DEP0016305DA - Polsterfederung - Google Patents
PolsterfederungInfo
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Description
AimelcLert Stuttgart, den 28,9.1948
Friedrich Schorle P 116 Bk/3 cn Stuttgart - ',}
Gutbrodstr.1
Gutbrodstr.1
Vertreter;
Pat e nt aiiwal t
Dip 1. - Ing. Ma;·: Eunice
Stuttgart - N
FrItz-Slsasstr. 2
Polsterfederun g
^s ist bereits bekannt, bei Polstermöbeln für aufgearbeitete Polster oder für die Auflage von Polsterkissen Federungen zu
verwenden, die im we sent licii en aus flachen, federnden Stahlbändern bestehen. Tei einer bekannten Ausführung sind z.B.
die ICnden solcher Stahlbänder hakenförmig ausgebildet und in eine quer gespannte Wendelfeder eingehängt. Im Gegensatz
hierzu besteht die Erfindung, zunächst darin, daß flach gewölbte, laufende Stalilbandbiigel angeordnet sind, die sich an ihrem
vorderen Snde auf einem nach innen gewölbten federnden Arm, an ihrem rückwärtigen Jünde auf einem nach außen gewölbten Arm
abstützen, wobei die Stützarme mit dem Bügel gegebenenfalls auε einem Stück bestehen, sOwie darin, daß die erwähnten Stahlbandbügel
durch mindestens einen sie kreuzenden und. an den llreuzungsstellen mit ieinen verbundenen Stützbügel gestützt sind, der
aus einem oberen flach gewölbten 'Ikil besteht, an den sich z-förmige Eefestigungsarme anschließen und der zweckmäßig
ebenfalls aus Stahlband hergestellt ist. Zweckmäßig sind die Stützbügel von unten her an Rahmenlcisten des Polstermöbel-,
z.r.Sesselgestells, befestigt, z.B. angeschraubt.
Die Polsterung nach der Erfindung ist billig und leicht herzustellen, dabei aber höcast-,η Anforderungen gewachsen. Sie hält
stärksten Belastungen stand und läi.!,t .sich so ausbilden, daß si- T/eich und angenehm nachgibt, bei Uegfall der Ielastiing aber
immer in di: Ausgangslage zurückgeht. Durch die Anbringunj
der Stützbügel an den Verstell-LeIsten von unten her wird die Federhöhe um die Leistenstärke vergrößert, ohne zugleich die
gesamte Bauhöhe der Polsterung zu vergrößern.
In weiterer Erfindung sind zugleich mit den Stütz "bügeln iind/ oder den Eefestigungsartiien Beilagen angebracht, und zwar so,
daß die Arme in der Belastungsrichtung auf ihnen aufliegen. Die Beilagen können starr und die auf ihnen aufliegenden Arme
können so ausgebildet sein, daß sie sich bei Belastung auf den Beilagen abwälzen, wobei sich ihre wirksame federnde Länge
ändert. Die Beilagen können aber auch selbst federn, so daß außer der Abwälzwirkung auch die l''e der wirkung der Bellagen
selbst zur Geltung kommt. Gegebenenfalls können mehrere federnde Beilagen verschiedener Länge zu'einem Paket vereinigt
sein, so daß sich die U'edfe-rcliarakteristik bei steigernder Durchbiegung ändert.
Die Anzahl der zu verwendenden Stahlbandbügel und der zugehörigen
Stützbügel richtet sich nach den Abmessungen der zu polsternden Fläche. Für ein bestimmtes Möbelstück wird die zweckmäßigste
Länge und Ausbildung der Beilagen ein- für allemal ermittelt. Wenn dieselben Beilagen bei verschiedenartigen Möbelstücken
verwendet werden sollen, kann es zweckmäßig sein, ihre wirksame Länge einstellbar zu machen; ihre Befestigungslöcher können
z.B. als Langlöcher ausgebildet sein.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel eine gemäß der Erfindung ausgebildete Sesselfederung.
Fig.1 ist eine Untersicht der Sesselfederung.
Fig.2 ist ein Schnitt nach Linie 2 - 2 in Fig.1, der im wesentlichen
eine Seitiinansicht eines in die Federung eingebauten Stahlbandbügels zeigt,
Fig.S ist die Seitenansiciit eines der zugehörigen Stützbügei.
Fig. 1V zeigt abgeänderte Einzelheiten.
Das Sesseigestell weist einen Rahmen auf, der aus der vorderen Leiste 1, den Seitenleisten 2 und 3 und der rückwärtigen Leiste
besteht. An der vorderen und der rückwärtigen Leiste sind die flach nach oben gewölbten Stahlbandbügel 5, 6 und 7 befestigt.
Der nach oben gewölbte Siauptteil dieser Bügel ruht an seinen
Enden auf Stützarmen, die Lei dem -Beispiel nach Fig.3 Eiit dem Hauptteil des Bügels aus einem Stück bestellen, nämlich, aus
flachem Stahlband gebogen sind. Der vordere Stützarm 8 ist einwärts gewölbt, der hintere, 9, dagegen nach außen gebogen.
Die hinteren Stützarme 9 ragen also über die rückwärtige Gestell-Leiste 4 nach hinten■heraus. Sie sind, ebenso wie die
vorderen Stützarme 8, von unten her auf den Leisten Iefestigt5 und zwar mittels Holaschrauben 10, die vorderen Stützarme 8
unter Zwischenlage von Leilagen 11, die federnde Gtahlbandstreifen von der -''reite der Stützariae darstellen. Die Iugel 5
bis 7 sind, durch S-tütz bügel 12, 13 unterstützt, die auf den seitlichen Grestell-Leisten 2 und 3 befestigt sind. Die ^ttitzbügel
weisen einen flach nach oben gewölbten IIauptteil 14 auf, an dessen Lnden ζ-förmige seitliche Eefestigungsarme anschließen,
vgl.Pig.3. Diese z-fürmigenjArme sind auf den Leisten 2 und 3 ir- entsprechender Weise befestigt, wie die
Stützarme 8 auf der Leiste 1, nämlich unter Zmschenlage von -Beilagen 15· An den Stellen, wo die Stützbügel die Stahlbaiidbügel
kreuzen, nämlich bei 16, sind sie mit diesen verbunden, z.S. vernietet.
Die Stalllbajidbügc'1 und die Stützbügel sind zweckmäßig aus vergütetem Lederstaiil hergestellt. Die Stahlbandbügel 5 bis 7
Vierden im wesentlichen ohne Vorspannung im Sesselgestell befestigt. Dasselbe ist auch bei den StützbügeIn möglich. Damit
bei Verwendung nur weniger Bügel ein allzuweiches Fachgeben vermieden wird, ist es jedoch zweckmäßig, die Stützbügel beim
Linbau vorzuspannen. In Pig.3 ist dc-r Stützbügel 12 in vorgespanntem
Zustande dargestellt. Im entspannten Zustande ist der gewölbt gezeichnete Hauptteil 14 des Stützbügels 12 flacher;
die z-förmigen seitlichen Befestigungsarme steven bei nicht vorgespanntem Bügel steiler. In nicht vorgespanntam Zustande
ist der ganze Lügv.l also breiter, als das Sesselgest;-11. Das Vorspannen erfolgt durch seitliches Anschieben der befestigung
arme beim Anscnrauben.
Die Wirkung des Vorspannens äußert, sich bei Telastung am auffallendsten darin, daß die Durchbiegung däs gewölbton StützS-bügelbereichs
14 gegenüber dem nachgeben der sich schräger stellenden geneigten Schenkel der z-förmigen seitlichen Lefestigungsarme
zurücktritt.
^ei dem -Beispiel nach -ö'ig.4 besteht der dem Dtützferm 8 entsprechende
Stützarm 28 mit dem «tahlbandbügc1 25 im Gegensatz zu der Eauart nach J?i£.2 nic.it aus einem ötückj beide Teile
sind vielmehr durch eine Vernietung 29 miteinander verbunden. Auf die über die Nietstellen nach vorn ragenden freien -ünden
der Stahlbandbügel ist ein Vorderkantendraht 30 aufgelegt. Dieser ist auf jedem "ügel in einer Gurtschlaufe 31 gehalten,
die mit einem durch ein Loch 32 des Fügeis hindurchgehenden Hohlniet 33 auf dem -bügel befestigt ist.
Claims (3)
1) Polsterfederung,, insbesondere für o©sselt dadurch gefcennzeichnet,
daß as ihren Sadea «iurch, federnd© Arae gestützte vtshlbandbügel mit si© kreuzenden, an ihres -Bdes ebenfalls
durch federnde Arme gestützt©» JtiitaMgelnt vorzugsweise Stslilbaadstiits"bäi:elf an den JIreuzun ^stollen verbunden sind.
2) Polsterf ö&erong sack Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß flach Gewölbte, von der folstervorderkante nach der rückwärtigen !ante verlaufende StanltendMsel (5»6,7) angeordnet
sind, die sich an aArea vorderen l.nde auf einem nach innen gewölbten federnden Arm (8), an ihrem rückTssärtigen -nde auf
©ineia nach auiien ^ewoloten Arm (9) abstützen, isiobei die Stätzariae nit dem Bü ::ol gegebenenfalls aus ^iaem stück bestehen, sowie
dadurch, daß die erwähnten 0tahlbandb%el durch mindestens einen sie kreuzenden und an den Kreuzunjsste 1 en mit ihnen y©rlaundenen
Stützbügel (12,13) gestützt sind, der aus einem, oberen flach sewölbten Teil besteht, an den sich z-förmige refestigungsarxne
anschließen und der ztseckisäBi^ ebenfalls aus ötahlband hergestellt ist.
3) Polsterung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stützann© (8,9) der ütahlbandbügel (5,6,?) und (oder) Befestigungsanae der Stütz bügel (12,13) von unten her an Rahinenleisten
des Polstermöbel-, ζ.Ϊ.Sesselgestells, befestigt, z.B. angeschraubt sind«
4·) Polsterung aach Anspruch 1 Ms 3* dadurch gekennzeichnet,,
daß an den Sefastigungsstellen mindestens der vorderen otützarme (S) der Stahlbandbügel zweckmäßig auch der
Stützbügel (12,13), Beilagen (11 bzw.15) befestigt sind, und
zwar derart, daß die Stütz- und (oder) Befsstiguncsarme der Eü^el in der ?elastungsrichtung auf den Beilagen (11 bzw. 15) aufliegen.
5) Polst ©run 3 nach. Anspruch 1 Ms 4, dadurch gekenmseichnet»
daß dio Beilagen (11 nzt?.15) federnd ausgebildet und daß gegebenen-*» falls mehrere Beilagen TOrscMedsoer tinge zu ©Inen Paket verein!^
sind«
6) Polsterung nach Anspruch 1 Ms 5s dadurch gekennzei ohne t, daß 4io wizfesetoe Linije der Beilagen (11 ogsw.15) «!»stellbar ist,
indem sä die t^festlgunjslSchatt als Lan£L3cbe? ausgebildet sind*
?) PolsterttBg nach Aaspisich 1 oder einem der f öl^esden9 dadurch
getosrnseicimet» daß mindestens die StütsM^ol (12,13) in irorzugsweise durch seitliches Anschieben der z-fSrs&^en Pefestiguagearme
erzieltem vorgespanntem Sustaade angebracht sind«
3) Polsterung nach Anspruch 1 oder ©ines der folgenden, dadureh gekennzeichnet, daß die vorderen ätütaaxiae (3) der ,, tahlband-Mgel
an diese angenietet sind, wobei die Elidel über die Nietsteilen nach vorn ragen und dort einen ζ «£* in auf ^enie te ten Gurt-Schlaufen
gehaltenen Vorderkantendrslit (JO) tragen.
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