DEP0031182DA - Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Kopien auf Diazotypieschichten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Kopien auf DiazotypieschichtenInfo
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Description
PATENTANTANWALT
DK. R. POSCHEN Γ'CDETt
MÜNCHEN 27, Loiiiccia tSiiar-C 1
DK. R. POSCHEN Γ'CDETt
MÜNCHEN 27, Loiiiccia tSiiar-C 1
firm Be.il g Herding Itie und ferner Faal Leuchv Stourton House,
Dacre Street, ^eetmineter, London S. iv, 1.
Verbee|5jerungen bei>ei* Herstellung" von foto- ^pijjhi schem Ä|jati^ffi»teri^l<Cn der Diazotypie.
Die vorliegende Irtiaiarig besieht eich auf die Herstellung von lichtempfindlichen Schichten mit Hilfe von Diazoverbi ndungen,
welche in der tage Bind, Abzüge Ie zwei oder mehr kontraetierenden Farben und insbesondere in Primärfarben rot, gelb oder blau
oder in Komplementärfarben wie rot und grün oder orange und blau oder gelb und violett von eine» Original herzustellen, was von
der Zusammensetzung der lichtempfindlichen Schichten abhängt. Die Originale, welche durch dieses Verfahren zu reproduzieren eind,
können in Tinte und Bleistift auegeführte Zeichnungen sein oder ©ie können in mindeetene zwei Tinten oder Farbtuechen auegeführt
sein, wobei ^ede Tinte oder Parbtueehe die Sigenechaft der Absorbieruxig oder DurchlMeelgkeit
einer eoleheo Weng® von Licht te©· eitzt, daee diese iss weeentlichen verschieden ist von der durch
die andere Tinte oder Farbtueche der Zeichnung absorbierte Gder hindurchgelaesene Menge. Ferner Mruien die Zeichnungen solcher
Art eein, daee eine Tinte überhaupt kein Licht durchläset und die andere zmr einen feestiaasteii Anteil der ganzen K'enge an Iiehts
welches während einer bestimmten Exponieruagszeit durchgelassen wird, Dies ermöglicht es, von drei möglichen Farben zwei Komplementärfarben oder zwei gewünschte Srimarfarben zu erzielen oder
gleichzeitig drei Farben, wenn eine dritte Tinte mit wieder einem anderen LichtdurchliSeeigfceitsfaktor benutzt wird, Vo die
Originale fotografieohe Kalbtonbilder oder ähnliche Transparente sind, let es möglich, eine ganze Skala von Farben zu erhalten,
welche von der Abstufung des Originaltransparentee abhängig ist.
S'e ist bereite vorgeschlagen worden, Zweifarbendrucke von Origiiial2eichnungeη mit Hilfe des oben beechrlebenen Diazotypverfahrens herzustellen, indem man eine liohtempfindliche Schicht benutzt, welche zwei Diazoverbindungen enthält, wobei die eine Diazo verbindung mit einer gewissen Kupplungskomponente eine Farbe
ergeben würde und die andere Diazoverbindung eine andere Farbe
oder , wobei die Iiclitempflndliche Setoiclitf die aus den zwei Di-
aaoverbi ndungen beeteht, eine Feaktion mit swei Kupplungskomponenten eingehen IcSiiatet »eiche ihr hinzugefügt werden und dadurch tetis
Entwickeln awei verschiedener Farben hervorbringen körnt©· Iia anderes bekanntes Verfehren jsur HereteI lung von ewei Farben in
eine© Ab&ug, beatand darin, daee eine Piasoverbindung verwendet wurde, welche verschiedene Farbschattierungen mit einer oder mehreren
Kuppl·,ngekoraponenten hervorbringen konnte je nach der Sfenge der Siasoverbindungf welche auf dem Abiug nach Belichtung unter
einer Zeichnung oder einem IJaftfconpositiv belassen iet. Alle diese
Verfahren haben den Nachteil, daee
Primär« oder Komplementärfarben h ervor zu brι nge η, da die etarkeren
teile der Zeichnung ocer anderen Torlage, welche au reprodaeieren iet» ircmer eine i'iechung von beiden benutzten Farben enthalten
wurde. Wenn g,S. die lichterspf indllohe Schicht derart angeordnet
wäre, daee eine Dia»οverbindung eine blaue PKrbung und die andere eine rote Färbung eraeugt, bo würden die etärkeren Teile der Zeichnung durofa eine Mischung dieser Farben wiedergegeben werden, welche
in Äif*se® falle violett Wfire9 Me weaiger sta-rtcen Teilt kSnaen nur entweder blau oder rot sein oder eine Siechung von beiden mit
eines Dorainieren der einen oder der anderen, d.h. beide Farben de© Violett verwandt und daher sieht kontrastierend oder komplementär}
βölche Farben können die guten Xontraete, die &.B« für technische Zelchxiungen gewttnecht werden, nicht hervorbringen. Is
versteht eioh, daee dae neue Verfahren IOeitive von Poeitiven erzeugt. Dae Entwickeln kann mit Amraonlakgae auegefUhrt werden, eofern
die Kupplungekomponente oder -komponenten bereite in der empfindlichen Sohfcht vorhanden ©ind. Ale Abwandlung dieeee fallet
kann die Entwicklung der Parbctoffe etatt mit Asusohiakgae mit einem flüssigen Entwickler durchgeführt werden, welcher imstande
let, die Komponenten s&ur Eeaktion miteinander ku bringen. Werna der lichtempfindlichen Löeung oder Schicht vor de» Drucken keine Kupplungskomponente
i&ugeeetst wird, kann das Entwickeln durch Anwendung einer FlUeeigkelt vonetatten gehen, welcher die Kupplungskomponente
oder -komponenten sm&mmen mit einer alkalischen Substanz EUgefSlgt worden ist.
Das IriiiBip der vorliegenden Erfindung beeteht darin, daee zwei oder mehr Diaaoverbindungen benutzt werden, von denen aaat'adeet
eise (I) unfähig let, mit den KuppluugeicomponeGten (G\ welche iß
der lichtempfindlichen Schioht (im Falle der Entwicklung durch Äffiffioniakgas) oder in des Entwickler (im Falle der feuchten oder
halbtrockenen Entwicklung) vorhanden eind, einen Farbstoff zu erzeugen, jedoch imstande ist, mit ihres» eigenen Zereetzungeprodukt
(B)f welchee wehrend der Belichtung erzeugt wird, m kuppeln
und dass zumindest eine weitere Biasoverbindung (A) verwendet wird, welche imstande iet, mit der Kupplungskomponente (C), die
in die lichtempfindliche Schicht eingeführt iet oder mit de» Entwickler angewandt wird, zu kuppeln, wobei die entsprechenden
MeBgea der DieEoverbindungen, die in der lichtempfindlichen Schiebt gebraucht werden, so abgestellt e^nd, dass eich ein genügender
Onterechied in den i<> auadndeet ewleohen zwei der angewandten Biaeoverbindungen ergibt.
Entsprechend der tfellenl&ng^ei&pfindllehkeit der entsprechenden Diazoverbindungen kann die Kenge verändert werden um der Spektral-Siueanmeneetsung dee
Ilchteef welchee für die Entwicklung gebraucht wird, angepasst au werdtn. Se wurde gefunden, daee für die Verwendung ale Sia&overbindungen (B), welche unter den normalen Intwieklungebedingur:gen nicht in der Lage sind, einen Farbetoff
alt der Kupplungekomponente au erzeugen, welche in der unbelichteten lichtempfindlichen Schicht bereite vorhanden let oder nachträglich
aiit dem Entwickler angewandt wird, Glieder aue der Gruppe der Bi« aaoanhydritie oder Biai&ooxyde, insbeeondere aue der Kaphtallnreihe,
eich als besondere vorteilhaft erwiesen haben. Dies sind gewöhnlich "Verbindungen, ««lohe ie elnea nvutraXea ©Äer eaurtn Medium
Sttebleichen und unfähig Bind, sit Kupplungekomponent β η mittlerer
Kupplungegeechwindigkeit Farbetoffe au erzeugen, wie e.B. die^*^ 2,3-Oxynaphtalin-6-eufoneäare oder ■«Nsw Amid der 2,4-r?esorcyla&ure.
Die anderen Diaaoverbindungen (Λ), welche in der Lage eind, alt der Kupplungekomponente (C) m kuppeln, können beliebige Biazoverbindungen der gewöhnlich bei der Heretellung von Siaaotypabstügen benutzten Art eein, vorajegeeetä&t, daee eie
mit den angewandten Kupplungskomponenten die gewünschten Farben geben and die
benötigte Lichtempf1ndlichkeit gegenüber den Eit ihnen verwende-
ten RisseTOrfciaduageii (B) beeitaen
Me Kupplungskomponenten, welche gemäss d$r ,Srfinduiig angewandt werden, werden so ausgewählt, daau sie die gewünschten Psrfetii mit
den verwendeten Bi asoverb I ndunge η ergeben und eind gewöhnlich
Verbindungen mit geringer aupplungeetärke, eodaee sie unter den angewandten Sedingungtni mit den. als (E) bezeichneten Diazoverbindungen nicht kuppeln. Kupplungskomponenten hoher Xupplungsßtärke,
wie Phloroglucin eind daher Aa allgtasiae» nicht gessigoet* Bine
Vielaahl von Kupplungskomponenten ist jedoch brauchbar, bei spiele» weiee eel en genannt die 6-:'ono-eulfonsauren der 2,3- und S1S-Eioxynaphtaline,
das Amid der 2,4—Keeorcyölsäure, Beoorcinpropyl-Sther, gs-Oxyphenylharnstof f und der tTonoglycolSther
tee Brenekatec1 i tie.
Die AuefUhruneeform dieeee Verfahren!? iet in der folgenden Beschreibung beispielsweise beechrieben, jedoch iet die Erfindung
aelbetveret&ndlich in keiner «ieiec auf die angegebenen Farben beschränkt.
Zwei Uiazoverbindungen A und B werden auf eine'geeignet
Die Diazokomponente A ißt in der Lage, sit der Kupplun^ßkomponente
C unter den gegebenen Bedingungen einen blauen Parbetoff gu bilden. DiaEokoisponente B Jedoch ist unter den gl »lohen Jöedingungen unfähig, mit der KupplungßKOEiponenxe
ü ei neu Farbetoff zu bilden. Andererseits bildet die Diazokomponente B währ end der Belichtung* eine Supplungekomponente D, mit welcher sie in der lage
ißt, einen roten Farbstoff auf den 'feilen der Kopie zu bilden, wo nicht all© Diasökompoaenteß durch dac Licht zeretört werden
sind. Wenn dieee Sereetaung von B mit folgender Bildung der Kupplungskomponente S etwa 50
f>' vom geaasten B in der Schicht beträgt, iet die Siotfärbung am intensivsten. Es versteht eich, daee zun
Zwecke dieses Verfahren» die beiden Diaxoverbindungen A und B entweder verschiedene Lichtempfindlichkeit gegenüber einer gegebenen
Lichtquelle besitzen müssen oder eie mtiesen in solchen Anteilen in 4±m eapfindliobjwohende.LüBiuag genieoht werden, das© die eine
DiaEOkompooente mhneller paust ©lg die andere. Me Isteilt miesen
so lseseeeen Btisf äm& as· B· leaser noch ein beträchtlicher
ÄBteil der Diazokoaiponent e i in einigen dieeer feile zurückbleibt,
wo A durch die Sinwirkung von Licht bereite vollkoiaaten zerstört worden ist. StoQgttaAea ergibt eich in diesen Teilen beim Entwikkeln
eine rote färbung. Ilt einer solchen Anordnung ist es daher «siglteb, dass ia demjenigen Teil der Zeichnung, welcher keinerlei
Licht hindurcalfisst, nur die Dieaokompoiaente A einen Farbstoff bilden teaBSf mit der Kupplungskomponente 0, in diesem
falle blau, wfthrend Piaeo B, welches vom. Licht nicht angegriffen
ist, unfähig bleibt, einen Farbstoff su bilden· Bort, wo beide Diaaoverbindungen vollkommen auegeblichen worden sind, wird ein
weisser Grund erhalten; andererseits findet Kupplung in den feilen© wo nach lamer etwas Diazokomponente A belassen 1st, aber
die Siaaokoasponen t e 1 begonnen feat, sich zu zersetzen und die Kupplungskomponente B zu bilden, hauptsächlich statt zwischen
der Kupplungskomponente D und Diasokoaponente Ar um noch einen weiteren Farbstoff zu bilden; im vorliegenden Fall ist es ein
grünliches Oelb· Da zur gleichen Zeit die Diazokomponente A sich in einem gewissen Auamaes in diesen fellen mit der Kupplungskomponente C verbindet, kann der Farbeffekt unterschiedlich sein,
und zwar entsprechend der Menge des hi ndur eingelassenen Lichtes von grünlichem £lau bis zu einem gelblichen Orliη. Sie gesamte
sit einer IicMteffipfXindllchen Schicht der beschriebenen ?ype mögliche Farbskala kann as>
besten studiert werden, wenn man sie unter einem Graukeil-Lichtmeeeer''belichtet, wie er für EatpfIndlichkei
tsmeseuiag benutzt wird<mit einer bestirntsten Jteilkoastsn tt.> Es wurde nun gefunden, das& eiü besondere geeigneter Keil (2)
ein solcher ist, wo die Keilkonetante gleich 1st 1 «,414f Jg«ilee«i» Ztopfindlichkeitemesser wird für Vergleichezweeke ein fthe-be* ^
Schwarz gegeben, welches kein Licht hlndurohläset. v?erm die richtige Belichtung für eine gegebene lichtempfindliche Schicht unter
einer Bogenlampe bestimmt worden ist, zeigt der entwickelte Abzug die folgenden Farben von Weiss, wc beide Diazokoiapcnenten
vollständig ausgeblichen sind, Uber fahles Bet zu intensivem Rot (wo etwas Dlazokoisponente B in der maximalen Tiefe belassen wurde, wo etwa die Hälfte der Diazokomponente B ic die Kupplungskomponente
D umgewandelt wurde, aber wo keine ^iasokoKpoöente A
verbliebe» let) v zu gelblichem Or5Jnt welches sieh nach und nach
verändert, die Skale aufwärte au GrUn unci FlaugrUη. (wo Diazokomponente A in zunehmender Ifenge vorhanden ist und !"«ppiaage»
kompoente D entsprechend der durch die Diazokomponente B eaipfangenau lielititiinge Siek im Verhält nie «Btgprtetitad verringert) und
endlloh zu grünlichem Blau bzw. reinen* Blau (d.h.. vor: üort, we nur winaige Mengen von Kupplungskomponente S gebildet wurden
dorthin, wo keine Kupplungskomponente D anwesend ist). Ebensogut kann ein Mer-Hecfet-I^fiadlieakeitemeseer zum Zwecke der
prüfung benutzt werden, "enn man anstatt dieser Arten von Beliohtungeraeeser einen Wrat ten-Belicntungsiaeeeer, wie er beim
Sreifarbenhalbtondruck benutzt wird, anwendet, treten die Farbanderangen auf dem Absug stärker hervor, d.h. sie zeigen eleh
s^t weniger ZwisohentlSnungen und ergeben praktiech nur leuchtendes und Blaugrau mit reinem Blau unter - »schwarzen fellen.
Auc obiger Beschreibung iet ohne weitere» ersichtlich, daee eine technische Zeichnung, wo bestimmte Teile in schwarzer Tinte oder
in irgendeiner anderen Tinte, welche kein Licht durchlässt, ausgeführt sind und andere Teile in Bleistift, welcher eine gewisse
Kenge Lieht durchläset, mit Hilfe der beschriebenen Type von lichteffipfindlichen Schichten derart reproduziert werden kann, dafi
die beiden Eelchnungeteile auf der Kopie in zwei primären ?arbe& erscheinen, wie blau und rot und dass es möglich ist, durch den
Gebrauch eines weiten Bleietiftee, welcher eine dunklere Srausehattierung gibt, d.h. weniger Lieht durchlaset als der erste
Bleistift, eine dritte Farbe hinzuzufügen, wie ist vorliegenden Fall grtttu Anstelle von Bleistiften können Tinten benützt werden,
entweder Farbtinten cder graue, mit Liohtdurehlü«eigkeiteeigenschaften, welche voneinander verschieden sind und welche mit den
auf der Kopi e gewünschten Farben UbereiaetiaBaen und zu die^Joh|cht imstande ist. Pie Farbenskala oder Farbkontraste kennen
y^r^ehrt oder verringert werden -e entsprechend den Charakteristiken und Eignung des Mustere, welches zu reproduzieren
ist, indem das Verhältnis der Diazokomponente A zu der Diassokoffiponente B in der Schicht geändert wird. yienn statt zweier
Prltagrfarben auf den Kopien e®ei ICosspleisent Mrfarb en gewünscht
Wtrdenf eo kann die· S 9Ba iadaföfc erreicht w«rd«nv isee «in©
weitere Kupplun^rekosEponente Ef welche ungef&hr die gleiche Kupplung a et firke
wie die Rupplungekomponente 6 bealtrt, Iitasmgeftgt wiri und w«loha einengelben ?arbetoff mit Diazokomponente A und
natürlich k eine1, FarbjTOi t Si a zok οκροηβ η t e P ergibt. I» iiee«
fell beeteht d&e Bild in der Hauptsache au» grünen u'.d roten Farben, «esm da β au reprod zierende Original ein geeignetes foto»
grafieeUee Halbtonpoeitiv Ietf enteprechen die erhaltenen Farben der* verschiedenen OtSrken im Original in der gleichen T^eiee wie
auf dem fCeil-Efejfiaöließictiteaeseer«
Äi&e geeignete lichtempfindliche Kohieiit der beschriebenen Art enthalt auch stabilisatoren, welche dem Material vor dem Bruck
gate Haitb ar k e i t β e Ige nsc haf t e η verleihen und Xestandteilel welche
des Oelbwerd/en der Kopie, nachdem sie hergestellt iet, entgegenwirken. Bei feuchter Entwicklung der Abzüge können die Beetandteile gegen dae Gelbwerden la Entwickler enthalten sein, aber
die llchteapflndliohe Sohicht und der Entwickler «Uesen eo abgestellt etiöi daßß kein i'bersehuee an Alkali auf Δ«β Papier zurückbleibt, nachdem die Entwicklung beendet let, wenn gute Haltbarkeit der Abzüge gewunecht wird.
Die folgenden Eeiepiele dienen stur Veranechaulichung der Art, In welcher die neuen lichteapfindliohen Schichten hergeetellt wurden
können, jedoch ist die Erfindung natürlich In keiner '»fels© auf diee* Beispiele beschränkt.
{U> BUXlg 1}
für Bleu
Nasser «erde« gele* et t
'Velnasure
thioharnstoff
2inkohloriddoppeleal» dee l-B-äthyl-oxyäthylaiainobenaol-4-diat5oniurachloride (Dlazoverblndung A)
2,3-Bioxynaphtalin-6-ßulfoneäure (Euppelkomponente C)
In 150 cc
12
gr
10 gr 5.1 er
10 gr 5.1 er
4.5
gr
10 gr
3 cc
(Löeung 2)
für Kot
150 β© 'Smmr
12 gr Weineöure
10 gr Thioharnetoff
12 gr Weineöure
10 gr Thioharnetoff
6 gr Kliikcfelerii
3 cc »iäthylenglykol
3.6 gr Ratriumsala dee Diazoanhydride der 2-Amftno-1-rmphtGl-5-eul.foneäure (Diaeoverbinduag B).
Diese beiden £üett&gen werävn «a gleichen Teilen genieeht und Is bekannter '^eiae auf eine geeignete Onterlaget wie a.B. Papier
aufgebracht, Die bo erhaltene lichteeipf iodliche Schicht wire unter einer wie ober, beecnriebenen £eicnnun£ a em Licat einer
BofptBlsBspe ausgesetzt und es werden Kopien erhalten, welehe nach der Entwicklung durch Aamoniakgae den Abaug wie folgt seigern
Dicke Tintonlinieii sind in Blau wiedergegeben, Bleietiftlinieii ic leuchtend»?sn Rot Im Falle vor linien mittlerer Stärke und in
ßrün bei den dickeren Bleietiftlinien oder Schattierungen. Weaa die Eelichtung unter einer Hochdruckq.ueckeilber dampf röhre stattfindet
, wird die rote farbe hauptsächlich durch Selb und Orange ersetzt, was darauf Eurückzufüj^ren istt dass die in dieeeia Beispiel
verwendete Diazokomponente .4 im v erhält nie aur IdaKokompo· nente B dies« licht eels- gegenüber weniger erfindlich
ist sla gegenüber de» Licht von Bogenlampen. Bag Gleiche trifft su für die Belichtunti In vollem Sonnenlicht. Erst nachdem allee
Aacioniakgae aus dem Papier heraue Ietf erlangen die Farben ihre volle Leuchtkraft. Venn reine BlautSnungen gewünscht werden, so
Bollten auch die Abzüge, wenn sie frisch entwickelt sind, erst dann hellen; Tagelicht oder anderen aktiniechen Lichtquellen auegesetzt
werden, wenn das Aiamoniakgae aus den Abzügen verdampft ist. Ua die besten Pesaltate zu erhalten, ist te notwendig, iase
die für die Herstellung der Kopien vorgesehene Apparatur während ieg Paueune mimhm Am Original und dexa lichtempfindlichen
Material guten Kontakt hält.
Wenn ein© weitere Kupplungskomponentet wie g.B. Acetessigsäure-©«
toluidid Atv Weusi£ 1 hinzugefügt und die tfenee von 2,3-I>ioxynaphtalin-6-sulfonsäure entsprechend verringert wird, werden
anstelle von Blau neben tot grüne Tarberi erhalten, 1Senn die in
Lüsung 1 enthaltene: uiaEover bindutig durch eine gleiche Kenge 4es 2inkchloriddopp6lealaee de© 5-£lßthj?lß.n!ittotoluol-2-diafconiuttchlorid ersetzt wird,
Bind die erhaltenen bläuen Töne gr'itili eher. *renn anetelle der beschriebenen farben Kopien Eit blauen
Farben für die starken Teile des Originale und die Koiarlenientärfarbe orange für die dünneren Seile gewünscht werden,
so wird dass in Lösung 2 verwendete Liaaoanhydrid durch das Biaaoenhydrid der 2-Äiaini>- 1-r;aphtol-<—eulf onaSure ereetat. Durch Gebrauch einer geänderten
&ueaameneet£iirig der Ib'eung; 1, in welcher die 2,3-£icxynaphtalin«6-BulfoneMure durch 2,6-dioxynBphtalln-6-Bulfoneäure ereetsst wird und eine geänderte j^eaasiene-etzung
der L8 eung 2, in weloher dae benennte Diazoanhydrid durch des DlesEöajjhydriä der 1-AMno-?-naphfcol-4-eulf cneäure ersetzt wird,
können dieee farben auoh durch Violett für die starken Teile und gelb für öle dünnen feile ereetKt warden.
Die als Di aj?,o verbindung A bezeichnete Piasoverbindung des "Beispiele
1 wird eroetEt durch eine "ie-chung von 3' Graaac dee Zinkohloriddoppelsalseβ
des 3-Chlor-1-diätfcyl-aniinobens5©l-4-älaEoniurachlorid und 4 Grsma dee fcinkehloriddoppelealsee des 4-2iätbyV
amino-1-toluol-3-diaaoniumchlorid. iSenn man nach der in Beiepiel
1 beschriebenen Wei6® arbeitet, so stellt sich herauε, das ε die
hellen ?Öne in 1Ret reproduziert werden, die mittleren Tönungen
hauptsächlich in Öelb und die dunkleren Tönungen in Grün und Blau.
Ijs vorangegangenen iet besondere auf den Fall hingewiesen worden, in weloneci dunkle Linien (wie Tinte) der Origi nal s *= iöhnung in
dunklen Farben reproduziert werden können, wie z.B. blau, während die helleren Linien der Zeichnung (wie Flfietift) in helleren kontrastierenden Farben, wie z.B. rot, reproduziert werden
können. Ea kann jedoch wtlnschenwwert ereeheinen, die helleren Linien dee Originale alt* dunklere Parbenauf dem Abaug ereeheinen
zu laseeni ε.Β. können Änderungen in Or igi nalt i nt en κ β i ohnunge η
durch Blitgtift gezeigt werden und ee kann wünechenewert erechelnen, dieee
Imderungen in der ■ hervorEuheben, eoditßt sie stärker hervortreten ale auf der Origi nal ae 1chnung. Durch
geeignete ftahl des Kcmponenteninaterialf» und der Belichtung ermöglicht flae vorliegende Verfahren, die dunklen Linien der Original ze icionu ng
in hellen farben zu reproducer en. and die IiellerfB linien der 2.ieehnun£ in kontraeti er enden dunklen Farben.
Z&
wird eine
Weung
bergectellt, die sich wie folgt zusammensetzt i In 1CC cc '»'/as ^ er werden Reißet;
6 gr Weinsäure
5 ^r Thioharnctoff
5 &r Zinkchlorid
2 cc Polyglykol
1 gr Katriuaealz des Dlaaoanhydride der 1. Amino-2-napthol-3 f 6-dieulfonehure
3 Zinkchloriddoppelealz von 4-Biäthylaaino-1-diafconiurachlorid
1 gr Konoglykolöther dee ifenskatechine.
•?enn diese lösung auf rapier aufgebracht, belichtet und in der
in Peiepiel 1 beschriebenen Teise entwickelt wird, so ergibt sie einen Abaug, in welcher» di>- Bleietiftlinien der Zeichnung
in Blauviolett in E1Techeinung treten, während die dunkleren Tintenlinien der Zeichnung in leuchtendem Gelb gezeigt werden.
Werm jedoch Iaa in dieeem Beippiel verwendete« Diazoai hydrid durch ä&B in Beispiel 1 verwendete Bia&Daßhytriö ereetzt wird, so werden die BleiBtiftlinien der Originalaeichnun£ in glänsendesi Wot
und die ^intenlienen der Originalzeichnung in einer leuohtenden gelb?'η Farbe reproduziert.
M ist klar, dass dieseVerfahren swr Herstellung zweifarbiger
oder vielfarbiger AbaUire in Primär- und/oder Komplementärfarben mit groeeer Verschiedenheit der lichtempfindlichen Masoverbindungen und Kupplungskomponenten angewandt werden kann, solange
das Prinzip dee Gebrauches von zwei oder mehr .Diazoverbindungen nic'-t ausser Acht gelassen wird, von denen zumindest eine unfähig
iet» fc.it der in der licritempfindlichen Schicht vorhandenen Kupp-
lungekomponente ei «en Farbstoff zu bilden (im PaXle der durch
die Aiamc niakgaerneShode entwickelten Schichten) oder in dum Sat· wloklOT (i:n falle der feuchten oder halbtrocken&n Entwicklung),
Bonder η imstande ist» Kit i Iir em eigenen Zereetssungeprodukt asu
kuppeln} und w& zuKindeet eine andere Diaaoverbindunß verwendet
Wirdf welche imstande Iett mit der in die IiehteKpfindliGhe
Löeung eingeführten oder alt ie Entwickler verwendeten Impp· lungekOfiipοnente m. kuppeln und die entBpreohenden Mengen der in
der einpfinüliohen .lösung verwendeten Maaoverbindungen Bind eo abgestellt» daee eich genügend Unterschied zwiechen den --
Ewisehen mindestens enrei der verwendeten Diasoverbindungen ergibt.
Claims (1)
- Patentaneprüohe ι1. Yerfatofii zur Kerstellunti- mehrfarbiger Kopifen durch einmalige© Belichte« von ,Diafcotypieechichten, die verschieden "Diazoverbindungen mit verschiedener Kupplungegeechwindigkeit enthalten, dadurch gekennzeichnet, da ras Schichten verwendet werden, die Bdndeeteiis awei Diaeoverbindungeu enthalten, von denen sin» deettme eine nicht mit der gleichzeitig in der ί chi cht oder ia Äutwickler vorhandenen Aeokomponente, sondern nur mit ihrem LiohtKereetguiigeprodukt kuppeln kann und mindestens ©ine der anderen !Diazoverbindungen alt der genannten ÄEokuctponente kupp« lungefähig ist, and daee die Mengen der angewandten Diazoverbindungen so bemeeeen %erden, daee dadurch ihr Dntereehied in der Kopiereapfindlichkeit verstärkt Wirde2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daee die als solche eingeführte Kupplungskomponente bereite in die lichtempfindliche Sohicht eingefügt wird und das Entwickeln durch te» wendung einer alkalischen Oubetsmg auegeführt vslrd.dadarch gekennseichnetf Aaeisä Entwickele verwendete e Aiomoniakgae4. Verfahren nach Anepruch 1, dadurch gekennzeichnet, dae& die ale solche eingeführte Kuppi uj-gekoapoaente in den Entwickler eingeführt wird.5. Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Slaaot^piekopien nach Ineprllohen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daee 44-e Bia»overbindungen, welche UnflMg si-d, mit den Kupplungskomponenten zu kuppeln, welche in den empfindlichen Schichten vor derBellchtung vorhandenim Licht in einem neutralen oder Beuren Medium ausbleichen und Kupplungekomponente büßen,mit Hilfe derer sie in der Lage ßind, rarbetoff e au bilden, wenn nach der Bei ich tut g alkalische Dämpfe oder LBßungeu angewandt werden.6. Verfahren Eur Heretfllung 3iehrfarbigc?r Piazotypiekopien nach eines der Aneprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daee ^Biaaoverbinduagent welche vtnt Ifeig Siadf alt sei?, im l&twielcler vorhanden«» Kuppluagekemponent«» «*u kappeln^litaeocuthydride eier Mse©©sji«^^Äf^«sleiie in einem sauren o&@r neutralsn leäiaa unter dem Einfluss von Lieht auebleicke» und Kupplu&igsfcompeaeiaitea Mlinat ait wslehsn ei© i© dsr I»a<g@ Siwd5 Farbstoffs am sr* Ieagent wtari naeh der Beliehtung' der Estwiekler angewandt wird.7* Verfahren mr Heretellung mshrfartiger DlasotyplskQpl*& nmh Aneprueh 5 oder 6, dadurch gsfcennseiehnstt dass da ε ee Bittso&iihydrid oder Diassoο2yd ein Diastoanhydrid eine/ S©se- oder Folysulf oneflurs eines Aminonaphtole ^^^y'^^,8. Verfahren gar Bsretelluiig mehrfarbiger Slssotyplskopisa saeli einem der Anepriiche 1 · 4t dadurch gefcermseich.net, daee «te- als «»eiA*-«®»«4e**' Kupplungekoiaponent e, die S-Mono-SulfetieSurs des 2f 3- oder 2|8»lftoxy-naphtalln* tot 'tjaer aber das Amid der 2,4-Bseoroylsäure« BesorsinpropyMthsrf !»»Cteyphenylharnsteffsf lern©- glykoläthsr 4#e BrefigSiateebiae o4sr Aostssei£&ttars~0"toluldid«
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