DEP0010951MA - - Google Patents

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DEP0010951MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
' Gummielastische Textilerzeugiiisse, wie Gewebe, Geflechte oder Gewirke, werden bisher unter Verwendung gespritzter oder geschnittener Vollgummifäden erzeugt. Von diesen bekannten gummielasti-
Jfe sehen Erzeugnissen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand in vorteilhafter Weise dadurch, daß die elastischen Fäden aus einem porigen, ins-„ besondere mikroporigen Werkstoff, vorzugsweise aus Schaumgummi, hergestellt sind.
Unter Verwendung derartiger Fäden erzeugte gummielastische Textilwaren haben gegenüber den bekannten Erzeugnissen dieser Art eine Reihe von bedeutsamen Vorteilen. Durch den Einschluß unzähliger Luft- öder Gasbläschen in den elastischen Faden wird dieser voluminös, so daß die damit hergestellten Bänder, Litzen, Kordeln, Breitgewebe, Breitgewirke usw. einen außerordentlich weichen Griff erhalten. Durchzuglitze1 mit ■Schaumgummifäden legt sich demzufolge erheblich' weicher an den Körper an und übt einen wesentlich geringeren Druck auf diesen aus.
Ein weiterer Vorteil der neuen gummielastischen Textilerzeugnisse tritt bei solchen Waren auf, die nach dem Herstellen angenäht werden, also beispielsweise bei Strumpf- oder Soickenhalterbändern. Beim Annähen solcher Bänder kommt es immer wieder vor, daß die Nadel einen der Gummifaden zersticht. In diesem Falle kriechen die Enden des zerstochenen Fadens in das Gewebe oder Geflecht zurück. Es ist zwar schon versucht worden, diesem
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Zurückspringen des zerstochenen Fadens zu begegnen, jedoch erfordern diese Maßnahmen einen . Mehraufwand an Werkstoff und Arbeitszeit, verteuern daher die Ware. Die porige bzw. mikroporige Struktur eines Zellgummi- oder Schaumgummifadenis bietet hierbei den Vorteil, daß die Fadenoberfläche von Natur aus stark zerklüftet ist, wodurch die Haftung eines zerstochenen Fadens im. Gewebe oder Geflecht so groß ist, daß selbst
ίο beim Zerstechen eines Fadens dessen Enden nicht zurückspringen. Auf der anderen Seite ist die Gefahr dies Zerstechiens an sich schon erheblich vermindert, da die Nadel bei einem derart voluminösen Faden, ohne weiteres, selbst wenn isie auf den Faden trifft, dessen Kapillaren zur Seite drückt, wobei diese ari der Nadel vorbei ausweichen. ,
. Der ,gleiche Vorteil macht sich auch beim Umspinnen des Fadens günstig bemerkbar, denn, die Umspinnung hält gleichfalls wesentlich besser am Faden" als an den bisher üblichen glatten Vollgummifäden.
Ferner ergibt sich eine vorteilhafte Anwendung des neuen elastischen Fadens bei der Hierstellung von elastischen Flechtkordeln, die bei kurzem Zug ein gewisses Volumen haben sollen. Hier hat man bisher Füllfäden einarbeiten müssen. Diese sind bei Verwendung eines oder mehrerer Schaumgummifäden entbehrlich. Die Kordel wird auf diese Weise nicht nur billiger in der Herstellung; sondern vor allem erheblich weicher im Griff.
Mit Rücksicht auf die Zugfestigkeit des Schaumgummifadens ist es zweckdienlich, diesen zu spritzen, da in diesem Falle die außenliegenden Poren geschlossen sind.
. Das Spritzen des Fadens hat daneben noch den Vorteil, daß man den Faden unmittelbar nach dem. Austritt aus der Düse in an sich bekannter Weise mit einem textlien Überzug versehen kann. So ist es ohne weiteres möglich, den Faden nach Erreichen des Koagulationspunktes in an sich bekannter Weise zu beflocken.
Neben Gummi, d. h. Naturgummi bzw. synthetic Sehern Gummi, eignen sich auch andere elastische Werkstoffe, die sich in poriger oder .mikroporiger ' Struktur erzeugen lassen, also geschäumte Kunststoffe, beispielsweise auf der Basis von Polyurethanen bzw. Polyvinylchlorid.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Elastischer Faden, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem porigen, insbesondere mikroporigen Werkstoff, vorzugsweise aus Schaumgummi, besteht. . "'*.
2. Elastischer Faden nach Anspruch 1, da- , durch gekennzeichnet, daß er stranggespritzt ist.
3. Verfahren zur Herstellung eines Fadens ■'-> nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß er unmittelbar nach seinem Austritt aus der Spritzdüse, d. h. bei Erreichen seines Koagulationspunktes, mit einer textlien Hülle versehen, insbesondere in an sich bekannter Weise beflockt wird.
4. Gummielastisches Textilerzeugnis, z.B. Gewebe, Geflecht, Gewirke od. dgl., gekennzeichnet durch die Verwendung von elastischen Fäden aus einem porigen, insbesondere mikroporigen Werkstoff, namentlich aus Schaumgummi gemäß einem der ,Ansprüche 1 und/oder 2.
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