feste Rollen 7, 8 an den Förderkörben 9 und io und über weitere Rollen ii und 12 geführt sind. Diese Rollen sitzen an den Enden der Tragseile 13, welche über die losen Scheiben 14 und 15 geführt sind. Die Abb. i zeigt zunächst den unbelasteten Zustand. Das Ausgleichssystem wird so eingestellt, daß die Rollen 3 und 4 an eine Blockiervorrichtung 16, 17 stoßen, welche ihren Weg begrenzt und bei fester Anlage auch die Rollen zeitweise an ihrer Drehung hindert.
  • Wird nun der Förderkorb 9 belastet (Abb. 2), so wird das Hubseil eine größere Belastung erhalten als die Tragseile, da die letzteren über Losscheiben geführt sind und daher ausweichen können, während das Hubseil auf der abgebremsten Treibscheibe i festliegt. Das Hubseil wird sich unter. der vergrößerten Belastung mehr längen, der Korb 9 sinkt also ab; die Tragseile 13 übertragen diese Bewegung auf die losen Rollen 12, so daß der unbelastete Förderkorb io etwas angehoben wird. Der zugehörige Strang des Seiles 2 bleibt unverändert, so daß die in Abb. 2 dargestellte Lage des Ausgleichssystems zustande kommt, bei welcher sich der Korb io gehoben hat, und daher die Rolle 4 nicht mehr am Anschlag 17 anliegt. Das freie Spiel des Spannungsausgleiches in der ganzen Fördereinrichtung ist also in allen Betriebszuständen gewährleistet.
  • Beginnt nun die Förderung, so wird der linke Strang des Hubseils 2 immer mehr verkürzt, und damit verschwindet auch die in diesem Strang vorher aufgetretene Längung des Seiles. Das Seil wird also in seiner Gesamtlänge von der Rolle 3 zur Rolle 4 verkürzt, da der rechte Strang des Seiles 2 nicht belastet ist. Diese Verkürzung des Hubseils wirkt sich dadurch aus, daß die Rolle 4, die nach Abb. 2 sich in einer bestimmten Entfernung von der Blockiervorrichtung 17 befand, nunmehr während der Förderung wieder bis an ihre Hubbegrenzung wandert, so daß der in Abb. i dargestellte Ausgangszustand für beide Körbe wieder erreicht ist. Nachdem der Förderkorb 9 durch Ausstoßen des vollen Wagens entlastet und der Förderkorb io belastet ist, kann sinngemäß das umgekehrte Förderspiel beginnen.
  • Im Leerzustand, wie in Abb. i dargestellt, werden die Seile gleichmäßig belastet, wobei die Rollen 3 und 4 am Hubseil 2 noch eben von ihren Blockiervorrichtungen frei gehen. Tritt nun an einem der Förderkörbe eine Belastung auf, so kann durch diese Belastung infolge der Blockierung der Rollen 3 und 4 nur noch das Hubseil eine stärkere Belastung erfahren. Damit ist dann die Lastverteilung auf der belasteten Seite der Förderung eindeutig sichergestellt. Auf der unbelasteten Seite des Förderkorbes geht, wie in Abb. 2 dargestellt, die Rolle am Ende des Hubseils frei, so daß sich auf dieser Seite gleiche Belastungen in allen drei Seilen einstellen, womit ebenfalls eine klare Lastverteilung erzielt ist. Es wird ferner damit erreicht, daß auf der Leerseite der Förderung das Hubseil keine zu große Entlastung erfährt, so daß die für das Haften auf der Treibscheibe i erforderliche Spannung mit Sicherheit vorhanden und damit ein Rutschen vermieden ist.
  • Nimmt man eine Totlast von 123 t an einem Korb an, so wird im unbelasteten Zustand jedes der Seile mit 1/3, das sind 41 t, belastet. Wird der eine Förderkorb mit einer Nutzlast von 15 t belastet, so gehen diese 15 t eindeutig in das Hubseil ein. Die im Beginn der Förderung auftretenden Beschleunigungskräfte in Höhe von 33 t sind ebenfalls eindeutig vom Hubseil zu tragen, das demnach mit 89 t auf der Hubseite belastet wird. Auf der Gegenseite sind sämtliche Seile gleichmäßig mit 41 t belastet, so daß sich an der Treibscheibe i die beiden Spannungen T und l etwa wie i : 2 verhalten, so daß ein sicherer Reibungsschluß auf der Treibscheibe gewährleistet ist. Die gleichen Belastungsverhältnisse gelten auch bei umgekehrter Förderung, wie bereits an Hand der Abb. i bis 3 erläutert ist.
  • Die gleichen günstigen und eindeutigen Belastungsverhältnisse lassen sich auch mit der Ausführung nach den Abb. 4 bis 6 erzielen. Nach diesen ist das Hubseil 2 mit den Körben 9 und io nicht mehr direkt verbunden, sondern an je einem Rahmen i9 und 2o angeschlagen. An den Unterseiten der Rahmen ist das Unterseil 21 angeschlossen. In der Ausgangsstellung, also bei unbelasteten Förderkörben, stehen die beiden Körbe nahezu vor den Auflagern 22, 23 der Rahmen i9, 20. Es wird also voller Belastungsausgleich in sämtlichen Seilen erzielt. Wird nun der Korb 9 belastet (Abb. 5), so setzt er sich auf das Auflager 22 auf; andererseits geht der Korb io in der schon bei Abb. 2 beschriebenen Weise infolge der Längendehnung des stärker belasteten Hubseils 2 etwas in die Höhe. Während der Förderung verschwindet wieder die Dehnung im Hubseil 2, da der rechte Strang dieses Seiles keine zusätzliche Belastung erfährt, und die Gesamtkürzung des Seiles 2 wirkt sich dahin aus, daß am Ende der Förderung auch der Korb io auf dem Auflager 23 aufsitzt. Die Förderung in umgekehrter Richtung kann damit beginnen.
  • Um eine stabile Lage des Seilausgleichssystems 25 am Förderkorb 9 zu erhalten, müssen die Tragseile 12, 13 am Förderkorb io fest angeschlagen sein, was zweckmäßig mit Hilfe der Versteckvorrichtungen 26 geschieht.
  • Diese Ausbildung hat gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel noch den Vorzug, daß weniger Seilrollen zum Ausgleich benötigt werden und daß diese Seilrollen nur allmähliche und geringe Bewegungen bei unterschiedlichen Dehnungen u. dgl. ausführen, während der Seilausgleich im ersten Ausführungsbeispiel bei jedem Förderspiel anspricht. Ferner wird die Grenzbelastung des Hubseils mit der zuletzt beschriebenen Ausführungsform gegenüber der ersteren etwas herabgesetzt, ohne daß die sonstigen Belastungsverhältnisse deswegen ungünstiger «erden.
  • An die Stelle eines cxler beider Förderkörbe können auch Fördergefäße (Skips) treten. Die Blockiervorrichtung für <las Hubseilende kann durch Anschläge, Schachtkurven, durch Getriebe vorn Füllort oder von der Hängebank aus gesteuert werden. Auch das Gewicht der vollen Wagen kann ausgenutzt werden, um das Hubseil zu steuern. Selbst im blockierten Zustand kann <las Hubseil noch mit einer Dämpfung oder Feder am Korb angeschlossen sein.
  • Zweckmäßig wird einTeil derAusgleichsvorrichtung und der Versteckvorrichtung im Kopfträger 28 des Förderkorbes untergebracht, wie die Ausführungsbeispiele es für die unteren Ausgleichrollen zeigen.
  • Die fest angeschlagenen Tragseilenden werden mit einer bekannten Schnellversteckeinrichtung angeschlossen. In der Zeichnung sind Spindeln angedeutet, die durch einen kleinen eingebauten l@lotor oder ein tragbares -#l2rscliinc#nwerkzeug etwa nach Art einer elektrischen Handbohrmaschine verstellt werden können.
  • Damit das Gestell 3o, welches den Seilausgleich umschließt, keine zu große Höhe zu erhalten braucht, wird gemäß der weiteren Erfindung eine Anzeige- bzw. Alarmvorrichtung angebracht, welche anspricht, sobald sich die Tragseilenden der oberen oder unteren Begrenzung ihres Ausgleichsweges nähern oder wenn sich das Hubseilende kurz vor oder an der unteren Begrenzung seines Ausgleichsweges befindet. Diese Alarmvorrichtung kann mit irgendeinem bekannten, wasserdicht gekapselten Schalter, Endschalter o. dgl. arbeiten und wird gespeist aus einem auf dem Förderkorb oder dem Fördergefäß aufgestellten elektrischen Element oder einem Akkumulator.
  • Die Anzeigevorrichtung kann irgendein Schild betätigen, einen Zeiger verstellen, eine Lampe aufleuchten lassen oder ein akustisches Signal auslösen. Bei 31 in Abb. i ist die Anbringung des entsprechenden Schalters angedeutet.

Claims (3)

  1. P:1TE\TA\SPROCHE: i. Treibscheibenförderung mit zentralem Hubseil und mit über Losscheiben geführten Tragseilen, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einem Förderkorb Hubseil und Tragseile über nachgiebige Übertragungsglieder mit dem Förderkorb verbunden sind.
  2. 2. Treibscheibenförderung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einem Förderkorb Hubseil und Tragseile durch eine Ausgleichsvorrichtung verbunden sind. 3. Treibscheibenförderung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die federnde Verbindung oder die Ausgleichsvorrichtung für das Hubseil blockierbar ist. 4. Treibscheibenförderung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine selbsttätig wirkende Blockierverrichtung für die Verbindung zwischen Hubseil und Förderkorb.
  3. 3. Treibscheibenförderung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine vom Belastungszustand des Korbes abhängige Blockiervorrichtung für die Verbindung zwischen Hubseil und Förderkorb. 6. Treibscheibenförderung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Blockiervorrichtung die Längsdehnung des Hubseils bei Belastung ausgenutzt wird, indem durch die Seilstreckung eine feste Verbindung zwischen Hubseil und Korb herbeigeführt wird (Anlegen am Anschlag). 7. Treibscheibenförderung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hubseil und die Tragseile an beiden Körben durch flaschenzugartige Ausgleichsvorrichtungen verbunden sind und das Hubseilende durch Anschlag o. dgl. blockierbar ist. S. Treibscheibenförderung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Hubseilende an einem den Korb umschließenden Rahmen angeschlagen ist, der auch ein Unterseil trägt, während die Tragseile an einem Korb an einen Ausgleich und am anderen Korb fest bzw. versteckbar angeschlossen sind. g. Treibscheibenförderung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Teile der Ausgleichsvorrichtung im Kopfträger des Förderkorbes untergebracht sind. io. Treibscheibenförderung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht über eine Ausgleichs- oder Federvorrichtung angeschlagenen Seilenden mit einer leicht lösbaren Versteckvorrichtung ausgerüstet sind. ii. Treibscheibenförderung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteckvorrichtung mit einer maschinellen Betätigung ausgerüstet oder für eine Betätigung durch ein tragbares Maschinenwerkzeug eingerichtet ist. 12. Treibscheibenförderung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kontrolle der Hubbegrenzungen innerhalb des Seilausgleiches Alarm- oder Meldevorrichtungen eingebaut sind, zugunsten geringer Bauhöhen der Ausgleichsvorrichtung.
DEP33558A 1949-02-08 1949-02-08 Treibscheibenfoerderung mit zentralem Hubseil und mit ueber Losscheiben gefuehrten Tragseilen Expired DE812709C (de)

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DE (1) DE812709C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976023C (de) * 1953-01-25 1963-01-17 Paul Dr-Ing Walter Doppelseil-Schachtfoerderung fuer den Bergbau durch senkrechte Foerderung mit Entlastung durch Gegengewicht

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE976023C (de) * 1953-01-25 1963-01-17 Paul Dr-Ing Walter Doppelseil-Schachtfoerderung fuer den Bergbau durch senkrechte Foerderung mit Entlastung durch Gegengewicht

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