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Polsterloser,. elastischer Stuhlsi4 und gleichartige Rückenlehne Die-
'Erfindung betrifft -eisen polsterlosen, elastischen S'tuhlsitz'bz@v. eine solche
Rückenlehne aus - schmalen; durch -Zwischenräume getre`nmten Holz-; Metalloder PreßstoffleIsten
mit Federungen -in waagerechter und senkrechter Rix@.tum;g: Der Erfindur@g ):Legt
die Aufgabe zugrunde,. einen derartigen Sitz bzw. eime solche Rückenlehne zu. schaffen;
die im - Hause und im Freien brauchbar sind, die Ermüdung- des Körpers beim Sitzen
hintanhalten, die Körperwärme nicht unzweckmäßig aufspeichern und die auftretenden
Druckbieanspruchun;gen durch möglichst wetgehende Federungen aüfnehm@en.
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Diese Aulgabie wird ,gegenwärtig unvollkommen noch vorzugsweise durch
Pöisterungeu zu lösen versucht.- Wo von einer Polsterung :abgesehen. wird, sucht
man die ganze ziiäammenhämgende Sitzfläche durch Anbringung verschiedenartig -senkrecht
wirkender Federungen gegen die Druckbeanspruchung nachgiebig zu macheh. Älle Polstersitzmöbel
fühxe-n, "je nach Verwend"jg des. Oberflächenwerkstoffes in verschiedenem Grad,
zu gesundheitlich_ nicht immer .erwünschter Wärmeaufspeicherung für die Benutzer.:
an den mit Polsterungen dauernd in Berührung kommenden Körperteilen. Die Federung
ungepolsterter ,ganztex Sitzflächen in gleicher Richtung paßt sich der Körperform
nicht an, so :däß che damit ausgerüsteten Sitze an Bequemlichkeit und Nachgiebigkeit
den Polstersitzen nichtebenbürtig sind.
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Bekannte ältere Anordnungen für Leistensitze und -lehnen; die ,auf
Riemen mit Sp.aacinfedexn, oder ,auf Drahtspiralen :oder- :auf gewellten Stahlbändern
befestigt sind, -herreichen nicht -die für praktische Verwendung erforderliche Elastizität,
welche gegenüber jeder Sitz-. b,e"v.egtlrug ,an, jeder Stelle'nachg@bt, ,ohne doch
in der Spannkraft-,wnd der jeweli,gorl Wiederherstellung der Ausgangsspannung zu
erlahmen. . Die Fxfndiwnig besteht im wesentlichen in der Vereinigung folgender
Merkmale r. Die der Breite nach .zur Bildung -der Sitz:-Oder Rücklehnenflächen verwendeten
Leisten werden, -.an beiden Enden von. Zug-,matteln ;getragen, die dü@rch mehrfache
Unter-.
el - die stetige Federbeanspruchung an t ilung gleicher
Stelle und damit vorzeitige Erlahmung der Zugwirkung verhüten. Bei seitlicher Gewichtsverlagerung
und bei wechselnder Vor- und Rückwärtsbewegung der Germ' wichtsb:elastwng wird infolge
dieser Unterteilung- stets sofortiger Ausgleich des gesamten Spannungssystems herbeigeführt.
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2. Die einzelnen Federglieder des von hinten nach vorn verlaufenden.
Zugmittels sind jeweils in einer Höhlung der Sitzleiste derart angebracht, daß die
Federung sich im Schutzbereich der Leiste vollzieht und ein Druck der Leistenkanten
auf die Federglieder ausgeschlossen ist. Starre Verbindungsglieder der Zugorgäne
befinden sich innerhalb, der freien Leistenzwischenräumne.
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3. Zur Verhütung ermüdenden Druckes der vorderen Sitzleiste und ihrer
Kante auf die Gefäße des Oberschenkels wie zur Unterstützung des Ausgleichs jeder
durch Sitzgewichtverschiebimg veranlaßten Teilspannungsbelastung ist die vorderste
Leiste noch für sich in senkrechter Führung gefedert.
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Neuartig ist ferner die Bildung der die Leisten tragenden Zugmittel
durch Abwechslung von starren Gelenkstücken und 'Zugfedern, deren Wirkung und Vorteile
schon unter 2.,erwähnt sind. Bei Leisten mit vollem Querschnitt ist die Einlagerung
der Dehnungsfedern wohl in besonders ausgearbeiteten Einkerbungen möglich, vorteilhafter
aber ist -die Einlagerung durchführbax bei U-förmig -gestalteten Leisten, zlunal
bei Leisten aus Metall, Kunstholz, Kunsthorn Moder ähnlichen plastischen wobei die
Federanbringung vereinfacht und das Gewischt des Sitzgerätes wesentlich verringert
wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen: Abb. r eine Aufsicht .auf den Sitz .eines Sitzmöbels,
Abb.2 :eine Seitenansicht dazu, Abb.3 eine Vorderansicht dä.zu und Abb. q. einen
senkrechten Querschnitt durch die Sitzleisten nach der Linie 1-I der Abb. i. Der
viereckige Stuhlsitz ist zwischen den vier Stuhlpfosten a, b, c, c1, die
zwischen den Rahmenleisten A, B, C, D starr befestigt sind, angeordnet. Die
Querleisten des zwischen den Rahmenleisten aufgehängten Sitzes sind mit f bezeichnet.
Um auch der für manche Verwendungszwecke wünschenswerten Nachgiebigkeit in senkrechter
Richtung der vordersten Sitzleiste F Rechnung zu tragen,, ist diese in einer Gleitführung
k in den @oberen Enden der Pfosten c, d gelagert und auf der Rahmenleiste C unter
Einschaltung einer Flachfeder i .abgestützt. In ähnlicher Weise kann die Rückenlehne
ausgebildet sein. In der Abb. q. ist in größerem Maßstabe der Einbau des federnden
Tragmittels. der Sitz- bzw. der Lehnenquerleisten f dargestellt, und es ist erkennbar,
daß durch diese Aufhängung -die ganze Sitzfläche jeder Bewegung des Sitzenden elastisch
folgen kann. Die Zugfedern g liegen geschützt im Hohlprofil der Sitzleisten f und
sind untereinander durch die starren Zwischenstücke k verbunden. Diese sind durch
entsprechende Bohrungen 1,1i der Querleisten geführt und durch die Anordnung von
Anschlägen k1 in ihrer Bewegung begrenzt.
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Die Verwendung dieser elastischen Sitze oder Rückenlehnen,ohne Polsterung
ist durchführbar für jeden festen Stuhl und jede Bank, für Klappsitze, für jeden
Arbeitssitz, Fahrzeugführersitz u. 4g1. Die gesundheitlich wichtigste Anforderung
an zweckgemäßhe Rückenstützen; nämlich. die Aufnahme des Druckes des Oberkörpers
des Sitzenden unterhalb der Schulterblätter, senkrecht über dem hinteren Teil der
Sitzfläche, `ist durch gleichartige Aufhängung einer genügend großen und breiten
Rückenlehne mit elastischer Nachgiebigkeit voll erfüllt. Arbeits- und Führersitze
mit vorgeschlagener Sitz- und Rücklehnenanordnung wirken sich vermöge der Kräfteschonung
ch@ne überflüssige Beeinflussung der Sitzenden. durch die Körperwärme wirtschaftlich
und sozial fördernd aus.
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Die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel verwendeten hohlen Metalleisten
können einfach emailliert Moder mit Holzfurnieren, Leder, Lederersatz u. dgl. mit
oder chne schwachpolsternde Zwischenlage überkleidet werden, j e nach den Erfordernissen
des VerwendUngSortes. An Stelle von schraubengangartig gewickelten Zugfedern sind
zur Erzielung gleicher Wirkung auch beliebige entsprechend andere Federn verwendbar.