DEP0023998DA - Verfahren zur Herstellung von Arzneimittellösungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Arzneimittellösungen

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DEP0023998DA
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Germany
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esters
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fatty acids
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Max Dr. Dittmer
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Description

Für gewisse therapeutische Zwecke ist es notwendig, Arzneimittel in flüssiger Form, d.h. in Form von Lösungen oder Dispersionen anzuwenden beispielsweise für Injektionen oder Einreibungen. Soweit die zur Anwendung kommenden Arzneimittel in Wasser nur schwer oder überhaupt nicht löslich sind, verwendet man bisher zu diesem Zweck insbesondere zu Injektionen als Lösungs- bezw. Dispersionsmittel die natürlich vorkommenden Oele. Diese besitzen zwar den Vorteil der Reizlosigkeit neben guter Verträglichkeit im Organismus, weisen aber manche Nachteile auf. Sie enthalten Begleitstoffe, die durch Raffination nicht immer restlos entfernbar sind, ausserdem weisen die aus ihnen hergestellten Lösungen erhebliche Viskositäten auf, die es erforderlich machen, bei den Injektionen verhältnismässig starke Kanülen zu verwenden. Die hohe Viskosität der natürlichen Oele macht es bei Einreibungen erforderlich, unnötig dicke Schichten aufzutragen oder andere, die Viskosität herabsetzende Lösungsmittel mitzuverwenden, die aber, soweit es sich um bisher bekannte Lösungsmittel handelt, reizend wirken oder aber, wie z.B. Aethylalkohol, in flüssigen Oelen nicht löslich sind. Ein weiterer Nachteil der natürlich vorkommenden Oele ist der, dass diese stets ungesättigte Fettsäuren enthalten, wodurch die Gefahr der Autoxydation gegeben ist.
Durch eingehende Versuche wurde nun gefunden, dass sich die genannten Nachteile der natürlich vorkommenden Oele vermeiden lassen, wenn man als Lösungs- bezw. Dispersionsmittel für Arzneimittelzubereitungen die Ester aus Fettsäuren und einwertigen Alkoholen verwendet.
Die Fettsäurekomponente dieser Ester kann bestehen aus einzelnen aliphatischen Monocarbonsäuren oder aus Gemischen dieser und zwar sowohl natürlichen oder synthetischen Ursprungs.
Die Alkoholkomponente kann bestehen aus den einwertigen niederen aliphatischen Alkoholen unter Ausschluss des Methylalkohols mit einer Kettenlänge bis zu 5 C-Atomen und zwar sowohl aus primären, sekundären und tertiären Alkoholen, entweder einzeln oder auch in Gemischen. Als Arzneimittel, für deren Lösung bezw. Dispersion die genannten Ester besonders geeignet sind, kommen beispielsweise in Frage:
Campher, Hormone, Vitamine, Wismutverbindungen, Salicylsäureester, Jodverbindungen, Senföl und andere.
Die mit Hilfe der genannten Ester hergestellten Lösungen bezw. Dispersionen weisen gegenüber den bisher bekannten natürlich vorkommenden Oelen eine ganze Reihe von Vorteilen auf: So können die Fettsäuren schon vor der Herstellung der Ester durch Destillation weitgehend gereinigt werden, sodass das Vorhandensein unerwünschter Begleitstoffe völlig ausgeschaltet ist. Auch lassen sich die genannten Ester im Gegensatz zu den natürlich vorkommenden Oelen leicht durch Destillation reinigen. Die genannten Ester besitzen eine geringe Viskosität, sodass mit ihnen hergestellte Lösungen oder Dispersionen durch dünne Kanülen injiziert werden können. Die Zusammensetzung kann je nach Bedarf variiert und genau eingestellt werden. So lassen sich bei- spielsweise Esteröle von genau bestimmbarer Viskosität herstellen. Durch Verwendung von ausschliesslich gesättigten Fettsäuren lassen sich aber auch bei gewöhnlicher Temperatur flüssige Oele mit der Jodzahl 0 herstellen, bei denen jede Gefahr einer Autoxydation ausgeschaltet ist. Die sich hieraus eregenden Möglichkeiten sind neu und überraschend, das derartige Oele in der Natur nicht vorkommen. Für äusserliche Anwendung spielt die Löslichkeit der genannten Ester in Aethylalkohol eine entscheidende Rolle, da durch gleichzeitige Verwendung von Esteröl und Aethylalkohol (oder anderer Alkohole) als Lösungsmittel besondere therapeutische Effekte erzielt werden können. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass durch gleichzeitige Verwendung der genannten Esteröle und natürlich vorkommender Oele jede beliebige Viskosität der Lösung oder Dispersion eingestellt werden kann.
Beispiel 1: Man löst in 100 Teilen Laurinsäureäthylester 10 Teile Campher zur Verwendung als Campherinjektion.
Beispiel 2: Man löst in 1000 Teilen Stearinsäureisopropylester 1 Teil p-Dioxydiäthylstilben zur Verwendung als Injektion.
Beispiel 3: Man löst in 100 Teilen Ester aus Butylalkohol mit den niederen Fettsäuren des Kokosöls 20 Teile Methylsalicylat zur Verwendung als Einreibung.
Beispiel 4: Man suspendiert in 100 Teilen Oelsäure-n-propylester 10 Teile basisches Wismutsalicylat zur Verwendung als Wismutinjektion.
Beispiel 5: Man löst in 100 Teilen Ester aus besonders gereinigten Fettsäuren der Paraffinoxydation mit Aethylalkohol 10 Teile Jod zur Verwendung als Einreibung.
Beispiel 6: Man löst in 100 Teilen Rübölfettsäureäthylester 3 Teile Tokopherol (Vitamin E) zur Verwendung als Injektion.
Beispiel 7: Man löst in 100 Teilen Palmitinsäureaethylester 1 Teil Testosteron zur Verwendung als Injektion oder 0,5 Teile Testosteron zur Verwendung als Einreibung.

Claims (2)

1) Verfahren zur Herstellung von Lösungen oder Dispersionen von Arzneimitteln, anorganischen oder organischen biologischen Wirkstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ester aus Fettsäuren und einwertigen Alkoholen als Lösungs- bezw. Dispersionsmittel verwendet werden.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungs- bezw. Dispersionsmittel Mischungen aus den Estern von Fettsäuren und einwertigen Alkoholen mit anderen bereits bekannten Lösungs- bezw. Dispersionsmitteln verwendet.

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