DEP0010920DA - Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten mit Aktivkohle - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten mit AktivkohleInfo
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Description
ATLAS-tERKE Bremen, den 22.Sept,1948
Bremern
K 562 "Kohle-Dispergierung II.w
Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten mit Aktivkohle.
Es ist bekannt, zur Behandlung von Flüssigkeiten mit Kohle diese mit der Flüssigkeit zu versetzen und unter stäadiger
Umwälzung eine gewisse Dauer der gegenseitigen Einwirkung auszusetzen, wonach die Aktivkohle durch Filtrieren wieder
aus der Flüssigkeit abgetrennt wird. Die Adsorptionsffir» kung der Kohle hängt dabei wesentlich von der Feinheit der
Kohleteilehen und einer intensiven Berührung von.Kohle- und Flüssigkeitsteilchen ab. Erfindungsgemäss lassen sich diese
beiden Voraussetzungen in hervorragender Weise dadurch verbessern, dass die Versetzung der Kohle mit der zu behandelnden
Flüssigkeit der Einwirkung von Schallwellen ausgesetzt wird. Dadurch wird gleichzeitig eine Zerkleinerung, sowie eine heftige
Bewegung der Kohleteilchen in der Flüssigkeit und eine Umwälzung der Flüssigkeit selbst hervorgerufen. Die Zerkleinerung
der Kohleteilchen durch die Einwirkung des Schalles geht über das durch sonstige Zerkleinerungsverfahren erreichbare
Mass erheblich hinaus. Ausserde® wird die Reaktion selbst durch die Einwirkung der Schallwellen unterstützt. Insgesamt
tritt damit eine beträchtliche Steigerung der ?/irkung ein, welche die Anwendung- der Kohle zu Adsorptionsgwecken verbessert
und sogar ihre Anwendungsmäglichkeiteri ,erweitert* SJi t dem Verfahren kann auch eine· Beschleunigung der Reaktion oder
eine Einsparung an Kohle erzielt werden.
Das Verfahren lässt sich beispielsweise zur Entgällung von Alkohol anwenden, indem der verdünnte vergällte Alkohol
^tlas-Werke A8-G, Bremen
K 562 "Eohle-Disgergierung II*w
22.9*1948
mit /gepulverter Kohle versetzt und der Einwirkung von Schall ausgesetzt wird* Dabei werden die Vergällungsraittel, wie*
ζ.Β» Toluol, lylol, ätherische OeIe, Paraffin und dergleichen von der Kohle adsorlafert. Nach der Beschallung wird die teilweise
in kolloidalen Zustand überführte Kohle durch Filtrieren bzw· Destillieren wieder abgetrennt. Das Verfahren ist
anwendbar' bei Vergasungsmitteln, die einen Siedepunkt von mindestens TOO haben und in Wasser nicht löslich sind« Die
Behandlung wird hier, wie bei d@n meisten sonstigen Reaktionen vorteilhaft bei erhöhter Temperatur durchgeführt»
Schliesslich ist noch zu bemerken , dass durch das neue Verfahren die Möglichkeit gegeben ist, weniger wertvolle
pflanzliche Kohle, insbesondere Holz- und Torfkohle, für Zwecke zu verwenden, wo man früher auf die teure und schwer
zu beschaffende Blut- und Knochenkohle angewiesen war«
■.jitlee'-Werke A8-G9
E 562 '«Kohle-Dispergierung ir«.
22.9.1948
β) Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten rni-t Aktivkohle,
dadurch gekennzeichnet j dass eine Versetzung von Eohle
mit der zu behandelnden oder einer dieser zuzusetzenden Flüssigkeit beschallt, und dass die'so teilweise in kolloidalen Zustand überführte Kohle durch Filtrieren bzw. Destillieren wieder abgetrennt wird.
mit der zu behandelnden oder einer dieser zuzusetzenden Flüssigkeit beschallt, und dass die'so teilweise in kolloidalen Zustand überführte Kohle durch Filtrieren bzw. Destillieren wieder abgetrennt wird.
2.) Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur,Sntgällung von Alkohol, bei dem der verdünnte vergällte llk-ohöl mit
gepulverter Eohle versetzt wird«,
ITLiS-WlRKE A.-G« Bremen, den 26*9.1948
Bremen
563 "Diskontinuierlicher Umlauf"·
Vorrichtung zur .behandlung von Stoffen mit Schal !wellen«
3Sb isii Y)BkSBiTt9 1DeI tier lteksBAltaig "vm S"fcoifexi
well'en die Behandlungsgefässe als Durchflussbehälter auszu_ bilden und in eine von den Stoffen durehflossenen Leitung
einzuschalten. Um bei diesem Durchflussverfahren eine hinreichende Beschallung au- erzielen, hat man mehrere Schallbehandlungsstellen
in die Leitung hintereinander geschaltet.
Erfindungsgemäss lässt sich bei bestimmter Durchflussgeschwindigkeit mit nur einer oder wenigen Scnallbehandlungsstellen
eine in ihrer Dauer beliebig einstellbare Schallbehandlung erzielen, indem die zu behandelnde flüssigkeit in
einem Kreislaufsystem mit einer oder mehreren darin eingeschalteten Beschallungssteilen umläuft, das .z.B. über einen
Dreiwegehahn in beliebig wählbaren Zeitabständen geleert und wieder mit neuer zu behandelnder Flüssigkeit gefüllt wirde
Der kreislauf sowie das Einfüllen und Leeren des Systems wird zweckmässig durch eine Pumpe herbeigeführt. Gegebenenfalls
kann aber auch natürlicher Umlauf durch Erwärmung vorgesehen sein.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht« Darin sind 1. und £ Vorratsbehälter für zwei
Flüssigkeiten, die z.B. miteinander emulgiert werden solleno Die Vorratsbehälter sind mit einer Einrichtung 3. zur Voremul-
Atlas-We-rke A*-®« Bremen
E 563 "Diskontinuierlicher Umlauf"
26.9-1948
gierung verbundene Deren Abflussleitung 4, für die voremulgierte Flüssigkeit ist an einen Dreiwegehahn J5_ angeschlossen,
der in einer Stellung ein Kreislaufsystem 6_ schliesst* in der anderen Stellung dieses Kreislaufsystem mit der Leitung
£ und einer Abflussleitung 7 verbindet (gestrichelt)* In den Kreislauf sind zwei Schallbehandlungsgefäsee £3 und
9 eingeschaltet, die mit Schallerzeugern verschiedener Frequenz j ZeB. einem Membransender ^für 4 kHz und einem Magnetos
trikri ons sender für 150 kHz, ausgerüstet sind« Das Behandlungsgefäss für 150 kHz ist mit Querwänden versehen,
welche einen im Vergleich zum Gesamtquerschnitt des Behälters kleinen Durchlass für die zu behandelnde Flüssigkeit
freilassen. Hierdurch soll err^ient werden, üass sich infolge der Querschnittserweiterung und durch Terlangsamung
der Flüssigkeitsströmung in dieser etwa enthaltene Teilchen absetzen.
Der -Kreislauf enthält ferner eine Pumpe IjD 2mm Zmngsumlauf und einen Behälter 21 2^ Heizung und Eührwerk. Der
Dreiwegehahn wird in Zeitabständen, die dem Fassungsvermögen des Kreislaufsystems, der Umlaufgeschwindigkeit und
der erforderlichen Benandlungsdauer entsprechen, kurssei— tig mit dem Zu- und Ablauf 4_ und J verbunden, sodass die
behandelte Flüssigkeit über die Leitung 7, aus dem Kreislauf entfernt wird und neue, voremulgierte Flüssigkeit
aus der Leitung 4 in den Kreislauf eingefüllt wird. Danach
Atlas-Werke A «<-&<> Bremen K 563 "Diskontinuierlicher Umlauf11
26.9.1948
weraen Zu- und Ableitung £ abgesperrt, und der Kreislauf beginnt von neuem.
Die Einrichtung ist natürlich nicht nur zum Emulgieren, sondern allgemein zur Schallbehandlung von Stoffen im
Durchflussverfahreη geeignet«
Claims (1)
- Fn m,t ,„& ia..;t)i.fii)iai·Α8. 23« 5* SOB 3? β a β a Pet«ScIi/IgK, 562 eKaag vm. flussl^.kohles iiiöbeiioad.©!1© äö® Sfitgslles veausö da.B di.e äaämrefa v©i3,«iidiä© ia ties ^©ll.oidalfesa Sm-Bt&nu UhsFtUhrt» I'öhle dmrislj Filtrier«»wir!»
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