DEP0024287DA - Verfahren zur Steuerung des Abbindevorganges von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und Zement. - Google Patents

Verfahren zur Steuerung des Abbindevorganges von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und Zement.

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DEP0024287DA
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English (en)
Inventor
Walter Zürich Thalhofer
Original Assignee
United Western Corporation
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Description

Die Abbindungsgeschwindigkeit eines Gemenge von Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und z.B. Portland-Zement schwankt meist in sehr weiten Grenzen (Abbindezeit 40 Minuten bis 36 Stunden), wobei auch die Festigkeit des fertig abgebundenen Gemenges ganz ungleichmässige Werte ergibt. Diesen Umstand ist es zuzuschreiben, dass eine praktische Auswertung derartiger Baustoffe im grossen Maßstab Schwierigkeiten bereitete.
Mit Hilfe von ausgedehnten Vergleichsversuchen ist es gelungen, die Ursache dieser Unregelmässigkeiten in der Abbindungsgeschwindigkeit und der Festigkeit des fertig abgebundenen Gemenges festzustellen und ein Verfahren zu entwickeln, das gestattet, den Abbindungsvorgang von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips und Zement zu steuern.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass zur Erzielung gleichmässiger und langsamer Abbindung zu Höchstfestigkeiten ein
Mengenverhältnis zwischen Anhydrit und ungebranntem Gips (Doppelhydrat) von etwa 2 : 1, zur Erreichung grösster Abbindungsgeschwindigkeit von etwa 8 : 1 verwendet wird.
Die ausgedehnten Versuche haben ergeben, dass die Intensität der Wirkung der Sulfate, welche in Form von wässrigen Lösungen zur Aktivierung von Baustoffen angewendet werden, die Anhydrit, und ungebrannten Gips enthalten, weitergehend von dem Mengenverhältnis dieser beiden Stoffe abhängt. Enthält das Gemenge z.B. 90 % Anhydrit oder mehr und nur 10 % oder weniger Doppelhydrat, so verursacht dies eine verhältnismässig rasche Abbindung (2 - 3 Stunden), welche überdies ungleichmässig verläuft und nur zu geringen Endfestigkeiten führt. Grund hierfür ist der geringe Gehalt an Doppelhydrat, welches ausgleichend wirkt und die Festigkeit bedeutend erhöht. Beträgt hingegen das Verhältnis von Anhydrit zu Doppelhydrat im Gemenge z.B. 2 : 1, so erfolgt die Abbindung absolut gleichmässig, wenn auch langsamer, und die erreichten Endfestigkeiten sind optimal. Es ist auch durchaus möglich, einem Anhydrit, bei welchem das natürliche Verhältnis zwischen Anhydrit und Doppelhydrat um 9 : 1 liegt, optimale Abbindungseigenschaften zu verleihen, indem man ihm vor dem Mahlen etwa 30 Gewichtsprozente Doppelhydrat zusetzt. Nur auf diese Weise, also durch Korrektur des Gehaltes an Doppelhydrat, gelingt es mit Rohstoffen von nahezu beliebiger Reinheit eine gleichmässige Abbindung des Gemenges zu wirklich optimalen Festigkeiten zu erzielen.
Der Zusatz von Portland-Zement zu der Anhydrit- Doppelhydrat- Komponente beträgt mengenmässig am besten zwischen 17 - 33 %.
Als Katalysator für ein solches Gemenge wird zweckmässig eine ca. 1/10%ige Lösung von Ferrosulfat oder Eisenalaun verwendet.
Die Wasserfestigkeit aller dieser Gemenge kann dadurch beträchtlich gesteigert werden, dass man die aus ihnen hergestellten Objekte während der Abbindung eine Zeitlang einer Temperatur von 180 bis 200° aussetzt.

Claims (5)

1. Verfahren zur Steuerung des Abbindungsvorganges von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und Zement, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung gleichmässiger und langsamer Abbindung zu Höchstfestigkeiten ein Mengenverhältnis zwischen Anhydrit und ungebranntem Gips (Doppelhydrat) von etwa 2 : 1 zur Erreichung grösster Abbindungsgeschwindigkeit von etwa 8 : 1 verwendet wird.
2. Verfahren zur Steuerung des Abbindungsvorganges von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und Zement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aktivierung des Gemenges eine wässrige, 1/10%ige Lösung von Ferrosulfat verwendet wird.
3. Verfahren zur Steuerung des Abbindungsvorganges von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und Zement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aktivierung des Gemenges eine wässrige 1/10%ige Lösung von Eisenalaum verwendet wird.
4. Verfahren zur Steuerung des Abbindungsvorganges von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und Zement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dass Verhältnis von Zement zu Anhydrit-Doppelhydrat zwischen 1: 2 bis 1 : 6 gehalten wird.
5. Verfahren zur Steuerung des Abbindungsvorganges von mit Sulfatlösungen aktivierten Gemengen aus Anhydrit, ungebranntem Gips (Doppelhydrat) und Zement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung einer erhöhten Wasserfestigkeit die aus dem Gemenge hergestellten Objekte während der Abbindung einige Stunden einer Temperatur von 180 - 200° ausgesetzt werden.

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