DEP0031034DA - Umführungsvorrichtung zwischen zwei nebeneinanderliegenden Walzgerüsten für das Walzen von Bändern, insbesondere dünnen Bändern, bei hoher Walze- geschwindigkeit - Google Patents

Umführungsvorrichtung zwischen zwei nebeneinanderliegenden Walzgerüsten für das Walzen von Bändern, insbesondere dünnen Bändern, bei hoher Walze- geschwindigkeit

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DEP0031034DA
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Germany
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Kurt Boleg
Ernst Hofmann
Original Assignee
Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG., Bochum
Publication date

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Description

Boclmmer Verein
für G-uß Stahlfabrikat ion
Aktiengesellschaft
Bochum,
Umführungsvorrichtung zwischen zwei nebeneinanderliegenden Walzgerüsten für das Walzen von Bändern, insbesondere dünnen Bändern, bei hoher Walzgeschwindigkeit.
Die ,Erfindung betrifft eine Uinführungsvorrichtung zwischen zwei nebeneinä&erliegenden Walzgerüsten für das Walzen von Bändern, insbesondere von dünnen Bändern, bei hoher Walzgeschwindigkeit, bei der die aus einem Stück bestehende bogenförmige Leitwand in Richtung der Schlingenentwicklung schräg nach oben bewegt wird.
Die wesentlichsten Hachteile der bekannten Umführungsvorrichtungen dieser Bauart bestehen darin, dass das Ausschwenken der Leitwand wegen der grossen zu bewegenden Massen und des verhältnismässig komplizierten ^ebelantriebes gegenüber der grossen Geschwindigkeit der Schiingenentwicklung zu langsam vor sich geht, weiterhin werden dünne Walzbänder von der Leitwand mit hochgerissen.
Diese Mangel werden dadurch behoben, dass die Leitwand erfindungsgemäss in der Weise geführt wirst ist, dass sie mindestens im letzten Teil der Bewegungsbahn eine ein Abgleiten des Bandes nach unten bewirkende neigung zur Vertikalen st» erhält.
Eine besonder^ zweckmässige Ausbildung der Vorrichtung besteht darin* dass der ^cheitel und die Schenkelenden der in Richtung der ^chlingenentwicklung des Walzbandes bewegten Leitwand mittels in Sichtung der Schiingenentwicklung gegen die Horizontale ansteigender Führungen gelagert sind, wobei die Seheitelführung zur Erzielung der Schräglage der Lwitwand gegen die Vertikale mindestens in ihrem Endteil einen stärkeren Anstieg als die Schenkelführungen aufweist. Der Scheitel der Leitwand ist zweckmässig an dem vorderen ßnde eines über der Führungsrinne etwa horizontal nach hinten sich erstreckenden Hobels angelenkt, der kurz hinter der Anlenkung mit einer Führungsbahn auf einer ortsfesten Rolle aufruht und an dessen hinterem Ende ein um 90 versetzter Schwenkhebel angelenkt ist, dessen anderes Ende um einen ortsfesten Drehpunkt schwenkbar ist und der durch eine in der Nähe des Drehpunktes angreifende Eraft bewegt wird.
Als Antrieb wird ein Bremslüftmotor vorgesehen, der wegen der bei der erfindungsgemässen Ausbildung der Vorrichtung verhältnismässig geringen Massen als Kraftquelle ausreicht, und sich wegen seiner Charakteristik besonders eignet. Durch eine besondere gegenseitige Anordnung der Kurbel des Bremsluftmotors und des Lenkers- Lenker und Kurbel in Anfangsstellung gestreckt in Endstellung etwa rechtwinkelig zueinander - v/ird erreicht, dass gegen das Ende der Bewegung dielgrösste Ausrückgeschwindigkeit der Leitwand vorhanden ist. Selbstverständlich können die Führungen auch kurvenförmig gebogen sein, wodurch sogar der Vorteil erreicht wird, dass die Bewegungskomponenten der Leitwandbewegung absolut und gegeneinander variiert werden können. Eine derartige Variation kann auch durch Verstellung der Neigung der Führungen oder durch Austausch gegen anders geformte Führungen erreicht werden.
Ein Ausführungsbeispiel der .Erfindung ist zur Erläuterung in den AbfyüeMwig*39· 1 bis 3 dargestellt. £4e Abbildungen zeigen im einzelnen:
Abb. 1 einen Grundriß der Umführungsvorrichtung,
Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B bei geschlossener Fuhr uiig sr inne ,
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B bei geöffneter Führungs rinne .
Die beiden nebeneinanderliegenden Walzgerüste, welche das Walzgut (strichpunktierte Linie mit Richtungspfeil)nacheinander durchlaufen soll, sind mit 1 und 2 bezeichnet. An der Auslaufseite des Gerüstes 1 sind mit leichten Drall versehene Hunde 3 angebracht, die dem Walzgut eine fortlaufende Drehung geben, wodurch seine selbständige Aufrichtung in der offenen Führungsrinne 4 aus der horizontalen in die vertikale Lage bewirkt wird. 5 ist ein Treibsatz, der zwischen der offenen Führungsrinne 4 und der eigentlichen Umführungsrinne angeordnet ist. Die Umführung sieitwand 6 ist am oberen Ende winklig abgebogen, um ihr eine grössere Ste-ifigkeit zu verleihen und um ein Herausspringen des Walzbandes nach oben , insbesondere bei etwas schräger Lage der Umführungsrinne, die sich aus Höhendifferenzen zwischen den Walzpaaren in den Gerüsten 1 und 2 ergibt, zu vermeiden.
Leitwand liegt bei geschlossener Führungsrinne, Abb.2 mit gleichem Abstand um eina fest angeordnete innere Wand 7
herum. Die leitwand 6 ist an ihrem Scheitel an dem vorderen des Hebels 1o angelenkt und ruht mit ihren Schenkelenden mittels Rollen 15 auf den Führungen 14. Mit 8 1st eine Auslöseklappe bezeichnet, die von dem durchlaufenden Walzgut vor seinem Eintritt in die Führungsrinne 9 vor dem Walzgerüst 2 betätigt wird und zum Schalten des Bremslüftmotors 18 txsKKSZ dient. Dieser Bremslüftmotor bewegt mittels seiner Kurbel 13 über den Lenker 12 den Schwenkhebel 11, der um ein ortsfestes G-elenk 17 schwenkbar ist. Das obere Ende des ^chvienkhebels 11 ist gelenkig mit- dem Hebel verbunden dessen vorderes Snde eine Gleitbahn loa trägt, die auf der ortsfesten Rolle 16 aufruht. Am vorderen Ende des Hebels 1o ist auch der Scheitelpunkt der ^eitwand \6 angelenkt.
In der Ausgangsstellung nach Abb.2 wird der Ίαπ£± Bremslüftmotor beim Auftreffen des Walzbandes auf die Steuerklappe 8 eingeschaltet, und die Kurbel 3l£ 13 des Bremslüftmotors, die in dieser Stellung mit dem lenker 12 in etwa gestreckter Lage steht, wird plötzlich herumgerissen in die in Abb.3 dargestellte Lage, in der sie mit dem Lenker 12 etwa einen rechten Winkel einschliesst. Durch die Anlenkung des Lenkers 12 in der ITähe des Drehpunktes 17 des Schwenkhebels 11 beschreibt der obere dndpunkt dieses Schwenkhebels einen verhältnismässig grossen Weg. Die Führungen 1 oa am Scheitel der Umführung und die Führung 14 an den ^chenkelenden der leitwand erzwingen eine Bewegung der Leitwand etwa entsprechend der strichpunktiert eingezeichneten Bewegungsknrve nach Abb.3 unter gleichzeitiger Verschwenkung der Leitwand 6 gegen die Vertikale, durch deren Schrägstellung eine das Walzband sicher nach unten abstreifende Kraftkomponente entsteht. Durch eine Veränderung der Steigung der Führungsbahnen 1oa und 14 kann die Bewegungsbahn der Leitwand β beeinflusst werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1.) Uniführungsvorrichtung zwischen zwei nebeneinanderliegenden Walzgerüsten für-das Walzen von Bändern, insbesondere von dünnen Bändern, bei hoher Walzgeschwindigkeit, bei der die aus einem ätück bestehende bogenförmige Leitwand in Pachtung der Schiingenentwicklung schräg nach oben bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwand-4n der feise geführt ist, dass sie mindestens im letzten Teil der Bewegungsbahn eins ein Abgleiten des Bandes nach unten bewirkende Neigung zur Vertikalen erhält.
2.)Umführungsvorriehtungss. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Scheitel und Schenkelenden der in Richtung der Schiingenentwicklung des Walzbandes bewegten Leitwand mittels in Richtung der ^chlingenentY/icklung gegen die Horizontale ansteigender Führungen gelagert sind, wobei die Scheitelführung zur Erzielung der So^j-gglage der Leitwand gegen die Vertikale mindestens in ihrem Endteil einen stärkeren Ans lieg als die Schenkel führungen aufweist.
3.Einführungsvorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass der Scheitel der Leitwand an dem vorderen Ende eines über der Führungsrinne etwa horizontal nach deren Mittelachse zu sich erstreckenden Hebels(j o) angelenkt ist, der kurz hinter der Anlenkung mit einer Führungsbahn(ioaj auf einer ortsfesten Rolled 6) auf ruht und anmessen hinterem Ende ein um^O0 versetzter Schwenkhebel Ö 1J angelenkt ist, dessen anderes Snde um einen ortsfesten Drehpunkt(_1 TJvers chwenkbar ist und der durch eine in der Nähe des Drehpunktes(j 7)angreifende Kraft (Hebel 12)
4.) ümfuhrungsvorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3-, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb ein Bremsluftmotor vorgesehen ist, dessen Kurbelarm über einen Lenker mit dem Schwenkhebel derart verbunden ist, dass Kurbel und Lenker bei Beginn der Bewegung in etwa gestreckter Lage und gegen Ende der Bewegung in einem Winkel von etwa 9o° stehen.
Ümfuhrungsvorrichtung nach Ansprüchen 1 ^4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen auswechselbar und verstellbar sind.

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