DEP0028207DA - Rotierende leicht geneigte Trockentrommel, insbesondere zum Trocknen von Leim - Google Patents
Rotierende leicht geneigte Trockentrommel, insbesondere zum Trocknen von LeimInfo
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Description
Bei der Leimherstellung ist es bekannt, die Leimschnitzel in einer waagerechten, etwas geneigt liegenden großen Trockentrommel zu trocknen, wobei die Leimschnitzel das Trommelinnere von einem Ende bis zum andern infolge der schwachen Trommelneigung durchwandern, während Luftströme verschiedener Temperatur in radialer Richtung durch die Trommel gepresst werden. Es ist bekannt, das Trommelinnere mit Siebeinbauten auszurüsten, durch welche die Leimschnitzel stets wieder innerhalb der Trommel nach oben geführt und durcheinander geworfen werden. Es ist nicht vermeidbar, daß hin und wieder große und langandauernde Störungen im Trockenvorgang dadurch eintreten, daß die Siebeinbauten durch den Leim verschmiert werden und sich vollkommen zusetzen. In einem solchen Fall muß die betreffende Trockentrommel stillgelegt werden, damit die Siebe ausgebaut und wieder gereinigt werden können. Eine derartige Betriebsstörung dauert bei der Größe der Trommel viele Tage oder gar Wochen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gesetzt, die in einem solchen Fall erforderliche Trommelreinigung schneller und wirtschaftlicher durchführen zu können. Diese Aufgabe ist nach der Erfindung dadurch gelöst worden, daß die Siebeinbauten in Gestalt von Körben oder Einsätzen von außen in radialer Richtung in die einzelnen Trommelfelder auswechselbar eingesetzt sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht der einzelne Einsatzkorb aus einer einen Teil des Trommelumfangs bildenden Siebrückwand und einer Siebbodenfläche, von der sich mehrere, zur Rückwand etwa parallele Zwischensiebe nach oben erstrecken.
Weitere Verbesserungen der Trommel bestehen darin, daß in den Zwischenräumen der Einsatzkörbe mehrere, mit dem Trommelumfang verbundene Schaufeln angeordnet sind, wodurch eine Ansammlung und Zusammenballung der Leimschnitzel in diesen schmalen Zwischenräumen wirksam vermieden wird. Schließlich ist noch in der Trommelmitte durchgehend ein im Querschnitt
sternartiger Verteiler vorgesehen, durch den das unmittelbare Abfallen der Schnitzel von der höchsten zur tiefsten Trommelstelle vermieden wird, indem die auf den neuen Verteiler auffallenden Schnitzel nach den Seiten abgelenkt und so über den Trommelquerschnitt verteilt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Trockentrommel dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Teil der Trockentrommel mit teilweise eingesetzten Siebkörben,
Fig. 2 stellt einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 und
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 1 dar,
Fig. 4 zeigt einen einzelnen Einsatzkorb in schaubildlicher Darstellung.
Die beispielweise etwa 5 m lange Trommel besteht aus den in gleichen Abständen voneinander angeordneten Eisenringen 1 und den Längseisen 2, die parallel zur Trommelachse verlaufen und mit den Ringen 1 fest verbunden sind. Im gezeichneten Beispiel weisen die Ringe 1 und die Eisenstäbe 2 einen T-förmigen Querschnitt auf. Die Trommel ist an ihren Enden am Umfang auf Laufrollen gelagert und wird beispielsweise durch einen mit ihr verbundenen Zahnkranz in Drehung versetzt. Gegenüber der Waagerechten verläuft die Trommel schwach geneigt.
Durch die Ringe 1 und die Längseisen 2 ist der Trommelumfang in eine große Anzahl von etwa rechteckigen Feldern eingeteilt und in jedes Feld ist ein Einsatzkorb auswechselbar eingesetzt. Der einzelne Korb besteht aus der Siebrückwand 3, die von einem Eisenrahmen 4 umgeben ist. Diese Rückwand 3 und der Rahmen 4 ist vorzugsweise entsprechend dem Trommelumfang gewölbt, so daß sie zusammen den zylindrischen Trommelumfang bilden. Auf einer Seite des Trommelumfangs sind Öffnungen für den Austritt der Warmluft und gegenüberliegend Absaugöffnungen für das Abströmen der Warmluft angeordnet.
Von der Rückwand 3 des einzelnen Einsatzkorbes erstreckt sich eine Siebbodenfläche 5 nach innen, auf der anderen, im gezeichneten Beispiel drei verschieden hohe Siebzwischenwände 6 angeordnet sind. Diese Siebzwischenwände 6 verlaufen etwa
parallel der Siebrückwand. Um das ganze Siebgebilde stabiler zu machen, können Eisenstangen 7 oder Rahmenteile vorgesehen sein, durch welche die einzelnen Siebteile fest miteinander verbunden sind, wie in Fig. 4 gezeigt.
Fig. 2 zeigt, wie die von der Seite keilartigen Einsatzkörbe sich in das Innere der Trommel erstrecken. Die Flansche der Eisenringe 1 und Stäbe 2 bilden dabei Auflagen für den Rahmen 4 der Siebbodenfläche. Der einzelne Rahmen 4 ist durch in der Zeichnung nicht dargestellte Schrauben, Klemmhebel o.dgl. mit den Trommeleisen 1 und 2 verbunden. Das siebartige Korbgebilde weist keine Seitenflächen auf, so daß die Leimschnitzel auch seitlich infolge der Trommelneigung aus den einzelnen Körben herausfallen können.
In der Trommelmitte ist eine Achse oder ein Anker 8 angeordnet, der von den in der Zeichnung konkav dargestellten Blechstreifen 9 umgeben ist. Im gezeichneten Beispiel bilden vier konkave Blechstreifen 9 im Querschnitt einen Stern. Die über die ganze Trommellänge durchlaufenden Blechstreifen 9 können gleichfalls gelocht sein oder aus Sieben bestehen, so daß die Trockenluft hindurchstreichen kann. Dieses sternartige Gebilde 9 stellt einen Verteiler dar, denn die von oben auf den Verteiler auffallenden Leimschnitzel werden zur Seite abgelenkt und über den Trommelquerschnitt verteilt, so daß sie nicht unmittelbar an die tiefste Trommelstelle fallen können.
Zwischen den einzelnen Einsatzkörben sind im Innern der Trommel Zwischenräume vorhanden entsprechend der Breite der Trommelringe 1. In diesen Zwischenräumen sind mehrere, beispielsweise aus Fig. 3 ersichtliche schmale Schaufeln 10 angeordnet, die mit dem Trommelumfang fest verbunden sind und sich etwa radial in das Trommelinnere erstrecken. Diese Schaufeln 10 weisen vorzugsweise einen U-förmigen Querschnitt auf. In Fig. 3 ist die unten gezeichnete Schaufel im Schnitt dargestellt. Diese Schaufeln 10 verhindern eine Ansammlung und Zusammenballung der Leimschnitzel in den Zwischenräumen an den tiefsten Stellen der Trommel, denn die nach unten gelangenden Leimschnitzel werden durch die Schaufeln 10 stets wieder nach oben gefördert.
Die Umlaufrichtung der Trommel ist in den Fig. 2 und 3 durch Pfeile angegeben.
tritt bei der erfindungsgemäßen Trommel ein Zusammenkleben der Schnitzel und ein Verschmieren der Siebflächen auf, so werden an der betreffenden Stelle die Einsatzkörbe außen gelöst, aus der Trommel herausgenommen und durch Reservekörbe ersetzt, so daß die Trommel sehr schnell wieder arbeitsfähig ist. Die herausgenommenen Körbe bilden dann nach erfolgter Reinigung die Reservekörbe.
Claims (5)
1) Rotierende, leicht geneigte Trockentrommel, insbesondere zum Trocknen von Leim, die mit Siebeinbauten für eine Auflockerung der Schnitzel und mit Öffnungen zum radialen Einblasen von Luft versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebeinbauten in Gestalt von Körben oder Einsätzen von außen in radialer Richtung in die Trommelwand auswechselbar eingesetzt sind.
2) Trockentrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Einsatzkorb aus einer einen Teil des Trommelumfangs bildenden Siebrückwand (3, 4) und einer Siebbodenfläche (5) besteht, von der sich mehrere, zur Rückwand etwa parallele Zwischensiebe (6) nach oben erstrecken.
3) Trockentrommel nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß der Trommelumfang durch Eisenringe (1) und parallel der Trommelachse verlaufende Eisenstäbe (2) in rechteckige Felder aufgeteilt ist, wobei diese Eisen (1, 2) die Auflage für die Rahmen (4) der Einsatzkorbrückwände (3) bilden.
4) Trockentrommel nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zwischenräumen der Einsatzkörbe mehrere mit dem Trommelumfang verbundene Schaufeln (10) angeordnet sind.
5) Trockentrommel nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trommelmitte durchgehend ein im Querschnitt sternartiger Verteiler (9) angeordnet ist.
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