DEP0030592DA - Verfahren zur Herstellung eines Grundstoffes für Firnisse, Lacke oder Malmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Grundstoffes für Firnisse, Lacke oder Malmittel

Info

Publication number
DEP0030592DA
DEP0030592DA DEP0030592DA DE P0030592D A DEP0030592D A DE P0030592DA DE P0030592D A DEP0030592D A DE P0030592DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resin
paint
solution
bituminous
incorporated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Gaillon Eure Dautheville
Original Assignee
Société Anonyme dite Bitumes Spéciaux, Paris
Publication date

Links

Description

Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Verwendung von auf Bitumen-Grundlage hergestellten Lacken und Firnisse ist diejenige des Erweichens. Bei Herstellung eines Gemäldes unter Zuhilfenahme eines solchen Firnisses ist es nicht möglich, auf das Bild eine neue Farbschicht aufzutragen, ohne dass die bituminöse Schicht durchschlägt und das Aussehen stark beeinträchtigt wird.
Bisher ist es schon gelungen, diese Wirkung dadurch zu beseitigen, dass zu den bituminösen Malfarben trocknende Öle, Leinöl, Chinaholzöl oder dgl. zugesetzt werden, aber die Trocknung dieser Erzeugnisse geht es sehr langsam vor sich und die härtende Wirkung tritt erst nach längerer Zeit ein.
Nach vorliegender Erfindung wurde ein Verfahren gefunden, von den Bitumen und Teeren verschiedener Herkunft ausgehend, Firnisse o.dgl. herzustellen, die keine Erweichungserscheinungen zeigen; dieses beschriebene Verfahren gestattet, das Anwendungsgebiet der bituminösen Lacke o.dgl. zu erweitern und für sie aus diesem Grunde eine große Zahl neuer Anwendungen und Verwendungsmöglichkeiten zu finden.
Dieses Verfahren besteht darin, dass die bituminöse Filmhaut nach Entweichen des Lösungsmittels unlöslich gemacht wird, indem zum Firnis bzw. Lack ein Stoff zugesetzt wird, der z.B. ein Harz ist, das für die in der Farben- und Lackindustrie gewöhnlich verwendeten Lösungsmittel unangreifbar ist.
Die bituminöse Grundlage kann von beliebiger Art sein, etwa ein natürliches Bitumen, gewonnen aus einem Erdöl oder aus Ölschiefer, ein Steinkohlen- oder Holzteer. Das Harz kann jede beliebige Harzart oder Harzmischung sein, das bzw. die in einem üblichen Lösungsmittel der Farben- und Lackindustrie, wie White-Spirit, unlöslich ist. Es lässt sich z.B. ein Vinylchlorid- oder Vinylacetatharz, ein saures oder basisches Phenolharz, ein Kresolharz, ein Naturharz, wie Kopal, vor dem Erhitzen verwenden.
Diese beiden Stoffklassen werden zusammengeschmolzen und in einem geeigneten Lösungsmittel aufgelöst, das eine starke Oberflächenspannung zeigt. Die geeignetsten Lösungsmittel sind Nitrobenzol, Schwefelkohlenstoff, zyklische Verbindungen mit Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelgruppen enthaltende Verbindungen, z.B. solche, die nachstehenden Typen entsprechen:
Ar mal BH(sub)2, Ar mal OH, Ar mal SO mal Ar(sub)2, Ar mal Cl,
worin Ar ein mehr oder weniger substituierter Arylrest ist. Sie können aus, bei hoher oder niedriger Temperatur fraktionierten Steinkohlendestillaten stammen. Man kann diese Stoffe allein oder Gemische von diesen Stoffen verwenden.
Wenn die Verschmelzung des Harzes und des bituminösen Stoffes mit Schwierigkeiten vor sich geht, kann der eine oder andere der Stoffe getrennt in einem Lösungsmittel gelöst werden, worauf dann die Lösungen gemischt werden.
Der durch Mischung der Bestandteile gemäß oben beschriebenem Verfahren erhaltene Firnis bzw. Lack weicht nicht auf.
Bei richtiger Herstellung verleiht ihm der Harzzusatz bemerkenswerte Eigenschaften, welche ihm die verschiedensten Verwendungsgebiete eröffnen: Bauwesen, Elektroindustrie, Kraftfahrzeugbau.
Die nachstehend gegebenen Beispiele verdeutlichen die dargelegten Grundzüge:
Beispiel 1: Ein Bitumen in geblasener Form, mit Entweichungspunkt ASTM 180° und mit 10% Trikresylphosphat schmelzbar gemacht, wird geschmolzen und in seinem doppelten Gewicht Schwefelkohlenstoff aufgelöst.
Ferner wird ein Vinylharz in einem gleichen Gewichtsteil Pyridin gelöst.
Die beiden Lösungen werden dann im Verhältnis 5 der ersten zu 1 der zweiten gemischt.
Beispiel 2: Ein Steinkohlenteerpech mit Erweichungspunkt 145° wird geschmolzen und in einem gleichen Gewichtsteil Nitrobenzol gelöst. Man fügt zu dieser Lösung 15% Anthracen-Schweröl, das keine Fraktion mit Siedepunkt unterhalb 300° enthält.
Ferner wird in der Wärme ein Kresol-Aldehydharz in Nitrobenzol im Verhältnis 1 Teil Harz zu 2 Teilen Lösungsmittel aufgelöst.
Die Mischung dieser beiden Lösungen im Verhältnis 1:1 ergibt einen Lack bzw. Firnis, der nach Auftragen und Trocknen ohne Nachteile einen hellen Farbauftrag vertragen kann.
Diese Stoffe können so wie sie sind verwendet werden. Sie können auch mit einem Pigment oder Farbstoff verrieben werden, wodurch die Dauerhaftigkeit des Filmüberzuges erhöht wird.
Als Firnis bzw. Lack oder Malfarbe können sie tatsächlich aufgrund der ihnen durch dieses Verfahren verliehenen Eigenschaft eine große Anzahl Anwendungsgebiete finden, unter denen das wichtigste der Ersatz des Bleimennigeanstrichs ist. Andere Anwendungen sind in der Elektroindustrie möglich.

Claims (8)

1. Verfahren zur Herstellung eines Grundstoffes für Firnesse, Lacke oder Malmittel, dadurch gekennzeichnet, dass ein Harz, das von den in der Farben- und Lackindustrie üblichen Lösungsmitteln nicht angegriffen wird, einen bituminösen Lack einverleibt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einem bituminösen Lack ein Vinylharz einverleibt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einem bituminösen Lack ein Phenolharz einverleibt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einem bituminösen Lack ein nicht hitzebehandeltes Naturharz einverleibt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung eines bituminösen Stoffes mit einem Harz, das von den in der Farben- und Lack-Industrie üblichen Lösungsmitteln nicht angegriffen wird, in einem Lösungsmittel mit starker Oberflächenspannung gelöst wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung von Bitumen mit der Lösung eines Harzes, das von den in der Farben- und Lackindustrie üblichen Lösungsmitteln nicht angegriffen wird, vermischt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 5 Teile einer Lösung von geblasenem Bitumen, das durch
10% Trikresylphosphat schmelzbar gemacht und dann in Schwefelkohlenstoff gelöst wurde, mit etwa 1 Teil einer Lösung von Vinylharz in Pyridin vermischt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass gleiche Teile einer Lösung von Kresolaldehydharz in Nitrobenzol und einer Lösung von Steinkohlenteerpech, das unter Zusatz von Anthracen-Schweröl in Nitrobenzol gelöst ist, vermischt werden.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2202527A1 (de) Anorganische buntpigmente
DEP0030592DA (de) Verfahren zur Herstellung eines Grundstoffes für Firnisse, Lacke oder Malmittel
DE568569C (de) Verfahren zur Herstellung einer heissfluessig aufzutragenden Isoliermasse fuer feuchte oder salpeterhaltige Waende
DE378385C (de) Verfahren zur Herstellung lackartiger Rostschutzfarben
DE947410C (de) Verfahren zur Beschleunigung der Molekuelvergroesserung ungesaettigter organischer Verbindungen
DE1013959B (de) Nichthaftendmachende, mit Wasser verduennbare Pasten auf der Basis von Organopolysiloxanoelen
DE389512C (de) Verfahren zur Herstellung eines nicht staeubenden und nicht aetzenden Duengemittels
AT375085B (de) Verfahren zur verhinderung von oberflaechenst
DE599298C (de) Verfahren zur Herstellung eines Linoleumzementersatzes
DE586582C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstleder aus mit Kautschuk ueberzogenen Geweben
DE582170C (de) Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen, insbesondere Lacken, Spachtelmassen oder Anstrichen
DE538074C (de) Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl.
DE1745340A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkydharzen hoher Viskositaet
DE713699C (de) Verfahren zur Herstellung von emulgatorfreien Emulsionen, insbesondere Lackemulsionen
DE523300C (de) Verfahren zur Herstellung kolloidaler Quellmassen
AT141483B (de) Verfahren zur Herstellung von Cellulosederivate und flüchtige organische Lösungsmittel führenden bituminösen Anstrichmitteln.
DE2540878B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Überzügen
DE561185C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten
DE590217C (de) Verfahren zur Herstellung von widerstandsfaehigen Schutzueberzuegen auf metallischenGegenstaenden, insbesondere Eisenrohren
DE972726C (de) Verfahren zur Oberflaechenveredlung von Asphaltbelaegen
DE2342879C3 (de) Anstrichmittelstoffzusammensetzungen
DE498122C (de) Verfahren zur Erhoehung der Trockengeschwindigkeit und Festigkeit bei OEllacken und OElfarben
DE741736C (de) Verfahren zur Herstellung von fuer die Feuchtoeltechnik geeigneten UEberzugsmitteln
AT74204B (de) Verfahren zur Herstellung von Überzugs- und Imprägniermassen.
DE573885C (de) Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen auf Kautschuk