DE538074C - Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl. - Google Patents
Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl.Info
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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Description
- Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl. Es ist bekannt, daß sich Polyvinylacetat als Klebstoff eignet. Es ist auch bekannt, Pigmente mit Polyvinylacetatlösungen zu verreiben und auf diese Weise haftend zum Auftrag zu bringen. Es ist jedoch bis jetzt nicht möglich gewesen, Polyvinylacetat bei solchen r'erklehungen heranzuziehen, bei denen das Klebemittel im wesentlichen aus wäßrigen oder öligen Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen besteht. Die Kaseinanstrichtechnik arbeitet z. B. mit wäßrigen Suspensionen. Es ist bekannt, daß hierbei große Schwierigkeiten hinsichtlich der Haftfestigkeit und Haltbarkeit der Auftragungen auftreten.
- Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das es ermöglicht, wäßrige oder ölige Auftragungen von Pigmenten mit Polyvinylacetat so zu kombinieren, daß die aufgetragene Schicht eine wesentliche Verbesserung der Haftfestigk eit und eine erheblich verbesserte Dauerhaftigkeit erhält. Das neuartige Moment der Erfindung ist dies,- daß Polvvinylacetat bei der Bildung der Schicht -zunächst als reines Pigment verwendet wird, das dann durch einen Decklack, der nachträglich auf das Pigment einwirkt, beeinfiußt wird. Die wä ßrige oder ölige Grundschicht, die auf Leder, Tuch usw. aufgetragen wird, erhält eine Beimischung von fein verteiltem festem Pclyvinylacetat. In dieser Grundschicht wirkt das Polyviny lacetat lediglich als Füllkörper, der wegen seiner Farblosigkeit keinerlei äußerlichen Eindruck macht, der also auch bei weißen Auftragungen, wie z. B. bei Kasein-Kalk-Pasten ohne Verdunkelung der Farbe unbedenklich zugesetzt werden kann. Eine klebende oder bindende Wirkung kommt dem, Polyv inylester zunächst nicht zu. Die fertige getrocknete Auftragung hat deshalb vorerst nur die Eigenschaften, die durch das Hauptpigment und durch das wäßrige Klebmittel gegeben sind. Der innere Zusammenhalt der Schicht wird nun in überraschender Weise verstärkt und ihre Lebensdauer verlängert, wenn nun als zweite Operation die Auftragung eines Lackes erfolgt, der ein Lösungsmittel enthält, das festes Polyvinyl-, acetat zu lösen vermag. Der aufgetragene Lack, der in einem organischen Lösungsmittel alle möglichen Lackbestandteile, wie Harze, Polyvinylester, Celluloseester, Weichmachungsmittel, Pigmente, Farbstoffe, Verdünnungsmittel usw. enthalten kann, wirkt nicht allein als schützender Decklack. Dies wäre dann der Fall, wenn die Grundierung, ohne den Zusatz von festem Polvvinvlacetat aufgetragen worden wäre. Da aber die Grundierung festes Pelyvinv lacetat enthält, so tritt nun eine Wechselwirkung zwischen diesem und dem organischen Lösungsmittel des Decklacks ein. Die an der Oberfläche der Grundauftragung befindlichen Pclyvinylacetatteilchen werden gelöst und nehmen etwas von dem Decklack in die untere Schicht herunter. Umgekehrt diffundiert ein Teil des Polyvinylacetats in die Deckschicht, so daß nach dem Verdunsten des Lösungsmittels eine außergewöhnlich feste Verbindung zwischen der oberen und der unteren Schicht hergestellt ist. Beispiel i ioTeile fein verteiltes festes Polyvinylacetat und 4.o Teile Pigmentfarbstoffe werden in der Kugelmühle innig gemischt. Diese Mischung wird mit einer wäßrigen Kaseinlösung, die keinerlei Lösungsmittel für Polyvinylacetat enthält, verrieben. Die Masse wird auf Leder, Papier, Gewebe aufgewalzt. Nach dem Trocknen dieser Schicht wird eine io°/oige Lösung von Polyvinylacetat in Essigäther aufgespritzt, wonach die innige Ver-, einigung der beiden Schichten eintritt. Beispiel :2 In einem Gemisch von 35 Teilen Leinöl-, ,firnis und 15 Teilen Sikkativ wird ein Gemenge von io Teilen staubfein pulverisiertem, festem Polyv inylacetat und d.o Teilen Zinkweiß emulgiert. Mit dieser Emulsion wird Leder, Papier, Leinwand zweimal gestrichen.. -Nach ach dem Trocknen dieser Grundierung wird mit einer 3o°/oigen Lösung von Polyv inyl-, acetat in Spiritus lackiert. Die Lackschicht haftet überraschend gut.
- Beispiel 3 ioo Teile einer Leimlösung von Lackkonsistenz werden mit io Teilen Glycerin,, 2o Teilen pulverförmigem Polyvinylacetat und 5o Teilen Lithopone vermengt. Mit dieser Emulsion werden Papier, Leinwand, Leder, zweimal grundiert. Nach dem Trocknen wird mit 3o°/Qiger Lösung von Polyvinylacetat in Spiritus lackiert. Auch hierbei wird eine sehr gut haftende Lackschicht erhalten. .
- An Stelle der Polyvinylacetatlösung kann ,eine beliebige andere Lacklösung verwendet werden, die ein Lösungsmittel für Polyvinylacetat enthält. Auch reine derartige Lösungsmittel . können statt der Lacke verwendet werden. Die Lacke und Lösungsmittel können angefärbt sein. Selbstverständlich kann der fertig kombinierte Auftrag zur Erzeugung von Glanz, Prägungen usw. nachher gebügelt, gestoßen oder anderweitig unter Verwendung von höherer Temperatur oder Druck nachbehandelt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCFIE: i. Verfahren. zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl., dadurch gekennzeichnet, d'aß eine Pigmente und festes ungelöstes Polyvinylacetat enthaltende Grundschicht nach dem Trocknen mit einem organischen Lösungsmittel behandelt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel Polyvinylester enthält. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel Lackbestandteile enthält. q..
- Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, däß das organische Lösungsmittel Polyvinylester und Lackbestandteile enthält..
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED56448D DE538074C (de) | 1928-08-23 | 1928-08-23 | Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED56448D DE538074C (de) | 1928-08-23 | 1928-08-23 | Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE538074C true DE538074C (de) | 1931-11-11 |
Family
ID=7056881
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED56448D Expired DE538074C (de) | 1928-08-23 | 1928-08-23 | Verfahren zum Auftragen von Schichten bei der Herstellung von Lackleder, Wachstuch u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE538074C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750603C (de) * | 1940-02-11 | 1945-01-23 | Kepec Chem Fab G M B H | Verfahren zum Herstellen chirurgischer Bandagen und orthopaedischer Gebrauchsgegenstaende unter Verwendung von Filz |
| DE767809C (de) * | 1939-12-13 | 1953-10-12 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung von glaenzenden UEberzuegen auf Leder, Kunstleder, Vulkanfiber oder Pappe |
-
1928
- 1928-08-23 DE DED56448D patent/DE538074C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE767809C (de) * | 1939-12-13 | 1953-10-12 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung von glaenzenden UEberzuegen auf Leder, Kunstleder, Vulkanfiber oder Pappe |
| DE750603C (de) * | 1940-02-11 | 1945-01-23 | Kepec Chem Fab G M B H | Verfahren zum Herstellen chirurgischer Bandagen und orthopaedischer Gebrauchsgegenstaende unter Verwendung von Filz |
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