DEP0032858DA - Befestigung von Metallteilen, z.B. Kontaktfedern, auf Teilen aus Isolierstoff, insbesondere Schaltersockeln o.dgl. - Google Patents
Befestigung von Metallteilen, z.B. Kontaktfedern, auf Teilen aus Isolierstoff, insbesondere Schaltersockeln o.dgl.Info
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Description
Schalterkontakte müssen mit Rücksicht auf eine sichere Kontaktgabe unverrückbar fest in ihrer Lage verharren. Um dies zu erreichen, ist eine Niet- oder Schraubbefestigung das Naheliegendste. Wählt man bloß eine Befestigungsstelle je Kontakt, so ist ein ausreichender Verdrehungsschutz auch bei in den Sockel eingelassenen Kontakten infolge der Fertigungstoleranzen nicht gewährleistet. Der Anwendung von zwei Niet- oder Schraubverbindungen je Kontakt steht Platzmangel und Verteuerung entgegen. Außerdem bedingen durchgehende Niet- oder Schraubverbindungen zur Vermeidung von Kriechstrecken eine höhere Bauart des Sockels.
Eine weitere bekannte Befestigungsart ist das Einstecken der Klemmen mit Übermaß oder Vorspannung. Hierbei ergibt sich der Nachteil, daß sich infolge der Fertigungstoleranzen, die Klemmen entweder leicht einstecken und somit auch wieder leicht herausheben lassen oder aber die Klemmen sind schwer einsteckbar, dann besteht insbesondere bei keramischen Sockeln Bruchgefahr. Außerdem ist eine gewissen Einstecktiefe erforderlich, welche bei der angestrebten flachen Bauart Schwierigkeiten bereitet.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine unverrückbare Befestigung von Metallteilen zu schaffen, die weitgehend von Fertigungstoleranzen unabhängig ist. Erfindungsgemäß sind die Metallteile durch eine insbesondere aufschraubbare oder aufnietbare Platte o.dgl. aus Isolierstoff festgehalten, welche mittels vorspringender Ansätze in entsprechende Vertiefungen oder Durchbrechungen der Metallteile eingreift. Umgekehrt können auch die Metallteile mit Ansätzen oder Erhe-
bungen in entsprechende Vertiefungen der Isolierstoffplatte eingreifen. Die Erhebungen bzw. Ansätze und die entsprechenden Vertiefungen bzw. Durchbrechungen in den Metallteilen und in der Isolierstoffplatte sind so bemessen, daß eine ausreichende Klemmung zwischen diesen Teilen vorhanden ist. Die Erhebungen bzw. Vertiefungen können vorteilhaft in Form von Winkelkanten, Prismen, Pyramiden o.dgl. ausgebildet sein.
In den Figuren 1 - 14 sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Figuren 1 und 2 zeigen die Befestigung der Metallteile 1, die beispielsweise Enden von Kontaktfedern sind, auf der ebenen Fläche des Isolierstoffsockels 2 mittels der Isolierstoffplatte 3. An den Metallteilen 1 befinden sich entweder, wie Fig. 1 zeigt, pyramidenförmige Ansätze 4 oder gemäß Figur 2 entsprechende Vertiefungen 5. In diese greifen entsprechende Vertiefungen 6 bzw. Ansätze 7 in der Isolierstoffplatte 3 ein, die durch die Bohrungen 8, zwecks Verbesserung der Kriech- und Luftstrecken an einer von den stromführenden Teilen abgelegenen Stelle, aufgeschraubt oder aufgenietet wird. Bei Installationsschaltern ist die Isolierstoffplatte in den meisten Fällen in Form einer Traverse vorhanden, so daß ein zusätzlicher Teil für die Befestigung der Kontaktteile nicht erforderlich ist.
In den Figuren 3 und 4 ist die Bemessung der Vertiefungen und der entsprechenden Ansätze dargestellt. Es ist daraus zu ersehen, daß der Winkel (Alpha) im Socke 2 oder in der Platte 3 kleiner als der Winkel (Beta) bzw. das Maß a kleiner als b ist.
In den Figuren 5 - 9 ist die Befestigung einer Installationsschalterklemme 9 auf dem Sockel 10 dargestellt. Die mit der Kontaktfeder 11 aus einem Stück hergestellte Schalterklemme 9 ist in Fig. 6 dargestellt. Die Befestigung auf dem Sockel erfolgt mittels der Traverse 12, die einen winkelförmigen Einschnitt 13 aufweist. Die Klemme 9 weist eine entsprechende winkelförmige Erhebung 14 auf. Auf den Sockel 10 wird zunächst als Gewindeträger für die Anschlußschraube 15 ein Mutterstück 16 gelegt. Auf dieses wird die Schalterklemme 9 gelegt und durch die Traverse 12 befestigt. Die Befestigung der Traverse 12 erfolgt ebenfalls an einer von den stromführenden Teilen abgelegenen Stelle mittels Schraube o.dgl. durch die Bohrung 17. Irgendwelche Aussparungen in dem Sockel 10, welche infolge der Herstellungsungenauigkeit beider Teile keine unverrückbare Einspannung der Kontaktfeder 11 gewährleisten, sind bei der Anordnung nach der Erfindung vermieden. Ebenso ist eine Löt-,
Schweiß- oder sonstige Verbindung der Kontaktfeder 11 mit dem Anschlußträger 16 nicht erforderlich, da der elektrische Leiter unmittelbar auf die Kontaktklemme 9 zu liegen kommt und beide Teile gleichzeitig durch die Traverse 12 unverrückbar festgehalten werden.
Die Figuren 10 - 12 zeigen die Befestigung der Kontaktteile 18 einer Steckdose auf dem Sockel 19. Es wird hier eine Traverse 20 verwendet, die mit Ansätzen 21 in entsprechende Durchbrechungen 22 in dem Kontaktteil 18 eingreift. Die Befestigung der Traverse erfolgt mittels Schraube 23 oder Niet wie oben.
Die Fig. 13 zeigt eine Abzweigdose, bei der die Kontaktteile 24 auf dem Sockel 25 mittels einer Platte 26 festgehalten werden. Die Kontaktteile sind hier mit Erhebungen 27 vorgesehen, die in entsprechende Rillen 28 in der Platte 26 eingreifen. Auch hier erfolgt die Befestigung der Platte 26 lediglich mit Schraube 29 oder Niet o.dgl. wie oben.
Claims (5)
1.) Befestigung von Metallteilen, z.B. Kontaktfedern, auf Teilen aus Isolierstoff, insbesondere Schaltersockeln o.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Metallteile durch eine insbesondere aufschraubbare Platte o.dgl. aus Isolierstoff festgehalten sind, welche mittels vorspringender Ansätze in entsprechende Vertiefungen oder Durchbrechungen der Metallteile oder umgekehrt oder mit entsprechenden Vertiefungen in Ansätze der Metallteile eingreift.
2.) Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen bzw. Ansätze und die entsprechenden Vertiefungen bzw. Durchbrechungen in den Metallteilen und in der Isolierstoffplatte so bemessen sind, daß eine ausreichende Klemmung zwischen diesen Teilen vorhanden ist.
3.) Befestigung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen bzw. Vertiefungen in Form von Winkelkanten, Prismen, Pyramiden o.dgl. ausgebildet sind.
4.) Befestigung nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Teile, z.B. Kontaktfedern o.dgl. durch eine aufschraubbare oder aufgenietete Isolierstoffplatte bzw. Traverse auf der ebenen Fläche des Schaltersockels festgehalten sind.
5.) Befestigung nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffkörper, auf denen die Metallteile zu befestigen sind, keinerlei Nuten, Aussparungen o.dgl. für die zu befestigenden Metallteile aufweisen, sondern vollkommen eben ausgebildet sind.
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