DEP0026105DA - Fotografische Kamera mit Entfernungsmesser - Google Patents
Fotografische Kamera mit EntfernungsmesserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine fotografische Kamera, bei der sich der Objektivträger beim Öffnen der Kamera in die Unendlichkeitsstellung bringen lässt oder automatisch in diese Lage springt und deren Objektiv mit einem gekuppelten Entfernungsmesser verbunden ist.
Bei Kameras dieser Art ist bereits vorgeschlagen worden, das verstellbare Glied eines Entfernungsmessers, z.B. einen Spiegel, durch eine Steuerkurve von der Objektivfassung aus mit einem Übertragungsgestänge, Kettchen oder ähnlichem zu betätigen.
Gegenüber diesen bekannten Ausführungen ist die vorliegende Konstruktion besonders einfach und zuverlässig, weil zur Bewegungsübertragung nur ein einziger gefederter Knickhebel verwendet wird, der ausserdem noch (wie in dem Ausführungsbeispiel) durch die vorteilhafte Lagerung zwischen der Knickspreize und dem Balgen der Kamera vor Beschädigungen, Verbiegungen usw. sehr gut geschützt ist. Bekanntlich ist es auch hinsichtlich der Genauigkeit der Übertragung der Einstellbewegung erwünscht, diese mit möglichst wenigen Teilen, Gelenken und Kurven herzustellen, da sonst leicht ein schädliches Spiel auftreten kann. Weiterhin ermöglicht die vorliegende Anordnung eine erheblich einfachere Montage und Justierung, was besonders die Herstellung von kleinen Klappkameras verbilligt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung an
einer Rollfilmkamera mit Springmechanismus und Tubuseinstellung dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. 1 eine Seitenansicht und
Abb. 2 eine Draufsicht der Rollfilmkamera mit Entfernungsmesser.
Durch das Beispiel soll die Erfindung aber nicht auf diese Kamerabauart beschränkt sein, da sie auch in Verbindung mit anderen Konstruktionen verwendbar ist.
Zur Verstellung des fotografischen Objektivs 1 mit dem Sektorenverschluss 2 wird hier beispielsweise ein bekannter Schneckengang 3 verwendet, der durch Verdrehung des Hebels 4 betätigt werden kann. Der Schneckengang 3 ist an dem Objektivträgerblech 5 und dieses durch Schwenkhebel 6, die unter der Wirkung der Knickspreizen 7, 8 stehen, am Klappboden 9 gelagert. Mit dem hinteren oberen Ende sind die Spreizen 8 am Kameragehäuse 10 angelenkt.
Auf der oberen Seite der Kamera sind die Entfernungsmesserteile angeordnet. Sie können beispielsweise aus zwei Spiegeln 11, 12 oder Prismen bestehen, von denen ein Spiegel 12 mit einem schwenkbaren Hebel 13 vereinigt ist, um bei der entsprechend der Objektiveinstellung erfolgenden Verdrehung die beiden Teilbilder zur Deckung bringen zu können.
Die Übertragung der Einstellbewegung des Objektivs 1 auf den Entfernungsmesser bzw. auf den Hebel 13 erfolgt nach der Erfindung durch einen aus zwei Teilen bestehenden Knickhebel 14, 15. Der Hebel 15 ist bei 16 im Kameragehäuse 10 drehbar gelagert und bei 17 mit dem Hebel 14 gelenkig verbunden. Auch hat der
Hebel 15 eine nach oben in den Entfernungsmesser hineinragende Verlängerung 18 und wird ausserdem durch eine Feder 19 stets nach aufwärts gedrückt. Der andere Teil 14 des Knickhebels kann mit einem Schlitz 20 auf dem Stift 21 gleiten, der mit einem kleinen Lager 22 am Objektivträgerblech 5 befestigt ist. Infolge des aufwärts gerichteten Druckes der Feder 19 wird auch der Hebel 14 nach vorne gedrückt und liegt deshalb ständig mit dem abgerundeten Ende 23 an einem auf der Verschlussrückseite angebrachten Plättchen 24 an. Durch diese einfache Anordnung wird also die jeweilige Stellung des Plättchens 24, das der axialen Stellung des Objektivs entspricht, abgetastet und durch Verschwenkung des Hebels 15, 18 auf den Hebel 13 und den beweglichen Spiegel 12 des Entfernungsmessers übertragen. An dem Kameragehäuse 10 ist ferner eine schwache Feder 25 angeordnet, welche den HEbel 13 nach vorne drückt, damit er mit seinem Ende immer an der Verlängerung 18 des Hebels anliegt.
Wie aus Abb. 2 ersichtlich, ist der Knickhebel 14, 15 zur Übertragung der Objekt-Einstellbewegung zwischen dem Balgen 26 und der Knickspreize 7, 8 angeordnet, wodurch er vor Berührungen und eventuellen Beschädigungen weitgehend geschützt ist. Ferner wird die Klappbewegung bei dem Öffnen und Schliessen der Kamera in keiner Weise beeinträchtigt, da der Knickhebel 14 ,15 ähnliche Bewegungen wie die Knickspreize 7, 8 ausführt.
Claims (4)
1.) Fotografische Kamera, bei der ein am Kameragehäuse angeordneter Entfernungsmesser durch Betätigung der Einstellbewegung des Objektivs mit Hilfe eines Übertragungsmittels einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewegungsübertragung nur ein einziger Knickhebel (14, 15) dient, der unter der Wirkung einer Feder (19) an einem Ende dauernd in kraftschlüssiger Verbindung mit dem Hebel (13) des Entfernungsmessers und am anderen Ende in formschlüssiger Verbindung (20, 21) mit dem Objektivträger (5) steht, wobei der Knickhebel (14) infolge der Federwirkung (19) mit seinem Ende (23) die Stellung des Objektivs (1) abtastet.
2.) Fotografische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Knickhebel (14, 15) zwischen der Kameraspreize (7, 8) und dem Balgen (26) in geschützter Lage angeordnet ist.
3.) Fotografische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Knickhebel (14, 15) an einer Springkamera mit Knickspreizen (7, 8) derart angeordnet ist, dass der Knickhebel parallel zu den Spreizen verläuft und die Klappbewegung der Kamera beim Öffnen und Schliessen nicht behindert.
4.) Fotografische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Objektiv (1) bzw. am Verschluss (2) angebrachtes Plättchen (24) die Axialbewegung des Objektivs auf den Knickhebel (14, 15) überträgt.
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