DE544155C - Photographischer Automatverschluss - Google Patents

Photographischer Automatverschluss

Info

Publication number
DE544155C
DE544155C DE1930544155D DE544155DD DE544155C DE 544155 C DE544155 C DE 544155C DE 1930544155 D DE1930544155 D DE 1930544155D DE 544155D D DE544155D D DE 544155DD DE 544155 C DE544155 C DE 544155C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
lamella
leading
ring
shutter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930544155D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Hippler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE544155C publication Critical patent/DE544155C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/64Mechanism for delaying opening of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
19. FEBRUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57a GRUPPE
I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges. in Frankfurt a.M. )
Photographischer Automatverschluß Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. April 1930 ab
Die Erfindung betrifft einen photographischen Automatverschluß mit an- oder eingebautem Selbstauslöser. Es sind Verschlüsse bekannt, bei denen gegenläufige Lamellen durch ein Vorlaufwerk betätigt werden, wobei die Öffnungsdauer durch das Vorlaufwerk geregelt wird. Auch bei Irisverschlüssen hat man den Gedanken, den Ablauf des Vorlaufwerkes zur Regelung der Belichtungsdauer zu verwenden, angewendet, wobei das Vorlaufwerk einen den Verschluß in gespannter Stellung haltenden Sperrhebel ausrückt.
Diesem Bekannten gegenüber gibt gemäß vorliegender Erfindung bei einem Verschluß miteinander nacheilenden Lamellen das Vorlaufwerk zuerst die voreilende und dann die nacheilende Lamelle zum Ablaufen frei.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Abb. ι zeigt den Verschluß geöffnet in Ruhestellung,
Abb. 2 mit gespannten Lamellen,
Abb. 3 den Verschluß während des Abas lauf es bei Freigabe der Objektivöffnung.
Abb. 4 zeigt ein Einzelteil des Verschlusses in Ansicht.
In dem Verschlußgehäuse 1 ist um den
Objektivstutzen 2 ein Ring 3 drehbar gelagert. Unterhalb des Ringes sind Lamellen 4, S schwenkbar angeordnet, wobei die Lamelle 5 durch den Bolzen 6 auf der Lamelle 4 gelagert ist. Die Lamelle 4 ist durch den Stift 7 mit dem Boden des Gehäuses 1 verbunden und trägt außerdem einen Stift 8, der in der Nähe einer auf dem Spannring 3 gelagerten Klinke 9 angeordnet ist. Eine Feder 10, die mit einem Ende am Gehäuse 1 befestigt ist, während das andere Ende mit einer am Hebel 3 vorgesehenen Nase 11 verbunden ist, zieht den Hebel 3 in Ruhestellung. Der Ring 3 ist am Umfang derart ausgebildet, daß er eine Kurve 12 bildet, durch welche ein auf einem Hebel 13 befestigter Stift 14 beeinflußt wird. Ferner ist am Ring 3 eine Nase 15 vorgesehen, die in dem Bereich eines von einem ein- oder angebauten Vorlaufwerk 16 beeinflußten Hebels 17 ragt. Im Verschluß selbst ist ein Hebel 24 drehbar gelagert, der mit dem Vorlaufwerk verbunden ist. Durch 50" Schwenken dieses Hebels wird das Vorlaufwerk gespannt. Der Hebel 17 ist auf dem Bolzen 18 gelagert, wobei der Arm ΐγα des Hebels einerseits mit einer mit dem Vorlaufwerk in Verbindung stehenden Nocke 19 in Berührung steht, andererseits in den Schwenkbereich des Lamellenlagerbolzens 6 ragt. Der Hebel 17 wird durch eine Feder 20 gegen die Nocke 19 gedrückt und trägt eine Nase 21, welche als Riegel für das Vorlaufwerk ausgebildet ist. Ein kreisringsektorförmiger Teil 22, der zwischen der äußeren Wandung des Gehäuses und dem Objektivstutzen 2 geführt ist, besitzt einen
*} Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Karl Hippler in Mimchen.
Ausschnitt, der eine stufenförmige Kante 23 bildet, die zur Einstellung der Schwenkbarkeit des Hebels 13 und damit zur Regelung der Belichtungszeit dient.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Wird der Verschluß ohne Vorlaufwerk benutzt, so erfolgt die Spannung und Auslösung der Lamellen durch Drehen des Ringes 3 entgegen dem Uhrzeigersinn. Bei dieser Bewegung kommt die auf dem Ring 3 gelagerte Klinke 9 in Berührung mit dem auf der Lamelle 4 befestigten Stift 8. Dieser gleitet an der Vorderkante der Klinke entlang, wodurch die Lamelle 4 um ihren Lagerpunkt 7 verschwenkt wird. Da die Lamelle 5 auf der Lamelle 4 gelagert ist, macht sie diese Bewegung mit, und beide Lamellen zusammen werden an der Objektivöffnung, ohne sie freizugeben, da die beiden Lamellen sich überdecken, vorbeigeschwenkt. Der im Verschlußgehäuse gelagerte Hebel 13 gleitet bei dieser Bewegung am Umfang der Lamelle S entlang, bis die Lamellen ihre der Ruhelage gegenüberliegende Endstellung erreicht haben. In diesem Moment schnappt der Hebel mit seiner Vorderkante hinter eine an der Lamelle 5 vorgesehene Stirnfläche (s. Abb. 2), so daß dieselbe arretiert wird.
Die Tiefe des Eingriffs des Hebels 13 wird durch eine verschiebbar im Verschlußgehäuse gelagerte Kurve 23, mit der ein auf dem Hebel befestigter Stift 14 in Berührung kommt, geregelt. Bei der bisher stattgefundenen Bewegung hat der Stift 8 den höchsten Punkt, der ansteigenden Vorderkante der Klinke 9 erreicht. Wird nun der Ring 3 weiterbewegt, so gleitet der Stift 8 von der Klinke ab und gibt dadurch die Lamelle 4 frei, die von einer Feder in ihre Ausgangsstellung zurückgeschwenkt wird. Dabei wird einerseits die Objektivöffnung freigegeben, andererseits der Lagerpunkt 6 der Lamelle 5 um den Drehpunkt 7 verschwenkt. Dieses Verschwenken bewirkt ein Abgleiten der Stirnfläche der Lamelle 5 von der Vorderkante des Hebels 13, so daß auch die zweite Lamelle als nacheilende Lamelle zurückschwingt und die Objektivöffnung wieder schließt. Wie bereits erwähnt, ist die Tiefe des Eingriffs des Hebels durch die Kurve 23 regelbar, so daß auch der Moment des Nacheilens und damit die Dauer der Freigabe der Objektivöffnung regelbar sind.
Die Auslösung des Verschlusses kann jedoch gemäß der Erfindung selbsttätig durch die Verbindung des Verschlusses mit einem Vorlaufwerk bewirkt werden. Die Arbeitsweise des Verschlusses ist dann folgende:
Durch Verschwenken des Hebels 24 in Pfeilrichtung (Abb. 1) wird das Vorlaufwerk gespannt. Abb. 2 und 3 zeigen diese Stellung. Die mit dem Spannhebel verbundene Nocke 19 wird durch das Verschwenken des Hebels 24 ebenfalls gedreht und gibt dadurch das eine Ende 17° des Hebels 17 frei. 6g Das andere Ende wird jedoch von der Nase 15 des Ringes 3 abgestützt, so daß der Hebel 17 trotz der Wirkung der Feder 20 in der das Vorlaufwerk durch die Nase 21 sperrenden Lage verbleibt. Wird nun der Verschluß durch Drehen des Ringes in Pfeilrichtung (Abb. 1) ausgelöst, wobei gleichzeitig die Lamellen gespannt werden, so gibt die Nase 15 den Hebel 17 frei. Der Hebel 17 schwingt sodann unter der Wirkung der Feder 20 in die in Abb. 1 eingezeichnete Pfeilrichtung. Diese Schwenkung des Hebels 17 bewirkt zweierlei. Einerseits wird die Nase 21 vom Vorlaufwerk entfernt und gibt dadurch das Vorlaufwerk zum Ablauf frei. Andererseits legt sich das äußere Ende des Armes 17° in der Spannstellung der Lamellen gegen den Bolzen 6 und verhindert dadurch die Rückbewegung der Lamellen. Da mit dem Ring 3 nur die allgemeine Auslösebewegung vollzogen wird, kann dieser sich unabhängig von den Lamellen unter der Wirkung der Feder 10 zurückbewegen. Der Hebel 17 verhindert jedoch, wie Abb. 2 zeigt, da sich die Nase 15 gegen die Endfläche des Hebels 17 legt, die völlige Rückkehr des Ringes 3 in die Ruhestellung. Durch die vorerwähnte Freigabe des Vorlaufwerkes durch den Hebel 17 beginnt dieses abzulaufen, wodurch die Nocke 19 langsam wieder in die in Abb. 1 gezeigte Stellung zurückgedreht wird. Die Zeit, die verstreicht, bis die Nocke in die erwähnte Lage zurückkehrt, wird als Vorlaufzeit ausgenutzt. Durch die Rückdrehung der Nocke 19 wird jedoch der Hebel 17, dessen Arm 17° an der Nocke anliegt, zurückgeschwenkt. Bevor nun die Nocke 19 die in der Abb. 1 gezeigte Lage wieder einnimmt, gleitet das äußere Ende des Armes 17° von dem Bolzen 6 ab und gibt dadurch die Lamellen für die Rückbewegung frei, wobei die Lamelle 4 ungehindert in ihre Ruhelage zurückkehren kann, während dagegen die Lamelle 5 durch den Hebel 13 angehalten wird. Diese Stellung zeigt Abb. 3. Die Objektivöffnung ist no durch die auseinandergezogenen Lamellen freigegeben. Der Ring 3 wird hierbei immer noch durch das äußere Ende des Hebels 17 gehalten. Dreht sich nun die Nocke 19 weiter und erreicht endgültig ihre Ausgangsstellung, so wird auch der Hebel 17 so weit zurückgedreht, daß die Nase 15 am äußersten Ende des Hebels 17 vorbeigleitet, und der Ring 3 kehrt unter der Wirkung der Feder 10 in seine Ausgangslage (Abb. 1) zurück. Diese kurze Drehbewegung des Ringes 3 bewirkt, da der Kurventeil 12 mit dem Stift 14 während
dieser Bewegung in Berührung kommt, daß der Hebel 13 angehoben wird und dadurch die Lamelle 5 freigibt, die nun ihrerseits ebenfalls in die Ruhestellung (Abb. 1) zurückkehrt und die Objektivöffnung wieder schließt. Die Zeit, während der der Verschluß offen bleibt, richtet sich ihrerseits nach der Ablaufsgeschwindigkeit des Vorlaufwerkes und dadurch nach der Geschwindigkeit, mit der
to der Hebel 17 geschwenkt wird, und andererseits nach der Breite der Nase 17, da das äußerste Ende des Hebels 17 an dieser Nase entlang gleitet. Diese beiden Faktoren können derart zueinander abgestimmt werden, daß der Verschluß beispielsweise 1I2 Sekunde oder auch 1 Sekunde geöffnet bleibt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Photographischer Automatverschluß mit einem auch die Öffnungsdauer regelnden Vorlaufwerk, das beim Ablaufen einen den Verschluß in gespannter Stellung haltenden Sperrhebel ausrückt, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Verschluß miteinander nacheilenden Lamellen das Vorlaufwerk zuerst die voreilende und sodann die nacheilende Lamelle zum Ablauf freigibt.
  2. 2. Photographischer Automatverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Vorlaufwerk ausgerückte Sperrhebel (17) auch den Spannring (3) am Zurückkehren in seine Ruhelage hindert, derart, daß er zunächst die voreilende Lamelle (4) und beim Weiterschwenken den Spannring (3) auslöst, der seinerseits durch Einwirken auf den die nacheilende Lamelle (5) abstützenden Hebel (13) die zweite Lamelle zur Schließbewegung freigibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930544155D 1930-04-24 1930-04-24 Photographischer Automatverschluss Expired DE544155C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE544155T 1930-04-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE544155C true DE544155C (de) 1932-02-19

Family

ID=6560313

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930544155D Expired DE544155C (de) 1930-04-24 1930-04-24 Photographischer Automatverschluss

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE544155C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE726819C (de) Reflexkamera mit Blendenvorwahl
DE544155C (de) Photographischer Automatverschluss
DE2856196A1 (de) Fotografische stehbildkamera, insbesondere kleinbildkamera
DE624863C (de) Rollfilmkamera
DE644612C (de) Vorrichtung zur zwangslaeufigen Verriegelung des Verschlussausloesers
DE669721C (de) Mit dem Rolloverschluss kraftschluessig gekuppelte Spiegelvorrichtung an Reflexkameras
DE430294C (de) Objektiv-Lamellen-Verschluss
AT211653B (de) Einäugige Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluß
DE898112C (de) Springkamera
DE1916189U (de) Objektiv mit springblende.
DE739670C (de) Rollfilmklappkamera mit versenkbarem Objektivtraeger und Wechselgesperre zwischen Filmschaltung und Ausloesetaste
DE821151C (de) Spreizenanordnung fuer photographische Kameras
DE1115573B (de) Fotografischer Blendenverschluss
DE645490C (de) Photographische Springkamera
DE976812C (de) Zuendeinrichtung fuer fotografische Blitzgeraete an Schlitzverschlusskameras
DE666457C (de) Reflexkamera mit Zentralobjektivverschluss
DE728042C (de) Photographischer Schlitzverschluss
DE1013961B (de) Einaeugige Spiegelreflexkamera mit Objektivverschluss
AT223937B (de) Kamera mit einer selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung
DE1815848A1 (de) Kamera
DE743801C (de) Schnappschusseinstellvorrichtung fuer photographische Objektive
DE612886C (de) Vorrichtung zum Verhueten des Schliessens von photographischen Kameras mit selbsttaetig sich aufrichtendem Objektivtraeger in Naheinstellung
DE1472653C3 (de) Von Entfernungs- und Leitzahleinstellung abhängige Blendenverstellvorrichtung für fotografische Kameras
DE870064C (de) Photographische Kamera mit Schlitzverschluss und einer eingebauten Kontakteinrichtung fuer Blitzlicht
DE752993C (de) Kleinbild-Rollfilmkamera mit Zentralverschluss