DEP0026656DA - Verfahren zum Einpökeln von Fleisch - Google Patents
Verfahren zum Einpökeln von FleischInfo
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Description
rtreter: Dr Posohenrieder, München - 27>/, ρ !,Qpni.Oi) η j; η Anlage Nr 1
Lh 0 H QU -J /*LU, J. J U
Aktiengesellschaft Zwanenberg's Fabrieken N0Vo Oss, G-asstraat 5
. ■ \ (Holland)
SinpÖ^keln von Fleisch
Se ist bekannt, dasz frisch eingepökeltes Fleisch ein^e hellrote Farbe hat, welche sich jedoch bald variiert, wenn das Fleisch
einige Zeit dem Tageslicht ausgesetzt ist. Obgleich dieses Verschwinden der Farbe nur in den äuszeren Schichten des Fleisches
stattfindet, so ist der oberflächliche Eindruck eines solchen : Fleischstückes doch weniger zufriedenstellend als der eines Fleisch-Stückes,
welches noch die hellrote Farbe besitzt. * & *, Cf \J ürfindttrigsgeraäsz wurde nun gefunden, dasz Fleisch, ^iri^
Weise eingepökelt werden kann, dasz es die rote Farbe lange Zeit behält, obwohl es dem Tageslicht ausgesetzt wird. Das erfindangsgeniäsze
Verfahren besteht darin, dasz das Fleisch mit einer Nitrit
LfAe.
enthaltenden-Seie eingepökelt wird,· deren up. ¥ert während der ganzen Behandlung zwischen 3 und 5 gehalten wird. Das in dieser Weise e^-ingepöelkelte Fleisch nimmt eine bleibende rote Farbe an, welche vermutlich nicht ausschlieszlich oxxf. die Bildung von Nitroaohämoglobin zurückzuführen ist, sondern welche teilweise ihren G-rund in der Bildung einer anderen gefärbten Verbindung unbekannter Art hat.
enthaltenden-Seie eingepökelt wird,· deren up. ¥ert während der ganzen Behandlung zwischen 3 und 5 gehalten wird. Das in dieser Weise e^-ingepöelkelte Fleisch nimmt eine bleibende rote Farbe an, welche vermutlich nicht ausschlieszlich oxxf. die Bildung von Nitroaohämoglobin zurückzuführen ist, sondern welche teilweise ihren G-rund in der Bildung einer anderen gefärbten Verbindung unbekannter Art hat.
}3ei den üblicher Weise benützten .Binpöjdkelunganiethoden ist
das pTT fast 7 oder etwas geringer und bei dieser Acididät reduzie—
JtJ.
ren die Bakterien das Hitrat, welches ein üblicher Bestandteil von <3#=£#*ί ist, zu Nitrit ο Die üblichen §#ien enthalten, nachdem sie
einige Zeit im Gebrauch stehen, etwa 0,03 fo Nitrit, ¥enn man jedoch eine Acididät von etwa pTT 3-5 aufrecht erhält. Rönnan die Bak-
11
terien keine reduzierende ¥irkurig ausüben und es ist daher in Gegensatz zu der Arbeitsweise bei den bekannten iüinpö/ikel.ungsverfahren
notwendig, den Nitritgelialt auf den gewünschten wert durch Zugabe von Nitrit zu bringen. Dies ist jedoch nicht notwendig, wenn
man eine -θβ^ί verwendet, welche bereits einige ;oeit bei einem neutralen
Einpüftkelungsverfahron verwendet worden ist, "ke-otrtei, weil die Sole bereits Nitrit enthalte In diesem Falle genügt ee? die
■äöie auf einen p„ Viert von 3-5 anzusäu/^e/u Bei, wie üblich, mehrfachem
Gebrauch einer derartigen -^Ji-. stellt es sich als notwendig
jwanenberg"S9 Vertreter:Dr Poschenrieder, Münehen-27 Anlage Nr
—2—
heraus j beim Arbeiten mit diesem geringen p,T Wert neuea Nitrit in
Abständen zuzugeben, weil das ursprünglich vorhandene Nitrit während des Verfahrens verbraucht wird. Ein geringerer Nitrifcjehalt
als eier bei neutralen Einpö^kelungsverfahren üblich© kann dann verwendet werden, herunter bis au 0,08 lan Nitrit, welches genügt, um
dem Fleisch eine bleibende rote Farbe zu fceben. IaM-
.Die -4«=fce kann auf einem pTJ Viert von 3-5 durch Zugabe von
Puffersubstanzen oder durch Zugabe von Säuren gehalten werden, sei es fortlaufend oder in Abständen, Die Art der zur Anwendung gelangenden
Satiren ist nicht von Bedeutung, vorausgesetzt, dasz sie nicht gesundheitsschädlich sind.
Auf Hexte 535 der Zeitschrift "Food Industries" vom November 1935 beschreibt Lloyd Hall ein Verfahren, bei welchem Nitrit enthaltende
saure S^ien verwendet werden, jedoch wird nicht darauf geachtet, den ρTT Viert zwischen 3 und 5 zu halten,, Ganz im Gegenteil
betont Hall die Wichtigkeit der Bakterienwirksamkeit, welche eine höheres ptr als 5 bedingt, weil bei diesem p.T Wert fast ledes Bakterienwachstum
aufgehört hat. .als war daher nicht vorauszusehen, dasz ein pTT Wert von 3-5 einen derart günstigen Sinflusz auf die Beständigkeit
der erhaltenen Farbe ;habsn xnirde. In der Zeitschrift "Food Research Heuorts" Nr 6 vom Januar 1929 ist ein Verfahren
Lake. zum Einpö^keln von Fleisch mit einer Nitrit enthaltenden Seie be—
schrieben^ bei welchem das pTT so nahe wie möglich auf 5 gehalten "wirdο Auch aus diesem Verfahren konnten keine Rückschlüsse auf
den günstigen Einfluaz eines p-^ Viertes gezogen werden, welcher wesentlich geringer ist als 5.
Die Erfindung sei an Hand der folgende^Vergleichsbeispiele beschrieben: Alle zur Anwendung gelangenden Ste-ien enthalten 20 gr
Natriumchlorid, 0,5 gr. Natriumnitrat und 0oJÖ008 gr Natriumnitrit auf
100 CCV2. Als Standardpufferlösungen wurden folgende benutzt: Lösting A: 21.0 gjf Zitronensäure je l%r. Lösung B: 35,5 ego DinatririsnOsphat
(2H2O) auf den \$tf. Das Fleisch wurde bei 4° 0 in einem Eühlkeller
während einer l/o ehe eingepö^kelt, daraufhin wurde os aus der -Sö-ie genommen und geprüft. XiIs ergaben sich folgende .Resultate:
Sole Wr I II III IV V VI
Lösung A 196 ccw122.9 com 35»3 ccw -
Lösung B 4 CC777 77.1 ccw164.7 ocm -
wasser - - 200 ecm
WaGl 50 g 50, ' g 50 g 50 r
1.25g 1.25 g 1.25g 1.25 S g 20 mg 20 mg 20 mg 20 rag HOl - - - bis pwl. 6- bis τ>,-τ3.7
pH _^lL>-.514>______515 J1A?A Ίΐι1———Α&
Farbe Blasz hellrot rötlich blasz hellrot rötlich grau des Fleisches nach dem / grau / Einpöckeln
| 200 | cc»* | 200 | C |
| 50 | Sf | 50 | S |
| 1ο 25 | g | 1,25 | |
| 20 | mg | 20 | mg |
,wanenberg's, Vertreter; Dr Poschenrieder, München-27 , Anlage Nr
-3-
Die - I,II und III enthielten Pufferlösungen und behielten aο von sich aus den ursprünglichen pT, Viert. Die Solen IV,Y und VI
enthielten keine Pufferlösungen, wurden aber auf einem gleichbleibenden pTT Viert von bzw._ 1.6 3,7 und 6„0 durch abstandsweises Zugeben
von verdünnter -S^ieäwre gehalten. Die Prüfung des p„ wurde mit Hilfe von Lyphan Paikatorpapie-r durchgeführt Bs wird also die
beste Farbe erhalten, wenn die Sole ein ptr zwischen 3 und 5 hat»
Es ist dabei gleichgültig, ob diesea Ρττ mi^t Hilfe von Pufferlösungen
oder durch abstandsweise Zugabe von Säuren aufrecht erhalten wird. Die Fleischstücke, -welche bei einem p., von 3.4 (Versuchen
II) eingepöckelt worden waren, wurden eine halbe bis eine Stunde ultravioletten Strahlen aus einer Philipslampe in einem Abstand
von 10 cm ausgesetzt» Kein feststellbarer Verlust an Farb-e konnte beobachtet werden, es war also/erhaltene Farbe sehr beständig»
tfenn Fleischstücke, die mit Nitrat oder Nitrit enthaltenden* bei einem p„· um 7 eingepöckelt worden waren, derselben Behandlung
unterworfen wurden, so schwindet die Farbe schnell dahin,,
Claims (1)
1. Verfahren zum Einpökeln von Fleisch mit einer HSeie-, welche wiederhol·}; benutzt wird und die Nitrit enthält, d.g.d. der pTT Wert
der -aye*©-auf mindestens 3 und nicht mehr als 5 mit Hilfe einer Pufferlösung oder durch Zugabe von Säure gehalten wird, sei es
fortlaufend oder in geeigneten Abständen während der ganzen Durchführung der Arbeit. ■ , ^;
2o Verfahren nach Anspruch 1) d.g.d* der Nitrifeehalt der üoie auf einem Mveau von mindestens 0,008 $ gehalten wird.
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